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  5. › IBM Q: Qubits as a Service

Wer braucht denn einen Quantencomputer?

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  1. Wer braucht denn einen Quantencomputer?

    Autor: A. Tomic 06.03.17 - 22:39

    Also ich weiß nicht, was der Hype um die Quantencomputer soll. Es hat sich wohl noch nicht so richtig herumgesprochen, aber ein Quantencomputer ist immer ein Analogcomputer. Was man sich davon verspricht, verstehe ich nicht.

    Quantencomputer sind zwar nicht so analog, wie früher die echten Analogcomputer, die Operationen mit elektrischen Spannungen durchgeführt haben. Aber die Q-Bits vergessen im Laufe der Rechnung, wie sehr sie "Null" oder "Eins" sind. Im Gegensatz zum Digitalcomputer können Q-Bits nämlich nicht auf 0 oder 1 getriggert werden. Je länger die Rechnung ist, um so mehr nimmt das Rauschen zu. Lange Programme wird man daher nie auf einem Quantecomputer laufen lassen können. Überhaupt werden sehr komplexe Probleme immer klassischen Computer vorbehalten sein, die praktisch unendlich präzise sind.

    Man versucht zwar mit sogenannten Quantenkorrekturalgorithmen das Problem in den Griff zu bekommen. Aber das scheint mir eher ein Taschenspielertrick zu sein. Letztlich macht man die gleiche Rechnung mehrfach parallel, um am Ende das Rauschen "wegmitteln" zu können (vereinfacht gesagt) bzw. Ergebnisse mit falscher Prüfsumme rauszufiltern. Aber das zögert den Datenverlust nur etwas hinaus. Am Ende kann man gleich einen Computer bauen, der einfach alles möglichst parallel rechnet.

    Hinzu kommt dann das Problem der Dekohärenz, das die Quanteneingenschaften langsam verschwinden lässt, je länger die Rechnung ist. Am Ende wird das Ergebniss immer "normaler" (und zusätzlich verrauschter).

    Und dieser Irrglaube, ein Quantencomputer würde alles parallel rechnen können, ist auch ein verbreiteter Trugschluss. Das tut er zwar im Prinzip, aber man bekommt nur ein zufälliges Ergebnis ausgegeben. Alle anderen Ergebnisse verschwinden im Nichts. Wenn es nicht das gewünschte Ergebnis war, muss man das Programm so lange neu starten, bis das gewünschte rauskommt. Der Vorteil soll dann sein, dass das gewünschte Ergebnis etwas häufiger erscheint, wenn man es geschickt macht und die analoge Signalweitergabe präzise genug ist, um die ungewollten Ergebnisse wegzuinterferieren. Aber genau in dieser Eigenschaft ist der Quantencomputer ein Analogcomputer.

    Das Prinzip ist völlig unbrauchbar. Wozu braucht man einen Quantencomputer mit diesen einschränkenden Randbedingungen? Zum Knacken von assymmetrischen Codes? Hoffentlich wird er das nie können, sonst müssen wir wieder Passwörter per Brief verschicken. Um chemische Prozesse zu simulieren? Viel zu komplex für kurze Algorithmen eines Quantencomputers.

    Daher bin ich nicht überzeugt, dass ein Quantencomputer jemals zu irgendwas Nützlichem zu gebrauchen sein wird.

  2. Re: Wer braucht denn einen Quantencomputer?

    Autor: cYnd 07.03.17 - 08:14

    Nobody needs more than 640k of RAM!

    Die Forschung steht noch ganz zu beginn und wer weiss, was uns das noch alles bringen wird.
    Vor 30 Jahren hat auch noch niemand gedacht, dass Computer was für "Jedermann" ist und siehe da, heute hat man all die Probleme von damals gelöst und der Computer passt sogar heute in deine Hosentasche. Die Handys sind heutzutage so vieles in einem Gerät, wovon man vor 30 Jahren nichtmals träumte.

    Ich bin sehr gespannt was dort auf uns zu kommt und sehe dort ein enormes potential.

  3. Re: Wer braucht denn einen Quantencomputer?

    Autor: Gandalf2210 07.03.17 - 08:44

    Das war aber noch vergleichsweise einfache Technik. Transistoren, die sich über Gesetze der Thermodynamik beschreiben lassen. Wenn du da mit Quanten am pysikalischen Limit kratzt ist da nicht mehr viel Luft.

  4. Re: Wer braucht denn einen Quantencomputer?

    Autor: A. Tomic 09.03.17 - 23:51

    Also der Vergleicht mit den 640 kB hinkt etwas, da natürlich an der Anwendbarkeit niemand zweifeln würde, wenn die Funktionisfähigkeit wie versprochen erfüllt werden würde. Bräuchte man mehr als 640 kB RAM, wenn das RAM dann nicht mehr zuverlässig funktioniert? Was man braucht, ist ein reproduzierbares funktionierendes System.

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