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Ich behaupte, das ist ein Webmailer plus ein Browser ohne Adressbar in einer Sandbox
Autor: gunterkoenigsmann 10.11.23 - 21:48
Dann wäre klar, wozu die die Accountdaten auf dem Server brauchen: Wenn das neue Outlook nur ein Browser ist, der den Webmailer vom Microsoft-Server anzeigt, dann muss dieser Server alle Zugangsdaten haben, um auch für fremde Accounts webmailer spielen zu können.
Indizien dass das stimmen könnte:
- Microsoft stellt viel auf Webapps um
- Das neue Outlook lässt sich ohne Netzwerkverbindung nichtmal starten
- Das neue Outlook scheint keine Mails mehr lokal cachen zu können. -
Re: Ich behaupte, das ist ein Webmailer plus ein Browser ohne Adressbar in einer Sandbox
Autor: Adminator 10.11.23 - 22:48
Richtig, deswegen ist die Aufregung ja auch total kindisch.
Gmail und jeder andere Webmailer macht das genau so seit Jahrzehnten. -
Re: Ich behaupte, das ist ein Webmailer plus ein Browser ohne Adressbar in einer Sandbox
Autor: DD147 10.11.23 - 23:50
Adminator schrieb:
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> Richtig, deswegen ist die Aufregung ja auch total kindisch.
>
> Gmail und jeder andere Webmailer macht das genau so seit Jahrzehnten.
Da sieht man, das Du nur Halbwissen hast. Du kannst einen Mail-Provider wie GMail und andere nicht mit dem vergleichen, was Microsoft mit Outlook betreibt! Microsoft ist hier kein Mail-Provider, sondern nur ein Dienstanbieter, der sich alle Daten krallt und sie in seine Cloud speichert.
Es ist schon ein großer Unterschied, ob ich den Webmailer von einen Mail-Provider (Gmail, GMX, Web.de, ....) benutze und auf dessen "System" bleibe, oder halt die Daten und Mails an einen Dritten gebe und hoffen muss das er damit kein Mist baut. Man-in-the-Middle sozusagen. Wer da mitspielt, dem ist nicht zu helfen!
Microsoft hat gerade erst die letzten Woche gezeigt wie sicher die sind, indem sie sich wichtige Zertifikatsschlüssel haben klauen lassen. -
Re: Ich behaupte, das ist ein Webmailer plus ein Browser ohne Adressbar in einer Sandbox
Autor: ChameleonAI 11.11.23 - 01:41
DD147 schrieb:
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> Adminator schrieb:
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> > Richtig, deswegen ist die Aufregung ja auch total kindisch.
> >
> > Gmail und jeder andere Webmailer macht das genau so seit Jahrzehnten.
>
> Da sieht man, das Du nur Halbwissen hast. Du kannst einen Mail-Provider wie
> GMail und andere nicht mit dem vergleichen, was Microsoft mit Outlook
> betreibt! Microsoft ist hier kein Mail-Provider, sondern nur ein
> Dienstanbieter, der sich alle Daten krallt und sie in seine Cloud
> speichert.
>
> Es ist schon ein großer Unterschied, ob ich den Webmailer von einen
> Mail-Provider (Gmail, GMX, Web.de, ....) benutze und auf dessen "System"
> bleibe, oder halt die Daten und Mails an einen Dritten gebe und hoffen muss
> das er damit kein Mist baut. Man-in-the-Middle sozusagen. Wer da mitspielt,
> dem ist nicht zu helfen!
>
> Microsoft hat gerade erst die letzten Woche gezeigt wie sicher die sind,
> indem sie sich wichtige Zertifikatsschlüssel haben klauen lassen.
Da hat leider jemand wieder nicht recherchiert. Die Praxis, die Benutzerdaten (oder entsprechende Token) auf die eigenen Server zu tranferieren und von dort die User Emails abzurufen praktizieren praktisch alle Third-Party Email Apps seit Jahren. Das gilt für iOS, Android und MacOS, weswegen die Aufregung auch völlig absurd ist.
Einfach für private und Firmenaccounts von MS die Outlook App nutzen, für alles andere die System App wenn man das nicht möchte.
PS: Das Prinzip wird sogar von vielen Banking Apps genutzt, die das Abrufen von mehreren Konten anbieten und auch diese wurden bisher weder belangt, noch interessiert es die große Userschaft. Ich würde meine Bankdaten jetzt nicht unbedingt weitergeben, aber diese Praxis ist wirklich nicht neu. -
Re: Ich behaupte, das ist ein Webmailer plus ein Browser ohne Adressbar in einer Sandbox
Autor: demon driver 11.11.23 - 14:19
ChameleonAI schrieb:
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> [...] Die Praxis, die
> Benutzerdaten (oder entsprechende Token) auf die eigenen Server zu
> tranferieren und von dort die User Emails abzurufen praktizieren praktisch
> alle Third-Party Email Apps seit Jahren. Das gilt für iOS, Android und
> MacOS [...]
What? Nach meiner Kenntnislage ist das mit Android weder bei der Gmail-App, noch bei alternativen Apps wie K9 (jetzt Thunderbird) oder FairEmail der Fall, genausowenig bei prominenten PC-Anwendungen wie Thunderbird. Und wenn's eine doch so macht, zumal ohne laute und deutliche Hinweise an den, der den Kram installiert oder das erste Mal aufruft, wäre es das gleiche Datenschutz- und Datenautonomie-Unding wie jetzt bei Outlook. Wie kommst du auf eine solche Aussage? -
Re: Ich behaupte, das ist ein Webmailer plus ein Browser ohne Adressbar in einer Sandbox
Autor: demon driver 11.11.23 - 14:24
Adminator schrieb:
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> Richtig, deswegen ist die Aufregung ja auch total kindisch.
Wenn man eine Desktop-Anwendung in dem Bewusstsein installiert, dass das eine Desktop-Anwendung installiert, da hat niemand Anlass anzunehmen, dass die sich wie ein Webmailer verhält, geschweige denn das gutzuheißen. Zumal eines der core features eines Desktop-Email-Clients ist und immer war, E-Mail-Content und/oder -Header lokal vorzuhalten, um für einen Einblick ins Mailkonto nicht auf eine stehende Internetverbindung angewiesen zu sein.



