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Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

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  1. Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: WebNeuland 06.04.17 - 09:05

    Bis kurzem gab es wenigstens noch Gründe CDs oder Vinyls zu kaufen um lossless zu erhalten. Der Aspekt ist wohl jetzt nicht mehr relevant. Außer Sammlern kauft das jetzt wohl niemand mehr.

    Traurig nur das Artisten sogut wie nix durch Spotify gewinnen...

  2. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: Trollversteher 06.04.17 - 09:10

    >Bis kurzem gab es wenigstens noch Gründe CDs oder Vinyls zu kaufen um lossless zu erhalten. Der Aspekt ist wohl jetzt nicht mehr relevant. Außer Sammlern kauft das jetzt wohl niemand mehr.

    Naja, aber eigentlich stand dabei der Sammelaspekt immer deutlich im Vordergrund, sowie die Tatsache, dass Vinyl alles andere als "lossless" ist, sondern, im Gegenteil, dem Signal ihre ganz eigene, von vielen als angenehm empfundene Verfärbung verleiht. Zumal man auch mit einem Erwerb des Albums als lossless Download immer noch sicherer fährt, als mit einem Abo, das einen nur so lange auf seine Musiksammlung zugreifen lässt, solange man dort Kunde bleibt...

    >Traurig nur das Artisten sogut wie nix durch Spotify gewinnen...

    Das ist allerdings wahr...

  3. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: Dino13 06.04.17 - 09:29

    WebNeuland schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Traurig nur das Artisten sogut wie nix durch Spotify gewinnen...

    Wie kommt man denn darauf, dass es so wäre? Ist der Anteil für die Musiker denn so viel kleiner als bei einer CD?

  4. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: Trollversteher 06.04.17 - 09:31

    >Wie kommt man denn darauf, dass es so wäre? Ist der Anteil für die Musiker denn so viel kleiner als bei einer CD?

    Ja, ist er. Er ist geradezu mikroskopisch verschwinden klein verglichen mit Kauf-Content bei zB iTunes oder amazon und erst Recht verglichen mit einer CD.

  5. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: PiranhA 06.04.17 - 09:32

    WebNeuland schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bis kurzem gab es wenigstens noch Gründe CDs oder Vinyls zu kaufen um
    > lossless zu erhalten. Der Aspekt ist wohl jetzt nicht mehr relevant. Außer
    > Sammlern kauft das jetzt wohl niemand mehr.

    Gabs vorher auch schon bei Wimp oder Tidal.

    > Traurig nur das Artisten sogut wie nix durch Spotify gewinnen...

    Die Einnahmen könnten sicherlich gerechter verteilt werden, aber dass der Musikmarkt gerade wegen Streaming nach einer langen Durststrecke wieder zulegt, spricht eigentlich für sich. Der Markt bricht nicht ein, sondern im Schnitt geben die Leute dank Streaming wieder mehr Geld für Musik aus. Für die Verteilung von Label zu den Künstlern, kann ja Spotify nichts.

  6. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: Dino13 06.04.17 - 09:34

    Wenn man davon ausgeht das eine Person nur einmal sich das Album anhört dann vielleicht. Andererseits macht man das bei guter Musik sicherlich nicht. Hinzu kommt das mehr menschen sich das Album anhören, welche man sonst unter Umständen so einfach nicht erreicht hätte.

    Mich würde es aber echt interessieren. Wie viel Musiker an so einem Album ungefähr verdienen. Konzerte sind da sowieso die viel wichtigere Einnahmequelle.

  7. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: Trollversteher 06.04.17 - 09:37

    >Der Markt bricht nicht ein, sondern im Schnitt geben die Leute dank Streaming wieder mehr Geld für Musik aus.
    >Für die Verteilung von Label zu den Künstlern, kann ja Spotify nichts.

    Falsch, dafür können die Label nichts, denn das "Nadelöhr" sind in diesem Zusammenhang nicht die Label, sondern der Umsatz von Spotify, der nicht ausreicht, um den Künstlern einen halbwegs angemessenen Anteil zu zahlen. Also müsste Spotify entweder die Abopreise anheben, mehr Werbeeinnahmen bei den kostenfreien Abos generieren oder letztere komplett abschaffen, um einen halbwegs angemessenen Anteil zahlen zu können.

  8. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: Dino13 06.04.17 - 09:39

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    um den Künstlern einen halbwegs angemessenen Anteil zu zahlen

    Was und wie viel soll das genau sein?

  9. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: Trollversteher 06.04.17 - 09:45

    >Wenn man davon ausgeht das eine Person nur einmal sich das Album anhört dann vielleicht. Andererseits macht man das bei guter Musik sicherlich nicht. Hinzu kommt das mehr menschen sich das Album anhören, welche man sonst unter Umständen so einfach nicht erreicht hätte.

    Nein, auch wenn man sich das Album hundert mal anhört, bekommt der Künstler immer noch deutlich weniger als für eine CD.

    >Mich würde es aber echt interessieren. Wie viel Musiker an so einem Album ungefähr verdienen. Konzerte sind da sowieso die viel wichtigere Einnahmequelle.

    Hier ist eine, wie ich finde, sehr schöne Übersicht über die Einnahmen über verschiedene Medien. Dort wird aufgezeigt, wie viele Einheiten ein Künstler über das jeweilige Medium verkaufen müsste, um auf einen Mindestlohn von $1160 im Monat zu kommen.

    http://www.informationisbeautiful.net/2010/how-much-do-music-artists-earn-online/

  10. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: PiranhA 06.04.17 - 09:45

    Bereits heute wird mehr als die Hälfte des Umsatz mit Streaming gemacht. Also mehr als mit Download und CD-Verkäufe zusammen.

    > Die gesamten Endkundenumsätze mit Musikaufnahmen sind um gut elf Prozent auf 7,45 Milliarden Dollar (7,13 Milliarden Euro) gestiegen. Damit stellte das Streaming-Geschäft 51 Prozent der gesamten Umsätze, und es konnte die Rückgänge in anderen Bereichen mehr als wettmachen.
    [www.heise.de]

    Deutschland hinkt da vielleicht noch etwas hinterher, aber weltweit und vor allem in den USA sieht das halt anders aus. Aber auch hier ist vor allem Streaming für die Zuwächse verantwortlich.
    [www.heise.de]



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.17 09:49 durch PiranhA.

  11. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: Trollversteher 06.04.17 - 09:46

    >Was und wie viel soll das genau sein?

    Soviel, dass er von seiner Profession halbwegs leben kann?

    Hier ist eine Infografik, die den Unterschied zwischen CD und Streaming sehr eindrucksvoll darstellt. Und dabei wird nur von einem sehr bescheidenen Mindesteinkommen von $1160 ausgegangen:

    http://www.informationisbeautiful.net/2010/how-much-do-music-artists-earn-online/

  12. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: Trollversteher 06.04.17 - 09:53

    >Bereits heute wird mehr als die Hälfte des Umsatz mit Streaming gemacht. Also mehr als mit Download und CD-Verkäufe zusammen. Deutschland hinkt da vielleicht noch etwas hinterher, aber weltweit und vor allem in den USA sieht das halt anders aus.

    Das sind aber die Umsätze der Musikindustrie, nicht der Künstler. Dass die absoluten Mainstream-Top-Stars auch über Streaming noch soviel einbringen, dass die Industrie als Ganzes wieder ganz gut dasteht, kann wohl keiner bestreiten. Aber Bands und Musiker, die etwas jenseits des Mainstreams platziert sind und keine zwanzig Millionen Streams pro Monat erzielen können, für die ist es heutzutage ungleich schwieriger als im Zeitalter des Vinyls, der CD und selbst noch der iTunes-Käufe. Das Ganze läuft also noch viel mehr als zuvor auf "Masse statt Klasse" hinaus.

    Siehe zB hier:

    http://www.informationisbeautiful.net/2010/how-much-do-music-artists-earn-online/

  13. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: PiranhA 06.04.17 - 09:57

    Also die Zahlen für Spotify sind dort defintiv falsch. Offiziell werden laut Spotify im Schnitt (Premium und Free) zwischen 0,6 US-Cent und 0,84 US-Cent pro Wiedergabe ausgeschüttet. Bei Premium sind es glaub etwa 1,2 Ct, bei der kostenlosen Variante deutlich weniger. Selbst wenn man Angaben verschiedener Künstler her nimmt, welche zwischen 0,3 und 0,6 Ct schwanken, braucht es keine 4 Mio. Streams pro Monat, sondern 200.000 bis 400.000. Das ist selbst für nicht so bekannte Künstler kein Ding der Unmöglichkeit. Und da kommen ja jede Menge andere Einnahmen ja noch dazu. Der Großteil wird schon seit Jahrzenten mit Konzerten und Merchandise gemacht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.17 10:14 durch PiranhA.

  14. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: PiranhA 06.04.17 - 10:07

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das sind aber die Umsätze der Musikindustrie, nicht der Künstler. Dass die
    > absoluten Mainstream-Top-Stars auch über Streaming noch soviel einbringen,
    > dass die Industrie als Ganzes wieder ganz gut dasteht, kann wohl keiner
    > bestreiten.

    Wie gesagt, das ist eine Frage der Verteilung. Da gebe ich den Labels die Schuld für. Fakt ist, dass dank Streaming die Nutzer mehr Geld für Musik ausgeben. Diese können allerdings auch die Einnahmen explodieren lassen, wenn sie den Künstler dort prominent in Szene setzen (zB durch Platzierung in öffentliche Playlists).

    > Siehe zB hier:
    >
    > www.informationisbeautiful.net

    Siehe weiter oben. Die Zahlen sind definitiv falsch oder wenigstens veraltet.
    An die Labels werden im Schnitt 0,6 bis 0,84 US-Cent pro Wiedergabe ausgeschüttet.
    [community.spotify.com]

    Eine Künstlerin aus Finnland hat mal aufgeschlüsselt, was sie von ihrem Label bekommt:
    [www.digitalmusicnews.com]
    Da liegt der Schnitt nur noch bei 0,3 Ct, wobei es von den Premium-Nutzern 0,55 Ct sind. Selbst damit sind es keine 4 Mio. Streams, welche nötig sind, sondern 400k.

  15. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: Trollversteher 06.04.17 - 10:08

    >Also die Zahlen für Spotify sind dort defintiv falsch. Offiziell werden laut Spotify im Schnitt (Premium und Free) zwischen 0,8 US-Cent und 1,2 US-Cent pro Wiedergabe ausgeschüttet. Selbst wenn man Angaben verschiedener Künstler her nimmt, welche zwischen 0,3 und 0,6 Ct schwanken, braucht es keine 4 Mio. Streams pro Monat, sondern 200.000 bis 400.000. Das ist selbst für nicht so bekannte Künstler kein Ding der Unmöglichkeit. Und da kommen ja jede Menge andere Einnahmen ja noch dazu. Der Großteil wird schon seit Jahrzenten mit Konzerten und Merchandise gemacht.

    Die Zahlen sind zwar schon etwas älter, aber immer noch halbwegs korrekt, es wird dort ja auch zwischen Umsatz des Labels und dem, was am Ende beim Künstler ankommt unterschieden. Deine Zahlen sind das, was das Label bekommt, nicht der Künstler!

  16. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: Kleba 06.04.17 - 10:27

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier ist eine, wie ich finde, sehr schöne Übersicht über die Einnahmen über
    > verschiedene Medien. Dort wird aufgezeigt, wie viele Einheiten ein Künstler
    > über das jeweilige Medium verkaufen müsste, um auf einen Mindestlohn von
    > $1160 im Monat zu kommen.
    >
    > www.informationisbeautiful.net

    Aber so ganz richtig scheint die nicht zu sein, oder? Für Spotify steht da $0,0016 (0,16 Cent) / Stream (Label) und $0,00029 (0,029 Cent) / Stream (Künstler). Lt. diesem Artikel sind es zwischen 0,6 und 0,84 Cent. Damit würde es eher dem Wert von Rhapsody (zumindest lt. der Grafik) entsprechen.

  17. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: Kleba 06.04.17 - 10:30

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deine Zahlen sind das, was das Label bekommt, nicht der Künstler!

    Aber auch die Label-Zahlen sind dann in der Grafik falsch ($0,0016 lt. Grafik zu $0,006 - $0,0084 lt. anderer Quellen). Das ist immerhin etwa um Faktor 5 falsch.

  18. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: neocron 06.04.17 - 10:36

    WebNeuland schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Traurig nur das Artisten sogut wie nix durch Spotify gewinnen...
    was ist daran traurig, werden sie gezwungen die Labels zu waehlen, oder Spotifies Angebot anzunehmen? wohl kaum ...

  19. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: Dino13 06.04.17 - 10:36

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soviel, dass er von seiner Profession halbwegs leben kann?

    Salopp gesagt ist es aber nicht die Aufgabe von Spotify dafür zu sorgen das ein Künstler von seiner Kunst halbwegs leben kann. Darum muss sich der Künstler selber kümmern.
    Labels existieren ja auch nicht ganz ohne Grund.

  20. Re: Juhu, Zerstörung des Musikindustrie schreitet weiter voran

    Autor: PiranhA 06.04.17 - 10:51

    Dazu muss man auch sagen, dass es extrem stark variiert. Vor allem was Spotify an das Label zahlt und der Künstler tatsächlich bekommt, ist was ganz anderes. Das was Spotify angibt, ist was sie an das Label zahlen. Zudem hängt es auch davon ab, wie das Verhältnis zwischen Premium und kostenlosen Nutzern ist.
    Weiter unten hatte ich schon ein Beispiel einer finnischen Künstlerin gepostet, welche im Schnitt auf 0,3 Ct kam. Hier gibt es eine britische Cellistin, welche auf 0,44 Ct kommt.

    Wenn von den Einnahmen allerdings nur 5-6 Prozent an die Künstler ausgeschüttet werden, dann ist klar warum die sich beklagen (siehe [www.telemedicus.info]). Gerne werden auch die Wiedergaben von kostenlosen Angeboten und Bezahlangeboten einfach zusammen gewürfelt, was halt nicht zur Transparenz beiträgt. Jemand der die Songs bei YouTube hört oder die kostenlose Variante von Spotify nutzt, ist schlicht nicht bereit den Song zu kaufen oder die 10 Euro für die Premium-Version zu zahlen. Somit läuft das eher unter Werbung wie die Wiedergabe im Radio (siehe [www.tunecore.com.de]).

    Das ganze Thema ist halt extrem undurchsichtig und kompliziert. Vor allem die Labels tragen da nicht gerade zur Transparenz bei und handeln teils abstruse Bedingungen raus, welche nur dem Label nutzen, aber nicht dem Künstler (siehe [www.heise.de]).



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.17 10:54 durch PiranhA.

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