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Eigenverantwortung für Klimawandel
Autor: Niveauacreme 19.01.23 - 13:47
Klar, kann jedes souveräne Land selbst entscheiden was es zur Energiewende und damit zum Klimaschutz beitragen will. Und das betrifft nicht nur die eigene Hautür, sondern eben auch die Versorgung der Welt. Wenn man aber aus nationalpolitischen Gründen darauf verzichtet die Welt (schneller) grün zu machen, und EE-Potenziale zu nutzen, dann muss man sich hinterher, insbesondere als Inselnation, auch nicht beschweren, wenn der Wasserlevel steigt.
Am Ende sitzen wir zwar alle im gleichen Boot - aber halt nicht auf dem selben Deck.
Die Isländer sollten das als Chance begreifen ihr Land umweltfreundlich weiter zu industrialisieren - der Fischfang wird nicht ewig möglich sein und ist aktuell auch nicht nachhaltig. Da wäre eine langfristig sichergestellte nationale Dividende für alle Bürger aus gut bezahlten Energieexporten zum wohle des globalen Klimas wohl nicht das schlechteste.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.01.23 13:49 durch Niveauacreme. -
Re: Eigenverantwortung für Klimawandel
Autor: dummzeuch 19.01.23 - 13:55
Niveauacreme schrieb:
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> dann muss man sich hinterher,
> insbesondere als Inselnation, auch nicht beschweren, wenn der Wasserlevel
> steigt.
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> Am Ende sitzen wir zwar alle im gleichen Boot - aber halt nicht auf dem
> selben Deck.
Da in Island das Land im Gegensatz zu vielen Südseeinseln relativ hoch liegt, sitzen die eher auf dem Oberdeck. Da wird so schnell nichts großflächig überschwemmt werden, selbst wenn der Wasserspiegel ein paar Meter steigt. -
Re: Eigenverantwortung für Klimawandel
Autor: gottwuerfeltnicht 26.01.23 - 11:55
Das kann man letztendlich über jedes Land sagen. Auch in Deutschland ginge viel mehr, und scheitert an Nimbys. Ein Isländer könnte sagen "in Deutschland gibt es -- im Gegensatz zu Island -- sowieso kaum unberührte Natur, und historisch viel energieintensive Industrie. Da ist es doch viel sinnvoller wenn in Deutschland zwischen jedem zweiten Acker ein Windrad gebaut wird".



