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  1. Freigeschaltet

    Autor: Baron Münchhausen. 22.06.18 - 09:10

    Das ist bescheuert. Ist wie gute Äpfel günstiger mit Geschmacksunterdrücker zu verkaufen. Für etwas mehr wird der Geschmack "freigeschaltet". Fucking nonsense, wenn ihr mich fragt.

  2. Re: Freigeschaltet

    Autor: SkyBeam 22.06.18 - 09:30

    Ich glaube dabei geht es mehr um ein fertigungstechnisches Problem. Bei der Produktion solch grosser Chips müssen immer wieder viele Chips entsorgt werden weil kleine Fehler (Unreinheiten, Belichtungsfehler...) auftreten. Dann müsste man den ganzen Chip entsorgen weil er ja nicht komplett funktioniert. Das senkt dann den so genannten yield.

    Also baut man Redundanzen auf dem Chip ein. Bei Defekten werden dann einfach diese ausgeschaltet. Je nach Qualität der Chips kann dann ein Chip mit mehr oder weniger (funktionierenden) Funktionsblöcken verkauft werden. Da wohl sehr wenige Chips komplett funktionsfähige Einheiten aufweisen wird selbst der teuerste Top-Chip nicht mit allen freigeschalteten Einheiten Verkauft.

    Je nachdem wie die Einheiten deaktiviert wurden lassen sich diese ggf. wieder aktivieren. Das ist aber ein Lotteriespiel da natürlich vornehmlich nicht korrekt arbeitende Funktionseinheiten deaktiviert wurden. Das gleiche hat man früher auch bei Prozessoren gemacht. Ja, die Triple-Core Prozessoren von AMD waren eigentlich auch Quad-Core. Der vierte Core war nur deaktiviert. In frühen Lieferungen hat der Core auch meistens nicht richtig funktioniert. Später hingegen wurde die Produktion besser und es gab kaum noch komplett defekte Cores aber natürlich musste AMD weiterhin Triple-Core Porzessoren anbieten also deaktivierte man einen voll funktionsfähigen Kern.
    Daher halte ich es durchaus für möglich, dass nVidia hier handverlesene GPUs mit allen Funktionseinheiten herausgesucht hat und diese auch aktiviert lässt. In den Handel kann so etwas nur kommen wenn die Produktion genügend Chips von dieser Qualität abwirft um eine Nachfrage zu befriedigen. Ansonsten verkauft (oder verschenkt) man diese einfach in "limitierter Auflage".

  3. Re: Freigeschaltet

    Autor: Baron Münchhausen. 22.06.18 - 10:02

    Hey. Danke für die erklärende Antwort. Das rückt das Ganze in der Tat in ein anderes Licht. Für alle Fälle, bei denen das der Grund ist.

    Ich hatte auch schon Versuche unternohmen einen Grund dafür zu finden. Aber das Eingrenzen der Ergebnisse ist hiet schwer, da man dann meist nur Artikel findrr, dass jemand es geschafft hat so ein Feature zu deaktivieren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.06.18 10:05 durch Baron Münchhausen..

  4. Re: Freigeschaltet

    Autor: Peace Ð 22.06.18 - 10:05

    Hätte ich mal früher gewusst, dass die Triple Cores eig Quads waren, hätte ich bei meiner damaligen besten Freundin evtl Sims3 noch ein wenig beschleunigen können :D Etwas Glück vorausgesetzt :D

  5. Re: Freigeschaltet

    Autor: SkyBeam 22.06.18 - 12:51

    Peace Ð schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hätte ich mal früher gewusst, dass die Triple Cores eig Quads waren, hätte
    > ich bei meiner damaligen besten Freundin evtl Sims3 noch ein wenig
    > beschleunigen können :D Etwas Glück vorausgesetzt :D

    Ich bin mir nicht ganz sicher aber ich glaube die Triple-Cores waren in den meisten Modellen per Lasercut limitiert. Also irreversibel. Man will ja auch nicht, dass Betrüger dann Triple-Core Prozessoren in Massen als Quad-Core verkaufen. Warum nicht? Weil die dann eben in den Meisten Fällen nicht stabil laufen. Das kann von sporadischen Abstürzen bis zu fehlerhaften Daten gehen. Privat und beim Spielen eher unkritisch, man kann ja dann über Microsoft und ein instabiles Windows fluchen. Aber am Ende wirft das ein schlechtes licht auf den Hersteller der gar nichts dafür kann.

    Es gab aber in der Vergangenheit immer wieder Hardware die sich "unlocken" liess. Aber es ist und bleibt natürlich ein Glücksspiel, genau so wie übertakten oder andere Manipulationen.

    Die Idee Funktionseinheiten Redundant auf die Chips zu packen in der Hoffnung bei (teil-)Defekten in der Produktion doch noch einen verkaufbaren Chip zu erhalten und diesen nicht ganz wegschmeissen zu müssen ist aber so alt wie die Chipproduktion selbst.

    Die Chips kommen ja auch praktisch alle vom gleichen Band. Zu welchem Modell er wird entscheidet dann ein Test. Heute produzieren z.B. praktisch alle Prozessor-Hersteller nur eine Handvoll unterschiedliche Die (ein Die ist das Silizium eines Prozessors). Ob der Prozessor am Ende als Modell mit 3.0 oder 3.2GHz in den Handel kommt bestimmt ein Test. Früher war das hauptsächlich die Abwärme. Es konnte also sein, dass ein Pentium 200 direkt neben einem Pentium 166 auf einem Wafer produziert wurde. Zum Pentium 200 wurde der eine nur, weil er beim Test etwas weniger Abwärme erzeugte und somit die Spezifikationen eingehalten hat. Der Pentium 166 konnte auch auf 200MHz betrieben werden, benötigte dann aber mehr Kühlung... jaja, gute Alte OC Zeiten...

    Heute finde ich OC etwas sinnlos. Man kauft sich extra OC-Prozessoren (Intel K) und der Hersteller bestimmt sehr genau was man damit machen darf und was nicht, garantiert aber nicht einmal dafür. Super Gewinn für den Hersteller. Er muss für nichts garantierten bekommt aber Geld vom Käufer für ein "vielleicht kannst du ihn auch schneller betreiben, dein Risiko". Da kann man eigentlich auch gleich zu einem schnelleren Modell greifen welches die höheren Taktraten dann garantiert schafft.

    Aber ich schweife ab...
    Es war übrigens schon auch immer so, dass gerade langsamere Prozessoren ein "Abfallprodukt" der schnelleren Prozessoren waren die dann einfach beschnitten wurden. Intel hat ja sogar einmal versucht Features die vorhanden aber beschnitten sind per Freischaltcode zu verkaufen. So hätte auch ein Core i3 dann per Nachzahlung HTT bekommen können weil es im Chip ja vorhanden ist. Intel produziert ja nicht extra für die HTT-losen Prozessoren andere Prozessor-Die. Das wäre ja auch viel zu teuer. Stattdessen wird das aus Marketing-technischer Sicht einfach deaktiviert um den Anreiz für Core i5 zu behalten.
    Bei AMD war dies immer weniger ausgeprägt. Da galt meistens "was eh drin ist bleibt drin und der Kunde darf es auch nutzen". Deswegen waren auch die Athlon64 so beliebt für kleine und Home-Server mit ECC Speicher. Der Speicher-Controller kam vom Opteron und konnte ECC was AMD natürlich nicht künstlich deaktiviert hat. Viele Mainboard-Hersteller haben dann auch auf den billigen Desktop CPUs ECC unterstützt. Bei Intel musste man dafür Xeons kaufen.

    Naja, da gäbe es noch viele Beispiele. Aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass nVidia hier ein paar Chips mit allen Funktionseinheiten herausgepickt hat.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.06.18 12:51 durch SkyBeam.

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