-
Man muss halt erst ganz unten ankommen...
Autor: stoney0815 11.02.23 - 07:49
... damit es wieder aufwärts geht. Das heisst dass Europa erst den Zugang zum Weltraum komplett verlieren muss bis auch bei den inkompetenten Entscheidern in der Politik die Wahrheit trotz vollmundiger Versprechungen und Geldkoffern der Industrie angekommen ist.
Vielleicht erreichen wir ja 2023 endlich diesen Punkt. Vielleicht auch erst dann, wenn jmd die Frage stellt, warum man für einen Ariane 6 Start - der hoffentlich nicht glückt - 3 mal soviel bezahlen muss wie für eine Falcon 9. -
Re: Man muss halt erst ganz unten ankommen...
Autor: bofhl 11.02.23 - 14:49
stoney0815 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> ... damit es wieder aufwärts geht. Das heisst dass Europa erst den Zugang
> zum Weltraum komplett verlieren muss bis auch bei den inkompetenten
> Entscheidern in der Politik die Wahrheit trotz vollmundiger Versprechungen
> und Geldkoffern der Industrie angekommen ist.
>
> Vielleicht erreichen wir ja 2023 endlich diesen Punkt. Vielleicht auch erst
> dann, wenn jmd die Frage stellt, warum man für einen Ariane 6 Start - der
> hoffentlich nicht glückt - 3 mal soviel bezahlen muss wie für eine Falcon
> 9.
Keine Chance - Europa ist zu sehr mit Klimakrise, sowie Russland gegen Ukraine und der Möglichkeit, noch mehr Geld und Ressourcen in diese hinein zustecken beschäftigt!
Dazu kommen dann selbstverliebte Politiker*Innen... -
Re: Man muss halt erst ganz unten ankommen...
Autor: bernstein 12.02.23 - 00:04
stoney0815 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
Ja es wäre schön wenn die ersten 10-20 Ariane 6 & Vega starts nicht funktionieren würden. Damit würde Arianespace wohl endlich liquidiert und der Weg für eine konkurrenzfähige Lösung wäre frei. -
Re: Man muss halt erst ganz unten ankommen...
Autor: Mandrake 13.02.23 - 14:14
bernstein schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> stoney0815 schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> Ja es wäre schön wenn die ersten 10-20 Ariane 6 & Vega starts nicht
> funktionieren würden. Damit würde Arianespace wohl endlich liquidiert und
> der Weg für eine konkurrenzfähige Lösung wäre frei.
Der grund weshalb Arianespace existiert war der Ego, Machtspiel von der USA. Die Arianespace war für Satelitenstart über 20 Jahre Marktführer. Das problem lag im Managment welches in den 2000er kein neues Ariane Projekt Startete um die Führerschaft zu sichern. -
Re: Man muss halt erst ganz unten ankommen...
Autor: masel99 24.02.23 - 07:52
Mandrake schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> bernstein schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > stoney0815 schrieb:
> >
> ---------------------------------------------------------------------------
>
> > -----
> > Ja es wäre schön wenn die ersten 10-20 Ariane 6 & Vega starts nicht
> > funktionieren würden. Damit würde Arianespace wohl endlich liquidiert
> und
> > der Weg für eine konkurrenzfähige Lösung wäre frei.
>
> Der grund weshalb Arianespace existiert war der Ego, Machtspiel von der
> USA. Die Arianespace war für Satelitenstart über 20 Jahre Marktführer. Das
> problem lag im Managment welches in den 2000er kein neues Ariane Projekt
> Startete um die Führerschaft zu sichern.
Das Geld für Projekte muss aber auch irgendwo herkommen. Da wird um jeden Euro für die Entwicklung neuer Raketen gefeilscht bzw. überhaupt Entwicklungsrichtung und natürlich will jedes Geberland die Jobs im eigenen Land (Stichwort Geographic Return). Die Teile kommen deshalb von sonstwo und das macht es entsprechend teuer und ineffizient. Das Problem hat SpaceX im Gegensatz zu Arianespace oder anderen weitgehend nicht, das ist schon ein riesen Vorteil.
Irgendwelche Newcommer haben schlicht kaum Geld was sie in die Entwicklung stecken könnten (Blue Origin wahrscheinlich mal ausgenommen). Wer soll denn da auch investieren bzw. Starts buchen wenn SpaceX sinngemäß ankündigt mit Starship könnt ihr alle einpacken? Da gibts vielleicht noch einen Markt für kleine Starts bzw. Geld für kleine Raketen.
Wenn ich mir zudem die vergebenen Starts durch US-Behörden anschaue, welche sind denn mit ausländischen Raketen geflogen, selbst als die Ariane noch Konkurrenzfähig war? Das James-Webb-Weltraumteleskop von NASA+ESA+CSA vielleicht aber sonst? Die US-Exportvorschriften (ITAR) lassen auch mal schön grüßen.
In Europa wird an SpaceX, Rokosmos (genauer Starsem einem Joint-Venture von Ariane+Roskosmos zur westlichen Vermarkung von Sojus-Raketen) oder sonstwen vergeben weils ja billiger ist und alle sparen müssen. Dann fehlt das Geld eben für neue Raketen oder anders da enorme Entwicklungskosten auf die Starts umgelegt werden müssen. Da braucht man sich nur mal die Geschichte der europäischen bemannten Raumfahrt anschauen. Als die USA diese duch die Einstellung der Shuttleflüge verloren haben, haben sie zwei Unternehmen (SpaceX und Boeing) damit beauftragt eine Raumkapsel zu entwickeln (vom X-37 Projekt mal abgesehen). Europa hat auf Sojus gesetzt und hat nun hald nichts eigenes und muss teuer woanders einkaufen.
SpaceX schafft sich natürlich auch selbst Nachfrage nach Raketenstarts mit Starlink.
3 mal bearbeitet, zuletzt am 24.02.23 08:03 durch masel99.



