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Chinesische Weisheit: ohne LiFePO4-Akku ist es das Geld nicht wert.

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  1. Chinesische Weisheit: ohne LiFePO4-Akku ist es das Geld nicht wert.

    Autor: CptData 24.02.23 - 13:08

    Bewusst werde ich keine "Anti-Werbung" machen und eine der Stationen schlecht machen, sondern einfach mal einen Fakt auf die Theke legen:

    Es gibt verschiedene Technologien mit Li-Ionen-Akkus. Die meisten davon sind auf so 600 - 1000 Zyklen ausgelegt, bevor die Kapazität auf 80% abgesunken ist. Wer vor hat, die Station täglich zu nutzen - und bei den Preisen sollte man das auch tatsächlich anstreben - hat also nach 2 - 3 Jahren den Punkt bereits erreicht, wenn der Akku merklich anfängt, nachzulassen. Gerade bei den kleineren Modellen mit 600 - 1000Wh Kapazität fällt das einfach sofort auf, wenn nach viel zu kurzer Zeit das System abschaltet, weil die nutzbare Kapazität kleiner geworden ist.

    Ebenfalls vornweg: so eine Solarbatterie nützt nur dann was, wenn man auch Solarpanels aufstellen kann und die relevante Leistung bringen. Pi-mal-Daumen: in 4 Stunden sollte die gewählte Solarstation an einem sonnigen Tag geladen werden können bzw. in 8 Stunden bei teilweiser Bewölkung. Eine 2000Wh-Station sollte also mindestens an insgesamt 500W Solarpanelen hängen. Und da sollte man möglichst fix installierte Panele wählen - da gilt ungefähr der Preis von 1 Euro zu 1W. Die mobilen Panele, die von Jackery & co angeboten werden, sind i.d.R. 3x so teuer und manche davon ein echter Nepp. Eine Jackery Explorer 1000 für 1200 Euro mit einem 80W-Panel zu 250 Euro als "Deal" zu verkaufen, ist grenzwertig: das Winz-Panel schafft es nur unter idealen Bedingungen, die Powerstation in 12 Stunden aufzuladen. Ist der Himmel auch nur ein bisschen grau, kommt gar nichts mehr an.

    Aber fangen wir mal mit dem Powerhouse von Anker an:

    Die Anker 767
    Das Powerhouse ist mit dem LiFePO4-Akku ausgestattet und bietet 2048Wh Kapazität zu 2300W Dauerlast. Das ist ordentlich, aber auch sehr teuer. Die Powerhouse passt gut in ein ausgefeiltes Notstromkonzept oder für autark bestromte Wochenendhütten, Gartenhäusschen o.ä.
    Man kann damit durchaus auch eine einzelne Herdplatte (idealerweise max 1500W) betreiben. Zusammen mit einer Solarinstallation von rund 600W und ggf. einem Flüstergenerator bis 2000W kommt man damit durchaus hin.

    Der Preis ist ein echter Abturner: jede Kilowattstunde Kapazität will mit 1250,- Euro vergütet werden, was einfach richtig viel Asche ist. Natürlich ist da ein Laderregler drin und ein netzunabhängiger Gleichrichter, ein nettes Gehäuse ... aber effektiv ist das Gesamtpaket sehr teuer, wenn man an anderer Stelle einen Akku (ohne Laderregler und Wechselrichter) für die Hälfte bekäme, siehe weiter unten.
    Für unterwegs ist sie mit über 20 Kilo einfach zu schwer, ins Hausnetz lässt sie sich mangels netzgesteuertem Wechselrichter nicht integrieren. Sie gehört in den Bereich "Insellösungen".
    Ich verwende ein ähnliches Modell von der Konkurrenz, von Bluetti / Poweroak die AC2000P, die ich im Oktober '22 für 1800 Euro gekauft habe. Die ist Teil meiner Solarinsel am Balkon und soll sowohl im Falle eines Stromausfalls helfen, als auch meinen PC "unsichtbar" machen auf der Stromrechnung. Sie ist also Teil meines Stromsparkonzepts, weil für die reine Blackoutvorsorge viel, viel, viel zu teuer.
    Günstiger geht immer, siehe unten.


    Die Jackery Explorer 1000
    Die Anker Station von oben ist definitiv zu schwer für "unterwegs", die Jackery Explorer 1000 ist dagegen ganz brauchbar im Fahrzeug mit 11 Kilo zu verstauen. Die kostet auch "nur" 1200 Euro beim Hersteller - kommt aber nicht mit LiFePO4-Akkus daher - und ist damit auch eindeutig zu teuer. Für's Notstromkonzept halte ich sie für eine brauchbare Option, wenn man sie zusammen mit einer kleinen, sparsamen Balkon-Anlage (300W-Panele) und ggf. einem kleinen 1000W-Flüstergenerator verwendet. Mit 2000W kurzzeitiger Spitzenlast kann sie auch verwendet werden, um die Anlassströme für einen Kühlschrank abzufedern.

    Für den Dauereinsatz wegen der ungünstigen Akku-Technologie halte ich die Jackery Explorer aber nicht für geeignet. Würde jeden Tag ein vollständiger Ladezyklus gefahren, ist nach 2 Jahren die Kapazität runter auf 80%. Das ist eindeutig zu wenig Lebensdauer für den Preis.


    EcoFlow River 2 Pro
    Meiner Meinung nach hat die River 2 Pro ein recht gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: im Grunde kostet hier jede Wattstunde Kapazität etwas weniger als einen Euro, dazu kommen noch intern Ladecontroller und Wechselrichter. Das ganze auch mit LiFePO4-Akkus, was die Station sehr viel attraktiver macht als die etwas leistungsfähigere Jackery Explorer 1000.
    Die Station lässt sich mit maximal 220W laden, was aber kein Problem ist: unter idealen Bedingungen ist das Gerät nach 4 Stunden voll. Auch hier gilt wieder: Reisepanele sind im Schnitt 3x so teuer pro Watt verglichen mit der Festinstallation. Wenn ich aber mir als Budget 1200 Euro ausgelegt habe, bekomme ich dafür nebst der 800 Euro River 2 auch noch das mittlere Ecoflow 160W Solarpanel. Unter optimalen Bedingungen wäre dann nach 6 Sonnenstunden das Gerät von 0 auf 100 voll (160W x 6h x 80% = 768Wh) - das ist nicht ganz ideal, aber okay, wenn man das Gerät mobil verwenden will.
    Wer's fix installiert, kann aber gut sparen und für so um die 200 - 250 Euro 220W fixe Panele installieren und vom Rest einen kleinen 1000W Flüstergenerator kaufen.

    Die Station war tatsächlich in der engeren Auswahl bei mir und hätte auch den Zuschlag erhalten, wenn ich nicht auch eine längere Akkulaufzeit gebraucht hätte. Da waren die 768Wh einfach zu knapp für mein Notstrom- / Dauereinsatzkonzept.
    Würde ich jetzt aber die Gartenhütte der Großeltern elektrifizieren wollen, wäre diese Station die erste Wahl.

    Auch die EcoFlow DELTA 2 war bei mir in der engeren Auswahl für 1200 Euro. Die Basiskapazität von 1000Wh lässt sich mit Zusatzakkus auf über 3000Wh erweitern. Im Grunde gilt hier fast das gleiche wie für die River 2 Pro was Anwendung & Einsatzmöglichkeiten gibt und warum ich mich am Ende trotzdem dagegen entschieden habe. Von Vorteil ist aber die große Ausgangslast: bis 1800W (in Spitze 2700W) können angeschlossen werden - für die Gartenhütte mit einfacher Herdplatte und Kaffeefiltermaschine und Beleuchtung reicht's, wenn auch nicht parallel.

    Die Thematik Zusatzakku sei aber noch mal näher beleuchtet: ich wollte ein erweiterbares System, so dass ich, wenn die Anlage am Balkon wächst, auch mehr Sonnenenergie speichern kann. Die DELTA 2 kann auf 3000Wh erweitert werden, aber, wenn ich mich recht erinnere, die Anbindung ist ungünstig gelöst.
    Das kann (und wird) technische Gründe haben: der Wechselrichter greift nur auf den internen Akku der Station zu, aber nicht auf den Erweiterungsakku. Das bedeutet, dass aus dem Erweiterungsakku heraus der interne Akku geladen wird und damit die größte Abnutzung am internen Akku wirkt. Der interne Akku altert also schneller. Allerdings - hier muss ich aber auf löchrige Erinnerungen zugreifen - kann man den Erweiterungsakku AUCH als "Ladeakku" für die Solarzellen nutzen und dann erst in den internen Akku der Ladestation laden, was sich wiederum schonend auswirken könnte.
    Leider habe ich dazu keine Erfahrungen gemacht bisher: die AC200P / AC200MAX von Bluetti ist ebenfalls erweiterbar mit Zusatzakkus, die ähnlich eingesetzt werden können.


    Und dann, nicht im Artikel enthalten, nochmal einen Blick auf die AC200P / AC200MAX von Bluetti die bei mir läuft. Die Unterschiede zwischen beiden sind sowohl beim Laden wie in der maximalen Ausgangslast zu suchen, die Akkukapazität ist nahezu gleich und beide lassen sich auch (unterschiedlich stark) erweitern.
    Meine Variante ist die kleinere AC200P für UVP 2000,- Euro, damals und heute aber auf der Homepage für 1800,- Euro erhältlich.
    Die AC200MAX kostet UVP 2400,- Euro, aktuell ist sie für 2200,- Euro zu haben.
    Auch hier wieder: LiFePO4-Akkus, >3000 Zyklen und das ganze im üblichen Preissegment von rund 1 Euro je Wattstunde Kapazität. Die kleinere AC200P ist etwas günstiger, die AC200MAX etwas teurer, dafür auch mehr Features.
    Bei beiden gilt: "zu schwer um wirklich mobil zu sein". Die Prügel wiegen jeweils über 20 Kilo und sind nicht mit Rollen ausgestattet. Bei mir steht die Station auf einem Rollbrett für 10 Euro ausm Baumarkt. Empfehlenswert ist das auch, wenn man den 20 Kilo Erweiterungsakku noch dazu holt, dann sind wir bei über 40 Kilo insgesamt. Das ist nicht mehr "mobil".
    Preislich muss man sich auch überlegen, wozu man die einsetzt. Bei mir ist das Ziel Dauereinsatz im Alltag und Notstromversorgung. Im Alltag wird die Stromrechnung reduziert, aber bis sich der Akku amortisiert, vergehen Jahre. Also wirklich "sparen" kann man erst, wenn man sie wirklich verwendet. Rein für die Notstromversorgung sind wir wieder beim Inverter-Generator / Flüstergenerator mit 2000W. Der kostet den Bruchteil und für die paar Stunden / Tage ohne Strom kommt man damit hin.

    Ich persönlich überlege, ob ich meine Anlage aber mit einem kleinen 1000W-Flüstergenerator erweitere, der dann zum Zug kommt, wenn keine Sonne am Himmel steht und ich Energie brauche. Dadurch, dass die AC200P nur maximal 500W aus dem Netzgerät ziehen kann, reicht ein kleiner Flüstergenerator aus. Die AC200P übernimmt die Rolle des Leistungspuffers und kann selbst bis zu 2000W ausgeben. Damit habe ich quasi ein "Minikraftwerk" im Haus. Fehlt eigentlich nur noch ein Mini-Windrad dazu, dann hab ich Teilautarkie. Schade, dass ich keine Wochenendhütte habe - da könnte ich mich richtig austoben mit dem System.


    Preistipp für Elektrofachkräfte und fachkundige Akkuenthusiasten:
    Google-Suche Greenakku LiFePO4 51,2V

    U.a. gibt es dort einen 5120Wh-Akku (also mehr als die doppelte Kapazität) aktuell im Angebot für weniger als 2100 Euro. Wenn man nun nicht grad einen teuren Kombi-Wechselrichter (mit MPPT integriert) von Victron holen will, sondern nur den MPPT 100 20 von Victron und einen günstigen echten Sinus-Wechselrichter 48VDC/230VAC 2000W Dauerleistung, kommt man da auf einen vergleichbaren Preis (Anker Powerhouse) und hat die doppelte Kapazität. Beim Wechselrichter auf "echten Sinus" und VDE-Konformität achten ;-)

    Warum 51,2V?
    Je größer die Spannung, desto kleiner werden die Ströme. Das ist relevant beim Wechselrichter, der am Ende des Tages ja 2000W Dauerlast liefern können muss. Das wären dann also rund 40A - und das ist ein ordentlich dickes Kabel von 6mm². Der Querschnitt wird DEUTLICH größer, wenn ich nur mit 25,6V fahren will - dann muss ich mit 80A für 2000W rechnen. Und dann sind wir schon bei einem Querschnitt zwischen 15 und 20mm². Und falls jemand auf die Idee kommt, mit 12,8V Akkus zu arbeiten, sind das dann 160A und 50mm² dicke Kabel.
    Die Werte stammen aus der DIN VDE 0298-4 ... falls es wen interessiert.

    Da aber die ganzen "Eigenbauten" auch VDE-konform sein sollten, darf man sich auch gleich Gedanken machen über einen entsprechenden Schrank (19" Racks gibt's u.a. bei Rittal) und die Kühlung (Akkus erwärmen sich im Betrieb), Erdung, Sicherungen, Schaltkasten und, und, und. Das macht am Ende noch etwas auf der finanziellen Seite aus - aber wenn man letztendlich ein vergleichbares Angebot haben will, kommt man aktuell beim Eigenbau fast immer auf die doppelte Akku-Kapazität im Vergleich zu den Preisen für die Powerstationen.

    Preistipp Notstrom:

    Die günstigste Notstromlösung ist nach wie vor ein Flüstergenerator mit 2000W. Den kriegt man für 400 - 500 Euro. Das sind allesamt Inverter-Generatoren, die lastabhängig ihren Drehzahlbereich ändern. Man kann sie auch zum Teil des Notstromkonzepts mit Pufferakku machen (eine Solarbatterie), so dass bei kurzfristigen Lasten erst der Akku belastet wird und nur dann der Generator eingeschaltet wird, wenn keine Sonne am Himmel steht und die Kapazität sich dem Ende neigt. Aber dann kauft man ggf. wieder was teures.
    Nachteilig hier ist der Wartungsaufwand - und das Gerät sollte alle paar Monate mal gestartet werden, damit die Funktion gewährleistet bleibt. Kaufen und dann jahrelang trocken rumstehen lassen ist okay, aber sobald Öl & Benzin im System sind, muss das regelmäßig bewegt werden.
    Nachteilig ist auch das Fehlen eines elektronischen Anlassers + Fernsteuerung.

  2. Re: Chinesische Weisheit: ohne LiFePO4-Akku ist es das Geld nicht wert.

    Autor: Weitsicht0711 24.02.23 - 13:41

    CptData schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bewusst werde ich keine "Anti-Werbung" machen und eine der Stationen
    > schlecht machen, sondern einfach mal einen Fakt auf die Theke legen:
    >
    > Es gibt verschiedene Technologien mit Li-Ionen-Akkus. Die meisten davon
    > sind auf so 600 - 1000 Zyklen ausgelegt, bevor die Kapazität auf 80%
    > abgesunken ist. Wer vor hat, die Station täglich zu nutzen - und bei den
    > Preisen sollte man das auch tatsächlich anstreben - hat also nach 2 - 3
    > Jahren den Punkt bereits erreicht, wenn der Akku merklich anfängt,
    > nachzulassen. Gerade bei den kleineren Modellen mit 600 - 1000Wh Kapazität
    > fällt das einfach sofort auf, wenn nach viel zu kurzer Zeit das System
    > abschaltet, weil die nutzbare Kapazität kleiner geworden ist.

    Also die Prämisse ist das Gerät so oft zu benutzen damit der Akku möglichst schnell keine Kapazität mehr hat? Und dann natürlich immer schön entladen und aufladen.



    > Die Anker 767
    > für autark bestromte Wochenendhütten, Gartenhäusschen o.ä.

    Aber gerade noch von täglichen Betrieb reden und dies als Prämisse nehmen um sagen zu können der Akku geht nach 2-3 Jahren den Bach runter.

    Chinesische Weisheit: widersprich dich nicht, dann bleibt man glaubwürdig.

    Aber so halt nicht.

  3. Danke für den Hinweis - Fehlerkorrektur inside (Powerhouse 535 statt 767)

    Autor: CptData 24.02.23 - 14:33

    Weitsicht0711 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also die Prämisse ist das Gerät so oft zu benutzen damit der Akku möglichst
    > schnell keine Kapazität mehr hat? Und dann natürlich immer schön entladen
    > und aufladen.
    Einen Fehler habe ich gemacht, und zwar beim Powerhouse habe ich das größere Modell zur Bewertung herangezogen. Den Schuh MUSS ich mir anziehen. Die kleine Powerhose 535, über die hier gesprochen wird, ist mit 700 Euro "bezahlbar" und bewegt sich etwa im selben Bereich wie die restlichen Akkus im Artikel. Die ist top für Camping, aber vielleicht einen Ticken zu teuer verglichen mit den EcoFlow-Stationen. Für's Wochenendhäusschen könnten die 512Wh zu wenig sein und die Ausgangsleistung mit 500W ist einfach zu schwach, passt aber zur Akkukapazität.

    Ich habe hier mit der Powerhouse 767 verglichen, die ist aber eben nicht mehr mobil, genausowenig wie die AC200P / AC200MAX mit vergleichbaren Dimensionen und ähnlichem Einsatzgebiet.

    Also ja, der Fehler, der geht auf meine Kappe.

    Von den bewerteten Stationen hat aber genau einer KEINE LiFePO4-Akkus drin und ist damit auch sehr teuer: die Explorer 1000 von Jackery. Die ist die einzige Station, von der ich vom täglichen Einsatz abraten MUSS, sonst hat man nach 2 bis 3 Jahren keine Freude mehr dran. Die anderen Stationen sind deutlich langlebiger - Voraussetzung ist ein schonender Umgang mit der Kapazität und den Ladezyklen. Und da kann man durchaus die anderen Stationen täglich einsetzen. Wenn man sie schonend verwendet, kann man sogar aus 3000 Zyklen (Nutzung bis auf 15% Rest) 5000 Zyklen (Nutzung bis auf 25% Rest) machen. Der Unterschied ist dann sehr deutlich, wenn man beispielsweise bei einer Station mit 1000Wh eben 850Wh nimmt (3000 Zyklen) oder nur 700Wh (5000 Zyklen).

    850Wh x 3000 Zyklen = 2550kWh
    700Wh x 5000 Zyklen = 3500kWh

    Lass die Station 1200 Euro gekostet haben als direkte Konkurrenz zu Jackery, kommst du dann also auf:
    3000 Zyklen => 40 Cent / Zyklus und 2550kWh => 47 Cent / kWh
    5000 Zyklen => 24 Cent / Zyklus und 3500kWh => 34,3 Cent / kWh

    Der Abstand zwischen 600 bis 1000 Zyklen liegt am Ende genauso 3:5 ... und jeder Zyklus ist fünfmal so teuer (zwischen 1,20 und 2,- Euro je Zyklus). Auch hier wieder 1000Wh drauf, die Angaben gehen von 80% Ausnutzung aus, also 800Wh. Im besten Fall sind das bei 1000 Zyklen also 800kWh - das ist nur etwa ein Drittel dessen, was man aus einer Station mit LiFePO4 bekäme. Und dafür ist das einfach zu teuer.

    Mir ist bewusst und bekannt, dass nicht pünktlich nach 600/1000/3000/5000 Zyklen die Batteriekapazität auf 80% fällt, sondern es ein langsamer Prozess ist, d.h. Kapazitätsverlust gibt es ab dem ersten Zyklus. Der Einfachheit wegen hab ich das aber weggelassen, die Angaben sind also im Sinne von "unter optimalen Bedingungen bis zu" zu lesen.


    Einen "Widerspruch" erkenne ich nicht, wenn unter Berücksichtigung von Akkukapazität und -technologie sich unterschiedliche Anwendungsgebiete eröffnen. Ich bin ja Solar- und Akkuenthusiast und am Tüfteln, wie ich mit begrenzten Möglichkeiten (maximal 1200W Balkonsolaranlage) zumindest in den Sommermonaten teilweise autark fahren kann. Damit sind für mich Akkus AB 2000Wh interessant, aber rein von der Ausbaustufe her könnte ich auch einen Akku mit 5000Wh hinstellen. Das wäre dann der halbe Tagesbedarf in meinem Haushalt. Im Sommer also durchaus denkbar, im Winter völlig illusorisch.

    Wirklich "sparen" kann man nur wenn man davon ausgeht, dass Strom noch teurer wird und man ggf. sowieso ein Stromausfallkonzept haben möchte. Aber auch so: falls Strom "unbezahlbar" wird und es auf einmal sinnvoll erscheint, dem Stromanbieter zu kündigen, hätte ich mit dem Maximalausbau zumindest 50% Abdeckung im Sommer. Winter is kacke. Aber vielleicht kann man ja jedes Jahr für 4 Monate einen Vertrag beim Stromversorher aushandeln und schluckt die Kröte, für Strom teure Grundgebühren und massiv steuerbelastete Kilowattstundengebühren zahlen zu müssen?

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