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Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: sttn 12.10.23 - 14:22
... aber gerade hiervon wollen die Firmen nichts wissen.
Interessant dabei: Ich kenne Umfragen von großen Firmen, wo gerade das Thema von den Angestellten angesprochen wurde und man in der Führung des Unternehmens besonders schwerhörig wurde. Nein, Klimawandel bekämpfen das sollen die anderen tun?
Dabei würde durch mehr Home-Office:
- viel weniger Sprit verbraucht
- viel weniger Bürofläche benötigt
- der öffentliche Verkehr nicht andauernd überlastet sein
Die Angestellten hätten mehr vom Tag, weil die Fahrzeit entfällt und gerade Familien profitieren erheblich, denn so lässt sich Familie und Karriere besser vereinbaren. -
Re: Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: flasherle 12.10.23 - 14:28
Dafür gibt es kein Team mehr und vor allem auch keine Bindung mehr.
Man kann sich auch einfach alles dem Klima unterordnen, nur vergisst man dabei die hälfte... -
Re: Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: BlindSeer 12.10.23 - 14:31
Teams gibt es, wenn das Team gut ist. Bindung? Ich mache das für die Kohle und allgemein ist die Bindung vorher schon im Keller gewesen. Letzte Statistik die ich gehört habe war, dass im Schnitt alle 4 jahre gewechselt wird.
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Re: Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: Muhaha 12.10.23 - 14:35
flasherle schrieb:
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> Dafür gibt es kein Team mehr und vor allem auch keine Bindung mehr.
Soziale Bindung lässt sich auch online herstellen. Noch nie ein MMO gespielt und enge Bindungen mit Menschen eingangen, die man nur als bunten Pixel-Avatar kennt?
> Man kann sich auch einfach alles dem Klima unterordnen, nur vergisst man
> dabei die hälfte...
Nein, das tut man hier nicht. Deine Paranoia ist unbegründet. -
Re: Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: Proudschau 12.10.23 - 14:45
sttn schrieb:
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> Nein, Klimawandel bekämpfen das sollen die anderen tun?
Genau so schaut es aus in Deutschland. Zumindest für die entscheidenden Positionen in diesem Land. Klima ist was für schöne Reden, mit denen man sich profilieren kann. Oder für ne gute Aussage in der Werbung, womit man auf sich positiv aufmerksam macht.
Aber wenn auch nur ein winzig kleines Argument dagegen spricht, dann wird dieses dem Klimaschutz immer übergeordnet. Siehe die Firmenchefs mit ihrem "HomeOffice ist vielleicht gut für Klimaschutz, aber nachdem wir unsere Mitarbeiter im unmittelbaren Kontrollbereich behalten wollen, hat der Klimaschutz gefälligst hinten an zu stehen."
Was ich grad massiv vermisse ist der Aufschrei in der Poltik. Wir haben einen SPD-Kanzler, der sich hier eindeutig zugunsten der Arbeitnehmer positionieren müsste. Und wir haben die Grünen in der Regierung, welche hier die Unternehmen kritisieren muss. Aber auch da sehe ich nur ein Versagen auf ganzer Linie. -
Re: Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: Tuxraxer007 12.10.23 - 14:52
flasherle schrieb:
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> Dafür gibt es kein Team mehr und vor allem auch keine Bindung mehr.
> Man kann sich auch einfach alles dem Klima unterordnen, nur vergisst man
> dabei die hälfte...
Unser Team arbeitet komplett remote und dazu kommt noch, das wir nicht mal alle am selben Standort sitzen - ergo ist diese Begründung schon mal ausgehebelt. -
Re: Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: Christopherus 12.10.23 - 15:22
Nichts wird dem Klima untergeordnet. Es gibt mehr Autobahnen denn jeh, Autokonzerne bekommen überall Sonderbehandlungen, PV-Produktion wurde von CDU an die Wand gefahren, Windindustrie auch so gut wie. Nur weil du 10Cent mehr pro KWh zahlen musst, die dann in alles - außer erneuerbare Energie gehen - heißt es nicht das hier irgendwas dem Kampf gegen den Klimawandel untergeordnet wird.
Aber das klingt natürlich so schön, ne? die GRÜNE KLIMADIKTATUR. Jaja. Wer kennt es nicht.
Am Ende gibt es ein paar Fördertöpfe von denen nur Zahnärzte und sehr viel besser Verdienende profitieren, aber ein normaler Mensch hat nichts davon wenn der 80.000¤ Elektro SUV 8.000¤ weniger kostet und er auch noch die Ladestation vom Staat geschenkt bekommt. -
Re: Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: henry86 12.10.23 - 15:33
flasherle schrieb:
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> Dafür gibt es kein Team mehr und vor allem auch keine Bindung mehr.
> Man kann sich auch einfach alles dem Klima unterordnen, nur vergisst man
> dabei die hälfte...
Von Ner Freundin weiß ich, dass sie in Dresden im Büro arbeitet, Teamkamerad 1 in Hamburg in der gleichen Firma im Büro arbeitet, Teamkamerad 2 in München in der gleichen Firma im Büro arbeitet, Teamkamerad 3 in London arbeitet.
Kannst Du mir erklären, warum es das Team nicht mehr geben wird, wenn die jetzt statt in der Firma einfach von zu Hause arbeiten? -
Re: Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: flasherle 12.10.23 - 16:05
wie soll da ein Teamgefühl entstehen? das ist dann zwar miteinander arbeiten aber niemals ein echtes team
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Re: Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: flasherle 12.10.23 - 16:07
BlindSeer schrieb:
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> Ich mache das für die Kohle
Traurige Einstellung das nur für die Kohle zu machen und es dann dennoch 50 jahre lang machen zu müssen.
> Letzte Statistik die ich gehört habe war, dass im Schnitt alle 4 jahre gewechselt
> wird.
Genauso traurig. Statt die positiven Effekte zu nutzen wenn man in einer Firma bleibt, ständig zu hüpfen und sich immer erst mal wieder einarbeiten und integrieren müssen... -
Re: Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: flasherle 12.10.23 - 16:07
nein, ihr arbeitet zwar zusammen, werden aber niemals ein echtes team sein...
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Ist das so (auf lange Sicht)?
Autor: christian_k 12.10.23 - 16:27
Auf lange Sicht könnte die Folge sein, dass mehr Menschen "weit draußen" wohnen, ein Haus ist für viele ein Lebenstraum.
Schulwege werden weiter, Kinder können keinen Freund mehr ohne Elterntaxi erreichen, Freizeitangebote, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Freunde usw. sind weiter weg. Möglicherweise wird der Weg des Partners/der Partnerin zur Arbeit weiter, die Kita ist weiter weg.
Es ist ein gut studiertes Phänomen, Menschen sind bereit, eine gewisse Zeit mit Wegen zu verbringen, meist in der Gegend 60-90 Minuten pro Tag.
Wenn sich die Kilometer vom Arbeitsweg auf andere Wege verlagern, ist nichts gewonnen. Und wenn es durch abgelegenere Wohnorte von Fahrrad/Fuß/Öffi aufs Auto verlagert wird, ist die Bilanz fürs Klima negativ.
Muss man irgendwann in einen Job wechseln, der nicht wieder (100%) HO ermöglicht, wird doch wieder gependelt, und zwar noch weiter zusätzlich zu den anderen, weiteren Wegen.
Dass die Infrastruktur durch Zersiedlung größer (und damit pro Person umweltbelastender wird), ist noch ein anderes Problem.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.10.23 16:28 durch christian_k. -
Re: Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: schorfi 12.10.23 - 22:46
flasherle schrieb:
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> BlindSeer schrieb:
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> > Ich mache das für die Kohle
> Traurige Einstellung das nur für die Kohle zu machen und es dann dennoch 50
> jahre lang machen zu müssen.
> > Letzte Statistik die ich gehört habe war, dass im Schnitt alle 4 jahre
> gewechselt
> > wird.
> Genauso traurig. Statt die positiven Effekte zu nutzen wenn man in einer
> Firma bleibt, ständig zu hüpfen und sich immer erst mal wieder einarbeiten
> und integrieren müssen...
Mal wieder vergessen die Kugel der Verwirrung auszuschalten? (Referenz Spongebob)
Wieso ist das traurig? Nicht jeder sieht in seiner Tätigkeit die Rettung der Welt oder bekommt entsprechend ein Hochgefühl wenn er arbeitet weswegen man gern zum Workaholic wird; die meisten werden es realistisch sehen und haben noch nicht alle Hobbies aufgegeben
von daher ist es nur allzu rational die Arbeit als Tausch von Lebenszeit gegen Geld zu sehen
und dann die positiven Effekte in der Firma, z.B. die Gehaltserhöhungen die marginal ausfallen - und es sonst ja keinen Rahmen gäbe - erst wenn man gekündigt hat und den neuen Job sicher hat inkl entsprechenden Plus, bewegt sich die alte Firma plötzlich, aber natürlich viel zu spät und auch nicht gut genug, dass sie aufschließen würden
außer vielleicht für die absoluten Überflieger wo selbst das unterdurchschnittliche Management es realisiert, sind die Firmen intern viel zu statisch was Mitarbeiterbindung anbelangt
Wechsel sind auch gut um mal andere Dinge zu erfahren als 20 Jahre die selbe Firma gesehen zu haben und entsprechend es nicht besser wissen zu können -
Weshalb nimmst Du an, dass die Leute in massen in die Dörfer ziehen?
Autor: Sybok 12.10.23 - 23:53
Bisher war es eher andersrum. Ich sehe in Remotejobs vielmerh eine Möglichkeit, damit die Menschen, die bereits auf dem Land leben, dort auch bleiben können. Denn selbst mit geerbter Immobilie sind viele gezwungen vom Land in die Stadt oder zumindest in die Metropolregion einer Großstadt zu ziehen, um überhaupt einen Arbeitsplatz zu bekommen. Das muss nicht sein!
Und wenn ich es bei uns sehe: Die Infrastruktur passt, Einkaufsmöglichkeiten sind in der Nähe, das Kind fährt mit dem Bus zur Schule und ob wir zum Arzt nun in die eine oder andere Richtung fahren ist auch egal, um die Ecke ist der sowieso selten. Also für uns funktioniert es genau so. Und meine Frau hat noch nie mehr als 30km entfernt gearbeitet seit wir hier wohnen (seit Jahren sind es 5km). Vorher war auch sie in die Nähe von Stuttgart gezogen und hat sehr einsam in einer dieser Arbeitersiedlungen gelebt, bei denen man im Betrunkenen Zustand das richtige Haus nicht findet weil alles gleich aussieht... DAS ist auch nicht die Erfüllung! -
Re: Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: Sybok 13.10.23 - 01:07
flasherle schrieb:
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> BlindSeer schrieb:
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> > Ich mache das für die Kohle
> Traurige Einstellung das nur für die Kohle zu machen und es dann dennoch 50
> jahre lang machen zu müssen.
> > Letzte Statistik die ich gehört habe war, dass im Schnitt alle 4 jahre
> gewechselt
> > wird.
> Genauso traurig. Statt die positiven Effekte zu nutzen wenn man in einer
> Firma bleibt, ständig zu hüpfen und sich immer erst mal wieder einarbeiten
> und integrieren müssen...
So negativ ist das nicht: Es hält den Geist fit, wenn man immer wieder Neues lernen muss. Und Im Kollegenkreis angekommen ist man doch nach spätestens einem Jahr ohnehin. Ich habe mich meistens nach 2-3 Monaten bereits richtig wohl gefühlt. Als das mal nicht so war, habe ich gekündigt, weil ich wusste: "Hier stimmt was nicht!" Mehr als 7 Jahre sollte man - vor allem im Tech-Bereich - eh nur in Ausnahmefällen im selben Unternehmen bleiben (es sei denn, man wurde entsprechend befördert). Zu diesem Zeitpunkt hat man meistens seinen Zenit erreicht und es geht eher abwärts. -
Re: Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: Sybok 13.10.23 - 01:12
flasherle schrieb:
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> nein, ihr arbeitet zwar zusammen, werden aber niemals ein echtes team
> sein...
Falsch!
Ein Team kann auch remote zusammenwachsen, wenn man es richtig anstellt. Ich mag meine Kollegen sehr und wenn wir uns alle paar Monate zu einem Firmenevent treffen, dann haben wir immer sehr viel Spaß zusammen. Erst neulich haben wir wieder zusammen gefeiert bis in die Nacht - einfach nur ein super Team! -
Re: Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: Sybok 13.10.23 - 01:16
flasherle schrieb:
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> wie soll da ein Teamgefühl entstehen? das ist dann zwar miteinander
> arbeiten aber niemals ein echtes team
Ein Team muss nicht die ganze Zeit zusammen im selben Raum sitzen. Ein Team muss kommunizieren, an einem Strang ziehen und auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Das geht auch per Chat und Webcam. -
Re: Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: BlindSeer 13.10.23 - 07:20
Was ist daran traurig? Ich arbeite um mir meine Hobbys zu finanzieren und mein Leben. Ich arbeite um zu leben. Leben um zu arbeiten habe ich noch nie verstanden. Wozu sein Leben einem Herren widmen, wenn man ein eigenes hat? In der Zeit kann ich nicht neue Dinge lernen, kann mich nicht mit Themen auseinandersetzen die mich mehr interessieren, der Weg zur Arbeit raubt Lebenszeit. Ich finde es eher traurig, wenn man sein ganzes Leben an der Arbeit bemisst.
Ich bin schon lange im Unternehmen, aber im Schnitt wird alle 4 Jahre gekündigt um... hier wird mein Punkt bestätigt, dass arbeiten um zu leben sich mehr verbreitet... mehr Kohle und bessere Konditionen zu bekommen. Ein Job ist ein Job und kein Lebensinhalt. Was habe ICH denn von der Arbeit, außer Geld? Andere haben davon viel mehr. -
Re: Weshalb nimmst Du an, dass die Leute in massen in die Dörfer ziehen?
Autor: BlindSeer 13.10.23 - 07:23
Statistik sagt dass 66% der Dörfer Zuwachs haben, weil Menschen eben merken dass A) das Wohnen draußen günstiger ist, B) es im Grünen doch ganz schön ist C) der Wohnort weniger relevant ist wenn man nicht pendeln muss.
Was Christian hier aber vergisst: Wenn mehr Leute aufs Land zieht, dann kommt die Infrastruktur nach, weil es sich eher lohnt. Es werden Busse eingerichtet, ggf. kommen Läden zurück, usw. einfach weil wieder Menschen da sind. Dafür hat man nicht mehr alle Menchen dicht auf dicht mit allen Nachteilen. -
Re: Homeoffice ist gut für das Klima! Alle reden vom Klimawandel ...
Autor: der_wahre_hannes 13.10.23 - 08:16
flasherle schrieb:
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> Man kann sich auch einfach alles dem Klima unterordnen, nur vergisst man
> dabei die hälfte...
Was du irgendwie immer noch nicht kapiert hast ist, dass "Klima" unsere Lebensgrundlage ist.
Anti-Auto-Hetzender Egomane und einer der Gründe, warum Autohasser und Klimakleber kein Verständnis in der Bevölkerung finden. Nur dass ihr Bescheid wisst.



