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Tote Pumpe

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  1. Re: Tote Pumpe

    Autor: plutoniumsulfat 05.06.16 - 13:08

    Klar, aber bei dem Laptop geht selbst bei Wasser auch häufig gleich das Board flöten. Die Tastatur mag das ja sowieso nicht ;)

  2. Re: Tote Pumpe

    Autor: plutoniumsulfat 05.06.16 - 13:17

    Methylisobutylketon wird aus Aceton hergestellt, es sind jedoch zwei verschiedene Stoffe. Klar, entzündlich sind beide Stoffe, aber Alkohol ist das ebenso. Wenn man das ganze jedoch in einem geschlossenen System einsetzt, sollte das kein Problem darstellen.

    Methylisobutylketon und Aceton sind dabei jedoch keine Kohlenwasserstoffe.

    Aceton ist genauso gesundheitsschädlich wie jeder andere Stoff auch. Es entfettet, gut und man kann sich gut in Narkose versetzen ;) Das schafft man aber mit einer unzählige Anzahl an anderen Stoffen genauso...z.B Alhohol ;)

    Aceton ist in der Hinsicht gar nicht aggressiv, das Styropor löst sich einfach nur auf. Es findet ja nicht mal eine Reaktion statt.

  3. Re: Tote Pumpe

    Autor: Ach 05.06.16 - 15:10

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar, aber bei dem Laptop geht selbst bei Wasser auch häufig gleich das
    > Board flöten. Die Tastatur mag das ja sowieso nicht ;)


    Vielleicht mal mit destiliertem Wasser probieren? :]

    Hast du denn ein Beispiel dafür? Ich hab mal erlebt wie eine Kommilitonin ihr zwei Wochen junges Notebook mit Apfelsaft tötete. Zum Glück hatte die beim Kauf eine Versicherungen abgeschlossen. Nochmal verdammtes Schwein gehabt :].

  4. Re: Tote Pumpe

    Autor: plutoniumsulfat 05.06.16 - 15:33

    Wer trinkt denn bitte destilliertes Wasser? :D

    Hab auf jeden Fall schon ein Notebook in der Hand gehabt, was nach dem Verschütten nicht mehr richtig starten wollte. Irgendwo war noch Strom, aber booten konntest du vergessen. Habe aber nicht gesehen wie wieviel Wasser verschüttet wurde ;)

  5. Re: Tote Pumpe

    Autor: Ach 05.06.16 - 16:34

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer trinkt denn bitte destilliertes Wasser? :D

    Ich habe mich damit auf das Experiment bezogen, im RL Versuch studieren wie sich ein Unfall beim Spielen mit einer Wakü auf das Systemverhalten auswirkt :]. Aber ok, ich sehe das wir inzwischen schon an ganz anderer Stelle angelangt sind in der Unterhaltung.

    > Hab auf jeden Fall schon ein Notebook in der Hand gehabt, was nach dem
    > Verschütten nicht mehr richtig starten wollte. Irgendwo war noch Strom,
    > aber booten konntest du vergessen. Habe aber nicht gesehen wie wieviel
    > Wasser verschüttet wurde ;)

    War der Fehler denn permanent? Man sollte die Probleme die eine nasse Tastatur verursacht auch nicht aus dem Blick verlieren. Da sind dann vielleicht ein oder mehrere Tasten dauerüberbrückt, und man wundert sich welche Hardware es denn jetzt wohl wieder zerrupft haben könnte, weil die Reaktion genau die selbe ist, das Gerät spinnt total und macht ganz willkürliche Dinge :].

  6. Re: Tote Pumpe

    Autor: plutoniumsulfat 05.06.16 - 16:53

    Achso, ich habe mich eher auf deine Aussage bezogen:

    > Du kannst über deinen Computer einen Eimer Wasser ausschütten und es wird nichts passieren.

    Bei einer WaKü mit destilliertem Wasser ist das natürlich nicht ganz so gefährlich.

    Der Fehler beim Laptop war permanent. Sogar ein Tausch der Tastatur hat nicht geholfen.

  7. Re: Tote Pumpe

    Autor: Sharra 05.06.16 - 17:32

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Achso, ich habe mich eher auf deine Aussage bezogen:
    >
    > > Du kannst über deinen Computer einen Eimer Wasser ausschütten und es wird
    > nichts passieren.
    >
    > Bei einer WaKü mit destilliertem Wasser ist das natürlich nicht ganz so
    > gefährlich.
    >
    > Der Fehler beim Laptop war permanent. Sogar ein Tausch der Tastatur hat
    > nicht geholfen.


    Dann hats durch den Kurzschluss in der Tastatur wohl den Controller mit zerrissen. Strom fließt eben, bis er nicht mehr weiter kann, folglich kann alles, was dran hängt, betroffen sein. Bei normalen Tastaturen kann man die Kontakte oftmals auch so gut reinigen und trocken, wie man möchte, wenn der Chip, der alles kontrolliert, etwas abbekommen hat, bringt alles nichts.

  8. Re: Tote Pumpe

    Autor: Ach 05.06.16 - 17:40

    >Bei einer WaKü mit destilliertem Wasser ist das natürlich nicht ganz so gefährlich.

    Eigentlich war mit dem Eimer Wasser auch ein ganzer Eimer destilliertes Wasser gemeint. Das ist in der Euphorie vielleicht etwas unter gegangen, aber die Vorfälle die ich mit meinen Boards hatte, geschahen ja auch alle mit destilliertem Wasser.

    >Der Fehler beim Laptop war permanent. Sogar ein Tausch der Tastatur hat nicht geholfen.

    Schon mal beruhigend, dass ihr so schlau auch schon ward :]. Ansonsten ist es schade, dass man da nicht so leicht drauf kommen kann, was denn nun eigentlich kaputt gegangen ist, das wäre nämlich sehr interessant. Das Wasser könnte etwa Schmutz und Staub zu einer neuen permanenten Verbindung aufgespühlt haben, wenn die Hardware vorher sehr warm war könnte es durch die Abkühlung zu einem Riss/Bruch gekommen sein, oder es war eben ein klassischer Kurzschluss der ein Bauteil zerstörte. Festhalten kann man jedenfalls dass Leitungswasser auf Grund seiner direkten Leitfähigkeit eine sehr viel zerstörerische Wirkung hat. Ein zweiter Grund neben dem Kalk, warum man Leitungswasser meiden sollte.

  9. Re: Tote Pumpe

    Autor: plutoniumsulfat 05.06.16 - 17:40

    Aber dann müsste der Laptop an sich ja noch funktionieren, oder?

  10. Re: Tote Pumpe

    Autor: Ach 05.06.16 - 19:28

    >entzündlich sind beide Stoffe, aber Alkohol ist das ebenso.

    Ja natürlich ist Alkohol entzündlich, im Endeffekt ist alles entzündlich, die Frage ist immer: wie hoch ist die Entzündungstemperatur, wie lange brennt es und wie warm ist die Flamme, bilden sich entzündliche Gase, usw., und da ist Aceton eben ganz anders aufgestellt als Alkohol. Mit "Ebenso" machst du dir es ein bisschen zu einfach :].


    >Wenn man das ganze jedoch in einem geschlossenen System einsetzt, sollte das kein Problem darstellen.

    Für deine Versuche in deinem Hobbykeller wird das gut genug sein, für Raijintek in deren Labor/Werkstatt ebenso, aber am Tüv kommt man mit solchen Stoffen und in dieser Art von Gefäß ziemlich sehr wahrscheinlich nicht vorbei.


    >Methylisobutylketon und Aceton sind dabei jedoch keine Kohlenwasserstoffe.
    Warum sind das plötzlich keine Kohlenwasserstoffe? Aceton = C3H6O?


    >Aceton ist genauso gesundheitsschädlich wie jeder andere Stoff auch.
    ???

    >Das schafft man aber mit einer unzählige Anzahl an anderen Stoffen genauso...z.B Alhohol

    Wie gesagt, jeder ernsthaften Betrachtung findet weit nördlich jeder Versimpelung durch Absolut Setzen statt. Du musst den Alkohol in ein Verhältnis zu dem Aceton bringen, und dann ablesen, welcher der beiden der "wirkungsvollere" ist und um welchen Betrag er das ist, das ist doch irgendwo auch klar.

    >Aceton ist in der Hinsicht gar nicht aggressiv, das Styropor löst sich einfach nur auf. Es findet ja nicht mal eine Reaktion statt.

    Also nach meinem bescheidenen chemischen Wissen, gibt es die Katalyse, bei der ein eine chemische Reaktion auslösender Stoff unverändert bleibt, das trifft schon mal in dem Fall nicht zu, denn es mischt sich ja das Styropor in die Flüssigkeit. Es gibt zweitens die Emulsion(Milch), was eigentlich keine Mischung ist sondern kleinste Kügelchen von Stoff B die in einer Flüssigkeit A fein verteilt schwimmen, und es gibt die Chemische Verbindung. Das Styropor ist tatsächlich komplett im Aceton gelöst, da sind keine kleinen Styroporteilchen mehr die umherschweben, ergo kann es sich nur um eine chemische Verbindung handeln, und wenn man die Temperatur vor und nach dem Auflösevorgang misst, wird man auch mit ziemlicher Sicherheit die Wirkung der Reaktion dieser beiden Molokühle ablesen können.

  11. Re: Tote Pumpe

    Autor: Sharra 05.06.16 - 19:29

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber dann müsste der Laptop an sich ja noch funktionieren, oder?


    Nein, nicht zwangsläufig. Wenn ein Controller hinüber ist, und selbst evtl. auch einen Kurzschluss hat, kann der Rest in den Sicherheitsmodus gehen, und einfach nicht mehr reagieren. Immerhin ist ja was defekt. Je nachdem, wie der Rest auf solche Vorfälle reagiert, kann der gesamte Laptop dann erst einmal unbenutzbar sein. Das ist zwar für den User erst einmal ärgerlich, aber das erleichtert allerdings auch die Reparatur, da nicht noch mehr Schaden nimmt. Dass, in der Praxis, kaum jemand etwas daran repariert, sondern maximal ausgetauscht wird, ist da erst einmal egal.

  12. Re: Tote Pumpe

    Autor: Sharra 05.06.16 - 19:34

    Öhm nein. Um etwas zum brennen zu bringen, brauchst du Sauerstoffreaktion. Wenn etwas, ums verrecken nicht, mit Sauerstoff reagiert, brennt es auch nicht.

    In der Chemie gibt es zwar auch noch Nicht-Sauerstoff-Brände, aber das ist nicht das, was der Durchschnittsbürger als Brand versteht. Und selbst da braucht man einen Ersatzstoff für Sauerstoff. Fehlt dieser, wird es allgemein nichts damit.
    Dann kannst du die Temperatur so hoch drehen, wie du willst, du wirst dann eher in die Fusion kommen, als einen Brand auszulösen.

  13. Re: Tote Pumpe

    Autor: Ach 05.06.16 - 19:53

    Im Prinzip sind wir uns einig. Einfache Versimpelungen funktionieren in den seltensten Fällen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.06.16 20:05 durch Ach.

  14. Re: Tote Pumpe

    Autor: plutoniumsulfat 05.06.16 - 23:37

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >entzündlich sind beide Stoffe, aber Alkohol ist das ebenso.
    >
    > Ja natürlich ist Alkohol entzündlich, im Endeffekt ist alles entzündlich,
    > die Frage ist immer: wie hoch ist die Entzündungstemperatur, wie lange
    > brennt es und wie warm ist die Flamme, bilden sich entzündliche Gase, usw.,
    > und da ist Aceton eben ganz anders aufgestellt als Alkohol. Mit "Ebenso"
    > machst du dir es ein bisschen zu einfach :].

    Stimmt, Aceton ist da etwas kritischer ;)

    > >Wenn man das ganze jedoch in einem geschlossenen System einsetzt, sollte
    > das kein Problem darstellen.
    >
    > Für deine Versuche in deinem Hobbykeller wird das gut genug sein, für
    > Raijintek in deren Labor/Werkstatt ebenso, aber am Tüv kommt man mit
    > solchen Stoffen und in dieser Art von Gefäß ziemlich sehr wahrscheinlich
    > nicht vorbei.

    Komm, wie lange hat man Thermometer mit Quecksilber eingesetzt? Und was ist heute mit Energiesparlampen? Geschlossene Systeme, die der Verbraucher nicht zu öffnen hat, haben zwar erhöhte Sicherheitsbestimmungen, aber es nicht unmöglich, auch dafür eine Zulassung zu bekommen.

    > >Methylisobutylketon und Aceton sind dabei jedoch keine
    > Kohlenwasserstoffe.
    > Warum sind das plötzlich keine Kohlenwasserstoffe? Aceton = C3H6O?

    Ja, das ist bereits ein O zuviel.

    > >Aceton ist genauso gesundheitsschädlich wie jeder andere Stoff auch.
    > ???

    Aceton ist nicht giftig oder besonders gesundheitsschädlich. Da ist der Alkohol im Bier etwa genauso schädlich und den trinkt man immerhin freiwillig.

    > >Aceton ist in der Hinsicht gar nicht aggressiv, das Styropor löst sich
    > einfach nur auf. Es findet ja nicht mal eine Reaktion statt.
    >
    > Also nach meinem bescheidenen chemischen Wissen, gibt es die Katalyse, bei
    > der ein eine chemische Reaktion auslösender Stoff unverändert bleibt, das
    > trifft schon mal in dem Fall nicht zu, denn es mischt sich ja das Styropor
    > in die Flüssigkeit. Es gibt zweitens die Emulsion(Milch), was eigentlich
    > keine Mischung ist sondern kleinste Kügelchen von Stoff B die in einer
    > Flüssigkeit A fein verteilt schwimmen, und es gibt die Chemische
    > Verbindung. Das Styropor ist tatsächlich komplett im Aceton gelöst, da sind
    > keine kleinen Styroporteilchen mehr die umherschweben, ergo kann es sich
    > nur um eine chemische Verbindung handeln, und wenn man die Temperatur vor
    > und nach dem Auflösevorgang misst, wird man auch mit ziemlicher Sicherheit
    > die Wirkung der Reaktion dieser beiden Molokühle ablesen können.

    Es gibt noch mehr Varianten, aber das ist hier ist sclicht ein physikalischer Prozess. Es werden keine Verbindungen aufgetrennt oder neu gebildet. Das Styropor bleibt tatsächlich unverändert, nur die vorher umschlossene Luft ist entwichen. Styropor ist einfach empfindlich gegenüber unpolaren Lösungsmitteln. Oder findest du, dass Butan eine aggressive Substanz ist? Es sieht einfach aus wie eine Säurereaktion, ist aber nicht mehr, als wenn ich Ethanol in Wasser schütte.

  15. Re: Tote Pumpe

    Autor: Ach 06.06.16 - 05:31

    >Komm, wie lange hat man Thermometer mit Quecksilber eingesetzt? Und was ist heute mit Energiesparlampen? Geschlossene Systeme, die der Verbraucher nicht zu öffnen hat, haben zwar erhöhte Sicherheitsbestimmungen, aber es nicht unmöglich, auch dafür eine Zulassung zu bekommen.

    Beide male wird das Quecksilber eingeschweißt in Glas aufbewahrt, Das Aceton dagegen läuft durch Kunststoffschläuche. Thermometer wie Leuchtstoffröhre sind Erfindungen aus einer Zeit, in der man es sehr viel locker nahm mit dem Verbraucherschutz, und bei so einer langen Gerätegeschichte spielt dann auch Tradition eine gewisse Rolle. Quecksilber ist ein Langzeitgift, bei Aceton geht es aber nicht um die Giftigkeit allein, und eher um die Brandgefahr. Zudem wird das Aceton erhitzt, man kann auch nicht ausschließen, dass im Fall der Fälle ein gefährlicher Druck entstehen kann(z.B. wenn bei hoher Belastung die Lüfter ausfallen). Sollte das Aceton austreten, dann bilden von der Wärme angetrieben, um so schnell explosive Gase(Bereits 40 bis 50C Mindesttemperatur sind nicht wenig). Und diese Gase bilden sich in einer Umgebung, in der potenziell Funken entstehen, und in der Bauteile sehr heiß werden können.

    Ich würde mir da selber schon so meine Gedanken machen, einen Rechner mit einem großen Renderauftrag zu beschicken, und dann die Wohnung zu verlassen, wenn dieser Rechner einen Acetonkühler verbaut hätte. Wenn selbst Reservekanister im Auto inzwischen verboten sind, und auch bei Klimaanlagen sind flammbare Medien eigentlich verboten, und nun herrscht der große Streit um die Brennbarkeit eines Kühlmediums das Mercedes als nicht brennbar angegeben hatte aber ein paar Französische Tester das Gegenteil bewiesen haben. In unserem Fall sprechen wir dagegen von Plasikschläuchen und von höheren Temps als in jeder Klimaanlage. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass bei diesem Hintergrund eine Firma wie Raijintek
    so ein Gerät so einfach zugelassen bekommt. Ich wollte auch nicht Raijintek sein, falls eben doch mal etwas passiert.

    >Ja, das ist bereits ein O zuviel.

    Tatsächlich, Kohlenwasserstoffe definieren sich durch ihre chemischen Ketten, die sich ausschließlich aus C und H Atomen bilden. Dankeschön! Wieder was dazu gelernt :].

    >Aceton ist nicht giftig oder besonders gesundheitsschädlich. Da ist der Alkohol im Bier etwa genauso schädlich und den trinkt man immerhin freiwillig.

    Aceton ist ja Wasserlöslich. Würdest du eine 10% Acetonlösung trinken? Das entspräche ungefähr einem leichten Wein, sollte also kein Problem sein :]. Oder mal etwas Aceton einen Long Drink beigemengt? Würde auch eine interessante Geruchsnote ergeben :]. Also ich weiß nicht, ich traue dem medizinisch nicht wirklich. Wie sind die Nebenwirkungen? Kannst du da Auswirkung wie der von Ethanol von dem man erblindet, sicher ausschließen?

    >Es gibt noch mehr Varianten, aber das ist hier ist sclicht ein physikalischer Prozess. Es werden keine Verbindungen aufgetrennt oder neu gebildet. Das Styropor bleibt tatsächlich unverändert, nur die vorher umschlossene Luft ist entwichen. Styropor ist einfach empfindlich gegenüber unpolaren Lösungsmitteln. Oder findest du, dass Butan eine aggressive Substanz ist? Es sieht einfach aus wie eine Säurereaktion, ist aber nicht mehr, als wenn ich Ethanol in Wasser schütte.

    Hmm, wie nennt man dann dieses Gemisch? Handelt sich dabei um das, was man eine klassische Lösung nennt? Und ist das Ethanol in Wasser dann ebenfalls eine Lösung? Interessant, dann müsst man die beiden Flüssigkeiten ja leicht mit z.B. einer Zentrifuge von einander trennen können, oder das gelöste Styropor würde sich am Boden absetzen, wenn man lange genug wartet?

    Aber unabhängig davon ob das Aceton sich nicht mal mit dem Kunststoff verbinden und ihn nur auflösen will, greift die Flüssigkeit die Schläuche über die Jahre sicher mehr an als das Wasser. Hinzukommt die sehr geringe Viskosität/hohes Krichverhalten. Die Abdichtung muss entsprechend darauf ausgelegt sein. Es gibt da IMHO schon ein paar recht gewichtige Argumente gegen solche Kühlmedien. Und falls ein Hersteller darauf zurückgreifen wollte, müsste er sicherstellen, dass alle diese Bedenken gelöst wären, wobei das Ergebnis mit 40 bis 50 C Kühlmitteltemp aber nicht mal einen so großen Fortschritt darstellen würde. Hinzukommt die Eigenschaft auf die xk2 hingewiesen hat. Alle diese Stoffen kommen nicht annähernd an die Wärmedichte von H2O heran.

  16. Re: Tote Pumpe

    Autor: plutoniumsulfat 06.06.16 - 12:43

    Wenn die Lüfter ausfallen, funktioniert das System nicht mehr. Die CPU überhitzt sich innerhalb kürzester Zeit und schaltet ab. Man muss nur ein geeignetes Material für die Schläuche finden, das eben nicht die Wirkung wie Styropor zeigt.

    Wenn man von Ethanol erblinden würde, dann hätte ja niemand mehr Augen im Kopf ;) Du meinst sicher Methanol. Aber nein, so eine Lösung würde ich natürlich nicht trinken. Ich würde aber auch keine Lösung von 10% Essigsäure trinken (ganz abgesehen von der wenn auch schwachen Säurewirkung), denn die ist z.B. noch "giftiger" als Aceton. Überhaupt würde ich nichts zu mir nehmen, was nicht als Lebensmittel deklariert ist. Andererseits sind selbst einige Lebensmittel gefährlicher, z.B. eine Flasche Wasser mit 10%iger Salzlösung. Die "Giftigkeit" dieser Stoffe ist jedoch so hoch, dass niemand solche Mengen aus Versehen zu sich nimmt.

    Ja, es ist ganz klassisch eine Lösung. Ethanol in Wasser ist auch eine Lösung. In dem Fall müsstest du das Aceton einfach verdampfen lassen. Zurück bleibt nämlich eine Folie ;)

    Klar, da müsste man entsprechende Materialien finden. Aber ich denke mal, dass es da genug Auswahl gibt ;)

  17. Re: Tote Pumpe

    Autor: Ach 06.06.16 - 16:31

    >Wenn die Lüfter ausfallen, funktioniert das System nicht mehr. Die CPU überhitzt sich innerhalb kürzester Zeit und schaltet ab.

    Bisschen dünne. Das ist eine Sicherheit nach dem Motto: "Wenn alles nach Plan läuft dann...". Man will aber eine mehrfache Sicherheit. Was wenn irgendein Draufgänger seine Schläuche an einem heißen Bauteil entlang verlegt und der Kunststoff einer über Jahre andauernden relativ großen Erwärmung/Abkühlung ausgesetzt ist? Man muss auch mit der Leichtsinnigkeit von Leuten rechnen, mit Konstruktionsfehlern und ungünstigen Umständen und dafür ein Failsafe parat haben.

    >Man muss nur ein geeignetes Material für die Schläuche finden, das eben nicht die Wirkung wie Styropor zeigt.

    Langzeitwärmeresistent, langzeitdruckresistent, langzeitresistent gegenüber der Chemikalie Aceton u.Ä., über Jahre weich und biegsam. Es gibt schon einen Grund warum man bei Kühlanlagen, die mit der Aggregatzustandsänderung von Flüssigkeiten arbeiten, durch die Bank auf Metallleitungen zurückgreift. Also mich überzeugen die Argumente schon ziemlich. Wenn du meinst, dass das alles keine Rolle spielen würde, und die Fragen sich durch ein paar gute Beziehungen in Wohlgefallen auflösen würden, na dann bitte :]. Mir ist es jetzt keinen Streit wert.

    Ups, und danke für den Hinweis mit dem Methanol natürlich :].

    >Aber nein, so eine Lösung würde ich natürlich nicht trinken. Ich würde aber auch keine Lösung von 10% Essigsäure trinken (ganz abgesehen von der wenn auch schwachen Säurewirkung), denn die ist z.B. noch "giftiger" als Aceton. Überhaupt würde ich nichts zu mir nehmen, was nicht als Lebensmittel deklariert ist. Andererseits sind selbst einige Lebensmittel gefährlicher, z.B. eine Flasche Wasser mit 10%iger Salzlösung. Die "Giftigkeit" dieser Stoffe ist jedoch so hoch, dass niemand solche Mengen aus Versehen zu sich nimmt.

    Da sind wir eigentlich auf dem ziemlich selben Level. Warum ich die Frage mit dem selber trinken stellte, geht auch eher auf deine Aussage mit dem Bier zurück: "Da ist der Alkohol im Bier etwa genauso schädlich und den trinkt man immerhin freiwillig."

    Naja, ich habe mir eben nur versucht ein Bild davon zu machen, was es mit dieser Technik auf sich hat, was der Grund sein könnte warum das so lange dauert und was davon im Endeffekt zu erwarten ist. Und das Bild dessen ist, sagen wir mal, durchwachsen. Eine Kühlmitteltemp von 45°C schafft eine gute AIO eben auch. Bleibt als einziger Vorteil der Verzicht auf die Pumpe, den man sich durch einige Zwänge(Radiator immer nach oben/nicht erweiterbar) und Risiken erkauft. Dabei gibt es aber auch kaum hörbare Pumpen und die Preise für sehr Leitungsfähige AIO Kühler sind mittlerweile auf einem fast schon schockierend niedrigem Stand angelangt(Liquid Freezer 240). Tja, und von der anderen Seite drücken dann die bewährten Headpipes, die über die Bank die besseren Eigenschaften besitzen mit Ausnahme der Beweglichkeit der Leitungen. In diesen kleinen Spalt, der sich da zwischen Headpipes und Waküs auftut, will sich nun dieses System mit seiner mäßigen Kühlleistung platzieren. Nun denn, viel Glück Raijintek, und gegen eine Erweiterung des Wissensspektrums ist ja auch nie etwas einzuwenden :](meine ich ehrlich, die Erfahrungen die man dort sammelt, wird man zu irgendeinem Zeitpunkt sicher interdisziplinär verwenden können).

  18. Re: Tote Pumpe

    Autor: plutoniumsulfat 06.06.16 - 17:48

    Stimmt, es wird immer irgendeinen dummen geben. Aber ich denke mal, dass zumindest die Möglichkeit besteht, so ein System zulassen zu können.

    Klar, Metalle sind da deutlich besser geeignet. Ich wollte nur darauf hinaus, dass Aceton nicht wirklich besonders aggressiv ist, sondern der Versuch mit Styropor eben eine reine Lösungsreaktion ist. Demnach wäre ja auch Wasser sehr aggressiv gegenüber Salz ;) Man braucht "einfach nur" ein Material, was gegen unpolare Lösungsmittel beständig ist. Naja, oder man tauscht eben das Aceton gegen was anderes :P

    Der Vorteil hier ist eben die nicht vorhandene Pumpe. Vielleicht lässt sich das auch mal auf echte Wasserkühlungen anwenden, damit man auch eine beinahe lautlose Kühlung hinbekommt (bei gleichzeitig guten Komponenten, ein Celeron passiv zu kühlen ist ja nun wirklich kein Wunder ;)). Die AiOs sind eigentlich zu teuer, um in Sachen Kühlleistung oder Lautstärke irgendeinem der Systeme wirkliche Konkurrenz zu machen.

  19. Re: Tote Pumpe

    Autor: Ach 06.06.16 - 20:12

    >Ich wollte nur darauf hinaus, dass Aceton nicht wirklich besonders aggressiv ist, sondern der Versuch mit Styropor eben eine reine Lösungsreaktion ist.

    Die Message kam an :].

    > Die AiOs sind eigentlich zu teuer, um in Sachen Kühlleistung oder Lautstärke irgendeinem der Systeme wirkliche Konkurrenz zu machen.

    Ab ein paar 40¤ für die billigsten und ab 70¤ für eine richtig gute AIO, und von unten kommend verteidigen die einfachen und bewährten Headpipes ihre Stellung. Da zwischen müsste wie gesagt, dieses System dann seine Nische finden.

    Ok, aber viel wichtiger ist, jedenfalls für mich, dass ich in der Unterhaltung nicht wenig erfahren habe über die sich anbietende Chemie, die theoretische Reichweite und Leistungsfähigkeit und die umgebenden Parameter der Technik von Verdampfungskühlern, und ich hoffe dass es nicht nur mir so geht, dann wäre es optimal :].


    Schöne Grüße, Ach

  20. Re: Tote Pumpe

    Autor: plutoniumsulfat 06.06.16 - 22:53

    Das ist es ja: Für 70 Euro gibt's schon sehr gute Luftkühler. Warum also die AiO? Die lohnt sich halt nicht so oft.

    Es ist immer schön, aus einer Unterhaltung viel mitnehmen zu können und da bist du nicht allein ;) Passiert mir ja viel zu oft, dass ich viele Argumente gar nicht bedenke und dann meine Meinung auf einer unfertigen Informationsbasis bilde. Von daher war das super :)

    Schöne Grüße, plutoniumsulfat :P

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