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  5. › EUV-Halbleiterfertigung: Wie Chips…

Mickrige Leistungssteigerungen

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  1. Mickrige Leistungssteigerungen

    Autor: Netzweltler 20.08.19 - 18:04

    jedenfalls im Vergleich zu den 90er und 00er Jahren.
    Damals war ein Rechner praktisch schon veraltet, wenn man ihn neu gekauft aus dem Laden trug.

    Und nun: Hier mal 10%, später nochmal 10%, und dann vielleicht weitere 20%. Im Moment reicht es, sich etwa alle 4-5 Jahre ein neues Mainboard, CPU und Speicher zu kaufen. SSD und Graka können dazwischen nach Bedarf erneuert werden.
    Die Systemleistung wird eher durch andere Faktoren gesteigert (z.B. SSD statt Festplatte), nicht durch die Schrumpfung der Bauelemente auf den Chips.

    Und mickrige Leistungssteigerungen im Vergleich zum Aufwand, den man dafür auf den Chips treiben muß.

  2. Re: Mickrige Leistungssteigerungen

    Autor: nervousbaseball 20.08.19 - 19:04

    Jo meine 2013 CPU ist vielleicht 30% weniger effizient als heutige. Jeder weitere Leistungszuwachs kommt nur von mehr Kernen (die man kaum gescheit nutzen kann).

  3. Re: Mickrige Leistungssteigerungen

    Autor: Sharra 21.08.19 - 01:48

    Mickrig ist das nur rein subjektiv. Es ist schon eine enorme Leistung nötig, um aus den Dingern überhaupt noch etwas rauszuholen. Bei ~5Ghz ist derzeit faktisch das Ende erreicht. Man kann nicht mehr, wie früher, mehr Leistung einfach dadurch erreichen, dass man das Zeug doppelt so schnell taktet.

    Bei den Strukturbreiten ist derzeit auch nicht mehr allzu schnell etwas zu machen. Zum Einen müssen die Maschinen sich natürlich über einen längeren Zeitraum amortisieren, weil sie immer komplexer und teurer werden. Zum Anderen sind wir auch da an einem Punkt angelangt, an dem es kaum mehr wirtschaftlich in Masse kleiner zu machen ist.

    Unter diesen Voraussetzungen überhaupt, bei jeder Generation, 10% mehr Leistung zu bekommen, ist schon ein Erfolg für sich.

    Nehmen wir mal einen Becher mit Wasser. Man bohrt ein Loch rein. Dann ein 2. und die Abflusskapazität ist glatt verdoppelt. Das kann man noch einige Male machen. Bis man an einem Punkt angelangt ist, an dem man den Boden einfach weg lässt. Dann ist es aber kein Becher mehr, sondern ein Rohr, und damit etwas völlig anderes.
    Und diesem Punkt kommen wir in der Chipfertigung immer näher. Nämlich dass wir etwas völlig anderes brauchen. Die Chiplet-Technik ist dabei nur eine Verzögerung des Ganzen. Denn auch da ist nicht endlos Luft nach oben.

  4. Re: Mickrige Leistungssteigerungen

    Autor: mgutt 21.08.19 - 08:46

    Mich stört, dass es nicht effizienter wird. Die aktuelle Nvidia Generation frisst mehr als die davor, M.2 SSDs gehen kaum schlafen, bei den Mainboards und deren Chipsätzen bleibt man bei alten Chips weil billiger, 5G zieht mehr Strom, 10 GBit LAN frisst mehr Strom, WPA3, usw Da fühlt man sich schon etwas in die Vergangenheit zurückversetzt als es nur mit mehr Takt ging, statt durch schrumpfen der Transistoren.

  5. Re: Mickrige Leistungssteigerungen

    Autor: ms (Golem.de) 21.08.19 - 09:09

    Turing ist effizienter als Pascal ...

    Mit freundlichen Grüßen
    Marc Sauter
    Golem.de

  6. Re: Mickrige Leistungssteigerungen

    Autor: mgutt 21.08.19 - 09:29

    ms (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Turing ist effizienter als Pascal ...

    Oben rum mag sein, aber das Drumherum wurde so aufgebläht, dass beim Standby, beim Schauen von Blu-Ray (Rips) oder beim simplen Multi-Monitor Betrieb nichts davon ankommt:
    https://www.techpowerup.com/review/nvidia-geforce-rtx-2060-founders-edition/31.html



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.08.19 09:30 durch mgutt.

  7. Re: Mickrige Leistungssteigerungen

    Autor: mambokurt 21.08.19 - 10:18

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mickrig ist das nur rein subjektiv. Es ist schon eine enorme Leistung
    > nötig, um aus den Dingern überhaupt noch etwas rauszuholen. Bei ~5Ghz ist
    > derzeit faktisch das Ende erreicht. Man kann nicht mehr, wie früher, mehr
    > Leistung einfach dadurch erreichen, dass man das Zeug doppelt so schnell
    > taktet.
    >
    > Bei den Strukturbreiten ist derzeit auch nicht mehr allzu schnell etwas zu
    > machen. Zum Einen müssen die Maschinen sich natürlich über einen längeren
    > Zeitraum amortisieren, weil sie immer komplexer und teurer werden. Zum
    > Anderen sind wir auch da an einem Punkt angelangt, an dem es kaum mehr
    > wirtschaftlich in Masse kleiner zu machen ist.
    >
    > Unter diesen Voraussetzungen überhaupt, bei jeder Generation, 10% mehr
    > Leistung zu bekommen, ist schon ein Erfolg für sich.
    >
    > Nehmen wir mal einen Becher mit Wasser. Man bohrt ein Loch rein. Dann ein
    > 2. und die Abflusskapazität ist glatt verdoppelt. Das kann man noch einige
    > Male machen. Bis man an einem Punkt angelangt ist, an dem man den Boden
    > einfach weg lässt. Dann ist es aber kein Becher mehr, sondern ein Rohr, und
    > damit etwas völlig anderes.
    > Und diesem Punkt kommen wir in der Chipfertigung immer näher. Nämlich dass
    > wir etwas völlig anderes brauchen. Die Chiplet-Technik ist dabei nur eine
    > Verzögerung des Ganzen. Denn auch da ist nicht endlos Luft nach oben.

    Scheiß Beispiel, ein Becher mit Loch ist nur ein Rohr mit verengtem Ende und ein Becher ohne Loch nur ein Rohr mit Endstück drauf ;). Und wenn der Boden weg ist machst du halt einen doppelt so breiten Becher mit Loch so groß wie der Boden vom alten Becher und bohrst weiter auf, Loch ist dann Stepping, Becherbreite die Architektur und das Verfahren.

    "Mickrige Steigerung" kann man auch nicht wirklich sagen, in den 80ern/90ern war jetzt auch nicht alle zwei Jahre doppelte Leistung. Was stimmt ist dass Amd geschwächelt hat mit Bulldozer und Intel keine Konkurrenz hatte, von daher haben die kleine Brötchen gebacken (und Amd so: hier ist Ryzen! Und Intel so: oh, die i5 haben jetzt 6 Kerne!).

    Was aber auch nicht so richtig stimmt ist "Jo meine 2013 CPU ist vielleicht 30% weniger effizient als heutige. Jeder weitere Leistungszuwachs kommt nur von mehr Kernen (die man kaum gescheit nutzen kann)", Intel hat mit jeder neuen Cpu immer ein Schippchen draufgelegt, einen i5 2500k als Basis genommen ist ein i5 7600k inzwischen bei 150% Leistung(in Spielen) Von Generation auf Generationen hat sich ein Wechsel natürlich nicht so wirklich gelohnt, aber mit jedem Tic und Toc immer 7% drauf läppert sich über die Jahre dann doch zusammen. Groß merken tut man das freilich nicht, 95% der Games sind im Gpu Limit und großartig Cpu Leistung braucht der Otto Normal nicht.

  8. Re: Mickrige Leistungssteigerungen

    Autor: mambokurt 21.08.19 - 10:44

    mgutt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ms (Golem.de) schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Turing ist effizienter als Pascal ...
    >
    > Oben rum mag sein, aber das Drumherum wurde so aufgebläht, dass beim
    > Standby, beim Schauen von Blu-Ray (Rips) oder beim simplen Multi-Monitor
    > Betrieb nichts davon ankommt:
    > www.techpowerup.com

    Ohne reinzugucken: "das Ding braucht 15 Watt im Multimonitor, das geht ja gar nicht!".

    Jammern wir hier nicht auf hohem Niveau? Versteck den Föhn deiner Freundin und kauf einen neuen Kühlschrank und Staubsauger, mit dem Strom kannst du auf 12 Rechnern im Multimonitor Bluray gucken ;) Ist ja jetzt auch nicht so als ob die Kiste 24/7 läuft und Bild zeigt....

  9. Re: Mickrige Leistungssteigerungen

    Autor: ms (Golem.de) 21.08.19 - 11:26

    Bitte aktuelle Werte anschauen, gab diverse Treiber Updates.

    Mit freundlichen Grüßen
    Marc Sauter
    Golem.de

  10. Re: Mickrige Leistungssteigerungen

    Autor: quineloe 21.08.19 - 12:43

    mambokurt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und kauf einen neuen Kühlschrank und Staubsauger,

    Das ist aktuell überhaupt keine Möglichkeit zu sparen. Die Unterschied sind zu gering, um einen Anschaffungspreis wieder reinzuholen, bevor das neue Gerät selber den Geist aufgibt.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  11. Re: Mickrige Leistungssteigerungen

    Autor: Sharra 21.08.19 - 14:31

    Vergleiche mal eine Nvidia 450GTS mit einer 1660 GTX. Fast gleiche Stromaufnahme, X Generationen dazwischen. Und du wirst mir ja wohl nicht erzählen wollen, dass eine 1660 nicht bei weitem mehr Rechenleistung bei gleicher Stromaufnahme hätte.

    Die Leute schreien nach mehr Rechenleistung. Das ist es, worüber sich Hardware verkauft. Wenn diese weniger Strom verbraucht, ist das zwar schön, aber nicht das Kaufkriterium der Masse.

  12. Re: Mickrige Leistungssteigerungen

    Autor: mambokurt 21.08.19 - 16:20

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mambokurt schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > und kauf einen neuen Kühlschrank und Staubsauger,
    >
    > Das ist aktuell überhaupt keine Möglichkeit zu sparen. Die Unterschied sind
    > zu gering, um einen Anschaffungspreis wieder reinzuholen, bevor das neue
    > Gerät selber den Geist aufgibt.

    Also ich kenne genug Leute die noch einen Drölftausend Watt Staubi haben, also noch von vor der EU Richtlinie die die Wattzahl beschränkte. Kühlschränke halten auch ewig und wenn du vor 10 Jahren einen billigen geholt hast ist da sicher was drin.

    Mein Fernseher verbrät zB auch lockere 250 Watt, ich guck jetzt mal nicht was ein aktueller 50" braucht X)

  13. Re: Mickrige Leistungssteigerungen

    Autor: Sharra 21.08.19 - 16:32

    Aber das Grundproblem bleibt. Das neue Gerät frisst weniger Strom, aber die Anschaffungskosten müssen da gegengerechnet werden. Wenn man im Jahr 3¤ Strom spart, aber das Gerät 300 kostet, ist das nicht wirtschaftlich. Das Ding wird keine 100 Jahre halten. Gerade bei Geräten wie Staubsauger und Co. die man definitiv nicht 24h am Tag nutzt, lohnt das hinten und vorne nicht.
    Bei einem Kühlschrank kann man durchaus mehr Strom einsparen, aber dennoch ist das nicht so viel, als dass man von der Ersparnis ein wirklich gutes Gerät finanzieren könnte.

  14. Re: Mickrige Leistungssteigerungen

    Autor: cpt.dirk 24.08.19 - 18:00

    Die Frage sollte doch sein: wieviel ist genug?

    Ich habe immer noch meinen Bulldozer und der war in Sachen Preiswertigkeit optimal; überbordende Leistung bei Singlethread für Hardcoregaming war nicht mein Hauptkriterium.

    AMD bot für mich damals genügend "Bang for the buck" und läuft immer noch rund.
    Eine neue GraKa, auch AMD (optimal für Linux) gab es, weil die alte den Geist aufgab - presto.

    Wenn ich mir heute einen neuen Rechner kaufen würde, dann eher einen Mini-PC mit wesentlich besserer Effizienz, von mir aus bei weniger Leistung, zum surfen.

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