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Sprachmanierismus Debitorenkarte?
Autor: frnkbrnhrd 04.04.19 - 10:16
Woher kommt eigentlich die schrullige Eigenheit, jene Karten, die die Finanzbrache einheitlich Debitkarten nennt, hier Debitorenkarten zu nennen? War mir schon beim Artikel über die Apple-Card aufgefallen.
Die Begriffe Debit und Credit sind im Englischen in der Buchführung die gebräuchlichen Begriffe für Kontobuchungen. Credit ist hier dann eine Gutschrift, Debit eine Abbuchungen. Und Debitkarte deswegen, weil jene Karten sofort eine Abbuchung auf dem Girokonto erzeugen.
Debitorenkarten finde ich in diesem Zusammenhang merkwürdig, das klingt nach eine speziellen Karte für Schuldner, die Waren auf Kredit bezogen haben. Das ist ja das, was man landläufig unter einem Debitor versteht.
Ich finde diese eigentümliche Begriffswahl nicht besonders verbraucherfreundlich. -
Re: Sprachmanierismus Debitorenkarte?
Autor: torrbox 04.04.19 - 10:41
Ist mir auch aufgefallen.
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Re: Sprachmanierismus Debitorenkarte?
Autor: ase (Golem.de) 04.04.19 - 11:19
frnkbrnhrd schrieb:
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> Woher kommt eigentlich die schrullige Eigenheit, jene Karten, die die
> Finanzbrache einheitlich Debitkarten nennt, hier Debitorenkarten zu nennen?
> War mir schon beim Artikel über die Apple-Card aufgefallen.
Einheitlich nicht. Debitoren-Karten wird doch häufiger verwendet und dann die Abkürzung Debitkarte.
Der Begriff Debit ist hierzulande nicht so geläufig und halt stark englisch geprägt, da man eher Girocard oder *hust* EC-Karte sagt. Wobei es in Deutschland auch Debit(oren)karten gibt, die nicht mit dem Girocard-System kompatibel sind.
Ich überlege da mal und tendiere im Moment in Zukunft doch Debitkarte zu nutzen. Der Duden erlaubt es, sehe ich gerade. Dafür kennt der Duden aber kein Debitkonto sondern nur das Debitorenkonto.
gruß
-Andy (Golem.de) -
Re: Sprachmanierismus Debitorenkarte?
Autor: stili 04.04.19 - 13:19
Finde auch debitorenkarte logisch.
Da weiß man,das es um ec(MasterCard ) oder Giro Card geht.



