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In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: goggi 17.01.24 - 13:55
Dänemark, Italien und es sterben deswegen nicht haufenweise Hundewelpen.
Keine Ahnung warum man hier so tun muss, als wäre man ein christliches Land und braucht seine Sonntagsruhe.
Ich laß mal nen Fall, das man an Tankstellen in Bayern nur was kaufen konnte, wenn man mit dem Auto kam. Ich finde den Verkauf sollte man dort ehe dann nur auf Sprit und Strom reduzieren und nicht noch Zeitungen, Bockwurst etc. Man muss ja fair sein.
Funfact sind Supermärkte in zB Bahnhöfen. Dort kann quasie jeder Kram verkauft werden. "Reisebedarf" und das 365 Tage im Jahr. Und trotzdem liegen keine toten Hundewelpen im Bahnhof rum... -
Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: obermeier 17.01.24 - 14:06
Man könnte z.B. regeln, dass kein Arbeitnehmer mehr als 6 Tage am Stück arbeiten darf.
Dann können Geschäfte am Sonntag öffnen und trotzdem ist sichergestellt, dass der Arbeitnehmer seinen Ruhetag hat.
Aber so wie ich unser Land kenne, werden wir einfach entscheiden, dass auch Onlinemärkte am Sonntag schließen müssen. :D -
Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: korona 17.01.24 - 14:16
Und dann muss ich überall gucken ob der Laden heute auf hat oder nicht. Ich mag das Konzept, dass wir einen Tag haben an denen fast alle frei haben. Man muss nur konsequenter sein und nur noch eine Notversorgung zu lassen. D.h. ein paar Lebensmittel, Sprit und nicht so ein quatsch wie Gartencenter die öffnen dürfen weil Sie ein Restaurant in der Mitte haben....
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Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: ichhalt1 17.01.24 - 14:19
Du musst nur bei den Laden nachschauen den du auch aufsuchen willst.
Aber das musst du ja auch jetyt schon. Gibt ja einige L'den mit Ruhentagen oder die nur vormittags offen haben etc. -
Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: Neuromancer66 17.01.24 - 14:24
Wenn schon, dann bitte für alle. Also auch Behörden, kann ja sein das ich am Sonntag nach Feierabend um 22 Uhr meinen Personalausweis verlängern muss. Die Idee ist immer nur so lange gut, wie man sie nicht selber umsetzen muss.
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Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: davidcl0nel 17.01.24 - 14:32
Das hat nichts mit christlich zu tun, denn auch in Italien und Spanien, die nun wirklich deutlich mehr kirchlich/katholisch sind, gibt es Sonntagsöffnungszeiten. Nicht generell, sondern nur manche Geschäfte, aber es gibt es halt.
Hier generell nicht, weil verboten.
In London war ich mal in einem Supermarkt, der keine Öffnungszeiten, sondern nur 1 Schließzeit Sonntag 20 bis 5 Uhr Montags hatte...
Ich bin auch für eine Freigabe, die aber zu deutlichen Stärkung der Arbeitnehmerrechte, daß zb eine festgelegte 5 Tage-Woche nach Absprache des AN gibt, und der AN sich aussuchen kann, daß er dann halt immer Mittwoch+Donnerstag frei hat. Das kann alle paar Monate mal geändert werden. Nein, nicht wöchentlich.
Das muß familiär abgesprochen werden und darf nicht auf AG-Seite irgendwie mit Druck versehen werden. Jetzt sind viele krank, kannst du trotzdem kommen, sonst Kündigung.... ich denke im aktuellen eher AN-freundlichen Markt kann und darf das nicht mehr vorkommen. Ein AG muß sich das dann durchrechnen, wie er entsprechend die Mitarbeiter haben kann, um seine geplanten Öffnungszeiten abzudecken und wie viele er dann dafür zusätzlich einstellen muß. (auch für Nachtzeiten im Supermarkt). Es darf auch nicht dazu führen, daß es dann 4h früh+4h Spätabends oder so hinausläuft.
Dann (!) spricht da nichts dagegen, und es wird in größeren Städten dann immer einzelne Läden geben, die dann trotzdem oder ggf 24/7 offen haben - wenn es sich halt rechnet.... -
Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: ChMu 17.01.24 - 15:01
Neuromancer66 schrieb:
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> Wenn schon, dann bitte für alle. Also auch Behörden, kann ja sein das ich
> am Sonntag nach Feierabend um 22 Uhr meinen Personalausweis verlängern
> muss. Die Idee ist immer nur so lange gut, wie man sie nicht selber
> umsetzen muss.
Es geht ja nicht darum, oeffnen zu muessen sondern oeffnen zu duerfen. Ich kenne viele Laeden welche 'Ruhetage' haben, das muss aber nicht der Sonntag sein, wenn viele frei haben und die Zeit zum Einkaufen haben. Mitwochs dagegen ist nicht viel los in der Stadt, warum also oeffnen?
Als die 24h Supermaerkte kamen, war auch erst zwischen 1-5 wenig los, inszwischen laeuft das normal. Die Haendler wuerden sich aufregen wenn man ihnen vorschreibt, wann sie Geld verdienen duerfen. Die koennen schon selbst entscheiden wann es fuer sie profitabel ist, aufzumachen.
Mediamarkt ist seit ich die hier gesehen habe Sonntags auf. Spanien ist zwar offiziell katholisch aber hier sind Staat und Kirche getrennt, wenn ein Chef meint, er muesse Sonntags aus religioesen Gruenden schliessen, dann ist das seine Sache. Nicht die des Staates. Das selbe gilt fuer Freitag oder Samstag bei anderen Religionen.
Hat der Staat nichts mit zu tun.
Perso verlaengern ist eh online, das geht 24h, aber schon laenger. -
Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: rolfanders 17.01.24 - 15:02
Wenn man das hinbekommt, dann wäre das gut. Gibt bestimmt ein paar Leute, die Sonntags arbeiten würden und dafür dann in der Woche frei haben könnten.
Aber ich denke nicht, dass das in der realen Welt funktioniert. Guck mal im Gesundheitswesen: ständig Anrufe, ob man nicht doch eben einspringen kann. Und es ist auch nicht der Arbeitgeber, der druck macht. Das machen die Kollegen schon von sich aus... "Nur weil Frau Soundso nie einspringt muss ich jetzt schon wieder arbeiten". Ist kein Witz, hab schon erlegt, dass Arbeitnehmer für eine verpflichtende Regelung waren, wann jemand einspringen muss. Das es am Arbeitgeber liegt, der einfach zu wenig Leute eingestellt hat, soweit haben die nicht gedacht... -
Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: rolfanders 17.01.24 - 15:06
Es geht nicht um christliche Werte. Es geht darum, dass eine Familie zusammen ein, zwei Tage in der Woche frei hat. Wie soll das denn laufen, wenn jeder an anderen Tagen frei hat. Und warum muss man sich da ein Beispiel an anderen Staaten nehmen. Sind die Leute damit denn zufriedener. Wir fordern doch hier auch nicht den nicht vorhandenen Kündigungsschutz der USA.
Warum muss man denn Sonntags einkaufen gehen? -
Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: janooosch 17.01.24 - 15:15
Man muss sich mal die Bedingungen anschauen, die geherrscht haben, als es noch kein Ladenschliussgesetz gegeben hat: Es war üblich, dass die Verkäufer den ganzen Tag im Laden waren: Vom Öffnen bis zum Schließen und das waren oft 12h pro Tag. Das Ladenschlussgesetz war da natürlich sinnvoll.
Heute arbeiten die meisten Verkäufer maximal 8h pro Tag, 40h pro Woche ... viele haben Teilzeitstellen. Zumindest hinsichtlich des zeitlichen Aspekts, gibt es da keinen Grund mehr für das Ladenschlussgesetz.
Ein anderer Aspekt ist, dass Familien nur glücklich sein können, wenn sie am Sonntag alle zusammen etwas unternehmen können -- naja, muss jeder selbst wissen, ob das so stimmt.
Familien mit Kindern sind vielleicht auch ganz froh, wenn sie etwas mehr Flexibilität hätten: Sowohl was das Einkaufen angeht, als auch was das Arbeiten angeht. Freunde von mir müssen immer abwechselnd arbeiten, um Kinder zu betreuen und trotzdem genug Geld zu verdienen.
Aus meiner Sicht ist der Zwang Sonntags NICHT zu arbeiten genauso nervig wie der Zwang Sonntags arbeiten zu müssen. Das soll nicht der Gesetzgeber pauschal regeln, sondern es sollen die Arbeitgeber mit den Arbeitnehmern oder deren Vertretungen regeln.
Fakt ist: Sonntags wird sehr viel eingekauft ... nur leider nicht im Laden um die Ecke.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 17.01.24 15:18 durch janooosch. -
Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: donadi 17.01.24 - 15:19
janooosch schrieb:
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>Freunde von mir müssen immer abwechselnd arbeiten, um
> Kinder zu betreuen und trotzdem genug Geld zu verdienen.
Also reicht dieser Familie ein Job (2x Teilzeit) um durchzukommen. Ist doch super!
Vielleicht kann sich einer einen Vollzeitjob anlachen, dann kann der andere durchgehend daheim bleiben. -
Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: ChMu 17.01.24 - 15:32
rolfanders schrieb:
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> Es geht nicht um christliche Werte. Es geht darum, dass eine Familie
> zusammen ein, zwei Tage in der Woche frei hat. Wie soll das denn laufen,
> wenn jeder an anderen Tagen frei hat. Und warum muss man sich da ein
> Beispiel an anderen Staaten nehmen. Sind die Leute damit denn zufriedener.
> Wir fordern doch hier auch nicht den nicht vorhandenen Kündigungsschutz der
> USA.
>
> Warum muss man denn Sonntags einkaufen gehen?
Es geht nicht um Kuendigungs Schutz sondern im Gegenteil um mehr Jobs. Und was hat die Familie damit zu tun? Die Familien Haushalte sind soweit ich weiss in der Minderheit in Deutschland? Und wieso sollte ausgerechnet der Familienvater oder Mutter an einem Sonntag arbeiten "muessen"? Du wirst haufenweise Singles finden welche das gerne machen. Sonntags ist eh nichts los, da kann man doch arbeiten? Alles eine Frage der Organisation.
Nur eins ist sicher. Der Staat sollte da nichts zu sagen haben. Jeder sollte selbst entscheiden wann er aufmachen will und wann nicht. Und jeder Unternehmer muss das mit seinen Angestellten absprechen. Arbeitszeiten und h sind geregelt, daran aendert sich ja nichts. -
Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: rolfanders 17.01.24 - 15:36
Die Singels, die ich kenne, sind Samstags mit ihren Freunden unterwegs. Die werden sicher nicht Sonntags arbeiten. Es gibt dann einfach keine Konstante mehr und man muss noch mehr schauen, wann man mal was zusammen unternehmen kann...
Was wäre denn der Vorteil? -
Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: rolfanders 17.01.24 - 15:41
janooosch schrieb:
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> Familien mit Kindern sind vielleicht auch ganz froh, wenn sie etwas mehr
> Flexibilität hätten: Sowohl was das Einkaufen angeht, als auch was das
> Arbeiten angeht. Freunde von mir müssen immer abwechselnd arbeiten, um
> Kinder zu betreuen und trotzdem genug Geld zu verdienen.
Ich bezweifle, dass Familien das befürworten. Wo soll denn da der Vorteil sein? Aktuell hat man (meistens, gibt ja jetzt schon Ausnahmen) eine Konstante: Sonntags hat die ganze Familie frei. Und wenn du schreibst, dass die jetzt schon immer abwechselnd arbeiten müssen, dann ist doch der Sonntag eine gute Erholung. Oder soll jetzt einer der beiden auch noch Sonntags arbeiten, damit die garkeine Zeit mehr zusammen haben... -
Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: rolfanders 17.01.24 - 15:43
Und ob "Und jeder Unternehmer muss das mit seinen Angestellten absprechen" funktioniert, wage ich zu bezweifeln. Dann kommen die Anrufe "Kannst du heute einspringen?" und wie ich schon unten geschrieben habe erzeugt dabei nicht der Arbeitgeber den Druck, sondern die Kollegen.
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Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: Neuromancer66 17.01.24 - 15:47
Als ob dadurch mehr Jobs im Einzelhandel entstehen würden. Durch die neuen Öffnungszeiten wurden keine geschaffen, dass vorhandene Personal wurde nur auf die längere Öffnungszeit verteilt.
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Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: ChMu 17.01.24 - 15:59
rolfanders schrieb:
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> Und ob "Und jeder Unternehmer muss das mit seinen Angestellten absprechen"
> funktioniert, wage ich zu bezweifeln. Dann kommen die Anrufe "Kannst du
> heute einspringen?" und wie ich schon unten geschrieben habe erzeugt dabei
> nicht der Arbeitgeber den Druck, sondern die Kollegen.
Wer soll wo "einspringen"? Die Leute wissen doch Wochen vorher (oder im Fall eines Teilzeit Jobs immer) das sie an dem Samstag und Sonntag arbeiten? Wer soll da weswegen einspringen? Krankheit? Ja, dann muss aber generell, unabhaengig vom Wochentag, umdispuniert werden. -
Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: ChMu 17.01.24 - 16:04
Neuromancer66 schrieb:
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> Als ob dadurch mehr Jobs im Einzelhandel entstehen würden. Durch die neuen
> Öffnungszeiten wurden keine geschaffen, dass vorhandene Personal wurde nur
> auf die längere Öffnungszeit verteilt.
Also werden die Arbeits Zeit Regeln gebrochen? Und es beschwert sich niemand?
Aber gut, ich vergass, Deutschland ist anders als der Rest der Welt. Da werden aus 38h die Woche dann eben 60h die die Woche, merkt scheinbar niemand. -
Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: scrumdideldu 17.01.24 - 17:39
Das Ergebnis wird sein, dass die Großen noch größer werden weil sie das personell gestemmt bekommen.
Der kleinere Elektromarkt in der Kleinstadt hingegen, der sowieso nur 3 Mitarbeiter hat, wird das nicht leisten können und wird dadurch aber weniger vom Kuchen abbekommen.
Auch für Familien bei denen beide Elternteile im Handel arbeiten wird es schwieriger. Da lassen sich nicht immer die Einsatzpläne frei wählen. Auch sind Kindergarten und Schulkinder auch immer Sonntag zu Hause.
Natürlich haben Eltern in bestimmten Branchen auch heute schon das Problem, aber nur weil es das Problem schon gibt, muss man es ja nicht zwingend in die Fläche treiben. -
Re: In vielen Ländern ist das kein Problem
Autor: obermeier 17.01.24 - 19:13
Mann muss ja nicht Sonntags einkaufen gehen, sondern es sollte den Unternehmen überlassen sein, dass sie öffnen dürfen.
In der Gastronomie geht das doch auch. Da beschwert sich keiner. Gleiches für Feuerwehr, Polizei, Gesundheitswesen etc.



