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Missbrauch

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  1. Missbrauch

    Autor: kellemann 18.03.19 - 10:11

    Die Gegner dieser Technik kamen ja immer gerne mit dem Argument, dass man ihnen das Geld im Vorbeigehen aus der Tasche klaut.

    Gibt es dazu eigentlich Statistiken oder Berichte?
    Wenn man googlet findet man nur Artikel dazu wie man sich schützt und was die Risiken von kontaktlosen Bezahlen sind, aber keine wirklich Belege das es gemacht wird.

    Wäre mal interessant zu wissen, ob das tatsächlich passiert.
    Ich bin nämlich Fan vom kontaktlosen Zahlen, ich bezahle mittlerweile 90% meiner Einkäufe so, auch bei Beträgen im 1¤ Bereich. Habe aber auch die Kontrolle, da meine Handy mir jede Buchung in Sekundenschnelle meldet, also auch vorgemerkte Buchungen.

  2. Re: Missbrauch

    Autor: Schattenwerk 18.03.19 - 10:23

    Welche Kreditinstitut wenn ich fragen darf?

  3. Re: Missbrauch

    Autor: ZeldaFreak 18.03.19 - 10:36

    Heißt ja nicht wenn theoretisch ein Missbrauch möglich ist, dass dies auch aktuell aktiv ausgenutzt wird.
    Man kann sich relativ einfach ein Terminal für kleines Geld besorgen und dann schön das Geld klauen gehen. Problem ist nur dass dies auffällt, da man gewisse Daten angeben muss, bis man ein solches Gerät bekommt. Das Geld muss ja auch auf ein Konto landen und normalerweise bekommt man dies nur, wenn man persönlich bei der Bank war bzw. sich identifiziert hat. Gibt aber auch da schon Fälle wo man dies umgangen ist.
    Da ist es einfacher als Dieb einfach die alten Methoden zu benutzen. Heißt aber nicht dass dies nicht möglich ist, nur aktuell sehr selten, wenn überhaupt fälle bekannt sind.

  4. Re: Missbrauch

    Autor: SJ 18.03.19 - 10:41

    Ich habe ein Portemonnnaie welches schützt. Habe es ausprobiert mit dem NFC Reader des Handys. Karte im Portemonnaie - konnte Chip Daten nicht auslesen. Karte draussen, konnte auslesen. Karte im alten Portemonnaie: konnte ebenfalls ausgelesen werden.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  5. Re: Missbrauch

    Autor: lieblingsbesuch 18.03.19 - 10:47

    Man braucht eigentlich keinen Spezialgeldbeutel.

    kontaktloses bezahlen funktioniert schon nicht mehr, wenn man zwei NFC-karten übereinander gelegt hat, zb Perso und Geldkarte. Und das ist ja üblicherweise in geldbeuteln schon so.

  6. Re: Missbrauch

    Autor: Psy2063 18.03.19 - 10:49

    auf die schnelle nur diesen Artikel gefunden: https://www.futurezone.de/produkte/article214970355/Die-Angst-vor-NFC-Dieben-und-was-dahinter-steckt.html

    NFC-Diebstähle spielen quasi keine Rolle, es gibt (zuminest bei der dort erwähnten bank) keinen einzigen dokumentierten Fall.

    Aber selbst wenn: Kurzer Anruf beim Kreditinstitut und man bekommt den Betrag wieder erstattet. Bargeld dagegen ist unwiederbringlich weg wenn es einem gestohlen wird und dann vermutlich auch mehr als 25¤.

  7. Re: Missbrauch

    Autor: Ely 18.03.19 - 10:51

    Ich nutze Apple Pay und da ist Mißbrauch nahezu ausgeschlossen.

    Es funktioniert so: Doppelklick auf den An-Aus-Knopf des Handys - Apple Pay erscheint. Handy muß aktiv entsperrt werden (Code, TouchID oder FaceID), Handy ans Lesegerät halten. Erst dann wird der Vorgang durchgeführt. Das hört sich kompliziert an, geht aber extrem schnell. Ich gucke aufs iPhone, Doppelklick, Apple Pay ist da, Gerät entsperrt, ich halte es ans Lesegerät, fertig. Und eine Meldung über die Transaktion erscheint. Bei Beträge über 200 Euro oder Auslandseinsatz kommt eine zusätzliche SMS. So ist man sofort informiert, wenn ggf. Unfug mit den Kartendaten gemacht wird.

    Lange Schreibe, kurzer Sinn. Ohne aktives Entsperren des iPhones geht da nix. Ansonsten ist die Kreditkarte nur bei Nintendo, Apple und Amazon hinterlegt. Apple Pay übermittelt die Kreditkartendaten nicht, also können Schlawiner selbst dann nichts mit den Daten anfangen, wenn diese direkt beim Zahlen abgeschnorchelt werden. Apple Pay ist überhaupt sehr sparsam mit Daten. Es ist kein Tracking oder eine andere Art von Überwachung möglich (anonymes Token). Händler können diese Zahlung keiner Person zuordnen. Kaufe ich wieder dort per Apple Pay ein, bin ich quasi eine andere Person. Das ist auch ein Schutz gegen Mißbrauch.

    Ansonsten kaufe nur bei Händlern, die PayPal anbieten, was vom Konto abgebucht wird. So gehen so wenig Daten irgendwelcher Karten oder Konten von mir wie möglich durchs Netz.

    Auch hier gilt: Datensparsamkeit ist der beste Schutz gegen Mißbrauch. Um sich vor technischem Abgreifen der Daten zu schützen, sollte man nachfragen, was die Karte an Informationen übermittelt und ggf. auf eine andere Art des kontaktlosen Zahlens ausweichen. Wie das mit Android abläuft, weiß ich nicht. Apple Pay und Google Pay (heißt das so?) funktionieren an jedem Terminal, das kontaktloses Zahlen ermöglicht.

  8. Re: Missbrauch

    Autor: SJ 18.03.19 - 10:57

    lieblingsbesuch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man braucht eigentlich keinen Spezialgeldbeutel.
    >
    > kontaktloses bezahlen funktioniert schon nicht mehr, wenn man zwei
    > NFC-karten übereinander gelegt hat, zb Perso und Geldkarte.

    Spielts dann nciht eine Rolle was zuoberst ist? Ich habe, da ich angefangen habe, praktisch alles mit Kreditkarte und wireless zu bezahlen mein Portemonnaie massiv ausgemistet. Neu drinnen sind:

    1x AmEx
    1x MasterCard
    1x Führerausweis
    1x Krankenversicherungskarte
    1x Smartcard für Arbeitscomputer und Gebäudezugang

    Dazu habe ich auf dem Handy:

    1x Spar/Kundenkarten in der Stocard App, da sind hinterlegt (Coop, Cumulus, TCS, REGA und weitere)
    1x SBB-GA (also Bahncard 100 in DE) in der SBB App hinterlegt
    1x Kopie meiner Identitätskarte (Perso) Vorderseite und Rückseite

    Das habe ich so schon fast 1 Jahr am laufen und ist echt praktisch, wie klein das Portemonnaie nun ist.

    Bezüglich Führerausweis: Den muss ich bei mir tragen sonst gibts eine Busse wenn ich da ein Motorfahrzeug lenke und in eine Kontrolle komme. Das Mittragen eines Identitätsausweises ist in der Schweiz nicht notwendig. Die Polizei darf aber zur Identitätsbestimmung dich zum Posten mitnehmen.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  9. Re: Missbrauch

    Autor: Peter Brülls 18.03.19 - 12:27

    Schattenwerk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welche Kreditinstitut wenn ich fragen darf?

    Ich rate mal N26. Ist jedenfalls bei mir so. Die Bestätigung der App – und das ist eine Reaktion auf den Weg Terminal -> Server -> ServerPush -> Handy ist bei mir meistens da, bevor ich von der Kasse weg bin.

    Und Abbuchungen, Aufsuchen, terminierte Überweisungen: Kommt auch zur Echtzeit an. War übrigens mit einer der Gründe, warum ich von der Netbank weg bin. Schon vorher kamen deren SMS verzögert, oft am nächsten Tag. Und seit der Übernahme von der Augsburger mit völlig unbrauchbaren Inhalten, wie Buchungsnummern, die meistens überhaupt nichts aussagten.





    Nur bei schlechtem Empfang dauert’s mal ein bisschen länger, aber das liegt dann eben nicht an der Bank.

  10. Re: Missbrauch

    Autor: kellemann 18.03.19 - 13:35

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schattenwerk schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Welche Kreditinstitut wenn ich fragen darf?
    >
    > Ich rate mal N26. Ist jedenfalls bei mir so. Die Bestätigung der App
    > – und das ist eine Reaktion auf den Weg Terminal -> Server ->
    > ServerPush -> Handy ist bei mir meistens da, bevor ich von der Kasse weg
    > bin.

    ING ist es bei mir, aber da läuft es genauso, bevor ich an der Kasse weg bin vibriert das Handy in der Tasche mit dem Hinweis auf einen neuen Umsatz.
    Ich bin mittlerweile sehr froh über dieses Feature, so weiß ich stets Bescheid was auf dem Konto passiert.

  11. Re: Missbrauch

    Autor: Peter Brülls 18.03.19 - 13:45

    kellemann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > ING ist es bei mir, aber da läuft es genauso, bevor ich an der Kasse weg
    > bin vibriert das Handy in der Tasche mit dem Hinweis auf einen neuen
    > Umsatz.

    > Ich bin mittlerweile sehr froh über dieses Feature, so weiß ich stets
    > Bescheid was auf dem Konto passiert.

    Yep. Fand ich ganz nett, als vor Jahren mal die N26 ausprobiert hatte, aber da hatte die Netbank noch eine GiroCard, also blieb ich erst mal da. Aber dann mit der Übernahme durch die Augsburger, das Wegfallen der GiroCard und natürlich Apple Pay, habe ich es wieder abgestaubt und zum Hauptkonsumkonto gemacht.

  12. Re: Missbrauch

    Autor: treysis 18.03.19 - 18:15

    SJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > lieblingsbesuch schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Man braucht eigentlich keinen Spezialgeldbeutel.
    > >
    > > kontaktloses bezahlen funktioniert schon nicht mehr, wenn man zwei
    > > NFC-karten übereinander gelegt hat, zb Perso und Geldkarte.
    >
    > Spielts dann nciht eine Rolle was zuoberst ist? Ich habe, da ich angefangen
    > habe, praktisch alles mit Kreditkarte und wireless zu bezahlen mein
    > Portemonnaie massiv ausgemistet. Neu drinnen sind:
    >
    > 1x AmEx
    > 1x MasterCard
    > 1x Führerausweis
    > 1x Krankenversicherungskarte
    > 1x Smartcard für Arbeitscomputer und Gebäudezugang

    Weder CH-Führerausweis, noch Krankenversicherungskarte haben NFC. Smartcard deines Arbeitgebers weiß ich nicht. AmEx und MC kommt drauf an (ist das Symbol da?). PostFinance hat mittlerweile kontaktlos.

    Die Reihenfolge spielt keine Rolle. Card clash entsteht dadurch, dass alle Chips gleichzeitig anworten.

    > Bezüglich Führerausweis: Den muss ich bei mir tragen sonst gibts eine Busse
    > wenn ich da ein Motorfahrzeug lenke und in eine Kontrolle komme. Das
    > Mittragen eines Identitätsausweises ist in der Schweiz nicht notwendig. Die
    > Polizei darf aber zur Identitätsbestimmung dich zum Posten mitnehmen.

    Ist in Deutschland nicht anders. Sowohl was Führerschein/Führerausweis, als auch ID angeht. Nur ob sie dich auf die Wache mitnehmen dürfen, ist mir nicht ganz klar.

  13. Re: Missbrauch

    Autor: LinuxMcBook 18.03.19 - 19:32

    SJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe ein Portemonnnaie welches schützt. Habe es ausprobiert mit dem NFC
    > Reader des Handys. Karte im Portemonnaie - konnte Chip Daten nicht
    > auslesen. Karte draussen, konnte auslesen. Karte im alten Portemonnaie:
    > konnte ebenfalls ausgelesen werden.

    Jetzt mal ganz ehrlich:
    Vor welchem realistischen Angriffsszenario versuchst du dich damit zu schützen, welches es wert ist so einen Aufwand zu betreiben und vor allem jedem ständig davon im Internet zu erzählen?

  14. Re: Missbrauch

    Autor: SJ 19.03.19 - 08:39

    Wieso Aufwand?

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  15. Re: Missbrauch

    Autor: SJ 19.03.19 - 08:41

    Ich weiss, dass Führerausweis noch Krankenkarte NFC haben. War nur eine Liste, was ich noch im Portemonnaie mit mir herumtrage :)

    Ja, die AmEx und MC haben NFC/V-Pay etc. Das benutz ich auch fast täglich beim Bäcker auf dem Weg zur Arbeit.

    Bei der Smartcard des Arbeitgebers ist auch NFC drauf. Da ich die Gebäudetür öffnen kann indem ich die Smartcard an das Lesegerät halt.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  16. Re: Missbrauch

    Autor: Peter Brülls 19.03.19 - 10:40

    SJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso Aufwand?

    Das einzige was man realistisch machen kann, ist Kartendaten kopiere und dann über andere System Geld erschwindeln.

    Abbuchungen mit mobilen Reader bedingt einen Zahldienstleister. Der wird einem asap den Hahn zudrehen und überhaupt keine Lust haben, mit der Bankenaufsicht zu reden wenn das mehrmals vorkommt, weil er seine Kunden nicht screened.

  17. Re: Missbrauch

    Autor: Captain 19.03.19 - 12:13

    Statistiken dazu wirst du nicht freiwillig finden, zumindest keine von Banken und Co. Dann könnte es nämlich auffallen, das der 25 ¤ Freibrief durchaus Müll ist...

  18. Re: Missbrauch

    Autor: Captain 19.03.19 - 12:16

    Warum Bankenaufsicht, wenn der Dienstleister (Bank) z.B. auf den Caymans sitzt....

  19. Re: Missbrauch

    Autor: Captain 19.03.19 - 12:18

    treysis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist in Deutschland nicht anders. Sowohl was Führerschein/Führerausweis, als
    > auch ID angeht. Nur ob sie dich auf die Wache mitnehmen dürfen, ist mir
    > nicht ganz klar.

    Zur Identitätsfeststellung darfst die Herren in blau gerne begleiten, notfalls mit deren freundlicher Gehhilfe...

  20. Re: Missbrauch

    Autor: Captain 19.03.19 - 12:22

    Psy2063 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > NFC-Diebstähle spielen quasi keine Rolle, es gibt (zuminest bei der dort
    > erwähnten bank) keinen einzigen dokumentierten Fall.
    >

    Keine!! Bank wird zugeben, das es Diebstähle durch NFC gibt, wenn sie nicht durch irgendwas dazu gezwungen werden, wegen Geschäftsschädigung usw.

    > Aber selbst wenn: Kurzer Anruf beim Kreditinstitut und man bekommt den
    > Betrag wieder erstattet. Bargeld dagegen ist unwiederbringlich weg wenn es
    > einem gestohlen wird und dann vermutlich auch mehr als 25¤.

    Und diese Kosten deiner Unbedarftheit zum Thema Sicherheit dürfen alle Kunden dieser Bank mittragen. Ich plädiere eher dafür, das man dir das Geld nicht wiedergibt. NFC ohne PIN ist das Gleiche wie ein offenes Auto oder ein offenes Haus, Einladung zum Diebstahl.

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