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Warum haben offenbar so viele deutlich mehr Zeit im Homeoffice?

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  1. Warum haben offenbar so viele deutlich mehr Zeit im Homeoffice?

    Autor: katze_sonne 17.04.20 - 12:01

    Irgendwie verstehe ich das nicht ganz - das komplette Internet ist voll von Postings "im Homeoffice hab ich ja nun mehr Zeit für XYZ". So ganz verstehe ich das ehrlichgesagt nicht. Wo kommt diese Zeit her? Kürzer arbeiten muss man deswegen ja nun nicht.

    Ist damit vielleicht gemeint, dass die Leute besser Ruhe nach der Arbeit finden / eine Ablenkung (ein Hobby) brauchen, um nach der Arbeit in den Freizeit-Modus umschalten zu können?

    Oder ist womöglich gar nicht das Homeoffice "Schuld" daran, sondern viel eher der Wegfall vieler sozialer Aktivitäten? Aber dann würde das ja auch viele andere Leute betreffen. Oder sollte es nicht eher heißen "mehr Zeit wegen Kurzarbeit"? Vielleicht ist "Homeoffice" ja bei vielen auch ein Euphemismus für Kurzarbeit?

    Die letzte Möglichkeit, die ich sehe, ist: Der Weg zur Arbeit und zurück nach Hause. Aber so ganz nachvollziehen kann ich das auch nicht - und im Gegensatz zu den USA (wo der Spruch vielleicht wirklich teilweise stimmt), sind in Deutschland Pendelstrecken von 2x anderthalbstunden eher unüblich. Ich persönlich fahre 2x15 Minuten mit dem Rad zur Arbeit und nach Hause. So wirklich "ne halbe Stunde gewonnen" habe ich deswegen trotzdem nicht. Denn die Bewegung fällt ja nun weg, also muss / will ich die nach der Arbeit nachholen. Einerseits, um den Bewegungsring an der Smartwatch noch weiterhin vollzubekommen, andererseits aber auch einfach, um den Kopf freizubekommen - auf langen Spaziergängen, Radtouren oder beim Laufen gehen. Unterm Strich hab ich dadurch sogar weniger Zeit, denn wenn man sich erstmal zu sowas aufrafft, ist man auch meist länger unterwegs.

    Also für mich persönlich ist auch das mit der Wegfallenden Pendelstrecke nicht die Begründung - und viele andere werden das vermutlich genauso machen, dass sie jetzt stattdessen halt Spazieren o.ä.?

    Und wenn man tatsächlich 2x30 Minuten gewinnen sollte. Habt ihr wirklich das Gefühl, so viel mehr Zeit zu haben? Wie ist das bei euch?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.04.20 12:02 durch katze_sonne.

  2. Re: Warum haben offenbar so viele deutlich mehr Zeit im Homeoffice?

    Autor: qwertz347 17.04.20 - 12:35

    katze_sonne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > Und wenn man tatsächlich 2x30 Minuten gewinnen sollte. Habt ihr wirklich
    > das Gefühl, so viel mehr Zeit zu haben? Wie ist das bei euch?

    Kurz gesagt JA!

    Ohne Homeoffice:
    Um der Rush-Hour aus dem Weg zu gehen, bin ich immer recht zeitig ins Büro. Ich stand also gegen 5:15 Uhr auf, um gegen 6:00 Uhr im Büro zu sein.
    8h Arbeit + 1h Mittagspause + 0,5h Überstunden um flexibel zu bleiben.
    Also Arbeitsende 15:30 Uhr, Ankunft Zuhause ca. 16:00 Uhr.

    Mit Homeoffice:
    Aufstehen 6:00 Uhr, Arbeitsbeginn 6:15.
    8h Arbeit, 20 Minuten Frühstück mit der Familie, 30 Minuten Mittagessen mit der Familie, 10 Minuten Espresso auf der Terasse.
    Arbeitsende 15:45 -> sofort frei.

    Also praktische Zeiteinsparung 1h / Tag. Aber gefühlt so viel mehr Lebensqualität. Etwas länger schlafen und viel mehr Zeit mit der Familie. Und kein Stress auf den Straßen, die Fahrt hat mich teilweise mehr gestresst als der eigentliche Arbeitstag.

  3. Re: Warum haben offenbar so viele deutlich mehr Zeit im Homeoffice?

    Autor: katze_sonne 18.04.20 - 00:56

    qwertz347 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > katze_sonne schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ...
    > > Und wenn man tatsächlich 2x30 Minuten gewinnen sollte. Habt ihr wirklich
    > > das Gefühl, so viel mehr Zeit zu haben? Wie ist das bei euch?
    >
    > Kurz gesagt JA!

    Danke schon für die Anwort!

    > Ohne Homeoffice:
    > Um der Rush-Hour aus dem Weg zu gehen, bin ich immer recht zeitig ins Büro.
    > Ich stand also gegen 5:15 Uhr auf, um gegen 6:00 Uhr im Büro zu sein.
    > 8h Arbeit + 1h Mittagspause + 0,5h Überstunden um flexibel zu bleiben.
    > Also Arbeitsende 15:30 Uhr, Ankunft Zuhause ca. 16:00 Uhr.
    >
    > Mit Homeoffice:
    > Aufstehen 6:00 Uhr, Arbeitsbeginn 6:15.
    > 8h Arbeit, 20 Minuten Frühstück mit der Familie, 30 Minuten Mittagessen mit
    > der Familie, 10 Minuten Espresso auf der Terasse.
    > Arbeitsende 15:45 -> sofort frei.

    Das ist ja ne sehr detaillierte Auflistung oO dafür variieren meine Arbeitstage doch etwas zu stark :)

    > Also praktische Zeiteinsparung 1h / Tag.

    Ok gut, das scheint dann wohl individuell zu sein, wie lange jeder zum "Abschalten" braucht. Ich bin definitiv eher selten "sofort wieder da". Meistens gehe ich momentan halt stattdessen 30-45 Minuten danach spazieren (oftmals eskaliert das auch ein wenig und das dauert deutlich länger und es werden 12km draus... nicht, dass das schaden würde, sicher nicht :D aber für Hobbys mehr Zeit habe ich deswegen nicht ^^). Oder "gammel" erst noch ne Stunde rum (reddit, Twitter, oder sei's nur den Abwasch machen).

    > Aber gefühlt so viel mehr
    > Lebensqualität. Etwas länger schlafen

    Nagut, zum Schlafen nehme ich mir die Zeit immer. Und wenn's beudetet, dass ich abends später daheim bin - aber wenn da keine Familie wartet, mag das auch anders sein.

    > und viel mehr Zeit mit der Familie.

    Das klingt definitiv sehr positiv und nach einem sehr wichtigen Faktor für's "am Ende des Tages besser drauf sein".

    > Und kein Stress auf den Straßen, die Fahrt hat mich teilweise mehr
    > gestresst als der eigentliche Arbeitstag.

    Puh, das glaube ich. Auch einer der Gründe, warum ich nur mit dem Rad fahre. Das macht morgens wach (aktuell wirklich ein Problem, das ich morgens habe... richtig wach zu werden) und nachmittags den Kopf frei. Feierabend, sozusagen. Wäre das auch ne Möglichkeit für dich, wenn dich der Verkehr offenbar so stresst? Oder ist das wirklich zu lang dafür (>45 Minuten?)? Sonst könnte ja vielleicht ein Ebike oder so zumindest an ein paar Tagen der Woche für Entspannung sorgen ;)

    Ansonsten:

    Ich muss gerade sagen, dass ich heute mal wieder gemerkt habe, dass ich durch Homeoffice noch eine halbe Stunde oder so verliere: Essen in der Mensa? Ist nicht. Geht normalerweise in 30-45 Minuten. Entweder ich hole mir jetzt was oder koche selber. Letzteres ist selbst bei "halbwegs Fertiggerichten" (Frosta aus der Verpackung in der Pfanne kochen) deutlich zeitintensiver. Selbst ne TK-Pizza kann schon lange dauern, wenn man dafür noch in den Supermarkt muss (bei mir ca. 15-20 Minuten inkl. Wegzeit, je nachdem wie die Kassensituation aussieht). Oh und den Abwasch hat man ja auch noch, nicht alles geht in den Geschirrspüler.

    Also: Essensbeschaffung dauert bei mir deutlich länger :) Aber selbst so Dinge wie "Biomüll rausbringen" können erstaunlich viel mehr Zeit in Anspruch nehmen als sonst. Früher hab ich den rausgebracht, weil er zu stinken anfing. Jetzt ist der halt einfach mal voll ^^ das schlimmste wird aber sein, irgendwann wieder in der Mensa essen zu "müssen". So dolle ist das Essen dort nämlich nicht...

    Unterm Strich empfinde ich das mit dem Homeoffice immer noch als sehr angenehm und befreiend - aber halt nicht auf die Art und Weise wie offenbar viele andere. Nichtsdesto trotz bekomme ich gerade zuhause an Hobbys mehr auf die Kette. Aber auch nur, weil ich mit "ich bastel jetzt weiter am 3D-Drucker rum" o.ä. dann auch meinen Kopf freibekomme und ne freie Abgrenzung zum Arbeiten (Computer) hinbekomme. Und es hilft, dass einem das Dach nicht auf den Kopf fällt :)

  4. Re: Warum haben offenbar so viele deutlich mehr Zeit im Homeoffice?

    Autor: jkow 18.04.20 - 07:31

    Also ich fahre sonst ca 1 std je Richtung mit Fahrrad. Das sind im Home office pro Tag zwei gesparte Stunden. Die machen sich sehr bemerkbar.

    Die Arbeit verteilt sich zeitlich auch anders. Ich kann mitten aT tag mal 2-3 Std frei für private Dinge nutzen und dann abends nochmal 2 std arbeiten. Da ist natürlich Raum für ganz andere Aktivitäten als sonst nur abends nach der Arbeit.

  5. Re: Warum haben offenbar so viele deutlich mehr Zeit im Homeoffice?

    Autor: Grevier 22.04.20 - 17:28

    Versuchs mal mit nem 1-jährigen Kind zu Hause. Da haste dann noch 6-7 Stunden Kinderbetreuung neben deinen 8 Stunden Arbeit. ;)
    Und ich bekomme durch den gesparten Arbeitsweg ne knappe Stunde zurück.

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