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Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: Medulo 24.08.22 - 07:32
Von einem Trailer auf eine Serie zu schließen ist natürlich eher weniger optimal, allerdings bin ich aktuell eher enttäuscht.
Man erkennt auf einen Blick das deutlich weniger mit echten Kulissen und Miniaturen gearbeitet wurde und sehr viel mit schlechten cgi.
Die Beleuchtung ist im Trailer echt nicht gut und macht viel an der Stimmung aus.
Das Thema schwarze Elfen und Zwergen Frauen ohne Barth stempeln wir mal ab… und nein wenn ich ein Film über das alte China sehe erwarte ich auch keinen schwarzen oder weißen Kaiser aus England.
Ich will damit sagen das die Welt von Tolkin extrem genau beschrieben ist und das es Amazon vollkommen egal ist.
Die Musik im Trailer … da kam mal null Herr der Ringe Stimmung auf. Warum nicht Justin B. Musik.
Wieso konnte man für das Geld nicht die ehemaligen Musik und Sounddesigner holen.
Trotz all der Kritik werde ich es, wie die meisten prime Nutzer aber ansehen. -
Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: Atrocity 24.08.22 - 07:58
Wobei die Kulissen und Miniaturen im Jackson Herr der Ringe heute so aus der Zeitgefallen sind dass man große Teile des Films denkt man würde ein Theaterstück ansehen.
Klar hat das seinen ganz eigenen Charme. Aber dass neuere Filme das besser machen, kann man ihnen kaum vorwerfen. -
Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: sven-hh 24.08.22 - 08:23
is ne fantasy-serie..... ähnlich wie bei GoT werd ich sie erstmal gucken und hinterher überlegen ob sie nun GUT, MITTELMÄßIG oder n Schuss in den Ofen war.
"Fans" machen inzwischen immer so nen Aufriss um alles Oo haben die sonst keine Probleme oder nen Magengeschwür-Fetisch? Minderwertigkeitskomplexe die sie durch das Verhalten kompensieren wollen? .... ich verstehs nicht -
Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: Laskywalk 24.08.22 - 08:27
Atrocity schrieb:
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> Wobei die Kulissen und Miniaturen im Jackson Herr der Ringe heute so aus
> der Zeitgefallen sind dass man große Teile des Films denkt man würde ein
> Theaterstück ansehen.
> Klar hat das seinen ganz eigenen Charme. Aber dass neuere Filme das besser
> machen, kann man ihnen kaum vorwerfen.
Inwiefern macht man es denn mit mittelmässig begabten Schauspielern, billig wirkenden Kostümen und schlechtem CGI besser? Die Trilogie ist optisch um einiges stimmiger. -
Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: nightmar17 24.08.22 - 08:52
Das kann man doch erst beurteilen, wenn man die Serie gesehen hat.
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Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: Atrocity 24.08.22 - 09:01
Ach, du hast die neue Serie schon gesehen?
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Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: Itchygonno-San 24.08.22 - 09:38
>Ich will damit sagen das die Welt von Tolkin extrem genau beschrieben ist und das es Amazon >vollkommen egal ist.
Ich bin gerade dabei das Buch mit meinem Sohn wieder zu lesen (mein fünftes oder sechstes Mal).
Wir sind gerade bei der Stelle in Bree im Tänzelnden Pony. Weder beim Torwächter in Bree noch bei Herrn Butterblume wird die Hautfarbe erwähnt.
Wie kommen wir jetzt darauf, dass diese Menschen zwingend weiß/hetero sein müssen?
Ernst gemeinte Frage: Zeige mir doch bitte mal die Stellen im Buch, in denen extrem genau beschrieben wurde, dass die Menschen immer weiß sind und dass z.B. Tom Bombadil nicht schwul ist? -
Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: BlindSeer 24.08.22 - 09:41
Du bringst genau den Kritikpunkt hervor: Wenn im Buch nichts über die Sexualität steht, wieso muss man sie in einem Film/einer Serie relevant machen? Insbesondere wenn sie nix zur Story beiträgt und total irrelevant ist? :)
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Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: Sorji62 24.08.22 - 09:48
BlindSeer schrieb:
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> Du bringst genau den Kritikpunkt hervor: Wenn im Buch nichts über die
> Sexualität steht, wieso muss man sie in einem Film/einer Serie relevant
> machen? Insbesondere wenn sie nix zur Story beiträgt und total irrelevant
> ist? :)
Und wieso ist das ein Kritikpunkt? Wieso triggert das? Das ist die eigentliche Frage. Als wenn das so wichtig wäre.. -
Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: BlindSeer 24.08.22 - 09:51
Weil es schlechtes Writing ist unnützes hervorzuheben und Leuten eben das Gefühl gibt "Checkliste abgehakt". Mich triggert eine unnötige Hervorhebung, egal welcher Art. Wie würdest du es finden wenn an völlig irrelevanten Stellen hervorgehoben wird, dass der Charakter hetero ist? Wäre genaus strange. Normalität haben wir erreicht, wenn Ab- und Anwesenheit nicht auffallen.
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Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: Fettoni 24.08.22 - 10:02
BlindSeer schrieb:
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> Weil es schlechtes Writing ist unnützes hervorzuheben und Leuten eben das
> Gefühl gibt "Checkliste abgehakt". Mich triggert eine unnötige
> Hervorhebung, egal welcher Art. Wie würdest du es finden wenn an völlig
> irrelevanten Stellen hervorgehoben wird, dass der Charakter hetero ist?
> Wäre genaus strange. Normalität haben wir erreicht, wenn Ab- und
> Anwesenheit nicht auffallen.
Eine "Hervorhebung" ist subjektiv und spiegelt wieder, was für dich unnormal, und was normal ist. Dass Charaktere hetereo sind, wird ständig und an jeder Ecke hervorgehoben. Das fällt dir halt nicht mehr auf. -
Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: BlindSeer 24.08.22 - 10:08
In einem Film oder einer Serie in der es keine großartigen Beziehungen gibt wird in der Regel die sexuelle Orientierung der Hauptcharaktere gar nicht thematisiert, weil sie eben kein Thema ist. Wo sie zur Geschichte gehört, da wird sie hervorgehoben und dann passt es auch rein. Um mehr geht es nicht. Wird völlig ohne Relevanz, geschichtlichen Bezug und weitere Storyhooks irgendein Punkt hervorgehoben, dann wirkt es seltsam weil es nicht relevant ist. Ja das gilt auch für Heteros.
Man stelle sich einen Film vor in dem es eigentlich primär um Action geht. Eine Romanze kommt nicht vor und unvermittelt sagt ein Charakter in einem Dialog "Ich bin übrigens hetero", oder "ich sammele Briefmarken". Wäre das seltsam? Ich finde schon. Wohingegen die flammende Liebeserklärung von den beiden Kerlen (sorry, Namen vergessen) super passend war, weil sie situativ eben genau in die Story eingebettet war. -
Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: Avarion 24.08.22 - 10:11
Wenn in einem Buch eine Szene beschrieben wird mit "Die Hobbits feiern ausgelassen mit ihren Familien" dann brauchst du nichts Detaillierteres zu beschreiben damit in den Kopfen der Leser eine Szene entsteht. Aber wie willst du diese Szene in einem Film bringen ohne eine Sexuelle Orientierung zu zeigen?
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Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: BlindSeer 24.08.22 - 10:17
Ich muss sagen, dass ich da eher ein Saufgelage im Kopf habe, ohne das welche rummachen. Da wäre es für mich immer noch nicht relevant. ;) Außerdem, selbst wenn: Es würde passen, weil eben ggf. bei einem Gelage rumgemacht wird. Es hat also Relevanz (wenn dort rumgemacht wird) und das ist der Stichpunkt (zumindest für mich).
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Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: Fettoni 24.08.22 - 10:21
Ja, und wenn da nun zwei schwule Hobbits stehen, mit ihrem schwarzen Adoptivsohn, könnten wir hier wieder 2 Tage lang mit Kommentieren verbringen.
Wenns aber zwei weiße, Hetero-Hobbits mit hellhäutigen Kindern sind, ist alles wieder gut.
Beides trägt zur Handlung nichts bei. Das eine ist ok, das andere wird zerrissen. -
Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: trinkhorn 24.08.22 - 10:25
Ich bin nicht tief im Thema drin und habe glaube ich nicht alle gesehen, aber in welchem Trailer kommt das denn vor? Also das die Sexualität von Charakteren thematisiert wird und man schon im Trailer sieht das es künstlich ohne Bezug zur Story eingebaut ist?
Oder ist das bisher rein hypothetisch?
In den Hobbit-Filmen wurde auch völlig grundlos eine (heterosexuelle aber mehrrassige (Elbin + Zwerg)) Romanze eingebaut, aber dort war sie halt Teil der durch die Filmautoren hinzugefügten Story. Da haben die beiden auch nie groß betont Hetero zu sein. Wenn die gleiche Story mit einem Elben statt einer Elbin gewesen wäre, wäre das dann nicht ok?
Und mal von der filmischen Ebene ab: Wir leben in einer heteronormativen Gesellschaft, daher ist Outing als homosexuell/bisexuell/(sonstige nicht-hetero-sexualität) tatsächlich ein Thema, da ohne ein solches die Leute jede und jeden erstmal für hetero halten. Wie gesagt, ob man es ohne Storybezug in einen Film/eine Serie einbauen muss steht auf einem anderen Blatt, aber daher kann man die Aussagen "ich bin hetero" und "ich bin schwul" nicht gleichstellen. -
Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: BlindSeer 24.08.22 - 10:27
Bis auf bei Extremisten sehe ich meist primär Kritik am schlechten "Checklisten Writing", weniger an dem was gezeigt wird. Es wird oft das "Wie" kritisiert, weniger das "was". Das ist es was ich versuche hervorzuheben. Es haben beide Seiten valide Punkte, nur sind wir bei so einem extrem, dass oft (leider von der progressiven Seite her) mit Beleidigungen und Herablassungen einsteigt. Wie soll da ein sachlicher Diskurs möglich sein?
Dieses hervorgehobene, schlechte Writing schadet der Sache aber eher, als das es hilft. Es stellt eben Diversität nicht als "normal" dar, es hebt sie hervor. Wie ich schon schrieb sind das oft keine "Charaktere", sondern eine Sammlung diverser Eigenschaften. Es gibt genug Serien die es positiv schaffen. Da fällt die Diversität im positivem Sinne nicht auf, weil die Charaktere eingebettet sind und eben mehr sind als ein Haken auf der Checkliste. Sie sind vollständige Menschen, mit Problemen und Eigenschaften jenseits von Hautfarbe und sexueller Orientierung. Beides sind im übrigen auch keine Charaktereigenschaften.
Interessant finde ich im Übrigen auch, dass fehlende Diversität nur bei Weißen kritisiert wird. Ich habe noch keine Kritik an einer reinen PoC Besetzung gelesen, da gilt es als normal dass sie unter sich bleiben. Irgendwie auch nicht korrekt. -
Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: Atrocity 24.08.22 - 10:34
Wenn ich mir die Trailer ansehe sieht das um einiges besser aus als im HdR von Jackson.
Aber vom Trailer auf den ganzen Film zu schließen ist in beide Richtungen falsch. -
Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: BlindSeer 24.08.22 - 10:36
Ich habe allgemein gesprochen, nicht explizit über diesen Trailer. :)
Die Hobbitfilme waren mir zu langatmig und künstlich gestreckt, ich habe sie nicht alle gesehen, aber ich kann dir versichern im HdR hat mich die Arwen - Aragorn Romanze angekotzt, obwohl sie hetero war, weil sie so nicht vorkommt im Buch und künstlich rein geschrieben wurde. :)
Ich sage dir ganz ehrlich, ich mache mir relativ wenig Gedanken über die Sexualität anderer Menschen, einfach weil sie kein Charakterzug ist. Wenn mein Gegenüber ein Arsch ist, dann wird er nicht mehr oder weniger Arsch wenn er hetero oder homosexuell ist. ;) Umgekehrt genauso. Das ist Privatsache. Die Heteronormativität kommt halt einfach daher, dass es die Mehrheit ist. Das ist wie ein linguistischer Prototyp, du wirst bei einigen Begriffen zuerst an was anderes denken, als Leute aus anderen Kulturkreisen.
Per se ist das nichts schlechtes, sondern eben ein Abbild der Umgebung. Schlecht wird es, wenn Diskriminierung entsteht, oder negative Konotationen. Mich würde halt eine unvermittelte Aussage "Ich bin hetero" ebenso verwirren wie "Ich bin homosexuell". Ich würde etwas verwirrt da stehen und mich fragen was mein Gegenüber von mir will und wieso die Person mir das sagt. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich in meiner Jugend mit einer Alt 68erin befreundet war und da eben auch öfter schwule Männer getroffen habe, aber das war und ist für mich kein Thema. Es macht niemanden zu einem besseren, oder schlechteren Menschen.
Die ausufernde "Polarisierung" auf beiden Seiten und das stecken von Menschen in immer kleinere Schubladen hingegen, DAS macht mir Sorgen. Immer mehr Grenzen und Potential zu Anfeindungen. Wir sind primär eines: Menschen. Wir sind alles menschliche Individuen mit Charaktereigenschaften die uns viel mehr definieren als Hautfarbe und Sexualität. Diese Punkte sind wie gesagt KEINE Charaktereigenschaften. -
Re: Bloß nicht zu viel erwarten..
Autor: Fettoni 24.08.22 - 10:45
Das, was immer und immer wieder als schlechtes Wrting bezeichnet wird, muss offenbar irgendwo trotzdem Erfolg haben und Geld generieren.
Es kann doch keiner so blauäugig sein und annehmen, dass Amazon, Netflix und Disney ihre Gewinnabsichten dem erzieherischen Effekt hinten anstellen...



