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Freud'scher Vertipper?

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  1. Freud'scher Vertipper?

    Autor: Durchblick 21.01.20 - 17:24

    Unser Haushalt verbraucht pro Jahr ca. 3500kWh (3,5MWh) elektrische Energie, was laut Energielieferant ziemlich durchschnittlich ist.

    Sollte die Anlage tatsächlich 250MWh Kapazität haben würde diese für lediglich

    70 (siebzig)

    Haushalte Jahresbedarf reichen (wenn man denn unbedingt mit dieser "Einheit" rechnen möchte):

    250MWh / 3,5MWh = 71,4

    Hier liegt ein Rechenfehler um den Faktor Tausend vor!

    Weiters wäre der Wirkungsgrad der Anlage interessant , ich vermute er wird (sehr) schlecht sein.

    Die Technik mittels Druckluft Energie zu speichern ist übrigens so alt wie Methusalems Bart, 1833 wurden bereits Lokomotive im Bergbau damit betrieben.

    Die Angaben zu Goldisthal sind zudem lückenhaft:

    Die maximale Leistung ist 1,06 GW (1060 MW )
    Die Kapazität beträgt 8,5 GWh (8500 MWh)
    Der Wirkungsgrad beträgt typischerweise 75 - 80%

  2. Re: Freud'scher Vertipper?

    Autor: mainframe 21.01.20 - 17:29

    Die Frage ist immer wie die Umstände sind.

    Wenn Du davon ausgehst, dass Du mit dem Speicher nur die sonnen- und windlosen Stunden überbrücken musst, kommst du schätzungsweise für gut 1000 Haushalte hin.

    Die Technik ist etwas komplizierter, als ein reiner Druckluftspeicher... Ich denke Du kannst mit der Anlage auf sehr viel kleinerem Raum mehr Energie speichern. Das geht aber aus dem Artikel nicht so hervor.

  3. Re: Freud'scher Vertipper?

    Autor: Elwynn123 21.01.20 - 17:42

    Einfach mal die Strommenge durch 4000 kWh je Haushalt teilen, sich die Zahl anschauen, mit der vergleichen, die Golem geschrieben hat und dann überlegen, das welchem Land die Meldung kommt und wie dort Dezimalzahlen getrennt werden... Qualitätsjournalismus wieder. Tippen ohne mal bisschen nachzudenken, ob es Sinn ergibt...

  4. Re: Freud'scher Vertipper?

    Autor: Durchblick 21.01.20 - 17:59

    Richtig, die "Einheit" Jahresbedarf ist völlig idiotisch, so lange will und braucht man nicht zu speichern.
    Der Autor wollte wohl mit dieser imposanten (falschen) Zahl diejenigen beeindrucken, die nicht des Dreisatzes mächtig sind und glauben machen, das Speicherproblem sei mit solchem "Startup" Firlefanz lösbar.
    Die einzigen Profiteure sind die Gründer des Startups, die sich nun ein paar schöne Jahre gönnen und danach auf den nächsten Hype aufspringen.

  5. Re: Freud'scher Vertipper?

    Autor: goto10 21.01.20 - 18:09

    > Weiters wäre der Wirkungsgrad der Anlage interessant , ich vermute er wird
    > (sehr) schlecht sein.

    Die Alternative sind Stromausfällen. Somit ist der Wirkungsgrad nicht so sehr relevant, aber klar: je Höher, desto besser.

    > Die Angaben zu Goldisthal sind zudem lückenhaft:
    > Die maximale Leistung ist 1,06 GW (1060 MW )
    > Die Kapazität beträgt 8,5 GWh (8500 MWh)
    > Der Wirkungsgrad beträgt typischerweise 75 - 80%

    Interessant wäre auch noch der Platzbedarf.

  6. Re: Freud'scher Vertipper?

    Autor: goto10 21.01.20 - 18:12

    > Wenn Du davon ausgehst, dass Du mit dem Speicher nur die sonnen- und
    > windlosen Stunden überbrücken musst, kommst du schätzungsweise für gut 1000
    > Haushalte hin.

    Ich zweifel deine Schätzung natürlich nicht an. Aber ich kann deine Angaben auch nicht ohne die Berechnungsgrundlage zu kennen einschätzen. Wie sieht diese aus?

  7. Re: Freud'scher Vertipper?

    Autor: sn0 21.01.20 - 21:26

    Golem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die erste kommerzielle Anlage in Nordengland kann 250 Megawattstunden (MWh) speichern.
    > Das reicht rechnerisch für den Jahresbedarf von 62.500 Haushalten.

    Ok, man hat als Durchschnittsverbrauch eines Haushaltes 4000kWh angenommen. Was einigermaßen realistisch ist. Warum man dann aber beim Ergebnis einige Nullen anhängt verstehe ich auch nicht.

    250 MWh = 250.000 kWh.
    250.000 kWh / 4.000 kWh = 62,5 Haushalte.

    Sollte es eines Tages wirklich so einfach sein den jährlichen (!) Bedarf einer Mittelstadt (250 GWh) in einer einzigen Anlage speichern können, wäre das glaube ich eine Meldung in allen weltweiten Medien wert, aber dieses Ding hier würde rechnerisch so gerade mal für ein Dorf reichen.

    Nun ist die Anlage ja aber gar nicht dafür gedacht über Wochen oder gar Monate hinweg große Mengen Energie für Städte zu speichern, sondern nur soviel Energie um eine Flaute im Netz zu überbrücken. Und da können die 250MWh durchaus einen kleinen Beitrag leisten. Zum Vergleich: Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland speichern zwischen 400 und 8000 MWh - bei einem Flächenverbrauch den sich bitte jeder selbst ins Verhältnis setzten möchte.
    Teslas "Hornsdale Power Reserve" Lithium-Ionen-Akku in Australien speichert 185 MWh.

    Quellen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Pumpspeicherkraftwerken#Deutschland
    https://en.wikipedia.org/wiki/Hornsdale_Power_Reserve

    Durchblick schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Technik mittels *Druck*luft Energie zu speichern ist übrigens so alt wie
    > Methusalems Bart, 1833 wurden bereits Lokomotive im Bergbau damit
    > betrieben.
    Die Anlage über die im Artikel Berichtet wird speichert Energie lediglich in kalter Luft. Wenn ich das richtig verstanden habe ohne Druck, da sich Luft beim ändern des Aggregatzustandes selbst komprimiert.

  8. Re: Freud'scher Vertipper?

    Autor: wp (Golem.de) 22.01.20 - 13:04

    Stimmt - es sind 70 Haushalte. Danke für den Hinweis! Der Text ist korrigiert.

    wp (Golem.de)

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