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da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

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  1. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: muelenbach 05.09.19 - 10:33

    Ganz ehrlich, mittlerweile kann ich bei solchem Rumgeheule kein Funken Mitleid mehr aufbringen, sondern nur noch Wut. Bei uns in der Stadt wurde die Ausgeh- und Flaniermeile mit dutzenden Auflagen kaputtgemacht, weil Zugezogene die Stadt mit Klagen überzogen haben, weil es so laut war. Dass man das vorher schon hätte wissen können... Geschenkt. Hauptsache den Anderen alles kaputt klagen, damit man selber schön leben kann. Wer ein Haus neben einer Bahnstrecke oder einer Straße kauft, dem sollte klar sein, dass da auch Züge bzw. Autos fahren. Hat schon ein Grund, warum die Grundstücke dort billiger sind.

  2. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: 11Leser 05.09.19 - 11:04

    LordSiesta schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist so nicht richtig. Seit wann das Haus existiert, steht gar nicht im
    > Artikel, nur dass die Familie Eggerath es im Jahr 1907 erworben hat. Zu dem
    > Zeitpunkt konnte es schon beliebig alt gewesen sein.

    Aus der Chronik des Hauses Litzbrück: "J. Reichen wollte etwas Neues schaffen und baute sich sein eigenes Haus, sein Gasthaus, das er nach dreijähriger Bauzeit im Jahr 1909 stolz als Gasthaus Reichen eröffnen konnte."

    Quelle: Google > "angermund haus litzbrück erbaut" > erster Treffer

    Die mit Abstand meisten Häuser in Angermund wurden übrigens erst nach den 1960er Jahren gebaut. Und auch derzeit wird, wenn auch nicht in unmittelbarer Nähe zu den Gleisen, dort noch fleißig im hochpreisigen Segment gebaut. Es wurden aber noch bis Anfang dieses Jahrtausends Einfamilienhäuser direkt neben die Gleise nördlich der S-Bahn-Station Angermund errichtet. Dies nur zur Information, das ist keine Wertung.

    Das Wirre an der Geschichte in Angermund ist ja, dass die Bahn mit dem Ausbau erstmals Lärmschutz für die Anwohner errichten möchte. Vorher war dies nicht vorgeschrieben. Die Art des geplanten Lärmschutzes passt der Initiative jedoch nicht, da der Lärm für Anwohner in der zweiten Reihe zunehmen und das Dorfbild zerstört würde (Letzteres wurde im Artikel ausgeklammert, findet sich so aber in der Lokalpresse wieder). Auch eine Einhausung wird mit derselben Begründung abgelehnt. Für den Bau eines Tunnels müssten, von den deutlich höheren Kosten und dem komplexen Umbau (vermutlich müsste eine der wichtigsten Streckenabschnitte im DB-Netz längere Zeit (Jahre?) komplett stillgelegt werden) einmal abgesehen, mehrere Häuser abgerissen werden, deren Eigentümer sicher ihrerseits wieder gegen diese Maßnahme klagen würden, und die S-Bahn-Station Angermund müsste unter die Erde verlegt (noch einmal erhöhte Komplexität für den Betrieb), oder aufgegeben werden (Nachteil für alle Angermunder).

    Ein Kompromiss scheint also mit der auf ihrer Maximalforderung beharrenden Initiative ausgeschlossen. Sie akzeptiert nur den Tunnel. Alle anderen Vorschläge werden abgeschmettert.

  3. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: luzipha 05.09.19 - 11:10

    Mein Onkel ist ebenfalls selber Schuld. Erkaufte ~1990 ein Grundstück. Dieses lag in einem verkehrsberuhigten Bereich circa 500 Meter entfernt von der nächstgrößeren Straße. Auf diesem Grundstück errichtete er sein Eigenheim, zum Großteil in Eigenleistung.

    Mittlerweiler ist die ehemalige Durchgangsstraße ein verkehrsberuhigter Bereich und die kleine Straße an seinem Grundstück wurde zu einer Durchgangsstraße. Diese baulichen Änderungen durften die Anwohner übrigens selber bezahlen. Der Grundstückswert beträgt heute etwa die Hälfte des Kaufpreises.

    Er beschwert sich nicht. Diesen Sachverhalte schildere ich nur, um zu verdeutlichen, dass "selber Schuld" eben nicht immer zutreffend ist.

  4. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: AllDayPiano 05.09.19 - 11:21

    Tylon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Du sprichst, als hätten die Leute da eine Wahl gehabt. Die Straßen
    > wurden
    > > gebaut, als es noch Kutschen gab. Die Anwohner (zumeist Bauern oder
    > > Handwerker) waren auf die Anbindung angewiesen, und haben die
    > Dorfstraßen
    > > selbst errichtet. Da war an ein Auto oder gar Individualverkehr gar
    > nicht
    > > zu denken! Erst mit dem großen Wirtschaftsaufschwung 1960 nahm der
    > Verkehr
    > > rapide zu (1960 etwa 10-mal weniger, als heute).
    >
    > Naja, sehr viele Orte sind um eine Straße/Kreuzung entstanden. Sicher gilt
    > Dein Argument für die Bauern im 18 JH. Aber die sind ja jetzt kein Problem
    > mehr.

    Ich glaube du verkennst, wie lange auf dem Dorf noch wie im 18ten Jahrhundert gelebt wurde. Hätte es nicht so viele Seuchen gegeben, wäre selbst 1920 noch eine Kanalisation ein Fremdwort dort gewesen. Strom kam auch erst irgendwann 1900. Warmes Wasser haben viele Häuser nach wie vor nicht, da Zentralzheizungen erst ab den 60gern gebaut wurden. Höchstens hatten die Bauern auf einen Einzylinder-Diesel aufgerüstet, damit der Ochse nicht mehr gebraucht wurde. Die Revolution in der ländlichen Gegend ließ lange auf sich warten.

    > Wer in den 60ern, als bei viel Verkehr gebaut hat, also ca. 30 war,
    > der ist jetzt 90. Die danach hätten die Straße sehen können.

    Die Danach haben zumeist geerbt. Wer sich damals an die Straße stellte, und sagte: Ja, ist ruhig hier - der lag mit der Einschätzung - gerade im ländlichen Bereich - noch lange richtig. Erst die letzten 30-40 Jahre haben den Strukturwandel dort gebracht.

    > > Darüber hinaus hatten viele auch gar keine Wahl. Die Gemeinde gibt den
    > > Bebauungsplan vor. Und das nicht erst seit den 60gern, sondern schon vor
    > > dem 19ten Jahrhundert. Wer bauen wollte, musste dort bauen, wo es
    > erlaubt
    > > war. Damals war aber auch noch gar nicht absehbar, welche Straßen
    > zukünftig
    > > Hauptverkehrsadern werden.
    >
    > Doch, s.o. Die Hauptstraßen waren meistens schon da. Zieh ich halt in den
    > nächsten Ort oder in die Seitenstraße. Ist das nicht praktisch genug, weil
    > ich weiter zur Arbeit habe? Och.... na dann besser Straße. Man hat eine
    > Wahl. Und es gibt sogar Seitenstraßen, die nicht zur Autobahn ausgebaut
    > wurden.

    Alles schöne Theorie. In der Praxis aber reichlich unzutreffend. Gewisse Dinge sind nicht vorhersehbar.

    > > Viele Autobahnen waren damals noch Bundesstraßen (oder eher sogar nur
    > > Landstraßen). Zwar baute Hitler fleißig Autobahnen, aber diese nur an
    > > strategisch wichtigen Orten.
    > >
    > > Siehe hierzu: www.landkartenindex.de
    >
    > Godwin lassen wir mal außen vor.

    Das hat nichts mit Godwin zu tun.

    Die Karten zeigen deutlich wie wenige Autobahnen eigentlich in der Nazizeit gebaut wurden, dass es davor schon Autobahnen gab, und wieviele erst in den letzten 70 Jahren gebaut wurden.

    Danke allerdings für das reflexartige Gleichsetzen mit einem Nazivergleich (genau das sagt Godwins Gesetz aus)...

    > > Also nein. Mit nur 4 Mio. PKW in Deutschland war die Zunahme in den
    > 60gern
    > > um 1000% noch nicht wirklich sichtbar. Und erst recht nicht die massive
    > > Zunahme vom Güterverkehr auf der Straße von über 600%, denn damals wurde
    > > der Güterverkehr noch großteils über die Schiene abgewickelt.
    >
    > Dass das aber daran liegt, dass die halbe Welt 3 Mal in der Woche im
    > Internet bestellt, also selbst dafür verantwortlich ist für den Verkehr...

    Woran das liegt, ist vollkommen irrelevant. Es geht darum, dass die Belastung durch Lärmemissionen massiv gestiegen ist. Und es ist keine Trendumkehr zu erwarten. Das einzig positive, dass die Zukunft bringen wird, ist dass diese Kleinstadtproleten mit ihren Chipgetuned Hyundai i30n nicht mehr wie die letzten Vollidioten durch die Straße brettern können. Die machen das zukünftig leise. Kein Verlust für die Menschheit.

    > Doch, ich hätte
    > erwartet, dass die Welt sich in 60 Jahren deutlich verändert. Speziell in
    > den 60ern hätte man aufgrund der starken Zunahme individueller Mobilität
    > vielleicht von einer Kontinuität des Trends ausgehen können.

    Dann sag doch Du mal die Zukunft für 70 Jahre vorraus... Außer, dass der Klimawandel noch viel Ärger bringen wird, wirst Du genauso wenig prognostizieren können, wie sich die zukünftige erwartete Völkerwanderung auf unsere Gesellschaft auswirken wird, wie die Leute damals, die noch vom Krieg gebeutelt waren, und ihre Zwangshypothek für die Reparationszahlungen abbezahlten.

  5. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: 11Leser 05.09.19 - 11:37

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann sag doch Du mal die Zukunft für 70 Jahre vorraus... Außer, dass der
    > Klimawandel noch viel Ärger bringen wird, wirst Du genauso wenig
    > prognostizieren können, wie sich die zukünftige erwartete Völkerwanderung
    > auf unsere Gesellschaft auswirken wird, wie die Leute damals, die noch vom
    > Krieg gebeutelt waren, und ihre Zwangshypothek für die Reparationszahlungen
    > abbezahlten.

    Man kann aber davon ausgehen, dass das Stadt-Land-Gefälle begleitet von Schwankungen erhalten bleibt, dass es weiterhin ein starkes Mobilitätsbedürfnis geben wird, dass sich die Nutzung von Straßen, Autobahnen, Bahntrassen, Flughäfen etc. wahrscheinlich verschieben wird, aber das eben auch bedeuten kann, dass durch neue Verkehrskonzepte die Belastung auf einem bisher wenig genutzten Verkehrsträger stark steigen kann. Es bleibt, dass das Leben in der Gemeinschaft mit Dritten Unwägbarkeiten vorhält.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.09.19 11:38 durch 11Leser.

  6. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: Kay_Ahnung 05.09.19 - 13:43

    luzipha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mein Onkel ist ebenfalls selber Schuld. Erkaufte ~1990 ein Grundstück.
    > Dieses lag in einem verkehrsberuhigten Bereich circa 500 Meter entfernt von
    > der nächstgrößeren Straße. Auf diesem Grundstück errichtete er sein
    > Eigenheim, zum Großteil in Eigenleistung.
    >
    > Mittlerweiler ist die ehemalige Durchgangsstraße ein verkehrsberuhigter
    > Bereich und die kleine Straße an seinem Grundstück wurde zu einer
    > Durchgangsstraße. Diese baulichen Änderungen durften die Anwohner übrigens
    > selber bezahlen. Der Grundstückswert beträgt heute etwa die Hälfte des
    > Kaufpreises.
    >
    > Er beschwert sich nicht. Diesen Sachverhalte schildere ich nur, um zu
    > verdeutlichen, dass "selber Schuld" eben nicht immer zutreffend ist.

    Nicht immer aber wenn man sein leben lang in einem Haus wohnt neben eine Eisenbahnstrecke und dann ein Hotel aufmacht braucht man sich nicht über den Lärm zu beschweren oder eben wie in dem Beispiel von @muelenbach wenn man direkt an die Partymeile zieht braucht man sich nicht über Lärm zu beschweren. (solche Idioten gibt es bei mir in der Stadt auch leider)

    Übrigens wird sowas gemacht und in 10-20 Jahren wundern sich die Orte dann warum die Jugendlichen wegziehen.

  7. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: dumdideidum 05.09.19 - 14:08

    luzipha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mein Onkel ist ebenfalls selber Schuld. Erkaufte ~1990 ein Grundstück.
    > Dieses lag in einem verkehrsberuhigten Bereich circa 500 Meter entfernt von
    > der nächstgrößeren Straße. Auf diesem Grundstück errichtete er sein
    > Eigenheim, zum Großteil in Eigenleistung.
    >
    > Mittlerweiler ist die ehemalige Durchgangsstraße ein verkehrsberuhigter
    > Bereich und die kleine Straße an seinem Grundstück wurde zu einer
    > Durchgangsstraße. Diese baulichen Änderungen durften die Anwohner übrigens
    > selber bezahlen. Der Grundstückswert beträgt heute etwa die Hälfte des
    > Kaufpreises.
    >
    > Er beschwert sich nicht. Diesen Sachverhalte schildere ich nur, um zu
    > verdeutlichen, dass "selber Schuld" eben nicht immer zutreffend ist.


    Sicher ist es immer eine Einzelfallbetrachtung. Aber die Frage die sich mir hier stellt ist, warum ist das passiert? Warum hat man die Straßen getauscht? Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass jemand geklagt hat, dass es da so laut ist und das sich das ändern muss...


    bzgl. der "Partymeile". Das erlebt man hier in Berlin leider an jeder Ecke. Selbst an 6 spurigen Straßen die durchgehend befahren sind, gibt es Leute die sich darüber beschweren und zwar massic, dass vor einer Bar nach 10 Menschen stehen und da reden. Es ist extrem und ich denke mir jedes Mal, wie wenig Spass kann man im Leben haben, um so widerlich zu agieren. Wir hatten eine Veranstaltung in einer Bar, es war warm, gut 50 Leute...die Bar ist sonst wenig frequentiert, heißt, es war eher einmalig. Nach nicht einmal 10 Minuten stand die Polizei um 22:08 vor der Tür und hat die Leute aufgefordert den Außenbereich zu verlassen! Armselig!

    In meiner Heimat...jemand fremdes zieht an den Stadtpark, der ein Amphiettheater hat, das regelmäßig für Veranstaltung verwendet wird. Er klagt, bekommt recht und es dürfen nur 4 Veranstaltung bis max 22 Uhr stattfinden...3 Jahre später stirbt er, die Regelung bleibt.

  8. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: bombinho 05.09.19 - 15:08

    Kay_Ahnung schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht immer aber wenn man sein leben lang in einem Haus wohnt neben eine
    > Eisenbahnstrecke und dann ein Hotel aufmacht braucht man sich nicht über
    > den Lärm zu beschweren oder eben wie in dem Beispiel von @muelenbach wenn
    > man direkt an die Partymeile zieht braucht man sich nicht über Lärm zu
    > beschweren. (solche Idioten gibt es bei mir in der Stadt auch leider)

    Das ist weder moralisch noch rechtlich korrekt. Nehmen wir an, du ziehst in die Nachbarschaft von einem kleinen Handwerksbetrieb, die klappern tagsueber etwas und sind ab 17Uhr auf dem Heimweg. Das geht Jahre oder Jahrzehnte so und ploetzlich will man mehr umsetzen und faengt an Tag- und Nachtschichten mit laermenden Maschinen zu schieben.

    Sag selber, ob du annimmst, dass man diese Aenderung einfach hinnehmen muss oder ob es nicht Aufgabe der Firma ist, Sorge zu tragen, dass die Belaestigung sich nicht erhoeht, gegenueber dem Istzustand.

    Hier waere es interessant, ob Laerm der Bahn Gewerbelaerm oder Laerm des oeffentlichen Verkehrs darstellt. Immerhin ist die Bahn ein rein gewerblicher privatwirtschaftlicher Betrieb, die Besitzverhaeltnisse sollten da keine groessere Rolle spielen, Schienen (und alle anderen Anlagen der Bahn) duerfen nicht oder nur mit Zustimmung der Bahn von Anderen genutzt werden.
    Im Prinzip ein Argument gegen oeffentlichen Verkehr. Die Laerm wird nicht primaer von den Fahrgaesten, sondern den Anlagen zur gewerblichen Befoerderung/Transport verursacht. Insofern waere es rein in der Verantwortlichkeit der Bahn, Sorge zu tragen, dass sich die Belastungen der Anwohner nicht erhoehen.

    In der Regel wird das ja auch bereits baulich so gehandhabt. Da werden eben Laermschutzwaende errichtet oder die Gleisanlagen tiefer verlegt oder mit Daemmen geschuetzt. Insofern verstehe ich nicht, dass man es hier nicht einmal schafft, eine Laermschutzwand zu errichten. Irgendwie scheint dort gehoerig der Wurm drin zu sein.

    Normalerweise werden solche Mehrbelastungen, gerade bei Laerm, mit einer Vielzahl von Masznahmen kompensiert. Das geht von Schallschutzfenstern fuer betroffene Anwohner bis zu aufwaendigen baullichen Masznahmen. In diesem Fall sieht es aber mindestens auf den ersten Blick so aus, als ob man sich gar nicht einigen wolle.
    Keine Einigung heisst fuer die eine Seite, dass vorerst keine Schutzmasznahmen bezahlt werden muessen und fuer die andere Seite, dass sich baulich nichts aendert und eine Anzahl an Anwohnern die Rechnung vorlaeufig zahlen darf. Die Verzoegerung koennte dann fuer Einige zu besseren Entschaedigungen fuehren. Vielleicht sollten die Anwohner wohl mal genauer hinschauen, wer da welche Interessen hat.

  9. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: Clown 05.09.19 - 15:22

    Lärm, insbesondere dauerhafter Lärm, ist eine große Stressquelle. Und Stress ist nun mal leider ein starker, wenngleich auch individueller Krankheitsgrund. Ob Dir das gefällt oder nicht.

    Zudem ist es gerade in der heutigen Zeit der Wohnungsknappheit blanker Hohn zu sagen, dass man sich gefälligst eine andere Bleibe suchen soll. Das ist schlicht nicht so einfach wie gesagt.

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  10. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: Kay_Ahnung 05.09.19 - 16:08

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lärm, insbesondere dauerhafter Lärm, ist eine große Stressquelle. Und
    > Stress ist nun mal leider ein starker, wenngleich auch individueller
    > Krankheitsgrund. Ob Dir das gefällt oder nicht.
    >
    > Zudem ist es gerade in der heutigen Zeit der Wohnungsknappheit blanker Hohn
    > zu sagen, dass man sich gefälligst eine andere Bleibe suchen soll. Das ist
    > schlicht nicht so einfach wie gesagt.

    Ja aber wenn ich weiß das an einem Ort Lärm ist dann zieht man da nicht hin. Wenn man da hinzieht hat man meiner Meinung nach selber für Abhilfen zu sorgen, z.B. durch den Einbau von Schallschutzfenstern oder ähnlichem. Was einfach nur Assozial ist ist allen anderen etwas zu verbieten nur weil man selber zu blöd war sowas vorher zu merken.

  11. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: Clown 05.09.19 - 16:13

    Solange sich die Lärmbelästigung nicht verschlimmert, stimme ich zumindest grundsätzlich zu. Das scheint bei dem vorliegenden Fall nicht zuzutreffen.
    Zudem gibt es nun mal für Lärm klare gesetzliche Regelungen. Selbst wenn irgendeine Lärmquelle schon jahrelang existiert, heißt das nicht, dass es immer schon rechtens war.

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  12. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: Kay_Ahnung 05.09.19 - 16:15

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kay_Ahnung schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nicht immer aber wenn man sein leben lang in einem Haus wohnt neben eine
    > > Eisenbahnstrecke und dann ein Hotel aufmacht braucht man sich nicht über
    > > den Lärm zu beschweren oder eben wie in dem Beispiel von @muelenbach
    > wenn
    > > man direkt an die Partymeile zieht braucht man sich nicht über Lärm zu
    > > beschweren. (solche Idioten gibt es bei mir in der Stadt auch leider)
    >
    > Das ist weder moralisch noch rechtlich korrekt. Nehmen wir an, du ziehst in
    > die Nachbarschaft von einem kleinen Handwerksbetrieb, die klappern
    > tagsueber etwas und sind ab 17Uhr auf dem Heimweg. Das geht Jahre oder
    > Jahrzehnte so und ploetzlich will man mehr umsetzen und faengt an Tag- und
    > Nachtschichten mit laermenden Maschinen zu schieben.

    Klar fände ich das nicht gut, in diesem Fall sieht es aber so aus als ob der Handwerksbetrieb bereits seit Jahren so Arbeitet und ich dann plötzlich ankomme und den Handwerksbetrieb auffordere das sein zu lassen weil mir plötzlich aufgefallen ist das es mich stört.

    > Sag selber, ob du annimmst, dass man diese Aenderung einfach hinnehmen muss
    > oder ob es nicht Aufgabe der Firma ist, Sorge zu tragen, dass die
    > Belaestigung sich nicht erhoeht, gegenueber dem Istzustand.
    >
    > Hier waere es interessant, ob Laerm der Bahn Gewerbelaerm oder Laerm des
    > oeffentlichen Verkehrs darstellt. Immerhin ist die Bahn ein rein
    > gewerblicher privatwirtschaftlicher Betrieb, die Besitzverhaeltnisse
    > sollten da keine groessere Rolle spielen, Schienen (und alle anderen
    > Anlagen der Bahn) duerfen nicht oder nur mit Zustimmung der Bahn von
    > Anderen genutzt werden.
    > Im Prinzip ein Argument gegen oeffentlichen Verkehr. Die Laerm wird nicht
    > primaer von den Fahrgaesten, sondern den Anlagen zur gewerblichen
    > Befoerderung/Transport verursacht. Insofern waere es rein in der
    > Verantwortlichkeit der Bahn, Sorge zu tragen, dass sich die Belastungen der
    > Anwohner nicht erhoehen.
    >
    > In der Regel wird das ja auch bereits baulich so gehandhabt. Da werden eben
    > Laermschutzwaende errichtet oder die Gleisanlagen tiefer verlegt oder mit
    > Daemmen geschuetzt. Insofern verstehe ich nicht, dass man es hier nicht
    > einmal schafft, eine Laermschutzwand zu errichten. Irgendwie scheint dort
    > gehoerig der Wurm drin zu sein.
    >
    > Normalerweise werden solche Mehrbelastungen, gerade bei Laerm, mit einer
    > Vielzahl von Masznahmen kompensiert. Das geht von Schallschutzfenstern fuer
    > betroffene Anwohner bis zu aufwaendigen baullichen Masznahmen. In diesem
    > Fall sieht es aber mindestens auf den ersten Blick so aus, als ob man sich
    > gar nicht einigen wolle.
    > Keine Einigung heisst fuer die eine Seite, dass vorerst keine
    > Schutzmasznahmen bezahlt werden muessen und fuer die andere Seite, dass
    > sich baulich nichts aendert und eine Anzahl an Anwohnern die Rechnung
    > vorlaeufig zahlen darf. Die Verzoegerung koennte dann fuer Einige zu
    > besseren Entschaedigungen fuehren. Vielleicht sollten die Anwohner wohl mal
    > genauer hinschauen, wer da welche Interessen hat.

    Es soll doch Schallschutzwände geben "Lärmschutzwände soll es jetzt erst nach dem Ausbau der Strecke geben." nur eben erst nach dem Aufbau, vermutlich damit man die nicht Bauen muss und dann gleich wieder abbreissen muss.

    "Die Schallschutzwände, die bei den Bauarbeiten für den RRX in Angermund errichtet werden, sollen von vier auf fünf Meter (gemessen aber der Schienenoberkante) erhöht werden. "

    "„Die Klage ist mir nicht bekannt“, erklärt Michael Kolle, Projektleiter des RRX. Er sieht den Bau des RRX aber durch solch eine Klage ohnhin nicht als gefährdet an. „Durch solche Phantasien gibt es keinerlei Planungsriskien, zumal sich das Planfeststellungsverfahren ohnehin auf sechs Gleise bezieht.“ Kolle rechnet damit, dass die Arbeiten 2024 in Angermund beginnen können."
    https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/stadtteile/angermund/rrx-in-duesseldorf-angermund-werden-laermschutzwaende-um-einen-meter-erhoeht_aid-37629271

    Ok dadurch klingt das ganze sogar noch bescheuerter und egoistischer.

    Ich vermute mal das es auch Lärmschutzfenster gibt/gab. Zumindest an anderen Stellen wurden welche Installiert´: "Sawalies wohnt seit 1983 hier, damals wurden auch Fenster mit Schallschutz eingebaut."

    und

    "Nun aber will die Deutsche Bahn für den neuen Rhein-Ruhr-Express (RRX) entlang der Gustav-Poensgen-Straße eine zehn Meter hohe Wand errichten. „Ich brauche diese Wand nicht, und die Wohnungen weiter oben profitieren überhaupt nicht davon“, sagt Sawalies, der Sprecher einer Bürgerinitiative gegen die sogenannte „Monsterwand“ ist"
    https://www.welt.de/regionales/nrw/article181649912/Buergerinitiative-wehrt-sich-gegen-RRX-Monsterwand.html

    Ist an einer anderen Stelle nicht in Angermund zeigt aber wie bescheuert die Diskussion ist.

  13. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: Kay_Ahnung 05.09.19 - 16:18

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solange sich die Lärmbelästigung nicht verschlimmert, stimme ich zumindest
    > grundsätzlich zu. Das scheint bei dem vorliegenden Fall nicht zuzutreffen.
    > Zudem gibt es nun mal für Lärm klare gesetzliche Regelungen. Selbst wenn
    > irgendeine Lärmquelle schon jahrelang existiert, heißt das nicht, dass es
    > immer schon rechtens war.

    Naja ich glaube nicht das sich der Lärm in den letzten Jahren so erhöht hat noch vor dem Ausbau der Strecke. Übrigens soll ein Lärmschutz entstehen, die Leute klagen aber trotzdem.

    "Die Schallschutzwände, die bei den Bauarbeiten für den RRX in Angermund errichtet werden, sollen von vier auf fünf Meter (gemessen aber der Schienenoberkante) erhöht werden. "
    "Dieser hatte gefordert, dass Maßnahmen ergriffen werden sollen, mit denen nicht nur 80 Prozent der betroffenen Bürger, sondern 90 Prozent durch einen aktiven Schallschutz geschützt werden. Insgesamt sind rund 1750 Wohneinheiten in Angermund vom Zuglärm betroffen. Wo der aktive Lärmschutz nicht ausreicht, sollen andere Maßnahmen wie Schallschutzfenster geprüft werden."

    "„Die Klage ist mir nicht bekannt“, erklärt Michael Kolle, Projektleiter des RRX. Er sieht den Bau des RRX aber durch solch eine Klage ohnhin nicht als gefährdet an. „Durch solche Phantasien gibt es keinerlei Planungsriskien, zumal sich das Planfeststellungsverfahren ohnehin auf sechs Gleise bezieht.“ Kolle rechnet damit, dass die Arbeiten 2024 in Angermund beginnen können."
    https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/stadtteile/angermund/rrx-in-duesseldorf-angermund-werden-laermschutzwaende-um-einen-meter-erhoeht_aid-37629271

  14. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: Kay_Ahnung 05.09.19 - 16:19

    kleine Ergänzung hab überlesen:
    "Wo der aktive Lärmschutz nicht ausreicht, sollen andere Maßnahmen wie Schallschutzfenster geprüft werden."
    https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/stadtteile/angermund/rrx-in-duesseldorf-angermund-werden-laermschutzwaende-um-einen-meter-erhoeht_aid-37629271

  15. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: Clown 05.09.19 - 16:25

    Dass sie klagen, ist völlig richtig. Ob sie recht bekommen, wird sich zeigen.

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  16. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: bombinho 05.09.19 - 16:54

    Kay_Ahnung schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > kleine Ergänzung hab überlesen:
    > "Wo der aktive Lärmschutz nicht ausreicht, sollen andere Maßnahmen wie
    > Schallschutzfenster geprüft werden."
    > rp-online.de

    Na da ist man ja richtig proaktiv dort. Erst ausbauen, dann sehen, wer lange genug aushaelt und nicht vorher wegzieht und den Rest dann mit Laermschutzmasznahmen begluecken, nach Jahrzehnten. Wer in der Zwischenzeit hingezogen ist, hat das daeiner Ansicht nach dann ja ohnehin freiwillig getan und darf aus Gewohnheit mit Laerm oberhalb der Grenzwerte traktiert werden. Coole Logik, aber recht zweifelhafte Moral.
    Waere sicher auch ein guter Ansatz um bei Kernkraftwerken ordentlich die Kosten fuer den Strahlenschutz senken zu koennen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.09.19 16:58 durch bombinho.

  17. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: Kay_Ahnung 05.09.19 - 17:37

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kay_Ahnung schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > kleine Ergänzung hab überlesen:
    > > "Wo der aktive Lärmschutz nicht ausreicht, sollen andere Maßnahmen wie
    > > Schallschutzfenster geprüft werden."
    > > rp-online.de
    >
    > Na da ist man ja richtig proaktiv dort. Erst ausbauen, dann sehen, wer
    > lange genug aushaelt und nicht vorher wegzieht und den Rest dann mit
    > Laermschutzmasznahmen begluecken, nach Jahrzehnten. Wer in der Zwischenzeit
    > hingezogen ist, hat das daeiner Ansicht nach dann ja ohnehin freiwillig
    > getan und darf aus Gewohnheit mit Laerm oberhalb der Grenzwerte traktiert
    > werden. Coole Logik, aber recht zweifelhafte Moral.
    > Waere sicher auch ein guter Ansatz um bei Kernkraftwerken ordentlich die
    > Kosten fuer den Strahlenschutz senken zu koennen.

    Immer noch besser als auf Kosten der Allgemeinheit einfach mal dem ganzen Ort Schallschutzfenster zu spendieren nur um dann festzustellen das sie unnötig sind. In dem Artikel steht ja das die Mauer zu 90% reichen soll. Außerdem rechtfertigt die Tatsache das man die Fenster nicht sofort bekommt keine Klage gegen die Bahn im allgemeinen, wenn überhaupt dann darauf das man die Schallschutzfenster bekommt.

  18. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: Kay_Ahnung 05.09.19 - 17:38

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass sie klagen, ist völlig richtig. Ob sie recht bekommen, wird sich
    > zeigen.

    Sie klagen aber nicht auf Schallschutz so wie ich das verstanden habe sondern gegen die Bahn im allgemeinen. Den Schallschutz bekommen sie ja.

  19. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: bombinho 06.09.19 - 20:02

    Kay_Ahnung schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Immer noch besser als auf Kosten der Allgemeinheit einfach mal dem ganzen
    > Ort Schallschutzfenster zu spendieren nur um dann festzustellen das sie
    > unnötig sind.

    Das erforderliche Messequipment ist seit Jahrzehnten verfuegbar, ebenso wie Schallschutzfenster. Wo Laerm auftritt, der ausschliesslich von einem Gewerbe verursacht wird, da sollte es keine Rolle spielen, ob das Unternehmen Unterlegscheiben stanzt oder Zuege durch die Gegend rollen laesst.
    Insofern sind 100% der Betroffenen zu schuetzen und nicht 80% oder 90%.
    Unnoetig waeren Masznahmen nur, wenn sie ohne Schutzwirkung waeren.

    > In dem Artikel steht ja das die Mauer zu 90% reichen soll.
    > Außerdem rechtfertigt die Tatsache das man die Fenster nicht sofort bekommt
    > keine Klage gegen die Bahn im allgemeinen, wenn überhaupt dann darauf das
    > man die Schallschutzfenster bekommt.

    Mit anderen Worten, zwanzig Jahre Laerm machen, dann zwanzig Jahre Bauplanung mit Laermschutzversprechen und wer nach 40 Jahren immer noch dort wohnt, kriegt dann Schallschutzfenster und wer neu hinzugezogen ist, muss es hinnehmen, dass in seinem Wohnbereich die Grenzwerte ueberschritten werden?

    Erstaunlich ist ja, dass es in vielen Gegenden hervorragend und reibungslos klappt und in diesem Projekt scheint ein Wurm drin zu sein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.09.19 20:05 durch bombinho.

  20. Re: da haben wir wieder das was in Deutschland schief läuft

    Autor: specialsymbol 07.09.19 - 15:06

    11Leser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LordSiesta schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das ist so nicht richtig. Seit wann das Haus existiert, steht gar nicht
    > im
    > > Artikel, nur dass die Familie Eggerath es im Jahr 1907 erworben hat. Zu
    > dem
    > > Zeitpunkt konnte es schon beliebig alt gewesen sein.
    >
    > Aus der Chronik des Hauses Litzbrück: "J. Reichen wollte etwas Neues
    > schaffen und baute sich sein eigenes Haus, sein Gasthaus, das er nach
    > dreijähriger Bauzeit im Jahr 1909 stolz als Gasthaus Reichen eröffnen
    > konnte."
    >
    > Quelle: Google > "angermund haus litzbrück erbaut" > erster Treffer
    >
    > Die mit Abstand meisten Häuser in Angermund wurden übrigens erst nach den
    > 1960er Jahren gebaut. Und auch derzeit wird, wenn auch nicht in
    > unmittelbarer Nähe zu den Gleisen, dort noch fleißig im hochpreisigen
    > Segment gebaut. Es wurden aber noch bis Anfang dieses Jahrtausends
    > Einfamilienhäuser direkt neben die Gleise nördlich der S-Bahn-Station
    > Angermund errichtet. Dies nur zur Information, das ist keine Wertung.
    >
    > Das Wirre an der Geschichte in Angermund ist ja, dass die Bahn mit dem
    > Ausbau erstmals Lärmschutz für die Anwohner errichten möchte. Vorher war
    > dies nicht vorgeschrieben. Die Art des geplanten Lärmschutzes passt der
    > Initiative jedoch nicht, da der Lärm für Anwohner in der zweiten Reihe
    > zunehmen und das Dorfbild zerstört würde (Letzteres wurde im Artikel
    > ausgeklammert, findet sich so aber in der Lokalpresse wieder). Auch eine
    > Einhausung wird mit derselben Begründung abgelehnt. Für den Bau eines
    > Tunnels müssten, von den deutlich höheren Kosten und dem komplexen Umbau
    > (vermutlich müsste eine der wichtigsten Streckenabschnitte im DB-Netz
    > längere Zeit (Jahre?) komplett stillgelegt werden) einmal abgesehen,
    > mehrere Häuser abgerissen werden, deren Eigentümer sicher ihrerseits wieder
    > gegen diese Maßnahme klagen würden, und die S-Bahn-Station Angermund müsste
    > unter die Erde verlegt (noch einmal erhöhte Komplexität für den Betrieb),
    > oder aufgegeben werden (Nachteil für alle Angermunder).
    >
    > Ein Kompromiss scheint also mit der auf ihrer Maximalforderung beharrenden
    > Initiative ausgeschlossen. Sie akzeptiert nur den Tunnel. Alle anderen
    > Vorschläge werden abgeschmettert.

    Ja, aber genau das sollte man eigentlich machen:
    Die S-Bahnstation stilllegen. Dann reichen auch vier Gleise. Mal sehen wie hochpreisig die gebauten Häuser danach noch sind.

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