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  5. › Intel-Prozessor: Neue Benchmarks…

Für den Preis ein Witz

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  1. Für den Preis ein Witz

    Autor: Der schwarze Ritter 14.10.18 - 12:35

    Und noch nicht mal ein besonders guter. Wenn DAS die Antwort auf AMDs 2000er Serie sein soll, wo sich der Leistungsvorsprung nochmal etwas reduzieren wird, wenn man den AMD auch mit entsprechend aggressiv eingestellter Hardware betreibt und dann halt für den doppelten Preis? Sorry Intel... dann wirds schwer für euch, wenn ihr nicht vor AMDs 3000er Serie nochmal ein richtig dickes Brett auspackt.

    Mir ist zudem etwas rätselhaft, warum man hier auf Teufel komm raus irgendwas mit Spielen testen will, bei denen sich die meisten CPUs der High-Ender sowieso nicht viel schenken, weil oft die GPU der limitierende Faktor ist. Die CPUs sind für jene interessant, die außer Spielen halt auch mit ihren Kisten arbeiten.

    Gerade was Arbeitsmaschinen im Heimanwender-Bereich angeht, könnte die Luft ziemlich dünn werden für Intel. Klar, es gibt immer die Leute, die das Zeug kaufen, weil halt dann Intel drauf steht und wenn man auch noch beim Längenvergleich "i9" in den Mund nehmen kann (no pun intended), ist man wieder der Held vom Erdbeerfeld. Aber mit Vernunft und dergleichen hat das nichts zu tun. Ich will das niemandem nehmen, wenn er halt einen i9 will, aber es kann wirklich keiner behaupten, dass das was mit Leistung, Treibern oder sonstwas technischem zu tun hat, sondern einfach "weil man halt will".

    Nachdem mein i7 2600K im Frühjahr erneuert werden musste (Boarddefekt), bin ich jetzt mit dem 2700X mehr als zufrieden... erst recht, wenn ich mir anschaue, dass ich mehr als 300 Ocken gespart habe.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.10.18 12:37 durch Der schwarze Ritter.

  2. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: Silenquedea 14.10.18 - 12:40

    Da stimm ich dir voll und ganz zu. Im Moment machen sie keine sonderlich gute Figur.

    Ich selber habe erst diese Woche von nem Xeon 1230 (Ivy Bridge Architektur) auf nen Ryzen 2600 geupgraded. Und was soll ich sagen. Besser geht's kaum. Preislich sehr erschwinglich und der RAM läuft brav mit 3200 MHz , was vollkommen ausreicht. Alles drüber skaliert meines Wissens sowieso nicht mehr richtig. Da liegen die Vorteile bei 0,x %.

    Also ich hoffe ja, dass AMD nächstes Jahr nochmal zurückbashed mit Grafikkarten, dass auch bei nVidia Mal langsam die Alarmglocken schrillen.

  3. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: Mixermachine 14.10.18 - 12:49

    Nja bei was anderem außer Spielen hat Intel nicht mehr wirklich die Nase vorne.
    Daher versucht man sich jetzt eben bei den Spielern anzupreisen.
    Wenn man 2700X vs 8600k vergleicht (ähnlicher Preis akt.) dann bleibt da aber wirklich nicht mehr viel übrig.

    In der professionellen Richtung sieht es nicht besser aus.
    Der Threadripper killt im P/L Verhältnis gerade alle Xeon Workstation Chips.
    Die Epyc Prozessoren für Server sind beim gleichen Preis den Xeons überlegen.

    Der neue 28 Kern Xeon ist übrigens nicht mal verlötet.
    Als Kunde sollte man sich nach Alternativen umschauen.

    Build nicer stuff

  4. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: Astorek 14.10.18 - 14:02

    Mixermachine schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der neue 28 Kern Xeon ist übrigens nicht mal verlötet. Als Kunde sollte man sich nach Alternativen umschauen.

    Ist ja auch so ein Thema, bei dem Intel (zurecht) ihre eigene Suppe auslöffeln müssen. Intel hätte es sich bei Konkurrenzdruck nie getraut, CPUs zu verkaufen, die statt einer Verlötung einen Raum für billigste Wärmeleitpaste zwischen CPU und Heatspreader steckt. War eigentlich damals schon klar, dass hier Cent-Beträge bei der Fertigung auf den Kunden abgeschoben wurde Der darf dann alternativ deutlich mehr für die Kühlung ausgeben, basteln (CPUs köpfen) oder muss ggf. eine verringerte Lebensdauer der CPU hinnehmen.

    Alleine wegen dieser Dreistigkeit freue ich mich, dass Intel derzeit massiv Konkurrenzdruck von AMD erfährt... Von den Preisen brauchen wir garnicht erst anzufangen, da ging Intel zuletzt auch in eine "gewinnmaximierende" Richtung...

  5. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: platoxG 14.10.18 - 14:03

    || "Nja bei was anderem außer Spielen hat Intel nicht mehr wirklich die Nase vorne. "

    Hi, das stimmt so nicht. Mit AVX-512 ist Intel im HPC-Bereich recht gut aufgestellt und so langsam sind auch die Startschwierigkeiten (ungenügende Compiler-Anpassungen, etc.) überwunden. Hinzu kommt bei den Xeon Gold- und Platinum-Modellen die Verfügbarkeit von zwei FMA-Pipelines pro Kern, was den Durchsatz noch einmal beträchtlich steigert, wenn entsprechender Code genutzt wird.
    Beispielsweise demonstrierte Intel im April/Mai, ein Xeon-SP-System, das durch eine hochoptimierte Tool-Chain in der Lage war, nVidia's Volta beim Inferencing einzuholen bzw. knapp zu überholen. (Man erinnere sich hierbei man die J.H.-typischen überschwenglichen, hochgreifenden Aussagen zum Release von Volta und den Tensor-Cores.) Gerade wenn es um komplexe Problemstellungen geht, sind general purpose CPUs Beschleuniger(Grafik)karten überlegen, da letztere nach dem SIMD- bzw. Vektorprozessorkonzept nur gleichartige Operationen und Daten massivparallel in hoher Geschwindigkeit verarbeiten können (die Code-Größe der Shader-Prozessoren und der VRAM ist hier deutlich beschränkt).
    Weitere Faktoren sind in erster Linie der konkrete Anwendungszweck bzw. die existierende Code-Basis, sowie die (zeitliche) Verfügbarkeit und auch Zuverlässigkeit (Hersteller, Lieferkette, Support, etc.).
    Beispielsweise der fürs nächste Jahr geplante Frontera des TACC mit erwarteten 35 - 40 PetaFlops setzt auf Intels Cascade Lake, da Epyc 2 zeitlich etwas zu spät dran ist und zudem der Vorgänger Stampede 2 mit seinen Xeon Phi-Karten recht viel AVX-512-Code verwendet(e).

    Bei den aktuellen Zen(+) hat sich AMD gegen den Mehraufwand entschieden und implementiert lediglich AVX-128. Bereits für 256 Bit breite Befehle müssen die AMD-CPUs über das Zusammenlegen zweier 128 Bit-Register arbeiten und erreichen dabei nur noch den halbe Durchsatz. AVX-512 wird derzeit von AMD überhaupt nicht unterstützt. Ob Zen 2 bzw. Epyc 2 ("Rome") AVX-512 unterstützen wird, ist derzeit noch unklar; ich würde aber eher nicht davon ausgehen, da das eine umfangreiche architektonische Erweiterung wäre und die Transistorzahl pro Kern beträchtlich ansteigen lassen würde (zumal mit Blick auf die angekündigte Steigerung auf 64 Kerne).

    Epyc ist zweifelsfrei eine gute Server-CPU, kann Intel in Bezug auf die Rechenleistung jedoch nicht das Wasser reichen und punktet vor allem durch (den Preis) das etwas breitere Speicherinterface, nicht jedoch durch die maximale Speichermenge, da Vier-Wege-Systeme von Intel deutlich mehr Speicher aufnehmen können. Mit den im Epyc-Zwei-Wege-System zur Verfügung stehenden 64 PCIe-Lines bietet sich Epyc vor allem als Basissystem für die Verwendung von Beschleunigerkarten an.
    Intels Cascade Lake wird sich anscheinend weiterhin auf 48 Lanes beschränken kommt jedoch auch mit neuen Vector Neural Network Instructions (VNNI) als Erweiterung des AVX-Subsets daher, die bereits mit der letzten Xeon Phi-Karte Knights Mill im Dezember 2017 eingeführt wurden, was den Vorsprung bei der Rechenleistung bei entsprechenden Anwendungen noch einmal anwachsen lässt.

    Schlussendlich dürfte für den Consumer-Markt aber auch klar sein, dass ein Ryzen 2700(X) ggü. einem i9-9900K derzeit klar die bessere Wahl ist. Die paar Prozent Mehrleistung rechtfertigen hier nicht die deutlichen Mehrkosten, die zudem noch durch die Lieferengpässe bei Intel angefeuert werden. Die Spieleentwickler haben die architektonischen Unterschiede des Ryzen mittlerweile verinnerlicht und bspw. AVX jenseits 128 Bit Befrehlsbreite spielt hier i. d. R. nur eine untergeordnete Rolle. Insgesamt ein erfreulicher Zustand für den Konsumenten, der hoffentlich durch entsprechende Kaufentscheidungen des Einzelnen unterstützt wird, denn etwas Druck auf den Platzhirsch kann nicht schaden (sowohl in preislicher wie auch technologischer Sicht).

  6. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: mibbio 14.10.18 - 14:35

    Sie heben das "verlöteter HS" beim i9 sogar als besonderes Feature hervor.
    Und dann wird auch noch gelogen mit der Aussage, der i9 sei der "1st mainstream 8C/16T processor". Hat nicht AMD mit Ryzen schon seit über einem Jahr ein 8C/16T Modell im Mainstream-Bereich?
    https://hexus.net/media/uploaded/2018/10/5b386066-f478-4d88-ab5d-19db7972d184.jpg

  7. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: Vollpfosten-Detektor 14.10.18 - 15:29

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir ist zudem etwas rätselhaft, warum man hier auf Teufel komm raus
    > irgendwas mit Spielen testen will, bei denen sich die meisten CPUs der
    > High-Ender sowieso nicht viel schenken, weil oft die GPU der limitierende
    > Faktor ist. Die CPUs sind für jene interessant, die außer Spielen halt auch
    > mit ihren Kisten arbeiten.

    Vermutlich weil es außer den "Gamern" (und dort speziell die AMD Fans), und vielleicht einigen IT-Foristen, niemanden mehr ernsthaft interessiert?
    Siehe Computerbase, jeder Artikel, der _irgendwas_ mit CPUs, GPUs, RAM und Co, zu tun hat wird komplett von den Gamern beherrscht.
    Der "Normalo" kauft sich ein Notebook (oder vielleicht noch in seltenen Fällen, einen Desktop-Rechner) und dort ist "eben drin, was drin ist", läuft und fertig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.10.18 15:29 durch Vollpfosten-Detektor.

  8. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: David64Bit 14.10.18 - 15:41

    mibbio schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie heben das "verlöteter HS" beim i9 sogar als besonderes Feature hervor.
    > Und dann wird auch noch gelogen mit der Aussage, der i9 sei der "1st
    > mainstream 8C/16T processor". Hat nicht AMD mit Ryzen schon seit über einem
    > Jahr ein 8C/16T Modell im Mainstream-Bereich?
    > hexus.net

    Nicht nur das, sie Brüsten sich auch mit der ersten 5 GHz Mainstream CPU, was auch nicht stimmt. Ja - der FX-9590 war eine ähnliche Heizplatte wie der letzte Pentium 4 Extrem Edition und stand in etwa genau so gut da, wie zum damaligen AMD Pendant. Ändert aber nichts daran, dass der FX-9590 einen Turbotakt von 5 GHz hatte und den auch ausgereizt hatte. Noch dazu war die FX-Serie die erste Mainstream mit 8-Kern Prozessoren.

    Leider ist es wie immer: Viele Interessiert das nicht, die kaufen einfach weiter Intel, weil Intel is ja schließlich Intel. Und die drölfzig FPS mehr, reissen ja alles raus!

  9. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: ntldr 14.10.18 - 15:48

    In der Präsentation wurde das ausschließlich auf Intel Prozessoren bezogen.

  10. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: koki 14.10.18 - 16:40

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und noch nicht mal ein besonders guter. Wenn DAS die Antwort auf AMDs
    > 2000er Serie sein soll, wo sich der Leistungsvorsprung nochmal etwas
    > reduzieren wird, wenn man den AMD auch mit entsprechend aggressiv
    > eingestellter Hardware betreibt und dann halt für den doppelten Preis?
    > Sorry Intel... dann wirds schwer für euch, wenn ihr nicht vor AMDs 3000er
    > Serie nochmal ein richtig dickes Brett auspackt.
    >
    > Mir ist zudem etwas rätselhaft, warum man hier auf Teufel komm raus
    > irgendwas mit Spielen testen will, bei denen sich die meisten CPUs der
    > High-Ender sowieso nicht viel schenken, weil oft die GPU der limitierende
    > Faktor ist. Die CPUs sind für jene interessant, die außer Spielen halt auch
    > mit ihren Kisten arbeiten.
    >
    > Gerade was Arbeitsmaschinen im Heimanwender-Bereich angeht, könnte die Luft
    > ziemlich dünn werden für Intel. Klar, es gibt immer die Leute, die das Zeug
    > kaufen, weil halt dann Intel drauf steht und wenn man auch noch beim
    > Längenvergleich "i9" in den Mund nehmen kann (no pun intended), ist man
    > wieder der Held vom Erdbeerfeld. Aber mit Vernunft und dergleichen hat das
    > nichts zu tun. Ich will das niemandem nehmen, wenn er halt einen i9 will,
    > aber es kann wirklich keiner behaupten, dass das was mit Leistung, Treibern
    > oder sonstwas technischem zu tun hat, sondern einfach "weil man halt will".
    >
    > Nachdem mein i7 2600K im Frühjahr erneuert werden musste (Boarddefekt), bin
    > ich jetzt mit dem 2700X mehr als zufrieden... erst recht, wenn ich mir
    > anschaue, dass ich mehr als 300 Ocken gespart habe.


    Kannst du es den Leuten übel nehmen, dass Sie Intel treu bleiben wenn Sie vorher, ähnlich wie du einmal etwas mehr bezahlt haben und dann 6-7 Jahre nie wieder über Upgrades nachdenken mussten?

    Ich denke allen ist mittlerweile klar, dass Intel auf dem kalten Fuß erwischt wurde und ihre Probleme mit 10nm machen es nicht besser.

  11. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: Der schwarze Ritter 14.10.18 - 17:25

    +1

  12. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: Der schwarze Ritter 14.10.18 - 17:30

    Verdenken nicht, was ich aber Intel nicht mehr abkaufe, sind die Preise, die mittlerweile für die Top-CPUs ausgerufen werden. Mein Sandy Bridge war für den Desktop damals im Prinzip das beste, was man haben konnte. Kostenpunkt war ~270¤. Und jetzt kostet das Teil das 2,5-Fache? Mit Inflation ist das nicht zu erklären und "weil er halt mehr kann" ist auch nicht wirklich befriedigend. Klar, man hat kein Anrecht darauf, die Top-Desktop-CPU für um die 300¤ zu erhalten, aber genausowenig braucht sich Intel nicht wundern, wenn bei den Preisen halt so manche CPU im Lager liegen bleibt.

    Ich gehe auch fest davon aus, dass der Ryzen 2700X 5-6 Jahre halten wird, wenn nicht sogar noch länger. So groß sind die Leistungssprünge auch bei Intel nicht, dass sie einen schnelleren Zyklus beim Heimanwender rechtfertigen würden.

    Wie gesagt, muss jeder selber wissen, wo er sein Geld reinsteckt. Aber sinnvoll ist der i9 nicht, egal aus welcher Richtung man ihn betrachtet. Wenn es schon Intel sein soll, ist man bei fast 1000 ¤ bei den Xeon Silvers vermutlich besser beraten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.10.18 17:33 durch Der schwarze Ritter.

  13. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: Kleba 14.10.18 - 17:50

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aber es kann wirklich keiner behaupten, dass das was mit Leistung, Treibern
    > oder sonstwas technischem zu tun hat, sondern einfach "weil man halt will".

    Ich würde dir fast komplett zustimmen, aber es gibt (derzeit zumindest) noch einen recht validen Grund auf Workstations auf Intel zu setzen: Nested Virtualization.
    Das liegt zwar in dem Fall leider noch an MS, aber trotzdem wird es unter der Zen-Architektur bisher nicht unterstützt.

  14. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: George99 14.10.18 - 18:39

    Betrifft das Windows nur als Host oder auch als Guest?

  15. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: unbuntu 14.10.18 - 21:14

    Dachte ich mir auch. Ich hab mir vor nem halben Jahr nen AMD geholt, weil das Preisgegenstück irgendn i5 ohne HT war, das Leistungsgegenstück aber 100¤ mehr gekostet hat. Von daher ist AMD momentan klarer Preis/Leistungssieger.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  16. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: FreiGeistler 15.10.18 - 07:18

    George99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Betrifft das Windows nur als Host oder auch als Guest?

    Wüsste ich jetzt auch gerne.
    Nach hörensagen sei AMD gerade bei Hardwaredurchreichung zu bevorzugen, da Intel IOMMU auf gewisse (teurere) Modelle beschränke.

  17. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: KloinerBlaier 15.10.18 - 08:10

    Junge junge, ich habe zwar nicht das Wissen um das nachzuvollziehen, aber da scheint sich jemand auszukennen.

    Darf man fragen woher du das Wissen beziehst? Arbeitest du in dem Bereich?

  18. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: Kleba 15.10.18 - 08:17

    George99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Betrifft das Windows nur als Host oder auch als Guest?

    Wie meinst du das genau? "Nested Virtualization" ist ja bspw. dafür gedacht, dass ich in einer VM noch eine weitere VM aufsetzen kann. Zumindest unter Hyper-V (und anderen Hypervisoren die auf diese Art auf die Hardware zugreifen) funktioniert das mit der Zen-Architektur nicht.
    Das ist aber nicht AMDs Verschulden, sondern MS'. Die müssten eigentlich nur zulassen, dass AMDs VM-Features auch "freigeschaltet" werden.

  19. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: Mixermachine 15.10.18 - 08:52

    platoxG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > || "Nja bei was anderem außer Spielen hat Intel nicht mehr wirklich die
    > Nase vorne. "
    >
    > Hi, das stimmt so nicht. Mit AVX-512 ist Intel im HPC-Bereich recht gut
    > aufgestellt und so langsam sind auch die Startschwierigkeiten (ungenügende
    > Compiler-Anpassungen, etc.) überwunden. Hinzu kommt bei den Xeon Gold- und
    > Platinum-Modellen die Verfügbarkeit von zwei FMA-Pipelines pro Kern, was
    > den Durchsatz noch einmal beträchtlich steigert, wenn entsprechender Code
    > genutzt wird.
    > Beispielsweise demonstrierte Intel im April/Mai, ein Xeon-SP-System, das
    > durch eine hochoptimierte Tool-Chain in der Lage war, nVidia's Volta beim
    > Inferencing einzuholen bzw. knapp zu überholen. (Man erinnere sich hierbei
    > man die J.H.-typischen überschwenglichen, hochgreifenden Aussagen zum
    > Release von Volta und den Tensor-Cores.) Gerade wenn es um komplexe
    > Problemstellungen geht, sind general purpose CPUs
    > Beschleuniger(Grafik)karten überlegen, da letztere nach dem SIMD- bzw.
    > Vektorprozessorkonzept nur gleichartige Operationen und Daten
    > massivparallel in hoher Geschwindigkeit verarbeiten können (die Code-Größe
    > der Shader-Prozessoren und der VRAM ist hier deutlich beschränkt).
    > Weitere Faktoren sind in erster Linie der konkrete Anwendungszweck bzw. die
    > existierende Code-Basis, sowie die (zeitliche) Verfügbarkeit und auch
    > Zuverlässigkeit (Hersteller, Lieferkette, Support, etc.).
    > Beispielsweise der fürs nächste Jahr geplante Frontera des TACC mit
    > erwarteten 35 - 40 PetaFlops setzt auf Intels Cascade Lake, da Epyc 2
    > zeitlich etwas zu spät dran ist und zudem der Vorgänger Stampede 2 mit
    > seinen Xeon Phi-Karten recht viel AVX-512-Code verwendet(e).
    >
    > Bei den aktuellen Zen(+) hat sich AMD gegen den Mehraufwand entschieden und
    > implementiert lediglich AVX-128. Bereits für 256 Bit breite Befehle müssen
    > die AMD-CPUs über das Zusammenlegen zweier 128 Bit-Register arbeiten und
    > erreichen dabei nur noch den halbe Durchsatz. AVX-512 wird derzeit von AMD
    > überhaupt nicht unterstützt. Ob Zen 2 bzw. Epyc 2 ("Rome") AVX-512
    > unterstützen wird, ist derzeit noch unklar; ich würde aber eher nicht davon
    > ausgehen, da das eine umfangreiche architektonische Erweiterung wäre und
    > die Transistorzahl pro Kern beträchtlich ansteigen lassen würde (zumal mit
    > Blick auf die angekündigte Steigerung auf 64 Kerne).
    >
    > Epyc ist zweifelsfrei eine gute Server-CPU, kann Intel in Bezug auf die
    > Rechenleistung jedoch nicht das Wasser reichen und punktet vor allem durch
    > (den Preis) das etwas breitere Speicherinterface, nicht jedoch durch die
    > maximale Speichermenge, da Vier-Wege-Systeme von Intel deutlich mehr
    > Speicher aufnehmen können. Mit den im Epyc-Zwei-Wege-System zur Verfügung
    > stehenden 64 PCIe-Lines bietet sich Epyc vor allem als Basissystem für die
    > Verwendung von Beschleunigerkarten an.
    > Intels Cascade Lake wird sich anscheinend weiterhin auf 48 Lanes
    > beschränken kommt jedoch auch mit neuen Vector Neural Network Instructions
    > (VNNI) als Erweiterung des AVX-Subsets daher, die bereits mit der letzten
    > Xeon Phi-Karte Knights Mill im Dezember 2017 eingeführt wurden, was den
    > Vorsprung bei der Rechenleistung bei entsprechenden Anwendungen noch einmal
    > anwachsen lässt.
    >
    > Schlussendlich dürfte für den Consumer-Markt aber auch klar sein, dass ein
    > Ryzen 2700(X) ggü. einem i9-9900K derzeit klar die bessere Wahl ist. Die
    > paar Prozent Mehrleistung rechtfertigen hier nicht die deutlichen
    > Mehrkosten, die zudem noch durch die Lieferengpässe bei Intel angefeuert
    > werden. Die Spieleentwickler haben die architektonischen Unterschiede des
    > Ryzen mittlerweile verinnerlicht und bspw. AVX jenseits 128 Bit
    > Befrehlsbreite spielt hier i. d. R. nur eine untergeordnete Rolle.
    > Insgesamt ein erfreulicher Zustand für den Konsumenten, der hoffentlich
    > durch entsprechende Kaufentscheidungen des Einzelnen unterstützt wird, denn
    > etwas Druck auf den Platzhirsch kann nicht schaden (sowohl in preislicher
    > wie auch technologischer Sicht).


    Wenn man sich bei der Leistungsbetrachtung auf Vectormultiplikation (AVX) beschränkt, dann gebe ich dir recht.
    AI und Faltungsaufgaben werden auf den Xeons schneller laufen.

    https://www.phoronix.com/scan.php?page=news_item&px=Xeon-Gold-EPYC-Linux-4.15

    In dem Test treten zwei Xeon 6138 (125W TDP, 20 Kerne) gegen einen Epyc 7601 (180W TDP, 32 Kerne) an.
    Trotz des Kern und TDP Vorteils der Xeons schafft es der Epyc in manchen Tests nach vorne.

    Der Epyc ist günstiger, wobei ein Dual Socket Board noch teurer als ein Single Socket Board.
    Zusätzlich wurde das Topmodell (Premiumaufschlag) von AMD gegen die Mittelklasse Chips von Intel verglichen.

    Intel merkt es wohl aktuell selbst:
    https://www.google.de/amp/www.pcgameshardware.de/AMD-Zen-Architektur-261795/News/Epyc-vs-Xeon-Intel-Rabatte-1265290/amp/

    Wenn Intel es vor AMD schafft ihre neue Fertigung auf den Weg zu bringen, haben sie noch eine Chance.
    Wenn AMD zuerst dran ist, könnte evtl auch der Vorsprung bei AVX256 eingebüßt werden.

    Build nicer stuff

  20. Re: Für den Preis ein Witz

    Autor: 0xDEADC0DE 15.10.18 - 10:13

    Vollpfosten-Detektor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der "Normalo" kauft sich ein Notebook (oder vielleicht noch in seltenen
    > Fällen, einen Desktop-Rechner) und dort ist "eben drin, was drin ist",
    > läuft und fertig.

    Dann ist der "Normalo" dumm, weil man sich als normaler Kunde trotzdem vorher informieren kann. Auch wenn man keine Spiele spielt, kann man vor Kauf prüfen, was für die eigenen Zwecke besser geeignet bzw am günstigsten ist. Wer einfach kauft was "drin" ist, ist selbst schuld.

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