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2 Milliarden Tonnen Asche pro Jahr
Autor: Satirisches Bundesamt 05.06.23 - 18:47
Der Einsatz von Kohle zur Energiegewinnung lag 2022 weltweit bei geschätzten 8 Milliarden Tonnen. Daraus werden etwa 2 Milliarden Tonnen giftige Asche, für die es nach wie vor wenige bessere Lösungen gibt, als sie auf Deponien zu kippen. Das sind über die nächsten ~30 Jahre 60 Milliarden Tonnen Giftmüll. Ich habe daher erstmal keine Angst vor einem "Müllberg" aus 200 Mio. Tonnen Solarmodulen. Die sind im Gegensatz zu Kohleasche chemisch relativ stabil und kein Regen spült da Giftstoffe aus und selbst eine Deponierung wäre halbwegs ungefährlich, auch wenn das natürlich keine nachhaltige Lösung ist.
Der Artikel relativiert die reißerische Überschrift ja selber schon, ob sich Recycling lohnt ist abhängig von Aufwand und Rohstoffpreisen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.06.23 18:48 durch Satirisches Bundesamt. -
Re: 2 Milliarden Tonnen Asche pro Jahr
Autor: Muntermacher 06.06.23 - 07:44
Interessanter Ansatz. Kleine Frage (ich bin auch gegen Kohle zu Strom): Die 8 Mrd Tonnen Kohle, wieviel Strom liefern sie im Vergleich zu den 200 Mio Tonnen Solarpanels? Das wäre wichtig mit einzurechnen.
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Re: 2 Milliarden Tonnen Asche pro Jahr
Autor: Sterling-Archer 06.06.23 - 09:35
da die 2 milliarden tonnen asche jährlich anfallen und die 200 millionen tonnen auf 15-25 jahre gerechnet sind, wird das verhältnis schon zugunsten der solardinger gehen.
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Re: 2 Milliarden Tonnen Asche pro Jahr
Autor: JE 06.06.23 - 09:46
Satirisches Bundesamt schrieb:
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> Ich habe daher erstmal keine Angst vor einem
> "Müllberg" aus 200 Mio. Tonnen Solarmodulen. Die sind im Gegensatz zu
> Kohleasche chemisch relativ stabil und kein Regen spült da Giftstoffe aus
> und selbst eine Deponierung wäre halbwegs ungefährlich, auch wenn das
> natürlich keine nachhaltige Lösung ist.
Solarmodule sind ja im Prinzip Glasplatten, da dürfte sich nicht so viel tun.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.06.23 09:48 durch JE. -
Re: 2 Milliarden Tonnen Asche pro Jahr
Autor: Chili 06.06.23 - 09:52
Weltweit kommt die Elektrizität zu 36,7 % aus Kohle, zu 2,7 % aus Solar, also ein Faktor von knapp 14-mal so viel Kohle wie Solar (siehe Link). Den jährlich 2 Mrd. Tonnen giftige Asche stehen gegenüber 200 Mio. Tonnen alte Panels bis 2050, wenn ich den Artikel richtig verstehe, also ganz grob 8 Mio. Tonnen jährlich.
8 Mrd geteilt durch 8 Mio ist Faktor 1000x. Warum man da zu Solar "Umweltkatastrophe" schreibt, zumal am Recycling gearbeitet wird, sollte dann bitte die Golem-Redaktion erklären.
https://ourworldindata.org/electricity-mix -
Re: 2 Milliarden Tonnen Asche pro Jahr
Autor: Satirisches Bundesamt 06.06.23 - 10:01
Auf der Ertragsseite stehen sich 8 Mrd t x 2500 kWh/t = 20.000 TWh bei der Kohle und 1 Mrd kW x 1000kWh/kWpeak = 1.000 TWh für Solar gegenüber. Das ist jetzt ganz grob und vielleicht auch noch fehlerhaft, aber der Unterschied der Größenordnungen lässt erahnen, dass alleine das Abfallproblem bei Kohle das von Solar bei weitem überschattet. Vom CO2 Eintrag in die Atmosphäre mal abgesehen, was wohl das noch größere Problem ist. Wir müssen halt Wege finden, unseren Energiebedarf nachhaltig zu decken.
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Re: 2 Milliarden Tonnen Asche pro Jahr
Autor: Gryphon 07.06.23 - 14:58
Und zusätzlich zur Asche, die ja durch den Betrieb anfällt, müssen die Kraftwerke selbst ja irgendwann auch zurückgebaut werden.
Gebäude, Anlagen, Lagerplätze, ...



