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Die technische Unkenntnis...

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  1. Die technische Unkenntnis...

    Autor: TheDragon 03.03.22 - 09:04

    der Kritiker hier ist echt haarsträubend.
    Ja, man kann Satelittensender orten. Das ist aber schon bei einem unidirektionalen System wie Iridium sehr schwer und erfordert höchst komplexe Ortungssysteme, die sehr präzise arbeiten müssen. Bei Starlink ist das aber nochmal um eine Zehnerpotenz schwieriger, bis fast unmöglich. Hintergrund ist, dass die Starlink-Schüssel mit einem extrem gerichteten Phased-Array-System arbeitet, welches eine sehr hohe Nebenkeulen-Unterdrückung hat. Da ist bereits in 20m nichts mehr zu orten.
    Um also solche Starlink-Positionen aufzuklären muss ich mit mehreren EWF-Flugzeugen, oder speziellen Drohnen über das Gebiet fliegen. Und dann kriege auch nur eine ungefähre Richtung, sicherlich aber nichts, womit ich gezielte Luftschläge ausüben könnte.
    Und zu guter letzt scheint es sich jetzt mehrfach zu bestätigen, dass die russischen Einheiten zur Kommunikation zivile Funkgeräte benutzen. Die ach so oft beschworene russische High-Tech ist sehr wahrscheinlich schon vor Jahren von einem korrupten General auf dem Schwarzmarkt verhökert worden.

  2. Re: Die technische Unkenntnis...

    Autor: Muhaha 03.03.22 - 10:09

    TheDragon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die ach
    > so oft beschworene russische High-Tech ist sehr wahrscheinlich schon vor
    > Jahren von einem korrupten General auf dem Schwarzmarkt verhökert worden.

    Nein. Die steht safe and sound irgendwo in Russland, weil man das wenige, was an HighTech im russischen Militär existiert, nicht riskieren will. Denn Russland hat schlichtweg nicht mehr die Kohle, um hier groß auf Einkaufstour zu gehen. Von Summen, wie sie die Ampel zur Aufrüstung der Bundeswehr ausgeben will, kann man dort nur träumen.

    Aber was willste auch von einer von Rohstoffexporten abhängigen Volkswirtschaft erwarten, die ein Imperium finanzieren soll, aber inzwischen nur noch knapp das GDP von Spanien erreicht.

  3. Re: Die technische Unkenntnis...

    Autor: root666 03.03.22 - 11:05

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > TheDragon schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die ach
    > > so oft beschworene russische High-Tech ist sehr wahrscheinlich schon vor
    > > Jahren von einem korrupten General auf dem Schwarzmarkt verhökert
    > worden.
    >
    > Nein. Die steht safe and sound irgendwo in Russland, weil man das wenige,
    > was an HighTech im russischen Militär existiert, nicht riskieren will. Denn
    > Russland hat schlichtweg nicht mehr die Kohle, um hier groß auf
    > Einkaufstour zu gehen. Von Summen, wie sie die Ampel zur Aufrüstung der
    > Bundeswehr ausgeben will, kann man dort nur träumen.
    >
    > Aber was willste auch von einer von Rohstoffexporten abhängigen
    > Volkswirtschaft erwarten, die ein Imperium finanzieren soll, aber
    > inzwischen nur noch knapp das GDP von Spanien erreicht.

    Das macht mir eigentlich viel mehr sorgen. Massen an Atomwaffen sind schlimm, Massen an Atomwaffen die Mangels Geld verrotten aber noch schlimmer. Als Gegenbeispiel geben die USA Unsummen aus um ihre Atomwaffen flott zu halten, einerseits damit diese im Ernstfall funktionieren und andererseits damit sie nicht ungewollt funktionieren.

  4. Re: Die technische Unkenntnis...

    Autor: Muhaha 03.03.22 - 11:31

    root666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das macht mir eigentlich viel mehr sorgen. Massen an Atomwaffen sind
    > schlimm, Massen an Atomwaffen die Mangels Geld verrotten aber noch
    > schlimmer.

    Jupp. Um damit zu drohen, müssen die Dinger übrigens nicht funktionieren. Für die eine oder andere nachdrückliche Demonstration (zum Beispiel um die Ukraine endlich zur Kapitulation zu zwingen oder über der Nordsee mal den Westen zu erschrecken) genügen nur wenige Sprengköpfe.

    Damit werden wir leben müssen, solange Putin an der Macht ist. Und das auch nur gesetzt dem Falle, dass sich nicht ein noch schlimmerer Wirrkopf dort an die Macht putscht, wenn Putin gegangen wird. Atomwaffen in der Hand von Machtstrukturen, die keine friedliche und geregelte Machtfolge kennen, sind wirklich keine gute Idee.

    Aber aus der Zeit des Kalten Krieges weiß ich persönlich, dass man sich an den Gedanken eines nuklearen Armageddons schnell gewöhnen kann. Als Schüler waren wir alle fest davon überzeugt, dass wir die 30 nicht erleben. Gelebt haben wir trotzdem. Und dann die Bedrohung vergessen. Und Kinder in die Welt gesetzt. Weil das effin Leben weitergeht, gleichgültig welcher Idiot gerade um sich schlägt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.03.22 11:32 durch Muhaha.

  5. Re: Die technische Unkenntnis...

    Autor: MadCat_me 03.03.22 - 14:38

    root666 schrieb:
    > Das macht mir eigentlich viel mehr sorgen. Massen an Atomwaffen sind
    > schlimm, Massen an Atomwaffen die Mangels Geld verrotten aber noch
    > schlimmer. Als Gegenbeispiel geben die USA Unsummen aus um ihre Atomwaffen
    > flott zu halten, einerseits damit diese im Ernstfall funktionieren und
    > andererseits damit sie nicht ungewollt funktionieren.

    Das Zünden einer Nuklearwaffe ist ein sehr komplexer Prozess, der enorme Präzision bei Timing der Zündplatten erfordert, um das Uran oder Plutonium zu einer kritischen Masse zu komprimieren. Wenn das nicht richtig funktioniert, hat man nur einen Schwermetall-Zerstäuber.

    Einfach ungewollt, weil das Ding vor sich hin verrottet, passiert sowas schlicht weg nicht. Da reicht's schon, wenn auch nur eine Zündplatte nicht mehr funktioniert oder die Timings nicht mehr auf die Millisekunde genau passen. Das ist auch Grundlage der Sicherungs- bzw. Autorisierungssysteme, um die Waffen überhaupt zündfähig zu machen.

    Bei Thermonuklearwaffen ist die Sache noch komplexer, weil die Neutronen aus der Kernspaltung erstmal korrekt in den Fusionszündsatz geleitet werden müssen, um das nötige Tritium zu erzeugen.

  6. Re: Die technische Unkenntnis...

    Autor: luke93 03.03.22 - 18:55

    "Wenn das nicht richtig funktioniert, hat man nur einen Schwermetall-Zerstäuber."

    Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit dass das geschieht?

  7. Re: Die technische Unkenntnis...

    Autor: Muhaha 03.03.22 - 23:28

    luke93 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit dass das geschieht?

    Sehr hoch. Kernwaffen explodieren nicht wie Nitroglycerin. Da müssen viele Bauteile und Elektronik zusammenspielen, damit genau die richtigen Bedingungen für eine Kernspaltung oder Fusion hergestellt werden können. Es reicht, wenn bereits die initiale Zündung zur Anregung der Kernspaltung nicht richtig hinhaut. Dann gibt es zwar eine Explosion und in der Umgebung der Explosion wird radioaktives Material verstreut, aber es gibt eben keine Kernspaltung. Oder Fusion.

    Wie bereits erwähnt wurde, die USA geben nicht ohne Grund viel Geld aus, um ihr Abschreckungsarsenal funktional zu halten. Damit es weiterhin zur Abschreckung taugt.

    Die große Gefahr von schlecht gewarteten Kernwaffen besteht auch nicht in einer versehentlichen Explosion, sondern in einer schleichenden Verstrahlung der Umgebung (wegen Lecks) und eines möglichen Entwendens von spaltfähigem Material, da mangelnde Wartung oft auch mangelnde Sicherheit bedeutet.

  8. Re: Die technische Unkenntnis...

    Autor: Dwalinn 04.03.22 - 16:52

    Elon Musk hat auf Twitter gerade davor gewarnt das Starlink ein Ziel sein könnte... so viel dazu

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