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Wer braucht h264?

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  1. Wer braucht h264?

    Autor: Pitstain 23.05.20 - 12:32

    Ihr solltet schon erwähnen das dies wohl nur bei den 4:2:0 Presets besteht und die GPU Encoder taugen nicht viel. Die waren schon immer schnell aber super schlecht,selbst bei 40Mbit/s sieht man noch Artefakte bzw. sieht ähnlich aus wie ein 8Mbit 2 Pass VBR, auch der interne Encoder von Adobe von MainConcept kam nie an die von FFMPEG oder TMPEG herran, die zwar langsamer aber effektiver und besser sind.

    Jeder der Videoschnitt halbwegs professionell einsetzt, rendert zuletzt in mindestens 4:2:2@10bit raus und nutzt hier MXF Container mit DNXHD DNXHR oder ProRes Codecs in Profiqualität um ein sauberes Master zu erstellen, auch gerne h264 Intra, all das wird nicht von GPUs unterstützt.
    Darum geht es und nur das kann oder sollte man auch mit anderen Videoschnittprogrammen vergleichen. Man vergleicht sonst nur CPU mit GPU h264 encodern!

  2. Re: Wer braucht h264?

    Autor: ms (Golem.de) 23.05.20 - 12:49

    Ich weiß aus dem Kopf nicht was das 4K Youtube Preset bei Premiere Pro macht.

    Marc Sauter, Sr Editor
    Golem.de

  3. Re: Wer braucht h264?

    Autor: JouMxyzptlk 23.05.20 - 18:16

    Wieso h264 statt h265/vp9 kann ich dir beantworten.
    h264 ist immer noch das Maß der Dinge. Warum? Es gibt keine im Codec per default vorgegebenen Filter gegen Grain und so weiter. Es wird so encoded wie es kommt.
    Bei h265 wurde der "intra Frame" Filter eingeführt, welcher "nicht sichtbare" Dinge wegfiltert welche beim Encoden stören. Ragnar Yogeshwar und etliche andere sehen damit zehn oder zwanzig Jahre jünger aus, besonders auffällig wenn die Aufnahmequelle DVB-S ist welches eine hohe Bitrate hat. Wenn man den Strong-Intra Filter abschaltet ( --no-strong-intra-smoothing ) bekommt im Schnitt nur 10% kleinere Videodateien zu den Kosten von 10* längerer Kodierzeit. Hin und wieder ist h265 dann sogar größer.
    Vp9 ist zwar etwas besser, hat aber auch diese Filter, nur noch viel stärker. Oder "Intelligenter" wie so gerne gesagt wird. Das Ergebnis ist nicht gut genug für diese Kodierzeit welche benötigt wird um das gleiche Niveau zu erreichen.

    AV1, um genau zu sein SVT-AV1, hat die Möglichkeit diese Filter fein granuliert einzustellen oder komplett zu deaktivieren. Meine Nachfrage zu den Filtern dazu wurde auch von den Entwicklern beantwortet welche mir den Tipp gaben: https://github.com/OpenVisualCloud/SVT-AV1/issues/1293
    Und erreicht dann immer noch 30% bis 50% kleinere Videodateien als x264 bei gleicher visueller Qualität, wenn auch mit 0,5 fps statt 30-60 fps encoding speed (--rc 0 --qp 35 --preset 1 als Settings). Im Vergleich endlich ein richtiger Fortschritt.
    Die SVT-AV1 Leutchen haben tatsächlich Interesse daran was stabiles hinzubekommen, jeder meiner qualifizierte Bug reports mit reproduzierbaren Abstürzen wurde ernst genommen. Derzeit keine Abstürze mehr von AVT-AV1, aber in 0.8.3 sind die Fixes noch nicht drin.
    Wer es probieren will sollte bis 0.8.4 warten oder einen grünen auf "master" basierenden Build von https://ci.appveyor.com/project/tianjunwork/svt-av1/history nehmen.
    rav1e ist im Moment zwischen svt-av1 und den vp9/h265/h264 Encodern. So lange die Filter nicht abschaltbar sind oder fein granuliert getuned werden können sieht man es der Ausgabe an. Selbst wenn man rav1e mit Anime füttert kann man es noch sehen.

    Ultra HD ist LOW RES! 8K bis 16K sind mein Metier.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.05.20 18:19 durch JouMxyzptlk.

  4. Re: Wer braucht h264?

    Autor: AIM-9 Sidewinder 24.05.20 - 08:05

    Wow. Supercool diese Informationen. Vielen Dank!

    Das kann ich unserem Videomacher sagen, der weiß das vermutlich nicht.

  5. Re: Wer braucht h264?

    Autor: Pitstain 24.05.20 - 12:11

    Also, um das rausgerenderte File zu checken entweder Mediainfo Tool nutzten oder ganz einfach MPC Home Player, hier steht dann auch alles drin an Infos was man braucht.

    Klar, h264 für Consumerformat zuletzt oder zum anschauen alles klar, aber doch nie als Master??
    Bei Ton ist es doch ähnlich, ich render doch nicht ein popliges MP3 zuletzt raus?
    Man erstellt sich sein Masterfile in wenigstens 24Bit mit seiner DAW unkomprimiert, davon zieht man sich dann egal mit welchen Programm seine verschiedenen Versionen für die entsprechenden Anwendungen oder Verbreitungswege.

    Bei Video genauso, also spätestens im Semiprofibereich, selbst wenn man nur h264 Material von Actioncams oder DSLR hat die meistens in 4:2:0 und schon mit knapper Bitrate sind, arbeitet man dann wenigstens ab Schnittprogramm im 4:2:2:@10Bit Codec weiter um keine weiteren Verschlechterungen zu bekommen.
    Wer Gamingvideos oder ähnliches macht, sollte komplett im RGB / 4:4:4 Modus bleiben, selbst beim rausrendern!!!
    Der Tip dann dazu, wer ein 4:2:2 oder 4:4:4 Master im Proficodec zu Youtube als Beispiel hochläd, hier kann man ja auch um etwas Speicherplatz zu sparen ein h264 machen aber in der Farbauflösung und hoher Bitrate, der wird dann auch merken das die Bildqualität zunimmt, denn Youtube macht ja immer ein Reencoding und macht nur 4:2:0, so fällt eine Verschlechterung schonmal weg, als wenn man alles schon in 4:2:0 hochläd.
    Man muß natürlich immer die Verhältnismäßigkeit beachten und das Ursprungsmaterial sehen.

    Also Kurzum, für hochwertigen Videoschnitt immer Proficodecs nehmen, die verbrauchen mehr Platz, sind aber besser und ansich eh schon schneller im rausrendern, ProRes und DNXHR ist sehr CPU sparsam, hier zählt nur HDD/SSD Speed.
    Von den Mastern kann man sich dann ohne Probleme mit FFMPEG oder anderen Tools hochwertige 2Pass H264 o.ä. ziehen zum normalen anschauen oder weiterverbreiten.

  6. Re: Wer braucht h264?

    Autor: Eheran 25.05.20 - 18:38

    >Mediainfo
    +1, ist immer nur einen Rechtsklick weit entfernt ;)

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