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Mietwohnungen
Autor: eastcoast_pete 19.12.23 - 16:31
Nur als Anregung zur Diskussion: In einigen Bundesländern der USA muß der Mietpreis eine Warmmiete sein , dh der Besitzer hat (theoretisch ) ein finanzielles Interesse daran, effizienter zu heizen. Wobei ich weiß, daß die USA nicht gerade Energiesparweltmeister sind, und auch daher sage ich "theoretisch", denn das wird schnell kompliziert und braucht gesetzliche Regelung um sicherzustellen, daß der Vermieter auch Mindesttemperaturen einhält.
Bei der bei uns üblichen Kaltmiete ist das Problem ja, daß der Vermieter nur das absolut gesetzlich vorgeschriebene Minimum an Wärmedämmung usw macht und so billig wie möglich baut, da hohe Heizkosten für ihn Wumpe ist. Die zahlt ja der Mieter
1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.12.23 16:31 durch eastcoast_pete. -
Es lohnt sich nicht
Autor: elknipso 19.12.23 - 16:37
eastcoast_pete schrieb:
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> Bei der bei uns üblichen Kaltmiete ist das Problem ja, daß der Vermieter
> nur das absolut gesetzlich vorgeschriebene Minimum an Wärmedämmung usw
> macht und so billig wie möglich baut, da hohe Heizkosten für ihn Wumpe ist.
> Die zahlt ja der Mieter
Ich kann Dir als kleiner privater Vermieter sagen, dass es sich schon jetzt finanziell nicht lohnt zu vermieten. Das ist ein deutliches Minusgeschäft wenn man Steuern, Instanthaltungsrücklagen, nicht umlegbare Kosten usw. berücksichtigt. Und zwar ein dickes Minusgeschäft, bis das auch nur annährend kostendeckend sein wird werden noch viele Jahre und viele Mieterhöhungen vergehen müssen. -
Re: Mietwohnungen
Autor: bplhkp 19.12.23 - 18:12
eastcoast_pete schrieb:
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> denn das wird schnell kompliziert und braucht gesetzliche
> Regelung um sicherzustellen, daß der Vermieter auch Mindesttemperaturen
> einhält.
Dann muss sich aber niemand beschweren dass es kein Grad wärmer als die Mindesttemperatur wird und der Vermieter die Badewanne durch eine Dusche ersetzt.
Ach ja: braucht sich auch niemand beschweren wenn Familien in Ballungsräumen keine Wohnung mehr finden weil der Single mit vielen Dienstreisen ein noch attraktiverer Mieter wird.
> Bei der bei uns üblichen Kaltmiete ist das Problem ja, daß der Vermieter
> nur das absolut gesetzlich vorgeschriebene Minimum an Wärmedämmung usw
> macht und so billig wie möglich baut, da hohe Heizkosten für ihn Wumpe ist.
Da gäbe es eine ganz einfache Lösung: die Energieeffizienzklasse kommt in den Mietspiegel. Und schon haben die Vermieter ein Interesse die Energieeffizienz zu verbessern. -
Re: Mietwohnungen
Autor: eastcoast_pete 20.12.23 - 05:15
@bplhkp: Das ("Energieeffizienzklasse kommt in den Mietspiegel") wäre in der Tat eine gute Idee! Gerade im Vergleich zu den skandinavischen Ländern ist die Wärmedämmung viele unserer Mietwohnungsebäude aus den 70er und 80er Jahren ziemlich bescheiden. Und wenn das mit den richtig heißen Sommertagen hierzulande so weiter geht wie in den letzten Jahren, wird gute Wärmedämmung auch immer wichtiger um den Energieverbrauch zur Kühlung (Klimaanlagen) überschaubar zu halten. Gerade hierfür sind natürlich Wärmepumpen sehr gut geeignet, die können ja Wärme in beide Richtungen pumpen.
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Re: Mietwohnungen
Autor: captain_spaulding 20.12.23 - 22:58
Der Stromverbrauch von Klimaanlagen ist komplett vernachlässigbar, weil wenn man die braucht, ist das Netz sowieso voll mit Solarstrom.
Um ein EFH zu kühlen braucht man nur ein Balkonkraftwerk. Ganz andere Größenordnung als Heizstrom.



