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Falscher Name

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  1. Falscher Name

    Autor: oldmcdonald 30.03.23 - 15:31

    Die eigentliche Provokation ist ja nicht, dass die KI ungefiltert Dinge raus haut. Problematisch ist, das ganze "FreedomGPT" zu nennen. Denn mit der "Freiheit" ist ja nicht die allgemeine Freiheit im Sinne eines Menschenrechts gemeint, sondern Hemmungslosigkeit. Da fallen mir spontan andere Namen ein, die diesen Umstand sofort offen und ehrlich kommunizieren:
    "RuthlessGPT"
    "AssholeGPT"
    "TrumpGPT"

  2. Re: Falscher Name

    Autor: unbuntu 30.03.23 - 15:46

    Wieso Hemmungslosigkeit? Eher Ehrlichkeit. Das ist ein Werkzeug, das Daten ausgeben und nicht welche bewerten soll. Ein Werkzeug, das die Arbeit verweigert, ist jedenfalls nicht brauchbar.

    Und ChatGPT fällt leider immer mehr dadurch auf, eine Antwort zu verweigern, weil er der Meinung ist, dass das unangemessen ist. Oder schlimmer, unterschiedlich zu handeln, je nachdem was das Thema ist. Siehe Witze über Männer und Frauen. Bei einem gibt er eine Antwort, beim anderen eine Warnung, dass das unangemessen ist...

    Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe.
    - Albert Einstein



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 30.03.23 15:48 durch unbuntu.

  3. Re: Falscher Name

    Autor: dantist 30.03.23 - 15:50

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und ChatGPT fällt leider immer mehr dadurch auf, eine Antwort zu
    > verweigern, weil er der Meinung ist, dass das unangemessen ist. Oder
    > schlimmer, unterschiedlich zu handeln, je nachdem was das Thema ist. Siehe
    > Witze über Männer und Frauen. Bei einem gibt er eine Antwort, beim anderen
    > eine Warnung, dass das unangemessen ist...

    Vorsicht, solche faktisch korrekten Beobachtungen sehen die Golem-Mods nicht gerne.

  4. Re: Falscher Name

    Autor: der_wahre_hannes 30.03.23 - 15:53

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Werkzeug, das die Arbeit verweigert, ist jedenfalls nicht brauchbar.

    Also machen jegliche Schutzmechanismen, bei denen ein Werkzeug die Arbeit verweigert, ein Werkzeug unbrauchbar?

    > Bei einem gibt er eine Antwort, beim anderen eine Warnung, dass das unangemessen ist...

    Woraufhin sich dann ja rausstellte, dass das Werkzeug einfach nur falsch bedient wurde und man ChatGPT durchaus dazu bringen kann, Witze über Frauen zu machen.

    Anti-Auto-Hetzender Egomane und einer der Gründe, warum Autohasser und Klimakleber kein Verständnis in der Bevölkerung finden. Nur dass ihr Bescheid wisst.

  5. Re: Falscher Name

    Autor: skoah 30.03.23 - 15:58

    Ich sag nur Kreissägen mit Fingerschutz ... absolut unbrauchbar für Mafiosi!

  6. Re: Falscher Name

    Autor: Muhaha 30.03.23 - 16:01

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso Hemmungslosigkeit? Eher Ehrlichkeit. Das ist ein Werkzeug, das Daten
    > ausgeben und nicht welche bewerten soll. Ein Werkzeug, das die Arbeit
    > verweigert, ist jedenfalls nicht brauchbar.

    Also überall Schutzstecker und Sicherheitsschalter abschaffen, denn sie machen ein Werkzeug unbrauchbar. Nein?

    Bei ChatGPT und anderen ist das nicht Unehrlichkeit, sondern ein Arschlochschutz. Denn in Regel zeigt jedes soziale Experiment, dass vollständige Regelfreiheit nur kurzfristig zu mehr Freiheit führt, langfristig aber in Chaos und Gewalt endet. Gesellschaften geben sich Regeln, damit die unvermeidlichen Arschlöcher nicht alles einfach so kaputtmachen können.

  7. Re: Falscher Name

    Autor: ovbspawn 30.03.23 - 16:02

    TruthGPT nicht zu vergessen

  8. Re: Falscher Name

    Autor: scrumdideldu 30.03.23 - 16:05

    Wie immer bei Vergleichen mit Dingen aus der realen Welt....

    Ein passender Vergleich wäre, wenn Word sich weigert Dich Dein Dokument weiter bearbeiten zu lassen weil Du gerade was anstößiges schreibst.

    Oder Dein Compiler weigert sich Dein Programm zu übersetzen weil es ein Virus sein könnte.

  9. Re: Falscher Name

    Autor: Oktavian 30.03.23 - 16:18

    > Die eigentliche Provokation ist ja nicht, dass die KI ungefiltert Dinge
    > raus haut. Problematisch ist, das ganze "FreedomGPT" zu nennen. Denn mit
    > der "Freiheit" ist ja nicht die allgemeine Freiheit im Sinne eines
    > Menschenrechts gemeint,

    Doch genau das ist gemeint, Freedom of Speech, Meinungsfreiheit oder auch die Freiheit der Gedanken.

    Ich weiß, Meinungsfreiheit gesteht man gerne nur denen zu, die die richtige Meinung haben, die zufällig recht deckungsgleich ist mit der eigenen Meinung. Aber echte Meinungsfreiheit und Freiheit der Gedanken ist immer die Freiheit der Andersdenkenden.

    Und warum soll ein solches Programm nicht ein Loblied auf Hitler schreiben, einen schrecklich rassistischen Text, einen männerfeindlichen Text, einen hetero-feindlichen Text. So what? Ich hab danach gefragt, ich hab um so einen Text gebeten, ich bekomme ihn.

    Wenn ich so einen Text veröffentliche, klar, dann muss ich mit entsprechenden Reaktionen rechnen, das ist auch vollkommen gerechtfertigt. Meine Redefreiheit bindet niemand anderen in seinen Freiheiten.

  10. Re: Falscher Name

    Autor: Muhaha 30.03.23 - 16:22

    scrumdideldu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ein passender Vergleich wäre, wenn Word sich weigert Dich Dein Dokument
    > weiter bearbeiten zu lassen weil Du gerade was anstößiges schreibst.

    Word ist dumm. Es zeigt nur an, was ich schreibe.

    > Oder Dein Compiler weigert sich Dein Programm zu übersetzen weil es ein
    > Virus sein könnte.

    Auch hier. Der Compiler erfindet nichts hinzu, er arbeitet nur EXAKT das ab, was Du vorher eingegeben hast.

    Eine Algorithmus wie ChatGPT erschafft hingegen Daten, wo Du lediglich ein paar grobe Rahmenbedingungen setzt. Das hat schon eine ganz andere Qualität.

    Deswegen braucht man für ein Auto auch einen Führerschein, für ein kleines Dreirad aber nicht. Deswegen darf man auch ein scharfes, großes Küchenmesser kaufen, während es bei einigen Kilo C4 samt Zünder schon etwas schwieriger wird. Alles lässt sich mißbrauchen, aber bei manchen Werkzeugen muss man erheblichen Aufwand reinstecken, um überhaupt nennenswert Mißbrauch betreiben zu können.

  11. Re: Falscher Name

    Autor: dantist 30.03.23 - 16:23

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich weiß, Meinungsfreiheit gesteht man gerne nur denen zu, die die richtige
    > Meinung haben, die zufällig recht deckungsgleich ist mit der eigenen
    > Meinung. Aber echte Meinungsfreiheit und Freiheit der Gedanken ist immer
    > die Freiheit der Andersdenkenden.
    >
    > Und warum soll ein solches Programm nicht ein Loblied auf Hitler schreiben,
    > einen schrecklich rassistischen Text, einen männerfeindlichen Text, einen
    > hetero-feindlichen Text. So what? Ich hab danach gefragt, ich hab um so
    > einen Text gebeten, ich bekomme ihn.

    Warum Meinungsfreiheit Grenzen haben sollte, siehst du gut in den USA, wo unter dem Deckmäntelchen dieses Grundrechts hate speech verbreitet wird. Dein Ansatz, alles zu erlauben, ist genauso extrem und falsch wie zu starke Zensur.

  12. Re: Falscher Name

    Autor: unbuntu 30.03.23 - 16:24

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Woraufhin sich dann ja rausstellte, dass das Werkzeug einfach nur falsch
    > bedient wurde und man ChatGPT durchaus dazu bringen kann, Witze über Frauen
    > zu machen.

    Wenn die Eingabe gleich ist und der Unterschied nur das eine Wort ist, das das Thema benennt, dann kann man schlecht von falscher Bedienung reden.

    Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe.
    - Albert Einstein

  13. Re: Falscher Name

    Autor: Muhaha 30.03.23 - 16:24

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Meine Redefreiheit bindet niemand anderen in seinen Freiheiten.

    Du blendest hier vollkommen aus, dass Deine Rede aufhetzen und zur Gewalt anstacheln kann. Denn Du äusserst Deine Meinung nicht im luftleeren Raum. Andere können zuhören und dies zum Anlass für entsprechende Handlungen nehmen.

    Es GIBT KEINE grenzenlose Freiheit. Nirgendwo.

  14. Re: Falscher Name

    Autor: skoah 30.03.23 - 16:27

    Du kannst ChatGPT so viel anstößiges und beleidigendes schreiben (oder wird man gesperrt?) - es wird dir halt nur nichts daraus generieren. Genauso wie midjourney dir nichts pornografisches bzw. verbotenes (zurecht!) generieren wird.

  15. Re: Falscher Name

    Autor: unbuntu 30.03.23 - 16:28

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also überall Schutzstecker und Sicherheitsschalter abschaffen, denn sie
    > machen ein Werkzeug unbrauchbar. Nein?

    Nö, da machts ja auch Sinn.

    > Bei ChatGPT und anderen ist das nicht Unehrlichkeit, sondern ein
    > Arschlochschutz.

    Ok, dann stell dir ne Steckdose oder Schalter vor, die den Dienst verweigern, wenn du "unangemessene Geräte" aufladen willst. Und nicht im technischen Sinne unangemessen, sondern im moralischen Sinn. Fändste auch doof?

    Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe.
    - Albert Einstein

  16. Re: Falscher Name

    Autor: Oktavian 30.03.23 - 16:41

    > Warum Meinungsfreiheit Grenzen haben sollte, siehst du gut in den USA, wo
    > unter dem Deckmäntelchen dieses Grundrechts hate speech verbreitet wird.
    > Dein Ansatz, alles zu erlauben, ist genauso extrem und falsch wie zu starke
    > Zensur.

    Wenn ich Meinungen öffentlich äußere, kann das natürlich soziale Konsequenzen haben, in extremen Fällen sogar juristische. Völlig okay. Aber warum soll ich als Erwachsener mich nicht gedanklich mit Themen beschäftigen dürfen, auch unter Zuhilfenahme eine KI-Modells.

    Ich habe irgendwie eher Angst davor, wenn Staaten oder Konzerne darüber bestimmen, wie ich mit so einem KI-Modell interagieren darf und wie nicht.

  17. Re: Falscher Name

    Autor: Muhaha 30.03.23 - 16:41

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ok, dann stell dir ne Steckdose oder Schalter vor, die den Dienst
    > verweigern, wenn du "unangemessene Geräte" aufladen willst. Und nicht im
    > technischen Sinne unangemessen, sondern im moralischen Sinn. Fändste auch
    > doof?

    ChatGPT ist kein unangemessenes Werkzeug. Es kommt immer darauf an, was man damit tun möchte.

    Kann ich verhindern, dass jemand einem Küchenmesser auf andere einsticht? Nein, leider nicht. Wäre gut, geht aber nicht.

    Kann ich erschweren, dass jemand mit ChatGPT entsprechenden Unfug anstellt? Ja.

    Kann ich es vollständig verhindern? Nein, natürlich nicht. Diese Katze ist dem Sack entsprungen und lässt sich nicht mehr einfangen. Es wird immer jemanden geben, der restriktionsfreie Dienste dieser Art anbieten wird, so wie es weiterhin Download- und Streamingangebote für Schwarzkopien geben wird.

    Jetzt ist halt die Frage und die IMHO einzig sinnvolle Frage in diesem Kontext: Wer legt fest, was "geht" oder eben nicht geht und nach welchen Kriterien wird dies festgelegt? Regulierung entsprechender Algorithmen? Ja, aber nur unter Offenlegung aller Restriktionen und unter entsprechend demokratisch-legitimierter Kontrolle. Willst Du weniger Restriktionen? Dann wähle eine Partei, die sich das auf die Federn geschrieben hat und das dann bei einem Wahlsieg entsprechend umsetzen kann.

  18. Re: Falscher Name

    Autor: M.P. 30.03.23 - 16:51

    Aufgabe für die KI "Schreibe mir einem Text, der Oktavian bis ins Mark beleidigend erschüttert, und für den ich nicht juristisch belangt werden kann".

    Bei mancher AfD Politiker-Rede habe ich den Eindruck, dass die so etwas schon benutzen ...

  19. Re: Falscher Name

    Autor: Oktavian 30.03.23 - 16:59

    > Aufgabe für die KI "Schreibe mir einem Text, der Oktavian bis ins Mark
    > beleidigend erschüttert, und für den ich nicht juristisch belangt werden
    > kann".

    Wenn Du diesen Text beziehen möchtest, Dich daran amüsieren möchtest, nur zu. Ich hoffe, dass er gut wird. Wenn Du diesen Text liest, es gibt kaum etwas, was mir gleichgültiger sein könnte. Du darfst natürlich auch denken und der Meinung sein, dass ich eine Ausgeburt der Hölle bin. Völlig okay, Deine Freiheit. Manchmal denk ich das auch selbst, das ist dann meine Freiheit.

    Wenn Du diesen Text aber dann veröffentlichst, sieht es ggf. anders aus. Dann musst du mit den sozialen und ggf. auch juristischen Konsequenzen leben. Aber dann ist es vollkommen egal, ob eine KI den Text geschrieben hat oder Du selbst. Du hast den Text ja zur Veröffentlichung selektiert. Wie der Text entstanden ist, völlig egal, die Veröffentlichung ist das Problem.

    > Bei mancher AfD Politiker-Rede habe ich den Eindruck, dass die so etwas
    > schon benutzen ...

    Politiker lassen in aller Regel ihre Reden schreiben, dafür gibt es Experten. Die machen so etwas schnell, relativ günstig und in guter Qualität. Ob der Politiker gleich welcher Couleur jetzt eine KI benutzt oder einen Ghostwriter, macht das irgendeinen Unterschied?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.03.23 17:03 durch Oktavian.

  20. Re: Falscher Name

    Autor: Muntermacher 30.03.23 - 17:32

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > ChatGPT ist kein unangemessenes Werkzeug. Es kommt immer darauf an, was man
    > damit tun möchte.

    Das hast Du falsch verstanden. ChatGPT ist die Steckdose, die das Werkzeug verveigert aufzuladen, z.B. einen Dildo im prüden Amerika.
    >
    > Kann ich verhindern, dass jemand einem Küchenmesser auf andere einsticht?
    > Nein, leider nicht. Wäre gut, geht aber nicht.
    >
    Wäre das immer gut? Was wäre, wenn Putin der wäre, der das Messer abbekäme?
    ChatGPT sollte jeden Text darstellen können. Was wäre, wenn es ein vermeintlich hetzerischer Text wäre bzw eine Passage, die in einem Bericht über Hetze exemplarisch dargestellt wird? Die Gesamtintention würde Deiner entsprechen, aber aufgrund des Filters nicht möglich sein.
    Wenn jemand einen Hetztext dadurch generieren will, gehört er bestraft. Aber ganz im ernst, glaubst Du wirklich, wenn er einen schreiben wolle, würde er ea nicht selber machen?
    Man sollte bedenken, jeder Filter basiert auf der jeweils aktuelln Moralvorstellung. Es bedeutet auch, daß wenn ein Trump wieder an die Macht käme, er die Filter in seinem Sinne anpassen kann. Daher lebe ich lieber ohne Filter, dann könnte Trump die möglichhe Opposition nicht mundtot machen.

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