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  5. › Earthdata Cloud: Nasa übersieht AWS…

Kosten für Cloud im Business...

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  1. Kosten für Cloud im Business...

    Autor: PerilOS 24.03.20 - 14:21

    Ich versteh immer nicht warum gerade Produktionen gerne mal auf "Cloud" setzen und sich dann wundern, warum Ausfälle alle Standorte lahm legen und die Traffic Kosten so exorbitant hoch sind.
    Aber keine Sorge, diese "Experten" werden in der Regel nicht gefeuert. Und fangen dann wieder an die dedizierten Server aufzubauen, die sie abschaffen wollten.

  2. Re: Kosten für Cloud im Business...

    Autor: Thomas 24.03.20 - 14:50

    Wie hoch denkst du denn wären die Kosten für eine mehrfach-redundante und hochverfügbare Storage-Infrastruktur für 250+ PB an Daten? Und ich rede hier nicht nur von der Hardware, sondern allen Kosten, inkl. Rechenzentren/Co-Location, Personalkosten, Traffic, Strom, Software, etc.

    --Thomas

  3. Re: Kosten für Cloud im Business...

    Autor: Backbone 24.03.20 - 15:04

    Ich nehme an das soll eine hypothetische Frage sein die ausdrücken soll das diese Cloud-Lösung sowieso billiger ist als alles "on premises" zu machen.
    Das kann vielleicht so sein, vielleicht aber auch nicht. Der Artikel beschreibt das die NASA als Cloud-Kunde einfach in der Kostentruktur einen erheblichen Block "übersehen" hat. Damit ist sie unter den Cloud-Kunden bei weitem kein Einzelfall. Es ist bei einer halbwegs komplexen Infrastruktur praktisch unmöglich vorab zu berechnen was das kosten wird.

  4. Re: Kosten für Cloud im Business...

    Autor: gorsch 24.03.20 - 16:10

    Weniger als das, was Amazon dafür verlangt. Sonst wäre AWS nicht deren profitabelster Geschäftsbereich.

    Natürlich mag es Szenarios geben, in denen Cloud-Dienstleistungen in der Summe Geld einsparen können, vorallem wenn man nicht entsprechende Manpower und Infrastruktur im Haus haben will.

    In der Praxis wird aber einfach das Szenario schöngerechnet, was man verkaufen will. Weiß ja im Nachhinein eh keiner, was etwas gekostet hätte, das man nicht gemacht hat.

  5. Re: Kosten für Cloud im Business...

    Autor: Thomas 24.03.20 - 17:26

    Backbone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist bei einer halbwegs komplexen Infrastruktur
    > praktisch unmöglich vorab zu berechnen was das kosten wird.

    Jein, das ist sogar einfacher als wenn du dir so eine Infrastruktur selber aufbaust. Aber ja, viele machen sich vorab nicht genug Gedanken und sind dann über die Kosten überrascht. Des Weiteren weißt du bei vielen Projekten natürlich nicht Jahre voraus, wie der genaue Bedarf an Storage und Compute am Ende sein wird, daher lässt sich das natürlich schwer exakt abschätzen. Das gleiche Problem hast du bei on-premises Infrastruktur aber ebenfalls, nur dass hier das hoch- und runterskalieren deutlich schwerer umzusetzen sind.

    Gerade die Storage-Kosten sind auf AWS aber sehr gut vorausberechenbar, wem so ein Fehler unterläuft, der hat seinen Job einfach nicht richtig gemacht.

    --Thomas

  6. Re: Kosten für Cloud im Business...

    Autor: friespeace 24.03.20 - 17:32

    So sieht es nämlich aus.
    Wenn die jetzt ihr eigenes System mit 32PB aufgebaut hätten und jetzt feststellten, dass sie bald aber 250PB brauchen, wäre das Problem noch deutlich größer, denn es käme noch der Faktor Zeit hinzu.

    Davon abgesehen scheint der hohe Preis auch mit der NASA Zertifizierung zusammen zu hängen.
    Wenn die NASA natürlich Anforderungen stellt, die sonst niemand erfüllt weiß man a) dass Amazon die Hand sehr weit geöffnet haben wird und b) dass die NASA selbst es eventuell gar nicht selbst aufbauen könnte.

  7. Re: Kosten für Cloud im Business...

    Autor: Thomas 24.03.20 - 17:46

    gorsch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weniger als das, was Amazon dafür verlangt.

    Du unterschätzt die Skaleneffekte von denen die großen Cloudanbieter und somit auch ihre Kunden profitieren.

    > Natürlich mag es Szenarios geben, in denen Cloud-Dienstleistungen in der
    > Summe Geld einsparen können, vorallem wenn man nicht entsprechende Manpower
    > und Infrastruktur im Haus haben will.

    Erstens das und weil damit Dinge möglich sind, die die meisten Firmen und Organisationen mit vertretbarem Aufwand so nicht selber implementieren können.

    > In der Praxis wird aber einfach das Szenario schöngerechnet, was man
    > verkaufen will. Weiß ja im Nachhinein eh keiner, was etwas gekostet hätte,
    > das man nicht gemacht hat.

    Das kann man in beide Richtungen auslegen. :-)

    --Thomas

  8. Re: Kosten für Cloud im Business...

    Autor: FranzJosephStraußAirport 24.03.20 - 18:37

    Skalierbarkeit und Verfügbarkeit sorgen für immer mehr Cloud statt on-prem. Und ja, es ist in den meisten Fällen günstiger auf die Cloud zu verlagern.

    Schade nur, dass es keinen "echten" europäischen Cloudanbieter gibt, der mit MS und AWS mithalten könnte. Die diletantischen Versuche der Telekom sind ja gescheitert, und SAP setzt auch lieber auf MS. Da bliebe nur noch Siemens übrig, aber von denen hat man ja auch nie was in der Hinsicht gehört.

    Lieber schön Fabriken bauen, die dann in Pandemie Zeiten samt Umsätze ausfallen...während andere ein rein auf Software basierendes Geschäftsmodell verfügen.

  9. Re: Kosten für Cloud im Business...

    Autor: SP1D3RM4N 24.03.20 - 18:50

    Im Schnitt kann man 2-6 mal höheren Gesamtkosten rechnen. Das ist aber auch OK, da wir bei einer AWS und Azure extrem gut skalieren können, falls nötig. Auch die Nutzung und Verwaltung ist extrem einfach.

    Wenn es rein um kosten geht, geht kein vernünftiges Unternehmen in die Cloud. Wenn es aber um "Georedundanz", Personalmangel und ausgehenden Platz im eigenen RZ geht, dann kann sich eine Cloud schon rechnen.

    Das kann man ja Privat mal nachrechnen. Was kostet mich ein 4TB Usable NAS mit einer Replikation zu einem zweiten NAS. Nicht die Welt.

    Wenn ich die selbe Performance und Verfügbarkeit bei AWS ansetze, kann es schon in den dreistelligen Bereich pro Monat kommen. Dafür muss ich dann nicht selbst schauen wie ich die Replikation aufbaue, wo ich das zweite NAS hinstelle. Brauche ich dann ein VPN, welches ich selbst einrichten muss. Wenn das NAS ein Security issue hat, muss ich updaten. Passt dann die Replikation noch. Was ist, wenn der Speicher doch mal eng wird. usw.

    Da kann es sich dann schon lohnen einfach Daten in die Cloud zu schieben und das mit drei, vier checkboxes einfach zu verwalten.

    Man muss immer gegen rechnen. Ist meine Zeit es wert, dass ich mich darum kümmere, oder schiebe ich das einfach in die Cloud?

    Im Fall der Nasa, denke ich, dass sie es Lokal günstiger hätten lösen können, aber oft hören leitende Angestellte in Amerika gerne, dass man etwas in die Cloud schiebt, weil es ja so neu ist.

  10. Re: Kosten für Cloud im Business...

    Autor: xUser 24.03.20 - 22:09

    SP1D3RM4N schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Schnitt kann man 2-6 mal höheren Gesamtkosten rechnen. Das ist aber auch
    > OK, da wir bei einer AWS und Azure extrem gut skalieren können, falls
    > nötig. Auch die Nutzung und Verwaltung ist extrem einfach.
    >
    > Wenn es rein um kosten geht, geht kein vernünftiges Unternehmen in die
    > Cloud. Wenn es aber um "Georedundanz", Personalmangel und ausgehenden Platz
    > im eigenen RZ geht, dann kann sich eine Cloud schon rechnen.
    >
    > Das kann man ja Privat mal nachrechnen. Was kostet mich ein 4TB Usable NAS
    > mit einer Replikation zu einem zweiten NAS. Nicht die Welt.
    >
    > Wenn ich die selbe Performance und Verfügbarkeit bei AWS ansetze, kann es
    > schon in den dreistelligen Bereich pro Monat kommen. Dafür muss ich dann
    > nicht selbst schauen wie ich die Replikation aufbaue, wo ich das zweite NAS
    > hinstelle. Brauche ich dann ein VPN, welches ich selbst einrichten muss.
    > Wenn das NAS ein Security issue hat, muss ich updaten. Passt dann die
    > Replikation noch. Was ist, wenn der Speicher doch mal eng wird. usw.
    >
    > Da kann es sich dann schon lohnen einfach Daten in die Cloud zu schieben
    > und das mit drei, vier checkboxes einfach zu verwalten.
    >
    > Man muss immer gegen rechnen. Ist meine Zeit es wert, dass ich mich darum
    > kümmere, oder schiebe ich das einfach in die Cloud?
    >
    > Im Fall der Nasa, denke ich, dass sie es Lokal günstiger hätten lösen
    > können, aber oft hören leitende Angestellte in Amerika gerne, dass man
    > etwas in die Cloud schiebt, weil es ja so neu ist.

    Die Hauptkosten sind nicht Hardware, sondern die Personalkosten. Wenn du es selbst machst, muss du Mitarbeiter haben, die sich um die ganzen Baseline Services kümmern.

    Bisher habe ich noch kein Unternehmen gesehen, welches das wirklich im Griff hat. Da rechnet man sich On-Prem schön, weil man einfach regelmäßige Maintenance nicht durchführt.

  11. Re: Kosten für Cloud im Business...

    Autor: Anonymer Nutzer 24.03.20 - 22:20

    Thomas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gorsch schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Weniger als das, was Amazon dafür verlangt.
    >
    > Du unterschätzt die Skaleneffekte von denen die großen Cloudanbieter und
    > somit auch ihre Kunden profitieren.

    FranzJosephStraußAirport schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Skalierbarkeit und Verfügbarkeit sorgen für immer mehr Cloud statt on-prem.
    > Und ja, es ist in den meisten Fällen günstiger auf die Cloud zu verlagern.

    Die "verfügbarkeit" und "skalierbarkeit" habe ich heute bei Azure gesehen, konnte nichts mehr in West Europe provisionieren, da die Rechenzentren keine Kapazitäten mehr hatten. Gab sogar eine qualifizierte Fehlermeldung in Terraform ("Allocation failed. We do not have sufficient capacity for the requested VM size in this Region.") ^^ ...

    Aber davon ab, das "Skalierungs"-Argument ist doch für die meisten Firmen völlig unerheblich und nur marketing geblubber. Was skaliert denn bei den meisten groß? Gar dynamisch und horizontal? Nix. Da steht dann die Basis Infrastruktur von x VMs bei Azure, die dann 5x soviel kostet wie on Premise. In dem Umfang skalieren, wie es als Argument beworben wird, können die meisten Firmen schon deshalb nicht, weil man keine Automatismen zur Provisionierung etabliert hat. Braucht man ja auch nicht, wenn man eigentlich nur fragmentierte Basis Infrastruktur betreibt, die einmal aufgebaut wird und dann eigentlich nur da steht und aktualisiert wird. Was muss skalieren? Storage? Ja dann kauf ich halt noch mehr Platten und erweiter ggf. das SAN mit einer Exentions. Ganz ehrlich. Lasst mal die Kirche im Dorf. Die meisten Firmen sind nicht Netflix wo irgendwelche Resourcen dynamisch nach oben skalieren müssen zu Stoßzeiten. Für Startups ok, man kann ohne Abschreibungskosten loslegen und risikolos alles binnen weniger Sekunden platt machen. Aber andere? Ich weiß nicht.

    xUser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Hauptkosten sind nicht Hardware, sondern die Personalkosten. Wenn du es
    > selbst machst, muss du Mitarbeiter haben, die sich um die ganzen Baseline
    > Services kümmern.
    >
    > Bisher habe ich noch kein Unternehmen gesehen, welches das wirklich im
    > Griff hat. Da rechnet man sich On-Prem schön, weil man einfach regelmäßige
    > Maintenance nicht durchführt.

    Oder man rechnet sich die Cloud schön weil man ignoriert, dass die meisten da trotzdem ihre VMs und Container haben, die genauso viel Maintenance benötigen wie On Premise? Jaja, man kann eine Postgre Datenbank als "Managed Service" provisionieren. Wow ...



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 24.03.20 22:27 durch nweeiqr.

  12. Re: Kosten für Cloud im Business...

    Autor: flow77 24.03.20 - 23:36

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich versteh immer nicht warum gerade Produktionen gerne mal auf "Cloud"
    > setzen und sich dann wundern, warum Ausfälle alle Standorte lahm legen und
    > die Traffic Kosten so exorbitant hoch sind.
    > Aber keine Sorge, diese "Experten" werden in der Regel nicht gefeuert. Und
    > fangen dann wieder an die dedizierten Server aufzubauen, die sie abschaffen
    > wollten.

    Ich bin auch kein Freund von "alles in die cloud". Aber dass z.B. AWS alle Standorte lahmlegt liegt wohl eher an der Config bzw. der Software die man nutzt.
    Eine bessere Redundanz als AWS zu schaffen klingt irgendwie sehr sportlich.

  13. Re: Kosten für Cloud im Business...

    Autor: PerilOS 25.03.20 - 01:16

    Das Problem war die AWS selbst. War irgendwas mit dem Hauptrechenzentrum und der Internetinfrastruktur. Das war aber das kleinste Problem. Das große Problem waren die Latenzen. So ne Produktionsanlage fängt an massig Probleme zu verursachen ab 30ms, verabschiedet sich bei ca. 50ms und du fährst runter und gehst in damage control mode und versuchst deine Daten nicht komplett zu korrumpieren. Das hochfahren mit korrupten Daten dauert länger einfach als kontrolliert aus zu machen bis sich die Coms beruhigt haben. Da arbeiten mehrere große Systeme und BUS Systeme zusammen und sind auf Echtzeittiming angewiesen. Kurze spikes in der Latenz oder konstant zu hohe Latenz sind tödlich. Daher ist bei sowas On-Promise einfach Pflicht, weil es ein critical business process ist und du nur so die stabilität und niedrige Latenz gewährleisten kannst. Ist im Prinzip wie mit Strom in diesem Fall. Nur in Deutschland bleibt die Nadel genau auf 50hz stehen. Gehst du nach Polen oder irgendwo nach Sonstwo-Europa, musst du das Stromnnetz vom Gebäudestromnetz trennen mit millionen von ¤ teuren kinetischen Schwinganlagen.

    Cloud ist schon deutlich teurer als On-Premise, aber jetzt kommen halt noch Millionenverluste dazu, durch diese tolle und geniale "Lösung".



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 25.03.20 01:29 durch PerilOS.

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