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Wo rührt dieser Anspruch her?
Autor: TigerPixel.DE 18.02.22 - 14:48
Wo rührt eigentlich der Anspruch mancher Konsumenten (in diesem Forum) her, dass jeder jemals produzierte Film immer über einen Kanal abrufbar sein müsse.
Mich persönlich lassen diese Streamingdienste kalt. Mir reicht (Amazon) Prime Video. Erstens brilliert (Amazon) Prime Video mit einer hohen Anzahl von Eigenproduktionen. Zweitens hat (Amazon) Prime Video (ich wiederhole mich) ein anders geartetes Lizenzmodell, was die Verfügbarkeit von Filmen betrifft. Ich über mich in Geduld, bis diese Streamingdienste über einen Channel bei (Amazon) Prime Video für einen geringen zusätzlichen Obulus buchbar sind. Das Leben besteht schießlich nicht nur aus Filme gucken (auch hier wiederhole ich mich). -
Re: Wo rührt dieser Anspruch her?
Autor: Donaldi 18.02.22 - 15:10
Der Anspruch kommt daher, dass es diesen Dienst mehr oder weniger gab, ähnlich wie es noch bei den Musik-Streaming-Diensten ist.
Netflix kaufte die Lizenzen bei den Filmstudios ein und der Kunde kam mit einem Abo aus. Dann wurden die Filmstudios gierig, zogen Ihre Filme/Serien aus Netflix ab und erstellten ihre eigenen Abodienste. Je nach Geschmack müsste man jetzt 3-4 Abos bezahlen um seine Serien/Filme zu sehen.
Beispiel Fußball: Ich bin kein Fußballfan, aber mit wurde zugetragen, dass jede Liga/Turnier an verschiedene Bezahldienste verscherbelt wurden. So muss der Fußballliebhaber zusätzlich zu Sky noch 2-3 andere Dienste bezahlen und aus 30 ¤ wurden ~80¤/Monat.
Ich fürchte das der Trend früher oder später zu den Musiklabel überschwappt und man statt einem Dienst 10 abonnieren muss und zwischen 10 Diensten jonglieren muss, um seine Playlist zu hören. Selbstverständlich zum zehnfachen Preis oder man wechselt jeden Monat. -
Re: Wo rührt dieser Anspruch her?
Autor: Hotohori 18.02.22 - 15:45
Der Vorteil wird aber auch ignoriert.
1. weiß ich, dass ich so alle Disney Sachen auf Disney+ finde.
2. sind diese Sachen dort normalerweise dauerhaft vorhanden.
3. gibt es nun mehr für Disney+ produzierte Serien.
4. findet man auf Disney+ viele ältere Sachen, die man auf Netflix wohl niemals gesehen hätte weil zu geringes Interesse dafür Lizenzen zu kaufen.
Es hat nicht alles nur Nachteile. Natürlich war es praktischer nur Netflix zu haben und vieles sehen zu können, kann man dort immer noch, Netflix hat jetzt auch mehr Eigenproduktionen und immer noch viel Gutes dort zu sehen. Das man Disney Sachen dort nicht mehr findet, weiß man jetzt, genauso wie man weiß wo man diese nun sicher findet.
Vielleicht schaffen es die Plattformen ja in Zukunft ein gemeinsames Paket anzubieten, das wird dann zwar nicht super billig sein, aber dann hat man vielleicht Netflix, Disney+, Paramount+ und Andere für 30+ Euro im Monat. -
Re: Wo rührt dieser Anspruch her?
Autor: Extrawurst 18.02.22 - 18:38
TigerPixel.DE schrieb:
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> Wo rührt eigentlich der Anspruch mancher Konsumenten (in diesem Forum) her,
> dass jeder jemals produzierte Film immer über einen Kanal abrufbar sein
> müsse.
Den einzigen Anspruch den ich habe, ist es Serien und Filme auch als Einzelkauf erwerben zu können. Abo-Dienste sind mir abgesehen von Musik zuwider, alleine das einem nichts gehört und der Anbieter jederzeit nach Lust und Laune Inhalte entfernen oder ändern kann, ist für mich ein KO-Kriterium.
Von mir aus kann es 50 Streaming-Dienste geben, solange ich die wenigen (für mich) guten Filme & Serien einzeln kaufen kann. Davon gibt es nämlich so wenige, dass sich ein Streaming-Abo - egal bei welchem Anbieter - für mich nie rechnen würde.
Das ist den meisten Casual-Zuschauern, die nur berieselt werden wollen, natürlich egal.
Nur dank ihnen funktioniert diese Praktik ja überhaupt. Nur dank ihnen wird auch die Fragmentierung des Streaming-Marktes funktionieren, auch mit einem Anstieg der Piraterie werden die meisten trotzdem brav 3 Abos parallel laufen lassen.
Aber wehe die Bank erhöht die Kontogebühren von 3¤/Monat auf 5¤/Monat, dann gehen die Leute auf die Barrikaden. -
Re: Wo rührt dieser Anspruch her?
Autor: ds4real 18.02.22 - 20:42
Wird halt immer mehr und immer lustiger. Irgendwann sind wir da, wo wir vor den ganzen Streaming-Diensten waren (wobei ich dafür zu alt bin). Wäre Klasse, wenn es noch eine anonyme Möglichkeit gäbe die Daten zu teilen, denn wenn nur die Inhalteanbieter glauben sie seien schlau, irren sie sich. Aber damit das passiert, muss die Landschaft noch mehr fragmentieren.
Ich für meinen Teil halte es mit Videoinhalten so: gibt es sie nicht bei Prime, Disney+ oder ggf. auf BD, existiert der Inhalt für mich nicht. Bei Spielen ist es Steam. Musik-Streaming nutze ich abseits von YouTube nicht, kaufe dafür lieber CDs, denn die können mir höchstens durch ein Feuer oder Vorort Diebstahl genommen werden - und dagegen habe ich Versicherungen.



