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GEMA, Flut und Katastrophenhilfe

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  1. GEMA, Flut und Katastrophenhilfe

    Autor: ralf.wenzel 19.06.13 - 22:38

    Ohwej,mit meiner Meinung werde ich Böses ernten. Aber egal.

    1. Die GEMA kann gar nicht anders

    Ich bin kein Freund der GEMA, aber was wahr ist, muss wahr bleiben: Es gibt etliche Beteiligte an diesem Konzert. Dass die Bands auf die Gage verzichten, mag ja richtig sein. Aber wollen das auch die Komponisten? Wurden vllt. Songs gecovert? Dann MUSS die GEMA im Interesse der Künstler, die das Original geschaffen haben, auch das Geld einziehen.

    2. Das deutsche Helfersydrom

    Es ist Flut. Dann kommen die Politiker (der Hierarchie entsprechend in der richtigen Reihenfolge) und halten die Rettungskräfte vom Arbeiten ab.

    Und alle helfen. Spendenkonten, Spendenmarathon im TV, Benefitzkonzerte. Warum?

    Die Leute, die jetzt absaufen, WISSEN seit mindestens elf Jahren, dass sie absaufen können. Jederzeit. Sinnvolle Hochwasserschutzmaßnahmen wurden z. B. in Grimma und Lauenburg verhindert, weil die Anwohner sich nicht den Elbblick "zustellen" lassen wollten. Dann kam das Unvermeidliche: Das Wasser. Und jetzt gibt es zwei Arten von Betroffenen: Die einen, die (in diesen Gebieten arschteure) Versicherungen haben und die anderen, die sich das geschenkt haben. Mit welchem Recht fordern die als kostenlose Beigabe das, was die Versicherungskunden KAUFEN mussten?

    Ja, es gibt Gegenden, die gar nicht mehr versichert werden. Dann zieht man da weg. In der Lauenburger Altstadt, wo ich zwei Wochen vor dem Hochwasser zugegen war, gibt es nur Häuser, die so alt sind, dass die jetzigen Eigentümer sie geerbt haben MÜSSEN -- Dann hat man Pech. Ich hab auch kein Haus geerbt und lebe trotzdem.

    Sowas hab ich gern. Erst Hochwasserschutzmaßnahmen verhindern, dann keine Versicherung bezahlen wollen und zum Schluss wie ganz selbstverständlich nach dem Staat rufen.

    Mach ich demnächst auch so: Autoversicherung kündigen, besoffen fahren und dann nach dem Steuerzahler rufen, wenn ich in ein anderes Auto gerasselt bin....

  2. Re: GEMA, Flut und Katastrophenhilfe

    Autor: Polydesigner 20.06.13 - 02:02

    Ralf, ganz ehrlich... ich verstehe dich.
    Deine Argumentation hat Hand und Fuß. Und gerade bei den verhinderten Schutzmaßnahmen musste ich zustimmend nicken.

    Trotzdem gibt es ein paar Anmerkungen.

    1. Nicht jeder kann sich diese Versicherungen leisten. Gerade Einkommensschwache Familien leiden da jetzt.

    2. Sie haben's doch besser gewusst sagen bringt den vielen Familien und Kindern auch kein Dach über den Kopf. Das erinnert mich an eine Southpark Folge mit nem Superhelden der immer nach der Katastrophe mahnte was man vorher falsch gemacht hatte. Egal.

    3. Nicht alle Menschen haben den Mut oder die Möglichkeit wegzuziehen. Elternteile oder Verwandte, familiäres Umfeld. Die beste Freundin... etc. Wir beide ziehen vielleicht locker in eine fremde Region. Aber das ist für viele ein Hinderniss.

    Auch stimme ich dir bei dem Spenden Spektakel zu. Wie sich unter anderem Angie wirksam in die Medien gestellt hat... würrgh

    Aber die Bilder haben auch Menschen gezeigt, die sich Stundenlang für Wildfremde einsetzen und organisieren. Und genau solcher Aktionismus wird von der Bundesregierung sogar gelobt und gefördert. Demnach müsste die GEMA welche sich hier quer stellt einen Tadel bekommen. Eigentlich...

  3. Re: GEMA, Flut und Katastrophenhilfe

    Autor: ralf.wenzel 20.06.13 - 02:30

    1. Wenn ich mir die Versicherung für ein Risiko nicht leisten kann, muss ich das Risiko anders abschalten, wenn es mich in meiner Existenz wieder und wieder bedroht. Dann verkauft man die Bude, fertig.

    2. Sicher bringt das den Leuten kein Dach über den Kopf. Aber sagen wird man es doch dürfen, damit auf Missststände (schreibt man das inzwischen so? LOL) aufmerksam gemacht wird. Sonst machen diese Leute den Fehler wieder und wieder und wieder. Und jedesmal zahlt der Steuerzahler, weil Schröder, Merkel & Co. kein Rückgrat haben.

    3. Dann muss ich mit den Schäden leben, wenn ich nicht wegziehen will. Aber bitte aus eigener Tasche, nicht auf des Steuerzahlers Kosten. Hamburg hat Unsummen für Hochwasserschutz bezahlt, die Hamburger bezahlen das mit ihren Steuern. Jetzt soll ich auch noch über Steuern die (zu großen Teilen selbst verschuldeten) Hochwasserschäden anderswo mitbezahlen? Bin ich die Caritas?

    Zur GEMA: Nochmal: Das Geld, das die GEMA verwaltet, ist NICHT ihr Geld. Die GEMA darf(!) kein Geld verschenken, das ihr nicht gehört, sondern ihren Mitgliedern. Und das sind eben nicht nur die, die da auf der Bühne standen, sondern auch viele andere, die das Geld dringend brauchen. Was die GEMA gedurft hätte, ist: "Wir zahlen das aus unserem Verwaltungsetat".

    Aber aus den genannten Gründen: Wäre ich die GEMA, würde ich dieses asoziale (=gesellschaftsschädigende) Verhalten nicht unterstützen. Das verführt die Leute nur zum Weitermachen wie bisher.....

  4. Re: GEMA, Flut und Katastrophenhilfe

    Autor: Polydesigner 20.06.13 - 03:44

    Klar,
    du hast schon recht wie gesagt. Ich bin einer Meinung mit dir, das sich dieses System ändern muss. Ob allerdings Flutopfer (so Mitschuld sie auch immer sein mögen) jetzt die Große Kennzahl in unserem Finanzwirrwar sind mag ich zu bezweifeln. So viele Millionen versumpfen irgendwo. So viel Geld wird für unfertige Systeme ausgegeben (LKW Maut, Bundeswehr Vernetzung, Eurocopter, ICE Züge, etc)

    Aber es bleibt ein gutes Beispiel wie Bürger mit ihren Initiativen effektive Schutzmaßnahmen verhindern. Und das sollte zum Nachdenken anregen. Inwieweit die Politik Ufersicht über Hochwasserschutz zu stellen hat. Gerade bei diesen Sicherheitsmaßnahmen gibt es doch dutzende Bestimmungen. Lärmschutz, Brandschutz, Statik etc. pp

    Und ja wir sind die Caritas. Für Griechenland, Zypern, Spanien, Italien, ... ;-)

  5. Re: GEMA, Flut und Katastrophenhilfe

    Autor: ralf.wenzel 20.06.13 - 04:00

    Man sollte noch anmerken, dass alle Klagen gegen die Hochwasserschutzmaßnahmen ausnahmslos verloren wurden. Genauso verloren wie die Zeit, in der man die Mauern gebaut hätte.

    Jetzt darf man sie bauen (wenn es nicht wieder Klagen gibt), aber nu ist es zu spät.

  6. Hamburg

    Autor: Emulex 20.06.13 - 08:53

    Hamburg zahlt etliches durch Neuverschuldung und/oder Länderfinanzausgleich - das Argument lass ich nicht gelten.

    Ansonsten stimme ich dir 100%ig zu.

  7. Re: GEMA, Flut und Katastrophenhilfe

    Autor: wmayer 20.06.13 - 10:11

    Die GEMA muss abgeschafft werden, alles andere ist optional.

  8. Re: Hamburg

    Autor: ralf.wenzel 21.06.13 - 17:09

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hamburg zahlt etliches durch Neuverschuldung und/oder Länderfinanzausgleich

    LOL Die Neuverschuldung zahlen auch die Hamburger, nämlich unsere Kinder.

    Und im Länderfinanzausgleich ist Hamburg GEBERland.

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