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kostenlose Emailanbieter ...

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  1. kostenlose Emailanbieter ...

    Autor: neocron 09.08.13 - 15:18

    ganz ehrlich, wer auf kostenlose Emailanbieter (und andere kostenlose dienste) vertraut, braucht sich nicht wundern, wenn die Daten in irgend einer Form herumschwirren ...

    Wenn man ein bisschen Geld fuer derartige Dienste in die Hand nimmt, kann man schon mehr erwarten ... oder man macht es gleich selbst ...

  2. Re: kostenlose Emailanbieter ...

    Autor: ello 09.08.13 - 15:51

    Meine E-Mails laufen seit Ewigkeiten auf meinem Server. Dort hab ich auch sämtliche Konfiguration, Verschlüsselung und Zugriffe in der Hand.

    In der Tat, man muss selbst Hand anlegen aber einmal 1h geopfert, seit dem läufts 1a, inklusive Software-Updates.

    Günstige vServer gibt's z.B. bei Uberspace. Kann den Dienst nur empfehlen. Selbstverständlich gibt es noch diverse andere gute Anbieter in Deutschland solange es nicht gerade einer von United Internet ist

  3. Re: kostenlose Emailanbieter ...

    Autor: NochEinLeser 09.08.13 - 17:27

    Wie kommt man so an seine eigene Adresse ("@MeineEigeneDomain.de")? Nur weil ich hier auf meinem Rechner eine Mailserver-Software installiere, kann ich ja noch keine Mails empfangen und senden. Oder geht das doch so einfach?

  4. Re: kostenlose Emailanbieter ...

    Autor: jkow 09.08.13 - 19:15

    NochEinLeser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie kommt man so an seine eigene Adresse ("@MeineEigeneDomain.de")? Nur
    > weil ich hier auf meinem Rechner eine Mailserver-Software installiere, kann
    > ich ja noch keine Mails empfangen und senden. Oder geht das doch so
    > einfach?

    Mailserver und Domainname sind erstmal zwei paar Schuhe. Der Mailserver nimmt bereitwillig Mails an, die Gegenseite muss eben nur die Adresse des Mailserver erfahren. Dafür wird dann üblicherweise DNS und praktischerweise ein eigener Domainname verwendet.

    Den Domainnamen bekommst Du:
    a) direkt über die DENIC, aber da gibt es ein paar schwer zu erfüllende Nebenbedingungen, also ist das wohl eher nicht der Weg des Privat-Users; also

    b) über einen Anbieter, der die Domain für Dich registriert und verwaltet. Das bedeutet, der Anbieter betreibt einen DNS-Server (*), der die Domain publiziert und hierfür bei der DENIC angemeldet ist.

    Der DNS Server verteilt auch die Info, welcher Mail-Server für die Domain zuständig ist und wenn da die Adresse Deines privaten Rechners (**) drin steht, dann empfängt halt Dein privater Mailserver die Mails, die an die Domain gehen.

    Eine Schwierigkeit ist evt. einen Anbieter zu finden, der es Dir erlaubt einen anderen Mail-Server im DNS einzutragen. Bei den Massenabfertigungs-Providern könnte das schwierig werden, aber es gibt auch genügend kleinere Provider, die flexibel auf Kundenwünsche eingehen.

    (*) eigentlich mindestens zwei DNS Server in verschiedenen Netzen - das ist neben der festen IP-Adresse eine der für Privatleute etwas schwerer zu lösenden Aufgaben.

    (**) Da sich Deine private IP-Adresse sicherlich öfter mal ändert, lohnt es sich, Deinem Anschluss per dyndns oder ähnlichem Service einen Hostnamen zuzuweisen. Dieser Hostname kann dann als Mailserver hinterlegt werden.

  5. Re: kostenlose Emailanbieter ...

    Autor: nicoledos 10.08.13 - 00:08

    ergänzend dazu:
    wichtig ist, dass man die Domain sich nicht an eines der klassischen günstigen Webhostingpaket bindet, sondern diese für sich bei einem Registrar anmeldet, bei dem man Kontrolle über die DNS-Einstellungen erhält.
    Kostet meist je nach Anbieter zwischen 0,6 bis 2 Euro pro Monat.

    als Beispiele:
    internetworx
    regfish
    domaindiscout24
    uniteddomains (1 und 1)
    ...
    (einige bieten sogar DynDNS an, für den der es benötigt)

    Für die eMail-Umleitung hast du jetzt die Möglichkeit einen eMail-Dienst zu nehmen der deine Domain für dich aufschaltet. eMail-Verkehr an die Domain wird dort akzeptiert und an deinen Kundenaccount weiter geleitet. Vorteil, man hat keine Arbeit. Die Anbieter sind aber sehr rar gesät. Google bietet das, aber da hat man als Sicherheit nichts gewonnen. Als schweizerisch-Deutscher Anbieter ist mykolab.com zu nennen. Ansonsten bin ich hier noch auf der Suche nach ähnlichen Anbietern. Nun musst du "nur" MX ( steht für MailExchange) auf die per IP-Adresse per A-Record oder CNAME in den DNS-Einstellungen bei der Domain auf den Mailserver umleiten.

    Alternativ, du nimmst dir einen vServer oder Root-Server und richtest den als Mailserver ein. Hier das gleiche per A-Record oder CNAME die Domain auf deinen eingerichteten Mailserver leiten. Hier gilt es tatsächlich aufpassen mit den Einstellungen, die updates einspielen und logfiles regelmäßig auf Angriffe prüfen!!!

    Die Alternative DynDNS und der Mail-Server steht zu hause das ist aber nicht zu empfehlen. bzw. Nur jenen, die sich bereits tiefer mit der Materie beschäftigt haben. Die IP-Adressen sind meist aus entsprechenden öffentlichen Nummernbereichen. Um Spam zu vermeiden werden eMails aus diesen bei fast allen Providern grundsätzlich abgewiesen. Du musst dann einen Mail-Relay finden, der das weiterleiten für dich übernimmt. Die offenen kannst du gleich vergessen, die werden soweit bekannt alle abgewiesen. Mancher dyndns-Dienst macht das zwar auch, mails über diese werden aber auch oft abgewiesen. Einige Registrare bieten das an, aber nicht alle.

  6. Re: kostenlose Emailanbieter ...

    Autor: NochEinLeser 10.08.13 - 08:54

    Danke für die Antwort. Aber das bedeutet, dass ich wieder Daten an irgendwelche Firmen geben muss (bei Domainregistrierung etc.)

    Es gibt also keine Möglichkeit, alles von Zuahuse zu machen, oder?

  7. Re: kostenlose Emailanbieter ...

    Autor: nicoledos 10.08.13 - 11:42

    100% Anonym geht nicht.

    Du hast eine IP-Adresse von deinem Provider, die mit jeder neuen Einwahl wechselt. Üblicherweise mit Zwangstrennung nach 24 Stunden (von den Businesstarifen mal abgesehen).

    Wenn ich dir jetzt eine Email schicken will geht das nur direkt an die IP. Also NochEinLeser@IP-Adresse. Da die aber ständig wechselt müsste ich bei dir jedes mal anrufen, wie deine neue IP ist. Als alternative du hast einen DynDns-Anbieter, deine FritzBox teilt dem bei jeder Einwahl deine neue IP mit. So wäre deine eMail NochEinLeser@dyndns-domain. Wie bereits gesagt, gibt es einige Registrare, die das auch für normale Domains anbieten. Bei irgend einem Anbieter musst du dich registrieren. Du könntest auch mit irgendwelchen inoffiziellen Fantasie-TLDs (Endung der Domain) arbeiten. Dann hast du aber ein anderes Problem, niemand kennt deine Adresse, die DNS-Server kennen deine Fantasiedomain nicht und werden diese auch nicht in ihre Tabelle eintragen. Eine Email an NochEinLeser@Fantasiedomain wird also nie durch geleitet werden. Du müsstest einen eigenen DNS-Server für deine Fantasiedomain einrichten und alle, die dir schreiben wollen müssten den bei sich mit in den Router eintragen.

    Schließlich hast du das Problem mit dem privaten Adressraum. Aus Sicherheitsgründen werden IP-Adressen, die von Internetprovidern für die Kunden bereit gestellt werden gesperrt. So hast du überhaupt nicht die Möglichkeit eMails an Kunden von regulären eMailprovidern zu schicken ohne ein geschlossenes Mail-Relay zu nutzen.

    Du kannst versuchen möglichst viel unter deiner eigenen Kontrolle zu haben. An ein paar Punkten musst du aber auf einzelne Anbieter zurück greifen und denen vertrauen. Alternativ verlegst du zur Verschleierung in ein Darknetz, aber auch da musst du dem Betreiber der Infrastruktur vertrauen. Auch dort haben Behörden mittlerweile Strategien entwickelt um kriminelle Strukturen auf zu brechen.

  8. Re: kostenlose Emailanbieter ...

    Autor: amk 10.08.13 - 14:56

    neocron schrieb:

    > ganz ehrlich, wer auf kostenlose Emailanbieter (und andere kostenlose
    > dienste) vertraut, braucht sich nicht wundern, wenn die Daten in irgend
    > einer Form herumschwirren ...
    > Wenn man ein bisschen Geld fuer derartige Dienste in die Hand nimmt, kann
    > man schon mehr erwarten ... oder man macht es gleich selbst ...

    Sicherheit ist keine Frage der "Kosten". Auch kostenpflichtige Anbieter sind in Deutschland seit Jahren per Gesetz (!) verpflichtet, dem Staat Zugriff auf E-Mail zu geben. In anderen Staaten gibt es oft ähnliche Gesetze. E-Mail muss man selbst verschlüsseln (PGP o.ä.), wenn wirklich niemand anders mitlesen soll.

    Minderwertige Anbieter wie Telekom und Web.de haben offenbar bisher nicht einmal den Transport verschlüsselt, obwohl das seit vielen Jahren standardisiert.

  9. Re: kostenlose Emailanbieter ...

    Autor: amk 10.08.13 - 15:00

    ello schrieb:

    > Meine E-Mails laufen seit Ewigkeiten auf meinem Server. Dort hab ich auch
    > sämtliche Konfiguration, Verschlüsselung und Zugriffe in der Hand.
    > Günstige vServer gibt's z.B. bei Uberspace. Kann den Dienst nur empfehlen.

    Gemietete Server (egal ob dedizierte oder vServer), die man nicht selbst ins Rechenzentrum getragen und in einen Käfig eingeschlossen hat, können vom Dienstanbieter als auch von Geheimdiensten angezapft werden.

    Private Daten haben darauf rein gar nichts zu suchen.

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