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Wetterdaten bei der Landung

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  1. Wetterdaten bei der Landung

    Autor: M.P. 13.10.21 - 10:37

    Auf die Risiko-Minimierung wurde schon hingewiesen.

    Eventuell kann man aber auch Nutzlast-sparendes filigraneres Lande-Equipment verwenden, wenn man über das Wetter während der Landung Informationen hat.

    Wenn dann ein Staubsturm weht, kreist man vielleicht noch ein paar Runden um den Mars bevor man den Lander absetzt ...

  2. Re: Wetterdaten bei der Landung

    Autor: Katsuragi 13.10.21 - 12:58

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn dann ein Staubsturm weht, kreist man vielleicht noch ein paar Runden
    > um den Mars bevor man den Lander absetzt ...

    klingt gut, aber:
    ich höre immer wieder, dass diese Lander die Marsatmosphäre zum Bremsen brauchen, damit sie nicht vorbei schießen - und daher gar nicht in eine stabile Umlaufbahn einschwenken. Selbst wenn das möglich wäre, dann bräuchte man später wieder zusätzlichen Treibstoff zur Einleitung der Landung. Könnte den Vorteil wieder zunichte machen.

    Generell ist es aber sicher eine coole Sache mehr über die Mars-Atmosphäre im Ganzen zu wissen. Das mit der Sauerstoff-Verteilung z.B. klingt sehr spannend.

  3. Re: Wetterdaten bei der Landung

    Autor: Michael H. 13.10.21 - 17:06

    Katsuragi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > M.P. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn dann ein Staubsturm weht, kreist man vielleicht noch ein paar
    > Runden
    > > um den Mars bevor man den Lander absetzt ...
    >
    > klingt gut, aber:
    > ich höre immer wieder, dass diese Lander die Marsatmosphäre zum Bremsen
    > brauchen, damit sie nicht vorbei schießen - und daher gar nicht in eine
    > stabile Umlaufbahn einschwenken. Selbst wenn das möglich wäre, dann
    > bräuchte man später wieder zusätzlichen Treibstoff zur Einleitung der
    > Landung. Könnte den Vorteil wieder zunichte machen.
    >
    > Generell ist es aber sicher eine coole Sache mehr über die Mars-Atmosphäre
    > im Ganzen zu wissen. Das mit der Sauerstoff-Verteilung z.B. klingt sehr
    > spannend.

    Damit das klappt, müsste man vorher schon abbremsen und das Shuttle in eine für die Umlaufbahn nötige Geschwindigkeit bringen und zusätzlichen Treibstoff haben um entweder zu bremsen oder wieder "Gas" zu geben, damit es in der Umlaufbahn bleibt. Was aber auch nicht so einfach ist, da man relativ flott die nötigen Daten für Kurskorrekturen benötigt... und meines Wissens nach benötigt die Kommunikation zum Mars mit Licht knappe 6 Minuten... 3 Minuten zum Senden der aktuellen Daten zur Erde und 3 Minuten zurück mit den Kurskorrekturen. Wenn die beiden Planeten im Optimalen Abstand stehen. Im schlimmsten Fall sind es glaube ich insgesamt 14 Minuten pro Sende/Empfangsvorgang.
    Das könnte im Zweifelsfall zu spät sein und die Lander wären verloren, weil sie unkontrolliert in der Atmosphäre verglühen, weil falschen Winkel.

    Damit so etwas Dauerhaft gelingt, bräuchte man allerdings einen Weltraumbahnhof in einer fixen Umlaufbahn um den Mars wie ich finde. Klar wäre das ein schönes dauerhaftes Ziel, denn das würde auch Personal erfordern... aber dazu sind wir noch ein paar Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte zu früh dran. Wenn müsste es erstmal gelingen Nachhaltig auf dem Mars leben zu können. Dazu zählt in erster Linie Sauerstoff, Wasser, Energiegewinnung und danach entsprechende Kultivierung des Bodens für die Nahrungsmittelzucht um dort Autark leben zu können.

    Im Idealfall Terraforming... aber dazu fehlt uns noch lange lange die Technologie um dies innerhalb weniger Lebensspannen durchzuführen.

    Mal davon abgesehen, dass erst noch ein Umzugsunternehmen gefunden werden muss, der das ganze Zeug quer durch unser Sonnensystem dahin karrt und auch bezahlt. Bis dahin können wir maximal Menschen mit einem Onewayticket zum sterben da hinter schicken, die dann völlig abhängig davon sind, dass wir regelmäßige Lieferungen von der Erde hinschicken. Heisst im Falle eines größeren Kriegs, heisst das Adieu Marsianer.

  4. Re: Wetterdaten bei der Landung

    Autor: EWCH 13.10.21 - 18:30

    > Eventuell kann man aber auch Nutzlast-sparendes filigraneres
    > Lande-Equipment verwenden, wenn man über das Wetter während der Landung
    > Informationen hat.

    wenn ich mir Bilder von den letzten Rover Landungen ansehen dann gibt es da keinerlei Verkleidung oder sonstigen Ballast. Nach Abwurf des Hitzeschutzschilds haengt nur der Rover und der Skycrane an den Fallschirmen. Wetterschutz gibt's da nicht.

  5. Re: Wetterdaten bei der Landung

    Autor: maxule 13.10.21 - 20:45

    > Im Idealfall Terraforming... aber dazu fehlt uns noch lange lange die
    > Technologie um dies innerhalb weniger Lebensspannen durchzuführen.

    "Terra"-forming macht die Menschheit doch aktuell im Live-Experiment.

  6. Re: Wetterdaten bei der Landung

    Autor: Kein Kostverächter 14.10.21 - 13:18

    Im günstigsten Fall ist beträgt die Entfernung Erde-Mond 15 Lichtminuten, im schlechtesten Fall ist der Mars gerade hinter der Sonne und gar nicht per Funk erreichbar. Im Prinzip fällt ein Raumschiff auf einen Planeten zu man würde ein großes Delta-v benötigen, um in einen Orbit einschwenken zu können. Dafür braucht es sogar sehr viel Treibstoff, der erstmal von der Erde hoch gebracht werden müsste.
    Bei den Apollo-Kapseln wurde die Kapsel auch quasi fallen gelassen. Man muss sich das so vorstellen: Das Raumschiff musste aus dem Erdorbit wegbeschleunigen, um soweit "hoch" (im Sinne: weg vom Erdmittelpunkt) kommen, dass der Mond es anzieht. Nachdem es beim Rückflug wieder mehr von der Erde als vom Mond angezogen wurde, fiel es praktisch. Man hätte die gleiche Menge Treibstoff wie vom Orbit bis zum Mond gebraucht, um das Raumschiff wieder auf die Orbitalgeschwindigkeit abzubremsen. Also hat man die Kapsel einfach auf die Atmosphäre klatschen lassen (vereinfacht natürlich).

    Bis die Tage,

    KK

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    (Epikur, griech. Phil., 341-270 v.Chr.)
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