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Keine "echte" Bündelung

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  1. Keine "echte" Bündelung

    Autor: Vanger 13.03.16 - 17:05

    Das was Viprinet tut ist meiner Meinung nach weder eine "echte" Bündelung noch irgendwie etwas besonderes - das kann sich jeder Privatkunde zuhause selbst zusammenbasteln. DSL-Leitung bestellen, GSM-Gateway installieren und sowohl über die DSL-Leitung als auch das GSM-Gateway einen VPN-Tunnel zu einem Server bei einem beliebigen Hoster aufbauen. Den gesamten Datenverkehr durch die Tunnel leiten und beiden Routen die gewünschten Metriken zuweisen. Am VPN-Server die beiden VPN-Clients bonden, fertig.

    Der entstehende Overhead ist bösartig. Darum ist das meiner Meinung nach auch keine "echte" Bündelung. Echte Bündelung findet auf OSI-Layer 2 oder 3 statt, nicht wie hier auf Layer 7 mit VPN-Tunneln. Das ist lächerlich. Daher kommt auch diese Beschränkung auf 100 MBit/s oder 300 MBit/s - Viprinet muss ja zusätzlich noch VPN-Server mieten und deren Anbindung garantieren.

    Mit der "Bündelung" wie sie die Telekom eingeführt hat und wie aktuell einige andere andere ISPs zu kopieren versuchen, hat das wenig zu tun. Das ist eine vollkommen andere, technisch sehr viel effizientere Lösung als zwei gebündelte VPN-Tunnel...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.03.16 17:06 durch Vanger.

  2. Doch, das ist echte Bündelung.

    Autor: SimonKissel 13.03.16 - 19:26

    Du liegst leider völlig falsch.

    Das eigentliche Problem ist, dass unterschiedliche Leitungen unterschiedliche Latenzen haben. Wenn man wie von Dir beschrieben das einfach mit zwei VPN-Tunneln selber bauen würde, könntest Du die dann nicht bündeln - weil die Pakete durch die unterschiedlichen Laufzeiten falsch sortiert rauskämen und deswegen vom Ziel gedropped werden würden.

    Was wir machen ist zudem Layer 3. Und ja, es ist echte Bündelung. Ein einziger Datenstrom (z.B. ein Videostream) nutzt die Summe aller Bandbreiten aller Leitungen. Genau das ist es, was echte Bündelung von Load Balancing unterscheidet. Das Verfahren habe ich 2007 erfunden. Das Patent dazu findest Du hier:

    http://www.google.com/patents/US20080253282

    Und der Telekom-Hybridrouter ist von unseren Produkten "inspiriert", funktioniert aber nichtmal im Ansatz so gut, wie Du zahlreichen Testberichten entnehmen kannst. Dazu hat auch Golem mehr als einmal berichtet.

  3. Re: Keine "echte" Bündelung

    Autor: ethereal 13.03.16 - 19:33

    So einfach ist das nicht. Das was man mit Viprinet machen kann ist es Leitungen unterschiedlicher Provider und Bandbreiten zusammen zu fassen. Diese werden dann gebündelt. VPN ist lediglich das Transportmittel.

    Ich denke schon, das man in diesem Fall von Bündelung sprechen kann, da im Idealfall die Bandbreite die Summe aller Tunnel ist. Ob das mit ein paar Routen und Metriken hinzukriegen ist weis ich nicht.

    Als Privatkunde habe ich das jedenfalls mal zuhause nachgebaut, weil mich das technisch interessiert. Um mehrere Leitungen mit unterschiedlichen Bandbreiten zu nutzen muss man schon stark in das Paketmanagement eingreifen. Ich habe einen Bonding Patch für Linux gefunden, mit dem sich Pakete in einem bestimmten Verhältnis über mehrere Interfaces in einem Bond schicken lassen.

    Ich habe eine 50/10 VDSL Leitung von der Telekom und einen Anschluss von Unitymedia 120/5 (mbit up/down). Auf einem privatem Server hab ich dann zwei ipv6 Adressen gebunden und zwischen jedem Provider mit OpenVpn (ipv6/udp) einen Tunnel aufgebaut. Diese Tunnel habe über einen Bond im Verhältnis 1:3 gebündelt. Dann noch das Default Routing über den Bond und auf der Server Seite genatted.

    Mit diesem Setup hatte ich beim Download einer Debian 8 DVD eine Topspeed von 17,7 mb/s und 13,8 mb/s im Schnitt. Die Kunst ist es das sauber hinzubekommen. Es ist nötig die Interface Buffers und die Kernel Parameter für das Paket reordering anzupassen. Bei unterschiedlichen Bandbreiten gerät die Reihenfolge der Pakete schnell durcheinander.

  4. Re: Keine "echte" Bündelung

    Autor: GeeGee 13.03.16 - 23:30

    Dafür gibt es MultipathTCP

  5. Re: Doch, das ist echte Bündelung.

    Autor: jungundsorglos 14.03.16 - 03:36

    SimonKissel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du liegst leider völlig falsch.
    >
    > Das eigentliche Problem ist, dass unterschiedliche Leitungen
    > unterschiedliche Latenzen haben. Wenn man wie von Dir beschrieben das
    > einfach mit zwei VPN-Tunneln selber bauen würde, könntest Du die dann nicht
    > bündeln - weil die Pakete durch die unterschiedlichen Laufzeiten falsch
    > sortiert rauskämen und deswegen vom Ziel gedropped werden würden.
    >
    > Was wir machen ist zudem Layer 3. Und ja, es ist echte Bündelung. Ein
    > einziger Datenstrom (z.B. ein Videostream) nutzt die Summe aller
    > Bandbreiten aller Leitungen. Genau das ist es, was echte Bündelung von Load
    > Balancing unterscheidet. Das Verfahren habe ich 2007 erfunden. Das Patent
    > dazu findest Du hier:
    >
    > www.google.com
    >
    > Und der Telekom-Hybridrouter ist von unseren Produkten "inspiriert",
    > funktioniert aber nichtmal im Ansatz so gut, wie Du zahlreichen
    > Testberichten entnehmen kannst. Dazu hat auch Golem mehr als einmal
    > berichtet.
    Patente gibt es heute leider für alles, das Prinzip ist nichts besonderes.

    Bündelung ist außerdem nur eine Notlösung für sehr spezielle Einsatzgebiete. Allein die Kosten für all die Leitungen steckt man lieber in die Investition einer passenden Infrastruktur. Ist auf längere Sicht deutlich billiger.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.03.16 03:41 durch jungundsorglos.

  6. Re: Doch, das ist echte Bündelung.

    Autor: Ovaron 14.03.16 - 05:21

    jungundsorglos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bündelung ist außerdem nur eine Notlösung für sehr spezielle
    > Einsatzgebiete.

    korrekt.

    >Allein die Kosten für all die Leitungen

    Welche Leitungen wären denn das?

  7. Re: Doch, das ist echte Bündelung.

    Autor: mainframe 14.03.16 - 09:37

    Wir setzten die Viprinet Router mit einem eigenen Hub im RZ ein. Es funktioniert super.

    Vorher hatten wir verschiedene andere Router probiert.. LANCON.. Cisco... und bei keinem anderen Setup haben wir die Performance. Wir haben einen Standort, da fällt wegen der alten Leitungen sogar die 10MBit SDSL Leitung öfters aus... Seit wir Viprinet im Einsatz haben, gab es keinen Verbindungsabbruch einer Terminalsitzung mehr.
    Im Normalfall haben wir SDSL, ADSL und Mobilfunk gebündelt.

    Bricht SDSL weg... merken die User an den Kassensystemen garnichts. bricht komplett SDSL und ADSL weg wird es einfach nur langsamer...

    Ich kann Viprinet nur empfehlen!

    und frage mich immernoch... warum das kein großer Hersteller hinbekommt.

    LG

    P.S. Der Telekomrouter bündelt gefühlt nicht wirklich. der switcht eher hin und her. einen VPN Tunnel oder eine direkte Terminalserver Verbindung bricht immer wieder ab. Oft... sehr oft. Deswegen wird auch direkt im Router konfiguriert... bei VPN nur Kupfer Internet verwenden...

  8. Re: Doch, das ist echte Bündelung.

    Autor: Ovaron 14.03.16 - 18:12

    mainframe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > P.S. Der Telekomrouter bündelt gefühlt nicht wirklich. der switcht eher hin
    > und her.

    Ich hab meinen seit Mai letzten Jahres und kann Deinen Eindruck nicht bestätigen. Downloads zu günstigen Uhrzeiten werden mir mit 6-7 Mbit/s angezeigt(*), das schafft alleine weder die ADSL-Leitung noch die Speedoption M.

    (*) und ja, am Anfang habe ich wie vermutlich die meisten anderen Benutzer sehr viel Zeit darauf verwendet nachzuprüfen ob die Zahlen wohl stimmen :-)

  9. Re: Doch, das ist echte Bündelung.

    Autor: AW_lemgo 23.03.16 - 18:59

    SimonKissel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das eigentliche Problem ist, dass unterschiedliche Leitungen
    > unterschiedliche Latenzen haben. Wenn man wie von Dir beschrieben das
    > einfach mit zwei VPN-Tunneln selber bauen würde, könntest Du die dann nicht
    > bündeln - weil die Pakete durch die unterschiedlichen Laufzeiten falsch
    > sortiert rauskämen und deswegen vom Ziel gedropped werden würden.

    Das spielt aber nur bei verbindungsorientierter Paketvermittlung (TCP) eine Rolle.
    Bei verbindungsloser Paketvermittlung (UDP) - Massenversand nach dem Hoffnungsprinzip, dass schon mal was ankommt - kann was gedroppt werden und muss nicht in der Reihenfolge des Versands eintreffen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/User_Datagram_Protocol

    Richtig?

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