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Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Re: Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

    Autor: AllDayPiano 08.12.16 - 22:33

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tingelchen schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Manche Szenen kann man aber auch einfach nicht ohne CGI machen.
    >
    > Nicht immer SF-Beispiele. Nimm doch mal eine Serie wie zum Beispiel "Mr.
    > Selfridge". Über ein Kaufhaus in London zu Beginn des 20. Jahrhundert.
    > Harmlose, kleine TV-Serie. Die vor CGI fast nur aus Innenaufnahmen
    > bestanden hätte, weil es das London zu Beginn des 20. Jahrhunderts einfach
    > nicht mehr gibt.
    >
    > Heute findet man auch jede Menge Aussenaufnahmen, in denen alle störenden
    > Elemente, wie z.B. Mobilfunkmasten, Satellitenschüsseln, Autos und
    > Hochhäuser einfach wegretuschiert werden, wenn man die Szene in einer noch
    > gut erhaltenen Strasse filmt.
    >
    > Oder nimm Szenen, bei denen man sich erst Minuten später fragt (wenn einem
    > das überhaupt auffällt), wie man diese Szene rein physikalisch hat drehen
    > können. Da wird dann das Kamerateam aus allen Spiegelflächen retouchiert,
    > der eigentlich "unmögliche" Kameraschwenk findet dann statt. Oder die
    > Schauspieler stehen eben NICHT im Schloß, sondern vor einem Greenscreen, in
    > dem dann später "dreidimensional und dynamisch" der Innenraum des Schlosses
    > gepastet wird, weil Dreherlaubnis am Originalschauplatz plus Hin- und
    > Herkarren von Ausrüstung und Schauspielern einfach viel zu teuer ist.

    Der letzte Satz sagt da alles!

    Ich hab mal einen Film auf YouTube über die State of the Art bei cgi gesehen.

    Heutzutage ist nahezu alles cgi. Echt krass. Und sei es nur die berühmte Szene vor dem amerikanischen Justizpalast.

    Man wird nurnoch verarscht.

  2. Re: Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

    Autor: Subotai 08.12.16 - 23:43

    Als jemand, der zwar hauptsächlich animiert, aber ab und an etwas Compositing macht, muss ich da leider widersprechen. So ziemlich jeder shot hat den ein oder anderen Makel, der dann eben mal in der Post rausgemacht wird. Ob es jetzt die Wolken sind oder ein Auto, das im Hintergrund fährt und nicht da sein soll. Mittlerweile ist es schneller und günstiger, das eben im Nachhinein zu machen, als eine Straße absperren zu lassen.

    Selbst bei so etwas wie Live-Aufnahmen von beispielsweise den Rolling Stones ist fast jeder Shot bearbeitet, weil Zigarettenpackungen rumstehen oder auf dem Teleprompter was zu sehen ist, aber man das nicht lesen soll...darum wird es im Nachhinein entfernt.

    Bei Dokumentarfilmen gebe ich dir allerdings recht, da wird CGI seltener eingesetzt, da man dort auch keinen Hochglanz erwartet. Es sei denn, es ist BBC.

  3. Re: Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

    Autor: Vincent-VEC 09.12.16 - 09:27

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Generelle Ablehnung gegen CGI ist natürlich Unsinn. Wie schon in
    > einigen Beiträge erwähnt, wird CGI praktisch überall verwendet. Es kommt
    > natürlich immer auf die Umsetzung an. Aber auch ohne CGI sind Effekte mal
    > gut und mal schlecht.

    Ich erinnere mich an eine Reportage (Making Of?) von "Die Bourne-Identität". Da wurde ein Haus mit traditioneller Pyrotechnik gesprengt, die Schauspieler, die gerade reingehen wollten, wurden von Seilzuganlagen zurückgeschleudert.
    Man hatte eigentlich vor, diese Explosion in der Postproduktion komplett mit CGI zu überarbeiten, hat dann in den fertigen Aufnahmen aber gesehen, wie geil die Explosion eigentlich schon aussah und hat dann halt alles so gelassen.

    So kann es auch gehen :-)

  4. Re: Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

    Autor: Fuzzy Dunlop 09.12.16 - 09:43

    Selbst in der Lindenstraße nutzen die mittlerweile CGI. Die meisten Szenen werden vorm Greenscreen gedreht und hinterher wird Mutter Beimers Wohnzimmer in liebevoller Kleinarbeit reincomposed. Ist viel günstiger als ständig die ganzen Reinigungstrupps zum Abstauben des Sets durchzujagen.
    Außerdem möchte Marie-Luise Marian ausdrücklich nur noch im Stadtteil Köln Kalk shooten, wo ein extra dafür aufgebautes, 4,5 Mio. ¤ teures WDR-Studio steht. Das Wohnzimmer nach Kalk zu transportieren wäre teurer geworden, daher hat man sich für diese Lösung entschieden.

  5. Re: Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

    Autor: Muhaha 09.12.16 - 09:43

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Man wird nurnoch verarscht.

    Wie wird man durch Filmeffekte verarscht? Oder bist Du ein Anhänger des Dogma95-Manifestes? :)

  6. Re: Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

    Autor: Anonymer Nutzer 09.12.16 - 10:04

    > Man wird nurnoch verarscht.

    Filme sind auf Leinwand gebannte Fantasie, also schon per Definition "Verarsche mit Absicht". Und jetzt haben wir plötzlich ein Problem damit, dass CGI nicht die Wirklichkeit darstellt, die Filme als Kunstform schon seit über 100 Jahren nicht darstellen? Sehr selektive Wahrnehmung.

    Und ich dachte auch lange, Tom Cruise wäre wirklich Jack Reacher, dabei spielt der das nur. Das mit Gandalf will ich gar nicht hören, lalalalala.

  7. Re: Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

    Autor: AllDayPiano 09.12.16 - 10:21

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Man wird nurnoch verarscht.
    >
    > Wie wird man durch Filmeffekte verarscht? Oder bist Du ein Anhänger des
    > Dogma95-Manifestes? :)

    Weil halt eben gar nichts mehr echt ist. Es wird mittlerweile nahezu jeder Außendreh in Blockbustern vorm Greenscreen gedreht - damit hat man die ganze Absperrerei, die Beantragerei und vor allem das Fernhalten von Schaulustigen weg.

    Klar - warum auch nicht? Immerhin geht es so einfacher, billiger und gleichzeitig auch noch besser.

    Dennoch: Es ist doch gerade die Kunst des Filmes eine Illusion zu erzeugen. Und je mehr man am PC macht, umso mehr verliert das ganze - finde *ich* - seinen Reiz.

    Ich finde es viel beeindruckender, wenn ich sehe, dass bei Herr der Ringe nahezu vollständig auf CGI verzichtet wurde. Peter Jackson mag CGI nicht und hat daher mit einem gigantischen Team von höchstprofessionellen Helfern das ganze Imperium Mittelerdes als Modell angefertigt.

    Was ist jetzt beeindruckender? Wenn man weiß, dass das alles eh nur animiert ist, oder wenn man dann das Making of sieht, und feststellt, dass die ganze Illusion echt ist?

    Mir ist schon klar, dass es ohne kaum mehr geht. Aber wenn dann mal was beeindruckendes NICHT-CGI ist, dann ist das schon ein Alleinstellungsmerkmal :)

  8. Re: Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

    Autor: Anonymer Nutzer 09.12.16 - 10:26

    > Weil halt eben gar nichts mehr echt ist.

    Das war es doch aber nie. Die sind schon 1902 in "Reise zum Mond" nicht wirklich zum Mond geflogen.

    Filme sind und waren immer eine Illusion. Und heute leben wir in einer Zeit, in der sich diese Illusion der Wirklichkeit annähert. Aber echt war in Filmen noch nie etwas, selbst wenn jemand sich selbst gespielt hat, hat er es eben nur gespielt. Und auch eine "echte" Explosion war immer nur ein gut gemachtes Feuerwerk.

    Heute muss man eben keine Pappmaché-Kulissen mehr bauen, um etwas unglaubhaft vorzutäuschen, wenn man es per CGI auch glaubhaft machen kann. "Glaubhaft" ist das Kriterium, nicht "echt".

  9. Re: Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

    Autor: Muhaha 09.12.16 - 11:35

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich finde es viel beeindruckender, wenn ich sehe, dass bei Herr der Ringe
    > nahezu vollständig auf CGI verzichtet wurde.

    Ähhh, nein!

    > Peter Jackson mag CGI nicht
    > und hat daher mit einem gigantischen Team von höchstprofessionellen Helfern
    > das ganze Imperium Mittelerdes als Modell angefertigt.

    Peter Jackson mag CGI. So gut wie jeder Frame ist mindestens farblich nachbearbeitet worden. Peter Jackson hat nur deswegen viel auf "echte" Sets gesetzt, weil ihm die Tricktechnik vom Stand Ende der 90er, Beginn 2000er nicht gut genug war. Bereits bei seiner KingKong-Verfilmung wurde verdammt viel nur am Rechner erstellt, die drei Hobbit-Filme hatten deutlich weniger "echte" Sets als die HdR-Filme.

    > Was ist jetzt beeindruckender? Wenn man weiß, dass das alles eh nur
    > animiert ist, oder wenn man dann das Making of sieht, und feststellt, dass
    > die ganze Illusion echt ist?

    Sets von physikalisch gebauten Elfenhäusern sind alles andere als "echt" :) Es sind immer noch Filmsets. Edoras bestand aussen nur aus Aussenwänden und Dächern. Die Innenaufnahmen fanden alle im Studio statt. Nichts an Isengard war "echt", es wurden lediglich Miniaturdioramen mit Aufnahmen von Schauspielern und CGI-Effekten kombiniert.

    Nicht einmal die Kostüme waren echt ... Plastikringe für ultraleichte Kettenrüstungen, damit die Schauspieler und Statisten überhaupt agieren konnten :)

    Man sollte gerade bei Filmen wie HdR sehr vorsichtig mit dem Begriff "Echt" umgehen. Und eher "physikalisch" verwenden. Jackson hat hier viel mit physikalischen Sets gearbeitet, weil er der Meinung war, dass er mit der damals verfügbaren Technik nicht den Detailgrad herstellen konnte, den er für viele Szenen benötigt hat.

    > Mir ist schon klar, dass es ohne kaum mehr geht. Aber wenn dann mal was
    > beeindruckendes NICHT-CGI ist, dann ist das schon ein
    > Alleinstellungsmerkmal :)

    Klar, keine Frage. Ist dann aber nur eine Frage des persönlichen Stiles des Regisseurs.

  10. Re: Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

    Autor: Muhaha 09.12.16 - 11:37

    Vincent-VEC schrieb:

    > So kann es auch gehen :-)

    Klar. Dann werden nur etwaige Seilzüge rausretouchiert und fertig ist die Szene.

  11. Re: Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

    Autor: tingelchen 09.12.16 - 14:01

    Ich muss dabei immer an die Autofahrten in alten Filmen denken ^^ Wenn die Schauspieler wild am Lenkrad gedreht haben damit es so aussah als würden sie wirklich Auto fahren und dabei vor einer Greenwall standen, wo dann später ein Ablauf rein geschnitten wurde. Das sieht immer so lustig aus :D

    Oder die ganzen Western Filme. Geschichtlich spielen sie alle in den USA. Gedreht wurde aber vorwiegend in Spanien :D

    Im Grunde hat CGI eigentlich nur die Kulissen ersetzt. Kulissen werden eigentlich nur noch dort verwendet, wo der Bau der Kulisse günstiger ist, als die digitale Version. Oder eben der Regisseur ein bestimmtes Stilmittel verwenden will.

  12. Re: Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

    Autor: tingelchen 09.12.16 - 14:05

    Ich habe es genommen, weil es gerade im Artikel vor zu finden war :) Die Stadt in meinem Beispiel gibt es ja so genau so wenig wie deine ^^ Beide müssten gebaut werden. Auf die eine oder andere Art.

  13. Re: Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

    Autor: tingelchen 09.12.16 - 14:17

    Hab das Making Off da nicht gesehen. Aber ich hab meine Zweifel dass die Schauspieler bei der Explosion wirklich anwesend waren. Auch wenn es sich "nur" um Pyrotechnik gehandelt hat. Das Feuer ist immer noch echt.

    An dieser Stelle kommt ja dann auch der nächste Aspekt zum tragen. Das Verletzungsrisiko. Gerade Feuer ist da extrem gefährlich. Es ist also auch in diesem Beispiel besser, wenn man zuerst die Aufnahmen mit den Schauspielern dreht und danach dann die Explosion los lässt. Am Ende wird dann beides zusammen geschnitten.

    CGI macht das ganze natürlich deutlich sicherer. Das Gebäude kann gefahrlos gesprengt werden. Da die Sprengung nur am PC statt findet.

  14. Re: Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

    Autor: d0351t 09.12.16 - 17:28

    Unix_Linux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > was mich bei cgi auch sehr stört ist, dass die es immernoch nicht
    > hinbekommen, dass z.b. figuren sich so bewegen, dass man dahinter die masse
    > der figur/monster oder ähnliches sieht.
    >
    > z.b. beim film warcraft, da sah nie so wirklich massiv aus, wenn die orks
    > da herumgerannt sind. oft sah das aus als ob das plastik figuren sind die
    > nur aufgeblasen sind.

    Genau das stört mich auch. Es fehlt diese Haptik, wenn man es denn so nennen kann, die einem bei solchen Effekten stören. Sowas ist auch oft auffällig bei Explosionen an Gebäuden oder Autos.

  15. Re: Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

    Autor: d0351t 09.12.16 - 17:34

    https://youtu.be/KaEvW01-ZKg

    Da sieht man gut, wie in manchen Filmen sehr viel CGI steckt.

    Da gab es auch, das man auch im YouTube Video sieht, das eine Beispiel mit Superman. Das in den neueren Superman Filmen sogar sein Umhang reine CGI ist.

  16. Re: Mittlerweile habe ich fast schon eine Abneigung gegen cgi

    Autor: Ayaka 12.12.16 - 19:31

    Siliciumknight schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unix_Linux schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Alles was cgi ist nervt.
    >
    > Was hab ich mir die Augen verbrannt, als ich Alien3 zum ersten mal auf
    > BluRay sah! Die Geschichte, sofern man davon sprechen kann, fügt sich im
    > Directors Cut nun endlich mal verständlich zusammen, aber die
    > Computeraliens... schauderhaft, brrrrrr.... Und damit mein ich die
    > Graphikqualität.



    Abgesehen davon, dass der Directors Cut eigentlich kein Directors Cut ist und nicht offiziell von Fincher als solcher authorisiert ist, besteht das Alien im 3 Film aus einer Puppe, wie auch in den beiden Vorgängern. Was man im dritten Teil hat, ist eine Menge Greenscreen für den Background.
    Ist im Making of auch schön gezeigt :)

    Ich finde gerade die verfolgungsszenen und einige Nahaufnahmen des Aliens, sind mit die besten der Trilogie.
    Die Filme danach zähle ich als Alienfan bewusst nicht dazu und hier geht es ja nur um CGI und ich bin ebenfalls ein Gegner der CGI "Verschwendung" wie es bei großproduktionen gerne betrieben wird.
    Filme von Tim Burton und Del Toro haben für mich dank diesem jeglichen Reiz verloren, weil es wirklich schlecht aussieht.

    Gegen gute Arbeit, die man eigentlich gar nicht sieht, habe ich gar nichts.

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