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Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

Expertentalk zu DDR5-Arbeitsspeicher am 7.7.2020 Am 7. Juli 2020 von 15:30 bis 17:00 Uhr wird Hardware-Redakteur Marc Sauter eure Fragen zu DDR5 beantworten.
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  1. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: SIDESTRE4M 19.06.13 - 21:36

    freddypad schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur schaffst Du den Sprung leider nicht zu einer moralischen bzw sozialen
    > Sichtweise.
    > Das tut mir leid.
    > Es geht darum, dass einer sehr großen Zahl an Menschen in unserem Land ihre
    > Existenz weggespült wurde. Da sollte man helfen und ganz besonders solche
    > Geldeintreiber wie die GEMA würden sich dabei absolut kein Bein brechen
    > finanziell.
    > Die Situation kann man auch absolut nicht mit Deinem
    > Steuerhinterziehungsbeispiel vergleichen. Hier sind tausende Menschen
    > betroffen durch die Flut!

    Mal abgesehen von der Tatsache, dass du mich nicht ganz zitierst: Nein, darum geht es eigentlich gar nicht. Für diese Menschen ist die Regierung zuständig und andere Institutionen. Hast DU schon was gespendet? Ich wette, du wirfst mir hier sowas an den Kopf ohne vielleicht mal gegoogelt zu haben, ob und wo man was spenden kann.

    Und wenn du es wirklich nicht getan hast, dann kann ich dich in gleicher Manier bewerten, wie du es mit getan hast.

    ES GEHT ABER UM TAUSENDE MENSCHEN, DIE OPFER SIND!!!

    Ja, dann tu selbst was für diese Leute, aber sülz mir nichts von Moral vor, denn es würde fast allen Leuten kein Zacken aus der Krone fallen, mal was zu spenden.

    Und wenn du fertig gespendet hast, kannst du anfangen den anderen Menschen in der Welt, die dank der westlichen Dekadenz kein fließendes Wasser haben und deren Kinder an Hunger zugrunde gehen (jeden Tag übrigens) das Leben zu verbessern.

    Unmöglich? Wenn du nicht 1000 Menschen helfen kannst, dann helfe einem.

    Und wenn du denkst, mein Beitrag ist überspitzt... dann lies dir mal deinen nochmal durch und erkenne die Parallelen...

  2. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: ichbinsmalwieder 19.06.13 - 21:44

    Surry schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Entweder habt ihr den Wurm oder ich.
    >
    > Aber laut Text handelt es sich um ein Benefizkonzert.
    > Das bedeutet, Bands gehen dort hin und spielen kostenlos. Also als ob sie
    > "Straßenmusik" machen würden- oder als wenn ein Autor sein Buch in der
    > Fussgängerzone verteilt und die Einnahmen spendet- fällt unter "Spende" und
    > ist dementsprechend steuerbefreit.

    Denkfehler 1: GEMA ist keine Steuer, sondern die Bezahlung einer Dienstleistung.

    > Also, die gehen dort hin, stellen ihr "Produkt" kostenlos dem Veranstalter
    > zur Verfügung

    Denkfehler 2: Ihr "Produkt" ist die Wiedergabe der Musik, die Komposition aber ist das Produkt eines nicht-anwesenden Dritten, der NICHT spenden möchte.

    > (und werden dementsprechend nicht bezahlt, wofür die GEMA
    > sorgen sollte)

    Denkfehler 3: Interpreten werden von der GEMA nicht bezahlt, sondern Komponisten. Interpreten oder Veranstalter BEZAHLEN.

    > und das Geld wird somit gespendet. Um es "Spende" nennen zu
    > dürfen (oder Benefizkonzert) muss aber DAS KOMPLETTE GELD gespendet werden
    > und nicht abzüglich der Strom-, Lohn- oder Gemakosten, dann wäre es eine
    > kommerzielle Verantaltung (GEMA etc macht dann Geld).

    Blödsinn.

    > Nun bekommen die Musiker kein Geld bzw Spenden es (kommt aufs Gleiche
    > raus). Dann möchte aber die GEMA, (welche dafür zuständig ist dass diese
    > Musiker auch das Geld, das ihnen zusteht, bekommen)

    Erneuter Denkfehler 3: Das sind nicht dieselben Musiker.

    > Also handelt die GEMA nicht im Sinne ihres Auftraggebers (das Werk zu
    > Schützen), möchte aber trotzdem kassieren.

    Siehe Denkfehler 3.

    > Das wäre genauso als wenn ich als Erfinder ein Produkt (das ich produziert
    > habe) verschenke und die Herstellerfirma dann kommt und von dem Beschenkten
    > das Geld verlangt.

    Schönes Beispiel:
    Das ist nämlich so, als ob du als Erfinder hingehst und die Produkte der Herstellerfirma verschenkst, ohne dass die die Produktion bezahlt bekommen.

    > Und dann gibts auch noch Trolle wie euch die sowas toll finden...

    Ich finde es einfach toll, wenn man sich an Gesetze und Verträge hält.

  3. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: Nephtys 19.06.13 - 21:51

    ichbinsmalwieder schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gesetze gelten nunmal, auch wenn man Wasser im Keller hat. Das ist noch
    > lange kein Grund, den Komponisten ihr (vermutlich) wohlverdientes Geld
    > vorzuenthalten.
    >
    > Ich mag die GEMA auch nicht, aber ob die GEMA oder ein von ihr vertretener
    > Komponist Geld spenden möchte, haben sie SELBST zu entscheiden, und niemand
    > sonst.


    Das ist kein Gesetz. Da ist das Problem.

    Normalerweise würden wir erwarten, dass ein Gesetz so etwas verlangt.

    Hier war es nur der Freifahrtsschein der GEMA selbst.

  4. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: kimismenos 20.06.13 - 00:22

    Mir fehlen echt die Worte... bei allem Verständnis der Leute die sich über die GEMA aufregen und dem Mitgefühl für die Opfer. Es ist tragisch, keine Frage, aber denoch ist Spenden immernoch FREIWILLIG!!

    Ein Kinderschänder z.B. ist ein - milde ausgedrückt- "schlechter Mensch", weil er Kinder schändet und nicht weil er z.B. nichts für arme, hungernde Kinder in Afrika spendet.

    Wie jemand vor mir schon gefragt hat: Habt IHR schon gespendet?

    Eine "gute Tat" macht dich evtl. zu einem "besseren" Menschen, diese jedoch nicht zu tätigen nicht zwangsläufig zu einem Schlechteren.

    Fakt ist, dass die GEMA Verträge hat -und es ist in dem Fall irrelevant wie sie zu diesen gekommen ist-, die sie einhalten muss.
    Klar könnte sie, wie mancheiner schrieb, mit den Vertragspartnern eine Vereinbarung treffen/aushandeln um die 80,- ¤ zu spenden, aber wir reden hier von 80,- ¤!!!!!! Der Aufwand lohnt sich nicht. Die würden den Opfern auch nicht helfen! Es ist nur logisch den üblichen Weg zu gehen und den Betrag einzufordern.

    Viel einfacher wäre es, wenn die GEMA ansich einfach was spendet, anstatt einen riesen Wirbel um das Geld dritter zu machen. Wie aber schon erwähnt ist dies FREIWILLIG und es muss jeder für sich entscheiden.
    Woher wollt ihr eigentlich wissen, ob die Angestellten der GEMA nicht selbst was gespendet haben?? Oder gar die aus der Führungsetage...
    An alle die nicht Selbständig sind: Hat eure Firma gespendet? Wenn nicht, seit ihr auch schlechte Menschen weil ihr noch da arbeitet und nicht gekündigt habt??

    Also der Akt der Eintreibung an sich hat nichts mit der Flutkatastrophe oder der Moral zu tun.
    Sonst könnte man ja z.B. auch die örtlichen Nahverkehrsbetriebe anprangern, die von einem eine Gebühr (Fahrticket) für die Fahrt zu der Veranstaltung forderten. Denn das Geld hätte man ja sonst dort ausgegeben und es wär den Opfern zugutegekommen.

    Ferner könnte man sonst auch fast jede Firma in Deutschland oder jeden Gutverdiener oder sogar fast jeden in Deutschland -denn alles unter 10,-¤ wäre zu verkraften- öffentlich bloßstellen, die nichts gespendet haben.
    Wie sieht es eigentlich bei den Fussball-, Basketball-, Eishockey-Fans unter euch aus.. hat euer liebliengsverein schon gespendet??

    Der ganze Artikel ist viel Wirbel um nichts!

    Und an alle Moralapostel... es gibt sehr viele Menschen auf der Welt die genauso dringend -wenn nicht sogar dringender- finanzielle Hilfe und generell Hilfe benötigen, die sich nicht allzu sehr von den Opfern hier unterscheiden. Ausser natürlich die Herkunft, die Hautfarbe, usw.! Aber diese Unterschiede zählen nicht....... oder????
    Also ran an die Arbeit!!! :)

    Ich möchte damit niemanden angreifen, es soll nur zum Nachdenken stimmen.. Falls ich irgendwo im Text doch diesen Anschein erweckt haben sollte, verzeiht es mir.

    PS: Es gibt Mensches die Gutes tun, es gibt solche die nichts tun, es gibt welche die Schlechtes tun und unter allen drei Gruppen gibt es diejenigen, die mit dem Finger auf andere zeigen!



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.06.13 00:31 durch kimismenos.

  5. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: chekcmate 20.06.13 - 02:52

    ...oder die GEMA ist einmal nicht Arschloch und kommt selbst fuer die 80 Piepen auf. Kommt mir immer so vor, als wenn die es geil finden die Gehassten zu sein. Das ist einfach kleinbuerokratische Korintenkackerei auf hoechstem Niveau, mehr nicht. Es geht hier ueberhaupt nicht um irgendwelche Summen, sondern um das Verhalten einer Organisation deren Politik noch im letzten Jahrtausend festhaengt.

    @Kommentar ueber mir: Natuerlich zaehlen auch andere Leute etwas, aber um ganz ehrlich zu sein, helfe ich zuerst meinem physisch naechstem anstatt mich um den gesamten Welthunger zu kuemmern. Hast du damit schon angefangen?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.06.13 02:54 durch chekcmate.

  6. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: kelzinc 20.06.13 - 03:12

    ja auch wenn der künstler selbst die einnahmen spenden wollen würde müsste er gema gebühren abgeben vertrag ist vertrag

    traurig sowas

  7. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: Trockenobst 20.06.13 - 03:42

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Situation /durchsetzt/, um Spendengelder an die Betroffenen einer
    > Katastrophe abzugreifen.

    Kienstler: Hallo, ich bin der Künstler X und ihr dort die 80¤ nicht reingeholt. Habe ich jetzt das Recht euren Job zu fordern.

    GEMA: Ja, aber da waren wir fair, das haben wir uns so ausgedacht. Asozial und so.

    Keinstler: Aber das Recht euch kaputtzumachen habe ich jetzt?

    GEMA: ÄHM.

    > Warum ist sie also noch da und genießt zudem den einmaligen Fall einer
    > Beweislastumkehr zu ihren Gunsten?

    Du solltest mal zu GEMA-Treffen der Top 20% gehen. Die Typen dort lachen dich aus wenn Du ihnen von anderen, faktisch nicht existenten Sammeltöpfen erzählst. Märchenstunde und so.

    Man hat hier so eine besonders lockere Vorstellung, dass eine andere Sammelstelle mal eben in die Verträge schaut und ein "Sonderoption: Sozialkonzerte" findet, die dann vielleicht viele der Künstler eben *nicht* angetickt haben. Und was dann?

    Die Künstler jetzt schon nicht mehr unterstützen vielleicht? Aber dafür braucht es kein neues Verwaltungs-System, das praktisch nur eine Kopie des ersten sein wird.

  8. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: Trollfeeder 20.06.13 - 06:54

    ichbinsmalwieder schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gesetze gelten nunmal, auch wenn man Wasser im Keller hat. Das ist noch
    > lange kein Grund, den Komponisten ihr (vermutlich) wohlverdientes Geld
    > vorzuenthalten.

    Die Frage ist ob das Gesetz an sich so überhaupt noch zeit- und rechtmäßig ist. Die GEMA Vermutung stellt das Prinzip der Unschuldsvermutung auf den Kopf und dreht die Beweislast um.

    > Ich mag die GEMA auch nicht, aber ob die GEMA oder ein von ihr vertretener
    > Komponist Geld spenden möchte, haben sie SELBST zu entscheiden, und niemand
    > sonst.

    Deine Aussage ist schlicht und einfach falsch. Ein Künstler kann nicht einfach der GEMA sagen das er dafür spenden will. Es geht einfach nicht. Er darf auch nicht einfach Musik an der GEMA vorbei veröffentlichen. Beides schöne Beispiele wie bescheuerte die heutige Rechtslage in diesem Bereich ist.
    Zitat Wikipedia:
    Wer bereits GEMA-Mitglied ist, hat seine Nutzungsrechte alleine der GEMA übertragen und kann daher erst nach Kündigung des Berechtigungsvertrages mit der GEMA seine Rechte z. B. unter einer Creative Commons Lizenz der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Einzelne Werke unter eine freie Lizenz zu stellen, gestattet die GEMA ihren Mitgliedern nicht.

    Soviel zum Thema Stammtisch.

    --------------------------------------------------------------------------------
    Meine Erziehung mag nicht vollständig sein. Dennoch betrachte ich sie als abgeschlossen.
    ----------------------------------------

  9. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: SIDESTRE4M 20.06.13 - 07:16

    Den etwaigen Künstler hindert nichts daran einen Betrag auf ein Konto zu überweisen.

    Aber jetzt mal ernsthaft, ihr glaubt doch nicht allen ernstes, dass die Künstler alle original aufgetreten sind und nur 2000¤ dabei rauskam.

    Das werden lokale Bands gewesen sein, die ein paar bekannte Stücke gespielt haben, was üblich ist und unter dem Deckmantel der Überemotionalität dann von der Gema verlangen ihre Verträge zu ignorieren.

    Wie soll das funktionieren? Die sind doch nicht doof und brechen ihre Klauseln für 80¤. Das hat mit Flutopfern doch nichts mehr zu tun, zumal da noch Geld im Spiel ist, dass denen bestandteilmäßig nichtmal selbst gehört.

    Was die Leute da wieder unter doppelten Moralkeule verlangen ist unhaltbar. Wahrscheinlich haben die Verwaltungskosten der Gema nur für diesen Fall und die Pressemeldung, etc. den Betrag von 80Eur weit überschritten.

    Bei der Diskussion kann man sich echt nur an den Kopf fassen.

  10. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: coldstorm 20.06.13 - 07:54

    ichbinsmalwieder schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gesetze gelten nunmal, auch wenn man Wasser im Keller hat. Das ist noch
    > lange kein Grund, den Komponisten ihr (vermutlich) wohlverdientes Geld
    > vorzuenthalten.
    >
    > Ich mag die GEMA auch nicht, aber ob die GEMA oder ein von ihr vertretener
    > Komponist Geld spenden möchte, haben sie SELBST zu entscheiden, und niemand
    > sonst.

    Sachlich, nüchtern: "In einer Kleingartenanlage spielten Bands ohne Gage"... Dein Post deutet an, dass Du davon ausgehst, dass die Bands nicht ihre eigenen Lieder gespielt haben. Dies ist genau das Problem mit der GEMA-vermutung ("Selbst dann ist es jedoch für die Veranstalter oft schwierig, die Gema-Abgaben zu verweigern, da die sogenannte 'Gema-Vermutung' greift.").
    Setzen wir mal den Fall, dass die Bands eigene Lieder gespielt haben (so, wie es, bis auf die wenigen guten Coverversionen auch sein sollte). Setzen wir voraus, dass die Komponisten und Arrangeure also wussten, dass hier gespendet wird und dies im üblichen Benefizstil erfolgen, die Musik also einen Anreiz für andere darstellen sollte, hinzugehen, Eintritt zu zahlen und etwas zu erleben. Es ist also eine gemeinschaftliche (Bands + Zuschauer) Spende und die Künstler haben alle Rechte an ihrer Musik und können entscheiden, was, wie in diesem Moment geschieht.
    Und genau hier liegt ja die Crux mit der Gema. Der Künstler verliert dieses Recht vollständig. Nicht nur das, es muss diese Gebühr entrichtet werden und - mal vom Veranstaltungsort ausgehend, in Gartenanlagen spielen nicht so viele große Bands - wird davon niemals wieder etwas haben. Hier greift nicht das Solidarprinzip. Hier ist die Gema nichts anderes als eine Gesellschaft, welche auf Teufel komm raus auf einer Regelung beharrt, welche sie selbst jedoch problemlos ausschalten könnte. Denn sie ist eben mit nichten eine staatliche Einrichtung, es ist eine Vereinigung die durchaus auch nach Profit strebt. Das dieser Profit im (wer meinen Einwand von vorhin befolgte wird es wissen) festgelegten Modus Operandi verteilt wird. Statt jedoch solchen kleinen Bands zu helfen, werden vornehmlich die Leute entlohnt, die ohnehin schon nicht mehr wissen, was sie vor Dummheit und Geld anstellen sollen. Das jedoch war überhaupt nicht der ursprüngliche Gedanke hinter der diesem Verein zu Grunde liegt (hier möge man sich bitte mit der Biographie des Herrn Strauss auseinandersetzen). Rechte der Künstler sichern und gemeinschaftlich die Kunst fördern. Dieser Grundsatz ist schon lange hinfällig. Sich auf Regeln zu berufen ohne den Einzelfall abzuwägen, ist typischer Bürokratismus und hat schon Menschen in Viehwagons geführt.

  11. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: SIDESTRE4M 20.06.13 - 09:01

    Die Gema hätte das auch deutlich cooler lösen können.

    Ok, wir verzichten zwar nicht auf unsere Einnahmen, aber wir finden eure Idee cool und packen von uns aus noch was drauf auf den Betrag, den der Einrichtung zu gute kommt.

    Die hätten die Helden für einen Tag sein können statt mit Schlagzeilen wieder in den Fettnapf zu treten. :D

    Wobei ich denke, einigen Miesepetern wär das auch nicht gut genug gewesen.

  12. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: hw75 20.06.13 - 09:18

    Wenn ich so einen Schwachsinn lese wie der Themaersteller hier geschrieben hat, dann wird mir auf einen Schlag klar, warum wir heutzutage Gema, GEZ, Content-Mafia und NSA Überwachung haben.

    Solche Leute finden das einfach toll!

    Die armen Komponisten.

  13. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: diablo77 20.06.13 - 09:37

    Da war es wieder, das Thema Altruismus?

    Von der GEMA sowas zu erwarten, wäre genauso, als würde man verlangen in Wasser zu tauchen ohne nass zu werden.

    Es ist schlicht nicht möglich.

    Wir reden hier von der GEMA. Einem Verein, der seinen Managern fast soviel Geld ausschüttet, wie die Krankenkassen den ihren.

    Es gibt in Deutschland einiges, was schief läuft und einige Systeme, in denen sich Menschen, die eine Machtposition inne haben, durch selbige bereichern und die Schwachstellen des Systems ausnutzen.

    Wären all diese weniger habsüchtig und egoistisch, wäre Deutschland weniger verschuldet, die Kitas, Schulen und Unis hätten mehr Geld und wir könnten unseren Kindern mehr bieten.
    ...aber wer will das schon... Die Welt verbessern... Sind wir Hippies?

    Konkret zum Thema:
    Ja, die GEMA hätte die Möglichkeit auf die 80 ¤ zu verzichten ohne die Komponisten um ihr wohlverdientes Geld zu bringen.
    Wie? Na einfach aus eigener Tasche bezahlen. Klar ist eine Spende freiwillig, nur würden sie damit dem "Willen" der Politik folgen. Warum sie es nicht tun?
    Nun, wie vermutet, aus Angst ein Präzedenzfall zu schaffen.
    Ach und es sind nicht nur 25% die sich die GEMA von den Einnahmen selbst einstreicht...

    There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don't.

  14. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: Dorsai! 20.06.13 - 09:51

    Der Punkt ist aber doch, dass es hier keine Künstler gibt, für die der Schlägerverein GEMA die Schutzgeldforderungen durchsetzen muss. Die "Sputniks" die das Konzert gaben haben ja für die Benefizveranstaltung auf die Gage verzichtet. Nur der GEMA ist das egal, die wollen trotzdem "für die Künstler" das Geld eintreiben.

    Davon abgesehen wie unsinnig das schon ist, ist sogar unwahrscheinlich dass die Künstler oder Komponisten überhaupt mehr als ein paar Cent von den 80¤/60¤ sehen. Denn der Großteil aller GEMA Einnahmen geht nach einem undurchsichtigen Verteilungsprozess an eine kleine Menge längst nicht mehr aktiv arbeitender "Künstler" wie D. Bohlen, die einfach das Glück hatten und damals bei der Gründung der GEMA in den Charts zu sein.

    http://www.fr-online.de/kultur/streit-um-gema-gebuehren-gema--der-club-der-oberen-3400,1472786,16472672.html

  15. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: wmayer 20.06.13 - 10:01

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Künstler jetzt schon nicht mehr unterstützen vielleicht?

    Bin ich für, die ganze Struktur und Gesetzgebung ist einfach Müll.
    Wenn der Texter oder Komponist Teil einer Band ist soll er einfach als Teil der Band Geld verdienen. Wenn es eine Auftragsarbeit ist, so soll er für diesen Auftrag bezahlt werden.
    So wie jeder andere Mensch auch. Nur für "Künstler" gilt eine andere Gesetzeswelt.

  16. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: nerdilein 20.06.13 - 10:15

    "Gesetze gelten nunmal, auch wenn man Wasser im Keller hat. Das ist noch lange kein Grund, den Komponisten ihr (vermutlich) wohlverdientes Geld vorzuenthalten."

    Mag sein, aber dann sollte die GEMA auch so konsequent sein, und auch bei diesen Deppen abkassieren die der Meinung sind, sie müssten mit bis zum Anschlag aufgedrehter Auto-HiFi-Anlage die Gegend im Umkreis von 5 Kilometern zwangsbeschallen. Oder diese "Party-People" die bis morgens um 3 die anderen Mieter schlaflos halten.
    Ausserdem wird in unserem Land kein "Künstler" gezwungen, sein Werk zu veröffentlichen. Dann soll ers halt bleiben lassen und regulär ackern gehen. Punkt.

  17. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: Trollfeeder 20.06.13 - 10:48

    Und warum hat die GEMA nicht schon längst mal eine Klausel im Vertrag eingeführt die es erlaubt bei Benefiz Konzerten auf die GEMA Gebühr zu verzichten? Dürfte ja wohl nicht das erste Mal sein das es so ist. Der Künstler alleine kann das doch gar nicht mehr entscheiden ob er wohltätig auftreten will, wenn die GEMA hintenrum dann doch Geld kassiert. Klar ist das nicht soviel wie der Künstler eventuell selber kassiert hätte, hinterlässt aber dennoch ein ungutes Gefühl wie man hier wieder schön sehen kann.

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    Meine Erziehung mag nicht vollständig sein. Dennoch betrachte ich sie als abgeschlossen.
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  18. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: Trollfeeder 20.06.13 - 10:55

    Tja! Das wäre die Goldrandlösung für die GEMA gewesen. Aber scheinbar sind sie nicht darauf angewiesen in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen zu werden.^^
    Auch mit den Miesepetern gebe ich dir Recht. Wahrscheinlich hätten dann einige gemeckert die GEMA wolle sich nun anbiedern, aber ich glaube der größte Teil wäre eher positiv überrascht gewesen.

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    Meine Erziehung mag nicht vollständig sein. Dennoch betrachte ich sie als abgeschlossen.
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  19. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: Ho Lee Shitt 20.06.13 - 11:29

    ...ja, und vor allem im gegensatz zu ihrer "wir-brauchen-ein-gutes-image-pr-kampagne" hätte das noch nichtmal viel gekostet und vielleicht für ein wirklich gutes images gesorgt.

    p.s.: ...hoffentlich kommt jetzt keiner, der mir wieder erklärt, dass sie aber im recht waren.

  20. Re: Unterstes Stammtischniveau mal wieder im Golem-Forum.

    Autor: Anonymer Nutzer 20.06.13 - 13:20

    Anstatt zu diskutieren könntet ihr ja auch alle zusammenlegen und diese 80 Euro an die Flutopfer spenden. Aber darum gehts euch ja gar nicht =).

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