1. Foren
  2. Kommentare
  3. Sonstiges-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Deutsche Bahn: Die Bauzeit…

"Wir sind dagegen"-Kultur

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. "Wir sind dagegen"-Kultur

    Autor: sp1derclaw 05.09.19 - 10:13

    Ich verstehe die Leute in Deutschland nicht. Jeder möchte gewaschen, dabei aber bitte nicht nass werden und es gibt zu jedem Fliegenschiss irgendeine Gegeninitiative.

    Wie wäre es mit dem Beispiel der Energiewende? Fossile Energieträger und Kernenergie sind schlecht. Also müssen erneuerbare Energien ran. Da haben wir nach Wikipedia Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie, Bioenergie, Erdwärme und Meeresenergie.

    Und plötzlich kommen die Proteste:
    - Wasserkraft: Starker Eingriff in die Umwelt bzw. in Lebensräume / gefährdete Tierarten / nicht fischfreundlich etc. (Beispiel: http://www.klimaretter.info/umwelt/nachricht/17492-kritik-an-neuer-wasserkraft-aera)
    - Windenergie: Wieder starker Eingriff in die Umwelt (insbesondere im Wald), verschandelt das Landschaftsbild, tötet Vögel, zu viel Lärm im Meer (Beispiel: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/offshore-windparks/12138.html)
    - Sonnenenergie: Extrem energieintensive Herstellung, dabei hoher CO2-Ausstoß, in unseren Breitengraden suboptimale Effizienz, Freisetzung von Schadstoffen (Beispiele: https://www.heise.de/tr/artikel/Die-schmutzige-Seite-des-sauberen-Stroms-1279759.html oder https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/chinesische-solarzellen-verheerende-umweltbilanz/ )
    - Bioenergie: Flächenbedarf für Anbau nachwachsender Rohstoffe (z.B. Raps), Verteuerung von Nahrungsmitteln, Umweltzerstörung (Beispiel: https://www.spiegel.de/wirtschaft/monokulturen-umweltschuetzer-warnen-vor-energie-aus-biomasse-a-476654.html)
    - Erdwärme: Starker Eingriff in die Umwelt durch Bohrungen, Gefahr von Schäden (Beispiel: https://www.bo.de/nachrichten/nachrichten-regional/protest-vor-den-toren-der-offenburger-messe)
    - Meeresenergie: Lärmprobleme, Eingriff in den Lebensraum Meer

    Hinzu kommt, dass nicht jede Energieart überall produziert werden kann. Es bedarf also Stromleitungen. Hier geht es dann richtig ab: Bürgerinitiativen en masse. Keiner will die Leitungen "nebenan" stehen oder liegen haben, weil "Elektrosmog", Verschandelung der Landschaft, Eingriff in die Natur, Was-auch-immer (Beispiel: https://www.tagesschau.de/inland/suedlink-protest-103.html).

    Gegebenenfalls muss Energie auch mal gespeichert werden, um Lastspitzen abzudecken. Hier wird dann z.B. gegen Speicherkraftwerke und Stauseen protestiert.

    Versteht mich nicht falsch. Ein gemeinschaftlicher Diskurs ist wichtig, wenn es um Projekte geht, die umfassende Auswirkungen haben. Es muss aber auch klar sein, dass ohne gewisse Nachteile auch keine Vorteile entstehen können und man sich immer mehr in eine Schockstarre rein diskutiert/protestiert in der nichts mehr vor und zurück geht.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.09.19 10:16 durch sp1derclaw.

  2. Re: "Wir sind dagegen"-Kultur

    Autor: Tylon 05.09.19 - 10:23

    Auch meine Meinung.
    Während der Chinese Millionen umsiedelt, um nen Staudamm zu bauen (und damit paar Kohlekraftwerke zu vermeiden), diskutieren wir drüber, dass da ein Hirschkäfer oder ein Vogel wohnt.

  3. Hyperloop ..

    Autor: senf.dazu 05.09.19 - 10:24

    Wie sieht's wohl bei dem mit dem Lärm außerhalb der Röhre aus - mit oder ohne Unterdruck ?

    Und teurer als ne vollverschalte Bahnstrecke im Tunnel ist's vielleicht auch nicht wirklich ..

    Man hat auch keine Probleme mit Kollisionen mit irgendwas .. oder Bahnübergängen

    Vielleicht haben wir Deutschen ja gar nix dagegen - wir optimieren eben nur weiter und eher als andere .. und unsere Wirtschaft lebt genau davon.

    Und Bahnstrecken ohne Lärmschutz - das Konzept ist doch wohl aus dem letzten Jahrhundert. Wenn sich Hersteller und Betreiber nach >100J Bahn da nix zeitgemäßeres einfallen lassen ist's voll ok das sie auf die Finger kriegen. Lärm ist genauso ein Problem wie Luftverschmutzung das man nach und nach in den Griff kriegen muß.



    7 mal bearbeitet, zuletzt am 05.09.19 10:37 durch senf.dazu.

  4. Re: Hyperloop ..

    Autor: maxule 05.09.19 - 10:57

    Der Transrapid in München ist am Tunnel gescheitert, nicht an der Technik. (->Vieregg&Partner)

  5. Re: Hyperloop ..

    Autor: davidcl0nel 05.09.19 - 11:04

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht haben wir Deutschen ja gar nix dagegen - wir optimieren eben nur
    > weiter und eher als andere .. und unsere Wirtschaft lebt genau davon.

    Derzeit ist der einzige Optimierungsparameter aber "Geld" bzw Kosten.

    Wenn da noch die ein oder andere Variable drin sein würde, wie Allgemeinwohl (oder sowas wie ein Glücksindex), könnte sogar der Kapitalismus funktionieren. ;)

  6. Re: Hyperloop ..

    Autor: senf.dazu 05.09.19 - 11:14

    Es gibt ja auch die aufgeständerte Version des Hyperloop - sonst wär die Frage nach dem Lärm den die Röhre nach draußen entläßt auch relativ blödsinnig.

    Frag mich ehrlichgesagt auch wie es mit dem Lärm in der Röhre aussieht - bzw. vieviel Aufwand man in dessen Dämpfung stecken muß ..



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.09.19 11:18 durch senf.dazu.

  7. Re: Hyperloop ..

    Autor: senf.dazu 05.09.19 - 11:15

    Na die "Dunstglocke" über dem Ruhrgebiet ist im Laufe der Jahrzehnte auch verschwunden. Es gibt auch noch den Kaptialismus einschränkende Vorschriften. Natürlich könnte man auch den Lärmpfennig einführen ..

  8. Re: Hyperloop ..

    Autor: mambokurt 05.09.19 - 12:37

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt ja auch die aufgeständerte Version des Hyperloop - sonst wär die
    > Frage nach dem Lärm den die Röhre nach draußen entläßt auch relativ
    > blödsinnig.
    >
    > Frag mich ehrlichgesagt auch wie es mit dem Lärm in der Röhre aussieht -
    > bzw. vieviel Aufwand man in dessen Dämpfung stecken muß ..

    Macht das Ding überhaupt Krach? War das nicht sowas wie ne Magnetschwebebahn im Vakuum vom Prinzip her? Was soll da Krach machen bei 0 Reibung und ohne Luft um Schall zu leiten in der Röhre?

  9. Re: Hyperloop ..

    Autor: senf.dazu 05.09.19 - 13:26

    mambokurt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > senf.dazu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es gibt ja auch die aufgeständerte Version des Hyperloop - sonst wär die
    > > Frage nach dem Lärm den die Röhre nach draußen entläßt auch relativ
    > > blödsinnig.
    > >
    > > Frag mich ehrlichgesagt auch wie es mit dem Lärm in der Röhre aussieht -
    > > bzw. vieviel Aufwand man in dessen Dämpfung stecken muß ..
    >
    > Macht das Ding überhaupt Krach? War das nicht sowas wie ne
    > Magnetschwebebahn im Vakuum vom Prinzip her? Was soll da Krach machen bei 0
    > Reibung und ohne Luft um Schall zu leiten in der Röhre?

    Ist aber auch nur ein Teilvakuum - deswegen vielleicht auch die Geschwindigkeit unter 340 m/s. Für Nahverbindungen und niedrigere Geschwindigkeiten lohnt sich aber die Evakuierung vielleicht nicht. Daneben wird sicher auch der Vortrieb Kräfte am mit der Röhre verbundenen Teil des Linearmotors verursachen.

  10. Re: "Wir sind dagegen"-Kultur

    Autor: dumdideidum 05.09.19 - 13:39

    sp1derclaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe die Leute in Deutschland nicht. Jeder möchte gewaschen, dabei
    > aber bitte nicht nass werden und es gibt zu jedem Fliegenschiss irgendeine
    > Gegeninitiative.
    >
    > Wie wäre es mit dem Beispiel der Energiewende? Fossile Energieträger und
    > Kernenergie sind schlecht. Also müssen erneuerbare Energien ran. Da haben
    > wir nach Wikipedia Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie, Bioenergie,
    > Erdwärme und Meeresenergie.
    >
    > Und plötzlich kommen die Proteste:
    > - Wasserkraft: Starker Eingriff in die Umwelt bzw. in Lebensräume /
    > gefährdete Tierarten / nicht fischfreundlich etc. (Beispiel:
    > www.klimaretter.info
    > - Windenergie: Wieder starker Eingriff in die Umwelt (insbesondere im
    > Wald), verschandelt das Landschaftsbild, tötet Vögel, zu viel Lärm im Meer
    > (Beispiel: www.nabu.de
    > - Sonnenenergie: Extrem energieintensive Herstellung, dabei hoher
    > CO2-Ausstoß, in unseren Breitengraden suboptimale Effizienz, Freisetzung
    > von Schadstoffen (Beispiele: www.heise.de oder www.ingenieur.de )
    > - Bioenergie: Flächenbedarf für Anbau nachwachsender Rohstoffe (z.B. Raps),
    > Verteuerung von Nahrungsmitteln, Umweltzerstörung (Beispiel:
    > www.spiegel.de
    > - Erdwärme: Starker Eingriff in die Umwelt durch Bohrungen, Gefahr von
    > Schäden (Beispiel: www.bo.de
    > - Meeresenergie: Lärmprobleme, Eingriff in den Lebensraum Meer
    >
    > Hinzu kommt, dass nicht jede Energieart überall produziert werden kann. Es
    > bedarf also Stromleitungen. Hier geht es dann richtig ab: Bürgerinitiativen
    > en masse. Keiner will die Leitungen "nebenan" stehen oder liegen haben,
    > weil "Elektrosmog", Verschandelung der Landschaft, Eingriff in die Natur,
    > Was-auch-immer (Beispiel: www.tagesschau.de
    >
    > Gegebenenfalls muss Energie auch mal gespeichert werden, um Lastspitzen
    > abzudecken. Hier wird dann z.B. gegen Speicherkraftwerke und Stauseen
    > protestiert.
    >
    > Versteht mich nicht falsch. Ein gemeinschaftlicher Diskurs ist wichtig,
    > wenn es um Projekte geht, die umfassende Auswirkungen haben. Es muss aber
    > auch klar sein, dass ohne gewisse Nachteile auch keine Vorteile entstehen
    > können und man sich immer mehr in eine Schockstarre rein
    > diskutiert/protestiert in der nichts mehr vor und zurück geht.


    Gefällt mir der Kommentar. Ich kann da nur zustimmen.

    Ich verstehe nich, wieso man bei Wind und Wasser, wo man sich bereits ernsthaft Gedanken über Umweltverträglichkeit gemacht hat, mit argumenten "zur Verschandelung der Umwelt" oder unverträglich kein mit Lebensräumen kommen kann.

    Ich bin mir sicher, dass ein Kohletagebau deutlich mehr eingreift in den Lebensraum von allem was ihm im Wegsteht, ebenso der Lärm der Bagger, LKW, Züge etc.

    Man kann doch nicht erwarten, wenn wir 100 Jahre lang nichts getan haben, plötzlich mit der Eierlegenden Wollmilchsau um die Ecke kommt. Die übertriebenen Diskussion sind dumm und albern und verfolgen ein falsches Ziel. Das man diese Dinge optimiert ok, aber diese Dinge schaffen auch neu Möglichkeiten und z.B. Talsperren auch neue Lebensräume! Tiere sind Anpassungsfähig oder siedeln sich selbst um, offenbar sind Menschen das viel weniger. Teilweise erschreckend, wie wenig man auch bereit ist, seinen eigenen Lebensraum anzupassen und umzusiedeln.

  11. Re: "Wir sind dagegen"-Kultur

    Autor: Kay_Ahnung 05.09.19 - 14:08

    dumdideidum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sp1derclaw schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich verstehe die Leute in Deutschland nicht. Jeder möchte gewaschen,
    > dabei
    > > aber bitte nicht nass werden und es gibt zu jedem Fliegenschiss
    > irgendeine
    > > Gegeninitiative.
    > >
    > > Wie wäre es mit dem Beispiel der Energiewende? Fossile Energieträger und
    > > Kernenergie sind schlecht. Also müssen erneuerbare Energien ran. Da
    > haben
    > > wir nach Wikipedia Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie, Bioenergie,
    > > Erdwärme und Meeresenergie.
    > >
    > > Und plötzlich kommen die Proteste:
    > > - Wasserkraft: Starker Eingriff in die Umwelt bzw. in Lebensräume /
    > > gefährdete Tierarten / nicht fischfreundlich etc. (Beispiel:
    > > www.klimaretter.info
    > > - Windenergie: Wieder starker Eingriff in die Umwelt (insbesondere im
    > > Wald), verschandelt das Landschaftsbild, tötet Vögel, zu viel Lärm im
    > Meer
    > > (Beispiel: www.nabu.de
    > > - Sonnenenergie: Extrem energieintensive Herstellung, dabei hoher
    > > CO2-Ausstoß, in unseren Breitengraden suboptimale Effizienz, Freisetzung
    > > von Schadstoffen (Beispiele: www.heise.de oder www.ingenieur.de )
    > > - Bioenergie: Flächenbedarf für Anbau nachwachsender Rohstoffe (z.B.
    > Raps),
    > > Verteuerung von Nahrungsmitteln, Umweltzerstörung (Beispiel:
    > > www.spiegel.de
    > > - Erdwärme: Starker Eingriff in die Umwelt durch Bohrungen, Gefahr von
    > > Schäden (Beispiel: www.bo.de
    > > - Meeresenergie: Lärmprobleme, Eingriff in den Lebensraum Meer
    > >
    > > Hinzu kommt, dass nicht jede Energieart überall produziert werden kann.
    > Es
    > > bedarf also Stromleitungen. Hier geht es dann richtig ab:
    > Bürgerinitiativen
    > > en masse. Keiner will die Leitungen "nebenan" stehen oder liegen haben,
    > > weil "Elektrosmog", Verschandelung der Landschaft, Eingriff in die
    > Natur,
    > > Was-auch-immer (Beispiel: www.tagesschau.de
    > >
    > > Gegebenenfalls muss Energie auch mal gespeichert werden, um Lastspitzen
    > > abzudecken. Hier wird dann z.B. gegen Speicherkraftwerke und Stauseen
    > > protestiert.
    > >
    > > Versteht mich nicht falsch. Ein gemeinschaftlicher Diskurs ist wichtig,
    > > wenn es um Projekte geht, die umfassende Auswirkungen haben. Es muss
    > aber
    > > auch klar sein, dass ohne gewisse Nachteile auch keine Vorteile
    > entstehen
    > > können und man sich immer mehr in eine Schockstarre rein
    > > diskutiert/protestiert in der nichts mehr vor und zurück geht.
    >
    > Gefällt mir der Kommentar. Ich kann da nur zustimmen.
    >
    > Ich verstehe nich, wieso man bei Wind und Wasser, wo man sich bereits
    > ernsthaft Gedanken über Umweltverträglichkeit gemacht hat, mit argumenten
    > "zur Verschandelung der Umwelt" oder unverträglich kein mit Lebensräumen
    > kommen kann.
    >
    > Ich bin mir sicher, dass ein Kohletagebau deutlich mehr eingreift in den
    > Lebensraum von allem was ihm im Wegsteht, ebenso der Lärm der Bagger, LKW,
    > Züge etc.
    >
    > Man kann doch nicht erwarten, wenn wir 100 Jahre lang nichts getan haben,
    > plötzlich mit der Eierlegenden Wollmilchsau um die Ecke kommt. Die
    > übertriebenen Diskussion sind dumm und albern und verfolgen ein falsches
    > Ziel. Das man diese Dinge optimiert ok, aber diese Dinge schaffen auch neu
    > Möglichkeiten und z.B. Talsperren auch neue Lebensräume! Tiere sind
    > Anpassungsfähig oder siedeln sich selbst um, offenbar sind Menschen das
    > viel weniger. Teilweise erschreckend, wie wenig man auch bereit ist, seinen
    > eigenen Lebensraum anzupassen und umzusiedeln.

    +1

    In Amerika gibt es für sowas den schönen Spruch "Not in my backyard". In Deutschland manifestiert sich das so das alle sagen das Autofahren, Strom haben und Bahnfahren schön ist aber wehe das ganze passiert in der Nähe.
    "Es ist schön Autozufahren aber eine neue Autobahn in meiner Nähe das geht doch nicht."
    "Es ist schön Strom zu haben aber ein Windkraftwerk in meiner Nähe, die schöne Landschaft und die Vögel und überhaupt das geht doch nicht."

    Vor kurzem ging auf Twitter auch ein Fernsehbeitrag rum der das ganze auch gut beschreibt, da ist eine Anwohnerin zu sehen die sagt: "Feuerwehr ist wichtig, auch für Notfälle, gar keine Frage aber Parken ist genauso wichtig, ne?"
    https://twitter.com/jottes/status/1156200521147047938?s=03

    Das ganze zieht sich leider auch in der Politik durch, dieses Status quo beibehalten aber keine Visionen oder Pläne haben. Auch beim Klimaschutz sieht man das ganz gut, statt einen Plan vorzustellen wie es laufen soll, wird Wochenlang über einzelne Maßnahmen diskutiert wie z.B. die Erhöhung der Mehrwertsteuer von Fleisch von 7% auf 19% (bei 10 ¤ Fleisch wären das gerade mal 1,20 ¤ mehr)

  12. Re: "Wir sind dagegen"-Kultur

    Autor: holminger 05.09.19 - 15:31

    Tylon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch meine Meinung.
    > Während der Chinese Millionen umsiedelt, um nen Staudamm zu bauen (und
    > damit paar Kohlekraftwerke zu vermeiden), diskutieren wir drüber, dass da
    > ein Hirschkäfer oder ein Vogel wohnt.
    Ganz schlechtes Beispiel. Wie Rotchina aktuell in Hongkong beweißt, sind Bürger denen scheißegal, da zählt, was die Partei sagt. Basta.

    In die Presse schaffen es ja immer wieder Meldungen von wackeren Chinesen, die es wagen sich zu widersetzen und den Straßen usw. ungefragt vor das Haus o. auf das Grundstück geknallt werden oder die von Schlägertrupps mit Gewalt von ihrem grund und Boden vertrieben werden.

    Sicher artet das hier in D manchmal in einen Debatierklub aus, aber im Großen und Ganzen ist das Mitspracherecht gut.

  13. Re: "Wir sind dagegen"-Kultur

    Autor: BluePhoenix 06.09.19 - 19:56

    Ich finde diese Jammerei jedes mal wieder nervig. Wem es zu laut ist, der soll halt weg ziehen. Alle jammern über die schlechte Infrastruktur rum und nehmen stattdessen klimatechnisch katastrophale Inlandsflüge. Nach mir die Sintflut! Bekannte von mir wohnen auch dicht bei einer Bahnstrecke. War ihnen auch zu laut. Da hammse halt eine Mauer auf der Seite des Gartens gebaut und dann ging es auch. Sich beschweren und nicht mal versucht zu haben, den Zaun durch was Schalldichtes zu ersetzen finde ich albern.
    In diesem konkreten Fall muss ich an meine Fahrt mit dem Shinkansen denken. Der fährt entweder mit Geschwindigkeiten >200km/h, oder gar nicht. Ich habe die Leute, die dort 5m von der Bahnstrecke entfernt ihr Haus haben auch nicht beneidet. Aber offensichtlich geht es ja.

  14. Re: "Wir sind dagegen"-Kultur

    Autor: bombinho 06.09.19 - 20:23

    dumdideidum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe nich, wieso man bei Wind und Wasser, wo man sich bereits
    > ernsthaft Gedanken über Umweltverträglichkeit gemacht hat, mit argumenten
    > "zur Verschandelung der Umwelt" oder unverträglich kein mit Lebensräumen
    > kommen kann.

    Das sind schoene Scheinargumente, denen du da auf den Leim gehst.
    Wasserkraft kann absolut umweltvertraeglich sein. In der Regel wird aber aus Effizienzgruenden lieber nur das Minimum investiert, was dann eben auch zu Lasten der Umwelt gehen kann.
    Es geht hoechst selten darum, dass Wasserkraft schlecht waere sondern es geht darum, dass die notwendigen Masznahmen zum Schutz der Umwelt nicht verwirklicht werden, um eine Profitmaximierung zu erreichen.

    Da werden eben die Fische durch die Turbine geschickt, statt wie bei einer Wassermuehle (oder in Bremen an der Weser) nur einen Teil des Wassers zu nutzen und den originalen Wasserlauf weitgehend intakt zu lassen oder via Schleusen zugaenglich zu halten. Auch aufwaendige Wassereinlaesse mit Rechen und geringer Fliessgeschwindigkeit plus Fischtreppen kosten Geld, welches man sich liebend gerne spart, wenn da nicht Jemand energisch drauf pocht.

    Es wird durchaus pro Umwelt argumentiert. Es reicht eben nicht aus, dass der Kohlendioxidausstoss gesenkt wird und man damit Alles rechtfertigen kann.
    Du wuerdest auch nicht zu Schaden kommen wollen, damit ein paar Tonnen Kohlendioxid eingespart werden koennen, oder? Und das Ganze auch noch aus dem einzigen Grund, damit dann Jemand viel mehr Profit erwirtschaften kann, obwohl mit etwas geringeren Erwartungen sowohl das Kohlendioxid eingespart worden waere, als auch du nicht zu Schaden gekommen waerest.

    Es geht da nicht gegen Wasser- oder Windkraft per se, sondern darum, diese auch sinnvoll umzusetzen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.09.19 20:25 durch bombinho.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Data Scientist CPQ / Sales Configurater (w/m/d)
    WILO SE, Dortmund
  2. Geschäftsprozesskoordinator- *in IP-Management
    Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., München
  3. Data Engineer (d/m/w)
    NÜRNBERGER Versicherung, Nürnberg
  4. Leiter Entwicklung / Head of Development (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Stuttgart

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de