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Recon Jet im Vergleich zur neuen Everysight Raptor Brille

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  1. Recon Jet im Vergleich zur neuen Everysight Raptor Brille

    Autor: Marcuse 17.06.18 - 13:19

    Nachdem in vielen Foren nun einiges über die Recon Jet Brille und die Everysight Raptor
    Brille geschrieben worden ist,oft von Leuten die die Brillen weder besitzen noch jemals
    benutzt haben möchte ich nun beide Brillen etwas beschreiben,
    da ich beide besitze und auch in der letzten Zeit sehr oft beide Modelle benutzt habe..

    Vorweg benutze ich beide Brillen nur zum Moutainbiken, ohne zusätzliche Sensoren (Puls Tretsensor usw.).
    Beide Brillen dienen mir nur zur Navigation während der Fahrt, da ich gerne zuhause am PC
    die Route plane mit GPSis (gibt es kostenlos im Netz) in unbekannten Gegenden und dann mit dem Rad abfahre.
    Die Daten lassen sich dann recht einfach importieren und auf den Brillen darstellen.


    Zuerst mal die Recon Jet Brille, die schon seit einigen Jahren auf dem Markt ist und soviel ich
    weiß nicht mehr gebaut wird, da Recon von Intel aufgekauft wurde. Die Apps und die Internetseite von Recon gibt es noch.

    Bilder zur Recon Jet gibts im Netz

    Für die Recon gibt es ein paar Apps , die Anzahl ist recht überschaubar, ich selber habe nur zwei runter geladen, die App NAVIKI und eine APP zu MP3 abspielen via dem eingebauten Lautsprecher. Das Display der Recon befindet sich hinter der Brille, somit muss man beim durchschauen auf das Display durch die Sonnenbrille schauen, (gibt auch klarsichtbrille zum austauschen) Da durch die Sonnenbrille sehr viel an Helligkeit und Schärfe verloren geht habe ich mich entschlossen in diesem Bereich ein "Fenster" ins Brillenglas zu Bohren, fräsen (1mm Fräser und Bohrer, sonst springt das Kunststoffglas..) Seither ist alles Top.
    Die Bedienung der Brille ist ganz ok. am Anfang wird man zwar fast verrückt, dann aber gehts..
    Nun zu den weniger erfreulichen Dingen der Recon Jet.
    Um damit Navigieren zu können muss zuerst das APP NAVIKI auf die Brille, geht recht
    einfach via Recon Seite. Wenn dann das APP NAVIKI gestartet wird, will es sich zuerst
    via WIFI mit dem Smartphone verbinden, bei mir ein IPhone 5S.
    Nun beginnt das Theater...
    Dazu muss das Smartphone ein Hotspot zur Verfügung stellen, damit sich die Brille einlocken kann. Somit Hotspot an, App starten, und Wifi der Brille einschalten (vergisst sie nach Akkuwechsel immer) connecten, nun noch das Passwort mit der Brille eintippen. ist ein ziemlicher krampf mit dem Eintippen der Buchstaben via touch Pad der Brille...

    Falls alles passt kommt im Brillen Display Connentet...
    und das wars dann auch schon, dann geht es nicht weiter..
    Dann also wieder die App in der Brille schließen, etwas warten sonst stürzt alles ab und erneut starten. Nun müsste sich das Programm NAVIKI mit dem Smartphone automatisch verbinden, falls sich nicht bis dahin der Hotspot automatisch abgeschaltet hat...
    (Zum Glück merkt sich die Brille das Passwort)
    Also nochmal Hotspot aus, und wieder an, NAVIKI in Brille starten, und evtl. geht alles glatt...
    Ist aber erst die halbe Miete...
    Nun gehts weiter, als erstes möchte die App die bereits schon gespeicherten Routen
    darstellen, und lädt sie schon mal pauschal ohne zu fragen, dauert manchmal etwas...
    Dann kann man via touchpad der Brille die geplanten Routen aussuchen und einladen.
    geht recht Flott, nun wird man noch gefragt ob der Follow Mode oder Free Mode gewünscht ist.
    Im Follow Mode fährt ,an die Strecke ab, nun kann man noch via Touch Pad an der Brille zoomen, und los gehts, falls sich mittlerweile ein GPS Signal eingefunden hat, nach jedem Neustart oder Akkuwechsel kann es bis zu 5 min dauern
    bis das GPS Signal vorhanden ist und es losgehen kann, habe dabei schon viel Zeit an der Straßenseite verbracht und gewartet...

    Nun geht es los....... Aber leider nur für ca. 40-50 min dann wars das und der Akku ist leer...
    Die APP Naviki und der GPS Mode, benötigen sehr viel Strom, auch wenn das Display
    ausgeschaltet wird ändert sich kaum was.... Wer nur mit der anderen APP MP3 über den mini
    Lautsprecher hört kann mit längerer Laufzeit rechnen 2-3 Stunden.

    Nun wäre es ja kein Problem einfach den Akku zu tauschen, da er nur eingeklippt wird,
    geht nur 5 Sekunden, ABER nach dem Akkuwechsel hat die Brille alles vergessen
    (Passwort speichert sie für WIFI) und das Theater beginnt von vorne
    (dauert oftmals 5-10 min) bis alle wieder passt...
    Manchmal wenn sich das Handy neu ins GSM Netzt einlockt, kann es passieren das
    die Brille aus dem Wifi Netzt geworfen wird..

    Das ganze ist großer Mist, einzige Lösung die ich gefunden habe ist mir ein TShirt mit Brusttasche zu kaufen und dort einen kleinen Akku (Powerbank) rein gesteckt und mit dem Ladebuchse der Brille verbunden, nun sind Laufzeiten von vielen Stunden möglich ohne Theater.
    Das Display rechts unten in der Brille ist ganz ok, und stört nach eine Gewöhungsphase nicht mehr, die Brille kann auch MP4 Filme abspielen, durch die Extra APP MP3 Musik via Mini Lautsprecher abspielen, allerdings recht leise, bei Gegenwind ist nichts mehr zu hören.. Die Fotos und Filme der eingebauten Kamera sind nicht mehr zeitgemäß die Auflösung ist einfach zu schlecht, aber zumindest kann man gleich sehen was man Fotografiert hat...


    Nicht so bei den neuen Everysight Raptor, sie hat die viel bessere Kamera und ist
    technisch viel weiter...
    Leider kann man auf der neuen Everysight Raptor sich weder die eigenen Filme noch die eigenen Fotos ansehen, erst zuhause auf dem PC. Wenn die Fotos nix geworden sind hat man Pech gehabt. Die Everysight Raptor Projekziert alles auf die Innenseite der Sonnebrille,
    hierzu hat Everysight am rechten Brillenglas (Bild ist nur rechts) innen etwas Silber aufgedampft,
    und projekziert hier die Bilder via Optik, das Bild ist sehr scharf, kann aber nur eine Hand voll Farben, und keine Grau oder Farbtöne, somit sieht es aus als wäre es mit eine Laserpointer aufgetragen, vermutlich auch der Grund das Fotos oder Filme nicht dargestellt werden können.
    Auch bei dieser Brille plane ich meine Routen via GPSIS am PC lade sie in die über die Homepage
    von Everysight auf die Brille und fahre die Route dann mit dem Fahrrad ab.
    Auf der Homepage von Everysight kann man alle Landkarten Weltweit runterladen und auf die Brille übertragen (Deutschland z.b. 2 Gb). Grosser Vorteil der Raptor ist, sie benötigt nicht unbedingt ein Smartphone während des Betriebs, via APP wird die Route auf die Brille kopiert und fertig.
    Apps für die Raptor gibt es noch fast keine, aber Routenplanung und Landkarten gehen problemlos, ganz ohne Theater nicht zu vergleich mit der Recon Jet.
    Auch das GPS Signal ist sehr schnell vorhanden und ist im vergleich zur Recon Jet wesentlich empfindlicher und schneller im Sampling bei der Recon Jet ist oft ein Zeit delay von 5-10 sekunden bis die GPS Daten aktuell angezeigt werden ..Einfach neuere Technik der Reptor...

    Das Display der Raptor ist hell und direkt vor einem, leider in der Sonne manchmal zu dunkel und im Wald zu hell. Es ist zwar möglich die Helligkeit zu verändern via touch pad an der Seite, aber nicht zu empfehlen, ruck zuck hängt man während der Fahrt im falschen Menü, eigentlich sollte sich das Display selber nachregeln, vielleicht bekommt es Everysight mit einem Update auf die Reihe..
    Die Bedienung mit dem Touch Pad an der Seite ist nach meiner Meinung nicht sehr gelungen,
    ist bei der Recon Jet besser, warum ..? Durch vor, zurück , rauf und runter werden die Menüs ausgewählt,
    durch einen TAP auf die Fläche bestätigt, leider weiß man während der Fahrt nicht wo die Touch Fläche beginnt und aufhört, somit passiert es oft das aus einem "Wischen" ein TAP wird und man befindet sich in irgendeinem Menü... (bei der Recon Jet sind unten zwei Tasten zum Menü bestätigen) Die Brille selber wiegt ca. 100g leider ist das ganze Gewicht auf der Nase,
    innen in der Brille über dem Display befindet sich ein Sensor, der das Display erst einschaltet
    wenn die Brille aufgesetzt wird, durch den großen Kunststoffteil über dem Brillenglas schwitzt man doch sehr drunter, der Tragekomfort der Recon Jet finde ich besser, da sie leichter ist und das Gewicht besser verteilt ist.
    Einige Leute möchten nicht immer ein Display vor Augen habe, bei der Recon jet ist es nur rechts unten, nach vorne freie Sicht, jedoch halt der schwarze Punkt immer rechts unten..
    Bei der Everysight Raptor ist es voll im Blickfeld, durch die App kann man zwar das Bild etwas
    "verschieben" aber nur um ca. 10% bringt also nicht wirklich was... Ob es nun wirklich nötig ist
    ständig sein Puls Geschwindigkeit und Höhe usw. vor Augen zu habe ist
    Geschmackssache , kann ich nicht beurteilen da ich kein Hochleistungssportler bin,
    jedoch die Route ständig vor Augen zu habe finde ich super, gerade in Gegenden mit viel Verkehr
    und Gabelungen der Straße ist es echt hilfsreich und sicher da man immer nach vorne schaut,

    Wer es nicht mag, kein Problem die Brille hat links ein Taster der zum ein/ausschalten ist und
    auch durch einen kurzen Druck das Display ausschaltet. Somit hat man dann eine
    ganz normale Sonnenbrille...Wer gerne währen der Fahrt Musik hören will ist mit der
    Raptor von Everysight kein Problem, spielt problemlos MP3 ab.
    Der Lautsprecher befindet sich vorne neben der Optik, leider gehöre ich zu den Menschen die
    vorne auf der Stirn keine Ohren haben, es wäre natürlich besser gewesen den Lautsprecher etwas näher an die Ohren zu bringen wie bei der Recon Jet, aber der Lautsprecher ist ausreichend groß um Musik zu hören wesentlich lauter als bei der Recon Jet aber ein Klangerlebnis darf man nicht erwarten.

    Nun der Akku....
    Der Akku ist fest eingebaut, kann leider nicht getauscht werden wie bei der Recon Jet aber dafür hält er durch.... Bei der Recon Jet hält der Akku mit GPS und APP in Betrieb ca, 40-50 min.
    Bei der Everysight Raptor hält der Akku tatsächlich den ganzen Tag, also 5 Stunden
    Display an und GPS und Navi App, und der Akku hat noch immer 50%, echt super. Das einzige was ich nicht so toll finde ist, es ist nicht möglich den Akku zu laden und die Brille dabei abzuschalten. Sobald das Ladegerät eingesteckt wird schaltet sich die Brille ein, und lässt sich
    während des Ladens nicht ausschalten. verlängert natürlich die Ladezeit unnötig,
    wer beim abstecken vergisst die Brille extra noch mal auszuschalten,
    wird am nächsten Tag mit einem leeren Akku belohnt...
    Die LED an der Brille zeigt beim Laden rot, und wenn sie voll ist grün, (ist sehr hell),
    leider zeigt sie nicht an ob die Brille ein oder aus ist.
    Somit erst aufsetzten und extra kontrollieren ob sie wirklich aus ist..

    Fazit:
    Die neue Everysight Raptor ist eine praktische Sonnenbrille zum Radeln, hat ein sehr gutes Display und macht Spaß.
    Die Bedienung ist gut, Laufzeit super. Natürlich gib es noch einiges zu verbessern, der Preis finde ich etwas zu hoch.. Aber ins gesamt ein tollen Gimmick zum Radeln, seit ich die Brille habe bin ich nicht mehr ohne gefahren.

    Stand Juni 2018

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