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Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

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  1. Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: paris 18.05.17 - 16:33

    ... "the Expanse", auf Netflix.

    2 Staffeln soweit, 3te beauftragt.

    Viele "hard-scifi" elemente, also gravitation etc statt fantasy.
    Anspruchsvolle&komplexe Story, nicht "crisis of the week", sondern eine kontinuierliche Geschichte. Anfangs etwas viele Schauplätze, ab spätestens Folge 4 aber beginnen die Puzzleteile ineinanderzufallen, und wird dann teilweise richtig rasant.

    Basierend auf der "Expanse"-Buchreihe, die Autoren sind in die Produktion eingebunden.

    Falls noch nicht auf dem Radar - sehr zu empfehlen (ideal mit 5.1 Ton und grossem Bildschirm, visuell sind da so einige massive "production values" zu geniessen), o-fassung ist besser, deutsche syncro aber ordentlich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.05.17 16:33 durch paris.

  2. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: kayozz 18.05.17 - 17:02

    Die Umsetzung ist in großen Teilen sehr gelungen.

    Wenn es was zu meckern gibt, dann höchstens, dass die realistische und glaubwürdige Inszenierung der Weltraumreisen in der Serienumsetzung zu kurz kommt.
    Und dann fand ich etwas "un durchdacht", dass der gefangengenommene Gürtler extrem langgewachsen ist, alle anderen Gürtler einschließlich Naomi aber normal aussehen. Am Anfang hat man sich überlegt, dass Thema der Anpassung an die niedrige Schwerkraft mit aufzunehmen, dann aber doch weggelassen, sei es aus Bequemlichkeit oder Kostengründen.

  3. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: Jamster 18.05.17 - 17:02

    Ich kann The Expanse auch nur *wärmstens* empfehlen. Storytechnisch geht es etwas langsam los, aber das ganze nimmt schnell an Fahrt auf, mit guten Charakteren und Wendungen, und Nebensträngen die interessant sind und fast so gut wie die Hauptgeschichte fesseln.

    Die Serie ist in der tat Hard-Scifi..die alltags-Technologie, welche man zu sehen bekommt, ist sehr gut als Weiterentwicklung aus der Moderne abgeleitet. Es gibt keine lasergefechte, keine Gruppen von Ausserirdischen, und viele Designs der Geräte und Schiffe ist sehr...industriell und funktional. Die Physik im Weltraum (abgesehen von den Geräuschen ;)) wird realistisch gehalten und spielt sogar oft eine wichtige Rolle.

    Ich warte schon auf Staffel 3 :)

  4. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: Ach 18.05.17 - 17:23

    Gefällt mir eigentlich auch ganz gut, vor allem die Technik, z.B. dass die Crew vor dieser einen bevorstehenden Raumschiff vs. Raumschiff Auseinandersetzung, die Atmosphäre aus dem Schiff evakuierte, weil das Entweichen der Atmosphäre aus einer durchlöcherten Hülle Chaos und Zerstörung bedeuten, die man mitten in der Schlacht am wenigsten gebrauchen kann. Solche Details bleiben hängen und machen einen Sci-Fi höchst interessant.

    Was mir nicht so gut gefällt ist, wenn dramatische Wendungen der Geschichte durch Sabotage oder Blödheit des eigenen Teams ausgelöst werden, statt durch intelligente/starke Gegner. Ich hab dann immer das Gefühl, dass mir der Saboteur aus den eigenen Reihen gerade die Geschichte versaut, die ohne dessen Kurzschlusshandlung so viel besser sein würde :]. Davon gibt es ebenfalls reichlich in der Serie, aber jedem das seine.

  5. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: motzerator 18.05.17 - 17:51

    Ach schrieb:
    ----------------------
    > Was mir nicht so gut gefällt ist, wenn dramatische Wendungen der
    > Geschichte durch Sabotage oder Blödheit des eigenen Teams
    > ausgelöst werden, statt durch intelligente/starke Gegner. Ich hab
    > dann immer das Gefühl, dass mir der Saboteur aus den eigenen
    > Reihen gerade die Geschichte versaut, die ohne dessen Kurzschluss-
    > handlung so viel besser sein würde :]. Davon gibt es ebenfalls
    > reichlich in der Serie, aber jedem das seine.

    Ohje, danke für die Warnung.

    Wenn die Handlung durch die eigene Blödheit der Hauptfiguren
    suboptimal verläuft, verliere ich schnell die Geduld mit einem
    Film. Das tut mir richtig weh und ich verliere jede Bindung zu
    den handelnden Figuren. Wie soll man mit dummen Leuten
    in einer Serie mitfiebern? Am schlimmsten ist es, wenn sie ihre
    Emotionen nicht im Griff haben!

  6. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: paris 18.05.17 - 18:00

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gefällt mir eigentlich auch ganz gut, vor allem die Technik, z.B. dass die
    > Crew vor dieser einen bevorstehenden Raumschiff vs. Raumschiff
    > Auseinandersetzung, die Atmosphäre aus dem Schiff evakuierte, weil das
    > Entweichen der Atmosphäre aus einer durchlöcherten Hülle Chaos und
    > Zerstörung bedeuten, die man mitten in der Schlacht am wenigsten gebrauchen
    > kann. Solche Details bleiben hängen und machen einen Sci-Fi höchst
    > interessant.

    Ja, das ist an vielen Stellen schon nah an dem, wie es in der näheren Zukunft wohl in etwa seinen würde.

    Und teilweise richtig detailverliebt.

    Beispielsweise kritisierte jemand: "projektilwaffensysteme auf den schiffen würden durch rückstoss bewegung verursachen"... woraufhin der VFX-Leiter trocken zurückgab: "Schau Dir am besten die Geschütztürme nochmal ganz genau an...".... die haben doch tatsächlich darauf geachtet, dass *beidseitig" gefeuert wird, damit die eben keine Bewegung auslösen.

    Oder, wenn glühende Metallsplitter nach einem Durchschlag im schwerelosen Schiff schweben und dann der Pilot menoevriert, sieht man im Hintergrund dass die zuvor schwebenden Metallsplitter allesamt sich gemäß der entgegengesetzten Richtung des Schiffes bewegen...

    Ebenso Aspekte wie eine abgefeuerte Railgun ist eben so schnell, dass man KEIN projektil wirklich "fliegen" sehen kann. Schuss. Loch. Fertig.

    Auch so beiläufig und normal, dass vor dem wenden eines grossen Schiffes die Besatzung gewarnt wird: "High-Gravity incoming", und alle müssen sofort in die Schutzsitze, die Vorbereitung dauert, die Crew die Anti-g Behandlung abkriegen muss usw usf.

    Schlichtweg, reihenweise Dinge, die sonst in klassischen space-operas einfach ausgeblendet werden, oder durch fantasy-plot-devices umgangen werden, sind hier liebevoll gemacht - und dennoch nicht aufdringlich, nach dem Motto: "Hier, ein effekt", sondern laufen oft einfach im Hintergrund ab.

    Setzt sich tonseitig auch fort: Geräusche im All haben sie lange hin und her überlegt, und einen Mittelweg genommen: Geräusche die jemand hören würde, trotz Vakuum, weil sie bspw. durch die Vibration des Schiffeskörpers übertragen würden kommen gefiltert und gedämpft, ebenso hat Kommunikation über lange Distanzen Laufzeiten... und wo sie dann doch "Geräusche im Vakuum" gemacht haben, ganz klar mit der trockenen Aussage: Es wirkte einfach dramatugisch soooo viel besser, also da mal ausnahmsweise "fun statt fact" gewählt :)



    >
    > Was mir nicht so gut gefällt ist, wenn dramatische Wendungen der Geschichte
    > durch Sabotage oder Blödheit des eigenen Teams ausgelöst werden, statt
    > durch intelligente/starke Gegner. Ich hab dann immer das Gefühl, dass mir
    > der Saboteur aus den eigenen Reihen gerade die Geschichte versaut, die ohne
    > dessen Kurzschlusshandlung so viel besser sein würde :]. Davon gibt es
    > ebenfalls reichlich in der Serie, aber jedem das seine.
    Finde ich, das ist Geschmackssache, sogar sehr spannend - Diese übermenschlichen Helden fast ohne Fehl und Tadel a la ST Spock haben zwar auch einen Reiz, aber bei "the Expanse" sind es eben weniger "Helden" als Menschen voller Fehler.

    Und Hauptfiguren die massive Fehler machen, und diese evtl sogar erst viel zu spät (wenn überhaupt) einsehen/bereuen - ist IMHO realistischer und glaubwürdiger. Und die verheerende Power von vollvernetzten bionisch verbesserten Spionen hat man ja in Expanse so gut gesehen wie in wenig anderen sci-fi Serien.

    Wir sollten btw schwer drauf achten abstrakt zu bleiben - keine Spoiler für die Neuzuschauer hier :)

  7. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: paris 18.05.17 - 18:07

    motzerator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach schrieb:
    > ----------------------
    > > Was mir nicht so gut gefällt ist, wenn dramatische Wendungen der
    > > Geschichte durch Sabotage oder Blödheit des eigenen Teams
    > > ausgelöst werden, statt durch intelligente/starke Gegner. Ich hab
    > > dann immer das Gefühl, dass mir der Saboteur aus den eigenen
    > > Reihen gerade die Geschichte versaut, die ohne dessen Kurzschluss-
    > > handlung so viel besser sein würde :]. Davon gibt es ebenfalls
    > > reichlich in der Serie, aber jedem das seine.
    >
    > Ohje, danke für die Warnung.
    >
    > Wenn die Handlung durch die eigene Blödheit der Hauptfiguren
    > suboptimal verläuft, verliere ich schnell die Geduld mit einem
    > Film. Das tut mir richtig weh und ich verliere jede Bindung zu
    > den handelnden Figuren. Wie soll man mit dummen Leuten
    > in einer Serie mitfiebern? Am schlimmsten ist es, wenn sie ihre
    > Emotionen nicht im Griff haben!

    Geht mir oft auch so - wenn in lebensbedrohlichen Krisensituationen Figur A und B mittendrin ihre Beziehungskrise ausdiskutieren müssen... ARGH.

    Bei "the Expanse" allerdings ist das gänzlich anders und (IMHO) klasse gemacht. Das sind eher Konstellationen nach dem Motto Figur A sagt zu Figur B: "Geh nicht dorthin/Mach das nicht, zu gefährlich" und Figur B geht dann doch - weil dort Geld/tolle Frau/feiner Kerl, wichtige Erkenntnis wartet usw - und läuft dann wie angekündigt voll ins Messer. Also eher allzumenschlich, aber nicht dieses üble völlig absurde "teen-ängste dominieren sachlage" was ja reihenweise grade in superhero-movies&serien grassiert.

  8. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: Peter Brülls 18.05.17 - 18:17

    kayozz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und dann fand ich etwas "un durchdacht", dass der gefangengenommene Gürtler
    > extrem langgewachsen ist, alle anderen Gürtler einschließlich Naomi aber
    > normal aussehen. Am Anfang hat man sich überlegt, dass Thema der Anpassung
    > an die niedrige Schwerkraft mit aufzunehmen, dann aber doch weggelassen,
    > sei es aus Bequemlichkeit oder Kostengründen.

    Weil es nicht funktioniert. Zuschauer müssen mit den handelnden Empathie haben können oder sich sogar identifizieren können. Bei Büchern funktioniert das auch bei seltsam oder massiv anders aussehenden Wesen, solange deren Motive verständlich und nachvollziehbar sind. Sie müssen nicht einmal gutgeheißen werden. Die Leser machen sich ihr eigenes Bild (oder gar keins) und können das dabei nach ihrem Geschmack anpassen.

    Bei Film und Fernsehen klappt das nicht. Die normale menschliche Reaktion ist Irritation, wenn Menschen nicht so aussehen wie erwartet. Abweichungen zu tolerieren oder tatsächlich nicht wahrzunehmen, sie als normal zu empfinden, muss gelernt werden. Dass kann in einer Serie aber nicht geleistet werden. Realistisch betrachtet kann es im 23. Jahrhundert völlig normal sein, sich die Zähne rot zu färben, so wie man sich im 3. Jahrhundert nicht die Beine rasiert hat. Dennoch wird so was nicht auf die Leinwand gebracht, jedenfalls nicht, wenn man ein großes Publikum erreichen will.

    Wäre Star Trek „realistisch“, dann bestünde die Mannschaft aus diversen Aliens, deren Sprache den menschlichen Besatzungsmitgliedern so fremd ist wie uns der Bienentanz, deren Mimik so unverständlich wie die eines Vogels. Im Grunde noch mehr. Und das natürlich aus kreuzprodukt über 3 oder mehr Arten, wenn man mal annimmt, dass es nur eine Form von Physik gibt und sich alle auf eine Technik einigen können.

  9. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: oiskkin 18.05.17 - 18:21

    "The Expanse" ist derzeit auch mein Favorit, freu mich schon auf die zweite Staffeln. Finde die Serie sehr spannend, da diese realer wirkt und keine "heile Welt" Utopie bietet. Die Erde wird von der Uno kontrolliert, hat Streit mit dem Mars und die Protagonisten haben mit den Problemen des Alltags zu kämpfen. Und Ausserirdische kommen noch nicht wirklich vor. Ich denke, das Szenario von The Expanse könnte durchaus in ferner Zukunft eintreffen.

  10. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: paris 18.05.17 - 18:27

    oiskkin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "The Expanse" ist derzeit auch mein Favorit, freu mich schon auf die zweite
    > Staffeln. Finde die Serie sehr spannend, da diese realer wirkt und keine
    > "heile Welt" Utopie bietet. Die Erde wird von der Uno kontrolliert, hat
    > Streit mit dem Mars und die Protagonisten haben mit den Problemen des
    > Alltags zu kämpfen. Und Ausserirdische kommen noch nicht wirklich vor. Ich
    > denke, das Szenario von The Expanse könnte durchaus in ferner Zukunft
    > eintreffen.

    Ich habe die zweite Staffel (legal & bezahlt, wie es sich gehört) bereits gesehen - und erfreulicherweise ist die noch erheblich fesselnder als die so oder so schon sehr gute Staffel 1.

    Schlicht weil nur noch wenig einführen/world building gemacht werden muss - grade die ersten Folgen von Staffel 2 geht es so richtig zur Sache... inkl. reihenweise "Oh, das können sie doch jetzt echt nicht bringen"-Momenten :)

  11. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: Ach 18.05.17 - 18:29

    Erwartet man sich eine faszinierende Auseinandersetzung mit wachen und inspirierenden Charakteren in den und um die Grenzbereiche der Technik, des Wissens und des Seins, um dann mit Charakteren wie aus einer Seifenoper ausgeliehen, abgespeist zu werden, welche mit ungezügelter Merkbefreitheit und kurzsichtigem Egoismus das anfangs so verheißungsvolle Szenario kaputt trampeln. Zumindest die Hauptdarsteller haben aber ihre Emotionen soweit im Griff. Also keine unkontrollierten Schitzos oder so, ganz so schlimm ist es auch wieder nicht :].

  12. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: Peter Brülls 18.05.17 - 18:44

    Jamster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann The Expanse auch nur *wärmstens* empfehlen.
    > Die Physik im Weltraum (abgesehen von den Geräuschen ;)) wird
    > realistisch gehalten und spielt sogar oft eine wichtige Rolle.

    Steht auf meiner Todolist, aber bis ich dazu komme: Wird eigentlich geklärt, wieso sie Eisberge als Ladung aufnehmen? Das hat mich in der ersten Folge sehr irritiert. Es wäre doch deutlich sinnvoller, so ein Ding zu nehmen, als Claim anzumelden, mit einer Boje auszustatten und auf den Weg zu schicken.

  13. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: Ach 18.05.17 - 19:06

    Schwächen und Fehler, alles ok, ohne die formt sich auch schwer ein Charakter heraus. Nur bitte nicht die pure Dummheit oder den puren Egoismus aus den eigenen Reihen in den Mittelpunkt der Handlung stellen. Auch ein außergewöhnliches Teamplay dürfte in der Umgebung, in der diese Menschen ums Überleben kämpfen, eigentlich eine darwinistische Selbstverständlichkeit darstellen, welche die Charaktere in dieser Serie aber eigentlich auch mitbringen.

    Ich muss mich nach deinen Ausführungen wohl nochmal verstärkt den Details widmen. Da gibt es ja offensichtlich noch viel mehr zu entdecken, während ich die bisherigen Folgen eher neben bei gesehen habe, und mich dabei auch stark auf die Sprache konzentrierte. Solche Filme schaue ich mir gerne in O Ton an, aber eben der ist speziell bei The Expance dann mal ziemlich fordernd, jedendenfalls für meinen Englischlevel fordernd.

  14. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: Peter Brülls 18.05.17 - 19:28

    paris schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Finde ich, das ist Geschmackssache, sogar sehr spannend - Diese
    > übermenschlichen Helden fast ohne Fehl und Tadel a la ST Spock haben zwar
    > auch einen Reiz, aber bei "the Expanse" sind es eben weniger "Helden" als
    > Menschen voller Fehler.

    Wobei man hier fairerweise nicht vergessen darf, dass bei TOS und TNG die Elite einer seit Jahrzehnten stabilen Gesellschaft ohne materiale Not gezeigt wird. Das ist vielleicht eine utopische Vorstellung, aber die Handelnden richten sich eben danach.

  15. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: ibsi 18.05.17 - 19:58

    Danke für die tollen Infos. Expanse steht schon länger auf meiner Liste, kam aber bisher nicht dazu.

  16. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: oiskkin 18.05.17 - 21:08

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jamster schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich kann The Expanse auch nur *wärmstens* empfehlen.
    > > Die Physik im Weltraum (abgesehen von den Geräuschen ;)) wird
    > > realistisch gehalten und spielt sogar oft eine wichtige Rolle.
    >
    > Steht auf meiner Todolist, aber bis ich dazu komme: Wird eigentlich
    > geklärt, wieso sie Eisberge als Ladung aufnehmen? Das hat mich in der
    > ersten Folge sehr irritiert. Es wäre doch deutlich sinnvoller, so ein Ding
    > zu nehmen, als Claim anzumelden, mit einer Boje auszustatten und auf den
    > Weg zu schicken.

    Irgendwo kommt ja das Zitat, dass Wasser wertvoller ist als Gold. Abseits der Erde ist Wasser tatsächlich ein rares Gut.

  17. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: paris 18.05.17 - 21:21

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > paris schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Finde ich, das ist Geschmackssache, sogar sehr spannend - Diese
    > > übermenschlichen Helden fast ohne Fehl und Tadel a la ST Spock haben
    > zwar
    > > auch einen Reiz, aber bei "the Expanse" sind es eben weniger "Helden"
    > als
    > > Menschen voller Fehler.
    >
    > Wobei man hier fairerweise nicht vergessen darf, dass bei TOS und TNG die
    > Elite einer seit Jahrzehnten stabilen Gesellschaft ohne materiale Not
    > gezeigt wird. Das ist vielleicht eine utopische Vorstellung, aber die
    > Handelnden richten sich eben danach.

    Ja, das stellt ja auch einen wichtigen Faktor an der Faszination Star Trek dar - das Gute im Menschen dominiert flächendeckend und organisiert, gänzlich anders als heutzutage.

    Am Rande: Es wunderte mich schon immer, dass in den USA da weniger Anstoss dran genommen wird, immerhin ist die Erde in der ST-Vision doch schon ERHEBLICH näher am Kommunismus als am Kapitalismus :)

  18. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: paris 18.05.17 - 21:42

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schwächen und Fehler, alles ok, ohne die formt sich auch schwer ein
    > Charakter heraus. Nur bitte nicht die pure Dummheit oder den puren Egoismus
    > aus den eigenen Reihen in den Mittelpunkt der Handlung stellen. Auch ein
    > außergewöhnliches Teamplay dürfte in der Umgebung, in der diese Menschen
    > ums Überleben kämpfen, eigentlich eine darwinistische
    > Selbstverständlichkeit darstellen, welche die Charaktere in dieser Serie
    > aber eigentlich auch mitbringen.
    Ja und Nein. Das interessante (und ja auch zugleich bedauerliche) Szenario ist ja in vielen Bereichen das Gegenteil von Star Trek, also dominierende Konzerne & Egoismus, superreiche und prekäre Existenzen auch im All, rationiertes Wasser für die einen, Gärten für andre usw usf...

    ... und so einige der (zahlreichen) Hauptfiguren haben da ja auch keine klare Zuordnung zu einer der Seiten und handeln schwer ambivalent, situativ usw (Miller bspw)

    >
    > Ich muss mich nach deinen Ausführungen wohl nochmal verstärkt den Details
    > widmen. Da gibt es ja offensichtlich noch viel mehr zu entdecken, während
    > ich die bisherigen Folgen eher neben bei gesehen habe, und mich dabei auch
    > stark auf die Sprache konzentrierte. Solche Filme schaue ich mir gerne in O
    > Ton an, aber eben der ist speziell bei The Expance dann mal ziemlich
    > fordernd, jedendenfalls für meinen Englischlevel fordernd.

    Ja. Ich habe glücklicherweise berufsbedingt inzwischen so solides Alltagsenglisch, dass ich direkt im o-ton schauen kann. Aber GRADE Expanse ist ja alles andere als trivial in der Hinsicht, bspw. die Belter/Gürtler auf den kleinen Monden/Asteroidenminern usw reden ja ein "entstandenes" Kauderwelsch mit chinesisch-francophon-englisch Elementen ("Well, voila" bspw).

    Was eine gute Kombo ist wenn man am Rande von OT locker schauen können ist auf Netflix OV mit deutschen Untertiteln.

    Und für die Details, wenn du bereits Staffel 2 gesehen hast:
    (Vorsicht für alle die noch NICHT Staffel 2 sahen, MASSIVER SPOILERALARM im Link, NICHT anschauen wenn man keine SPOILER will)
    https://www.youtube.com/watch?v=XhKWeGXduzs
    (ENDE SPOILERALARM)

    Da sieht man all die zahlreichen Details (doppelrückstossende Projektilwaffen, g-kräfte auf Schäden, luftleeres Schiff, railgun-instant-einschlag und vieles mehr) die liebevoll eingebaut werden im Block - und nahezu alles völlig beiläufig im Hintergrund.

    Ist mir übrigens auch nicht aufgefallen, bis ich in eine Netz-Diskussion geriet "Physics check - the expanse", in der auch zahlreiche aus dem "the Expanse" Team posteten und immer wieder erfreut anmerkten - schau mal bei 2min14 nach rechts oben, schau mal bei 3m12 hinter den Bildschirm, schau mal bei 3m59 da-und-da-hin. Daraufhin war im Thread erstmal allerseits ein grosses "oh. ok. sehr cool :)" angesagt.

    Der VFX-Leiter schrieb: das sind keine easter-eggs, aber da sitzen wir tage&nächtelang dran, diskutieren dass mit unseren physik/luftraumfahrt-beratern und lesem im Web nach oft Zuschauer Fehler finden.

    Was ich auch sehr sympathisch fand: Die VFX leute machen (auf reddit) immer wieder threads, wenn sie mist bauen / nachträglich fehler finden, so nachm motto - "who spots it: mistake in season2episode7 regarding the display texts? :)" usw.

  19. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: paris 18.05.17 - 21:52

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke für die tollen Infos. Expanse steht schon länger auf meiner Liste,
    > kam aber bisher nicht dazu.

    Gerne doch. Dadurch das Netflix global eingestiegen ist, und schon Season 3 produziert wird, scheint die Zukunft (im gegensatz zu so vielen zu früh eingestellten Serien) zwar bereits sicher - aber noch kennen viele Zuschauer eben "the Expanse" noch nicht, und für Shows die man weitergehen (und ideal: mit erhöhtem Budget :)) sehen will, sollte man auch schon im eigenem Interesse a) bezahlen und b) sie anderen Interessenten empfehlen.

  20. Re: Ein sehr feiner Serientip für alle Sci-Fi Freunde...

    Autor: Ach 19.05.17 - 00:33

    Also ich sag mal so: Das vielschichtige und intelligente politische Spiel hat mir großen Spaß gemacht. Sehr einfach gehalten waren die Staffeln dagegen im Level des Emotionalen Austauschs zwischen den Protagonisten, und über Alles gesehen, sind da schon ganz schöne Granaten umher gelaufen. Du hast zu BSG gepostet, zu dieser Emotionalen Quali z.B. kein Vergleich, das war das in Expense gezeigte eher einfache Hausmannskost. Man kann jetzt sagen, das liegt an dem Szenario und daran wie die Zukunft sich eben entwickelt hat, sicher, es hat mich aber trotzdem ein bisschen demotiviert. Sci-Fi, ich verbinde damit auch eine Weiterentwicklung der Persönlichkeiten. Das muss nicht mal so unzweifelhaft positiv sein wie in TNG, das mag ich zwar auch, aber wichtiger ist in meinen Augen noch der Skill Level, der stellt an mich als Zuschauer im besten Fall eine ähnliche Herausforderung dar wie die Technik. Die Menschen in Expense waren aber fast schon, wenn nicht noch einen Etage unter der Umgangsquali angesiedelt, die wir aus unserer Wirklichkeit im Hier und jetzt kennen.

    Soweit die Kritik. Ein Spitzenposition nimmt die Serie bei mir in der technischen Umsetzung ein. Ich wüsste nicht, jemals eine authentischere Sci-Fi Serie erlebt zu haben, nicht mal annähernd. Auch die Base Storry ist hochinteressant, spannend und tricky, und wie du schon sagtest, ist die Storry immer dann am besten, wenn sie in plumpen, banalen, aber pur physikalisch basierten Überraschungswendungen(deren Logik sich in Expense im nachhinein, also dann wenn man endlich nachvollzogen hat, was da gerade vor sich ging, immer bewahrheitet), weiter entwickelt. Diese Serie ist einfach in extremster Weise nerdig.

    Untertitel sind ein gutes Werkzeug um eine Fremdsprache zu lernen. Das Problem gerade bei Expense: man verpasst noch mehr Details. Was ich gerne mache ist es, die Folge einfach zweimal zu sehen. Da purzeln im zweiten Durchlauf dann plötzlich die Groschen im Sprachverständnis ohne dass man eigentlich weis warum. Wahrscheinlich weil man dann auf die Handlung besser vorbereitet ist und schon im Voraus weiß, wo man das zu Erwartende verorten muss, oder so halt :]. Ich freue mich auch schon auf die dritte Staffel. Noch was: Die zweite Staffel hatte ja irgendwie zwei Höhepunkte/Enden. Der erste Geschichtshöhepunkt hat mir dabei weit besser gefallen als der zweite, die Staffel abschließende hatte fast schon was Kubrik mäßiges.

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