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Doppelter Preis für halbe Leistung

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  1. Doppelter Preis für halbe Leistung

    Autor: Crass Spektakel 19.09.13 - 23:12

    Das Problem mit Mobilgeräten: Sie kosten mehr und leisten weniger. Besonders auffällig ist das bei der Lebensdauer von Notebooks - und damit meine ich nicht "wie lange ist es modern" sondern "wie lange bleibt es ohne Defekt".

    Wann habt ihr ein wirklich altes Notebook im besten Zustand gesehen? Ein 15 Jahre altes Pentium MMX Notebook bei dem der Lüfter noch läuft, das Scharnier noch klappt und die Tastatur nicht wie benutztes Klopapier aussieht? Oder wenigstens ein sechs Jahre altes Notebook mit Core2 CPU? Man muss ja schon froh sein wenn man wenigstens ein zwei Jahre Sandy Bridge Notebook im guten Zustand findet.

    Bei Tablets und Touchphones ist es noch schlimmer, das Display zerkratzt weil kein Clamshell, der Akkzu stirbt rasant weil die Dinger eigentlich nie ausgeschalten werden.

    Die Dinger verdrecken, verschleissen und sind einfach schnell wertlos.

    Hingegen ein PC ist auch alt oft noch gut einsetzbar, hier z.B. ein 12 Jahre alter AthlonXP/1,5GB-RAM und ein 9 Jahre alter Pentium4/2,0GB RAM.

    Ein Notebook kostet das doppelte eines Miditowers bei halber Leistung.

    Ein Tablet kostet das vierfache eines Miditowers bei bei einem Viertel der Leistung.

    Ein Mobiltelefon kostet das sechsfache eines Miditowers bei einem Sechstel der Leistung.

  2. Re: Doppelter Preis für halbe Leistung

    Autor: KillerJiller 19.09.13 - 23:18

    6 Jahre altes Core2Duo hier, altes Acer Travelmate. Hat sehr viel mitgemacht (Außendienst) aber gefehlt hat nie was (gut, RAM und HDD wurden getauscht, das aber aus Performancegründen).

    Es hat ein paar Kratzer am Gehäuse und es wurde definitiv zwei oder drei Mal zur Reinigung zerlegt, und das Plastik an der Handballenauflage glänzt verständlicherweise aber gefehlt hat nie irgendwas, hat sogar den ersten Lüfter drin.

  3. Re: Doppelter Preis für halbe Leistung

    Autor: yast 19.09.13 - 23:32

    Viel Spaß beim Midi Tower rumtragen. Facepalm

  4. Re: Doppelter Preis für halbe Leistung

    Autor: androidfanboy1882 19.09.13 - 23:49

    Mein X220 hier ist nun auch schon bald zwei Jahre alt. Sieht aber TipTop aus.

    Vorher X61t. Hat auch durchgehalten, nur die Farbe an den Ecken ging etwas ab. Was solls...
    Wenn man es täglich mobil mitschleppt ohne Tasche.


    Aber auch die Billiganbieter (ASUS, HP) haben sich IMHO gut gesteigert in den letzten Jahren was Verarbeitung angeht.

  5. ++

    Autor: neocron 20.09.13 - 04:40

    Dacht ich auch ... als ob leistung das einzige merkmal waere ...

  6. Re: Doppelter Preis für halbe Leistung

    Autor: Mikrotherion 20.09.13 - 06:58

    Bei Leuten die so ein Mobilgerät als Desktopersatz benutzen (bei Laptops gängig, aber wer nutzt denn sein Smartphone als nicht mobiles Gerät?), stimme ich dem OP zu. Wer jedoch aus irgendwelchen Gründen mobil sein will, der muss halt auch ein teureres Gerät nehmen, das evtl. weniger Leistung hat als ein stationäres.

    Die Haltbarkeit ist teilweise gar nicht so übel:
    Mein T420 (ebenfalls 2 Jahre alt) sieht auch noch gut aus - aber ich denke mal, die 2 Jahresmarke des OP war ein wenig extrem.
    Mein Cousin hat ein T400, das ja nun schon etwas älter ist. Sieht ebenfalls noch top aus.
    Ein bekannter hat gerade dieser Tage nach 6 Jahren den Lüfter seines X61 getauscht - offensichtlich war der Rest des Gerätes also noch voll in Ordnung.
    Vor einigen Jahren habe ich mal bei einer Firma gearbeitet, die Leasingrückläufer von IBM prozessiert hat. Da waren z.T. so Dinger wie Thinkpad 770x, 560 etc. dabei. Die waren z.T. noch voll in Ordnung. Auch T4x, T2x etc. von 1999 - 2004 waren noch gut in Schuss - das variierte allerdings sehr stark.
    Auch andere Hersteller waren z.T. dabei, Dells (teilweise ebenfalls noch sehr gut erhalten), Compaq etc. - ganz so furchtbar ist das alles also nicht.

    Die Reparaturfähigkeit der Geräte ist allerdings stark unterschiedlich. Während die Thinkpads im allgemeinen sehr leicht zu reparieren sind, ist das bei Dells schon etwas anders. Ganz schlecht fand ich Toshiba.

  7. Re: Doppelter Preis für halbe Leistung

    Autor: Zwangsangemeldet 20.09.13 - 11:18

    Also ich benutze momentan als Hauptrechner ein T400, das dürfte von 2009 oder -10 sein, ist aber noch top in Ordnung, und ich sehe auch keinen Grund es auszutauschen.
    Davor hatte ich ein T60, das liegt nun hier noch im Schrank, läuft aber auch noch problemlos (lediglich der Lüfter wurde mal getauscht).
    Als Subnotebook habe ich ein X41, da wurden 2009 Display und Mainboard vom Lenovo-Service getauscht, weil es eben noch in der Garantiezeit war und irgendwas damit war (eigentlich sollte nur eines der beiden Teile getauscht werden, aber es wurde wohl noch ein weiterer Fehler festgestellt). Das läuft mit einer billigen China-SSD auch noch problemlos, wobei die SSD wahrscheinlich eher die Grätsche macht, als der Rechner selbst.
    Und jetzt kommt's: Als Printserver benutze ich momentan ein Thinkpad 390X von 1999, das Gerät ist 14 Jahre alt - letztes Jahr irgendwann musste ich mal die BIOS-Batterie austauschen, das war's aber auch schon. Wobei da die Scharniere langsam anfangen, schwergängig zu werden, aber noch ist das kein Problem.


    Natürlich haben die Geräte alle mehr oder weniger starke Gebrauchsspuren, sind sicherlich auch innen drin verdreckt usw. - aber who cares? Solange sie funktionieren, müssen sie doch wirklich nicht aussehen, als wären sie neu. Welcher Golf 2 von 1987 sieht denn heute noch aus wie ein Neuwagen, auch wenn die Dinger immernoch problemlos fahren?

  8. Re: Doppelter Preis für halbe Leistung

    Autor: KillerJiller 20.09.13 - 13:01

    Gerade bei den Notebooks gibts halt auch Qualitätsunterschiede, nicht nur von Hersteller zu Hersteller sondern eben auch innerhalb der jeweiligen Firmen - eigentlich kein Geheimnis.

    Wundert es denn eigentlich irgendjemanden, dass ein (damals aktuelles) Notebook das 2009 300-400¤ gekostet hat heute nicht mehr läuft? Offensichtlich schon, sonst wäre dieses Geschwafel von geplanter Obsoleszenz nicht so allgegenwärtig (bitte nicht falsch verstehen: sowas gibt es natürlich, aber eben nicht ansatzweise so viel, wie manche hier behaupten).

    Ist es denn für den Verbraucher so schwer einzusehen, dass billiges Glump eben billig produziert wird, an jeder Ecke Kosten gespart werden und dementsprechend auch nicht so wertig daherkommt bzw. eher früher als später kaputt geht?

    Wir sehen es doch immer und immer wieder gerade bei Notebooks: die nicht ganz billigen Businessvarianten halten meistens länger als man das Notebook praktisch einsetzen kann und wenn dann doch mal was kaputt geht, gibts für recht wenig Geld Ersatzteile (Scharniere, Displaykabel, usw.). Und damit meine ich nicht mal die atombombensicheren alten IBM Thinkpads - natürlich gibts auch hier Ausnahmen, aber die Grundtendenz ist eben, dass die Teile sehr lange halten.


    Mich nervt das ganze Thema langsam tierisch: alle tun so, als ob das ganze eine gigantische Verschwörung der Industrie wäre, schreit nach dem Verbraucherministerium und und und... aber die simple Einsicht in die Tat umzusetzen, dass man vielleicht ein paar Kröten mehr ausgeben könnte um sich etwas vernünftiges zu Kaufen, scheint den Kleingeist dann doch zu überfordern.

    Gewiss, es gibt einen Haufen Geräte wo sich das anders verhält und nur weil etwas teuer ist, heißt das halt auch noch lange nicht, dass es auch gut ist (siehe als Negativbeispiel das was Loewe so aktuell produziert), aber wenn ich mir ein windiges Tablet für 200¤ zulege, dann kann ich doch nicht erwarten, dass es die Robustheit und den Support eines 500¤-Gerätes hat.

  9. Re: Doppelter Preis für halbe Leistung

    Autor: Zwangsangemeldet 20.09.13 - 13:36

    Achso, ich vergaß natürlich, alle im vorherigen Posting erwähnten Notebooks sind Thinkpads :-)

    Und: Ja, es ist aber auch teilweise der Industrie zuzusprechen, dass die Verbraucher auf die "billig-billig-Schiene" gelockt wurden, und das mit sich haben machen lassen, und nun auch bei den billigen Preisen Qualität erwarten. Alle neueren Thinkpads, die ich habe, haben zusammen neu nicht so viel gekostet, wie das älteste von 1999 - und wenn es diese Verbilligung nicht geben würde, dann nehme ich aber auch mal an, dass viele Leute sich den Kram überhaupt nicht leisten könnten. So werden sie eben alle paar Jahre um einen Teil des Anschaffungspreises von hochwertigeren Geräten erleichtert, anstatt den Preis auf einmal zu zahlen. In einem Land, wo sich die Menschen großenteils beharrlich weigern, nichts auf Kredit zu kaufen und nur das Geld auszugeben, was sie auch haben, ist das eigentlich sogar eine kluge Taktik, zumal potentiell so sogar noch mehr Geld verdient werden kann, ohne dass die "dummen Verbraucher" es direkt merken würden.

    Es bleibt letzten Endes immer beim Stiefelgleichnis, und der Verbraucher ist immer der Dumme, auf die eine oder andere Weise. Oder, wer billig kauft, kauft eben mehrfach.

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