1. Foren
  2. Kommentare
  3. Sonstiges
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Lego Education Spike Prime: Block…

Mathe büffeln? Formeln pauken?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Mathe büffeln? Formeln pauken?

    Autor: Codemonkey 14.05.20 - 12:48

    Mag sein das Programmieren mit Blöcken einfacher ist, aber im Endeffekt scheitern die meisten dann im Studium sowieso an Mathe...

    Abgesehen davon das ich programmieren nicht für sonderlich kompliziert halte...

    Und wenn ich mir die Komplexität meine Arbeit vor 20-25 Jahren anschaue und dann heute, dann weiß ich nicht wie programmieren in 20 Jahren aussehen wird.

    Verstehe also nicht wirklich die zwanghaften Versuche vieler Eltern und Politiker allen Kindern jetzt programmieren reinzuwürgen.

  2. Re: Mathe büffeln? Formeln pauken?

    Autor: derLaie 14.05.20 - 12:59

    Die Schwäche in Mathe kommt von mangelndem logischen Verständnis. Niemand der in der Kindheit anfängt zu programmieren wird Schwierigkeiten in Mathe haben. Die Pubertät sei mal ausgenommen. Ich glaube hier spricht eher die Angst aus dir heraus von der Jugend abgehängt zu werden.

    Es geht aber auch so ein bisschen um die generelle Angst in der Bevölkerung vor Maschinen. Wenn man so gar keine Ahnung davon hat kann man sich schonmal einreden lassen dass eine Maschine wirklich denkt.

    Menschen müssen einfach wissen womit sie es zu tun haben. Früher wusste auch jeder dass Metall weich wird wenn man es erhitzt, sonst hätte man den Schmied auf dem Scheiterhaufen verbrannt weil er hartes Metall durch seine Magie verformen kann.

    Und noch eins: Wenn man Informatik nicht früh lehrt kann man auch keine Talente frühzeitig erkennen und fördern.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 14.05.20 13:04 durch derLaie.

  3. Re: Mathe büffeln? Formeln pauken?

    Autor: bgmenot 14.05.20 - 13:02

    Ein kleiner Denkanstoß von mir:
    ich habe den Eindruck, dass die Entwicklung immer weiter davon, was tatsächlich passiert, weg geht. Handys haben keinen Filebrowser mehr sondern eine "Galerie", die sich die Bilder zusammen sucht, gleiches bei der SPIKE Prime Anwendung.

  4. Re: Mathe büffeln? Formeln pauken?

    Autor: derLaie 14.05.20 - 13:06

    Mit der tatsächlichen Hardware hat ein Filebrowser so viel gemeinsam wie die Galerie. Das sind bloß verschiedene Arten der Sortierung. Ordner gibt es auf der Festplatte keine lol. Wenn du eine Datei von einem Ordner in den anderen verschiebst werden die eigentlichen Daten auf der Festplatte nicht angerührt. Es wird lediglich das Inhaltsverzeichnis das zu den Daten zeigt verändert. Bzw. wenn du Daten löscht wird lediglich der Eintrag im Inhaltsverzeichnis gelöscht. Solange sich der Eintrag im Papierkorb befindet schützt das Betriebssystem die Daten vor einem Überschreiben.

    Ordner und Unterordner sind prinzipiell eigentlich Unsinn und lehnen sich an althergebrachte Arten der Dokument Sortierung im echten Leben an. Im Ordner Rechnungen/2019 befinden sich alle Rechnungen von 2019. Das führt natürlich zu potenziellem menschlichen Versagen wenn man etwas falsch einordnet. Der Mensch sollte zukünftig gar nichts mehr einordnen müssen. Klassifizierung übernimmt die Maschine.



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 14.05.20 13:23 durch derLaie.

  5. Re: Mathe büffeln? Formeln pauken?

    Autor: minnime 14.05.20 - 13:21

    Einen Zusammenhang zwischen Programmierung und Mathe sehe ich eigentlich nicht. Man kann tolle Programme konzipieren ohne groß Ahnung von Mathe zu haben. Auf der anderen Seite habe ich schon öfters Programme von (ehemaligen) Mathematikern gesehen die von der Struktur und den Schnittstellen eigentlich immer furchtbar waren.
    Nicht vergessen, Programmierung ist in erster Linie ein Handwerk udn man wird auch kein guter Elektroinstallateur weil man gut in Physik ist.

  6. Re: Mathe büffeln? Formeln pauken?

    Autor: Codemonkey 14.05.20 - 13:24

    Naja, ich habe sicher keine Probleme mit Programmierung oder Logik, aber mit Mathe. Weil ich ab einem bestimmten Zeitpunkt kein Mathe gebüffelt, oder Formeln gepaukt habe... Das hinterher nachzuholen ist weitaus komplizierter.

    Da kann ich dann als Kind noch so schön programmiert haben.

    Naja und Angst vor der Jugend zu haben ist lächerlich. Wenn ich irgendwann nicht mehr selber können oder wollen sollte, dann sind das diejenigen die ich anstelle um sich ggf. die Nächte um die Ohren zu schlagen. Also, je mehr desto besser.

  7. Re: Mathe büffeln? Formeln pauken?

    Autor: derLaie 14.05.20 - 13:29

    Der Zusammenhang ist die Logik und Arithmetik. Die meisten Computerprogramme berechnen irgendetwas. Wenn ich also einen Algorithmus entwerfe ist Mathe absolute Voraussetzung.

    Ich muss aber dazusagen dass die Mathematik im Informatikstudium doch eher überschaubar ist. Klar filtert Mathe immer ziemlich viele raus, aber das bisschen lineare Algebra sollte eigentlich jeder der es wirklich will erlernen können. Notfalls dauert es halt ein paar Semester mehr. Ich glaube da machen sich viele Studenten einfach zu viel Stress. Niemand braucht zwingend 23-jährge Absolventen in seinem Unternehmen. Lieber vorher ein paar Praktika machen um die Mathematik in der Praxis zu erleben und dann nochmal versuchen. Da gehen so viele Lichter an dass man nur noch strahlt!

    Ich selber war vor dem Studium 8 Jahre aus der Schule raus und musste alles quasi neu erlernen. Was ist eine Übergangsmatrix und kann man Eigenvektoren essen? Was mir auch geholfen hat ist der Umgang mit 3D Software. Also wie drücke ich mathematisch aus wenn ich einen Würfel im Uhrzeigersinn drehen möchte, wenn ich nur seine Ecken-Koordinaten (vektoren) habe zB.? Gibt es da was von Vektopharm?



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 14.05.20 13:39 durch derLaie.

  8. Re: Mathe büffeln? Formeln pauken?

    Autor: Eheran 14.05.20 - 14:07

    >Gibt es da was von Vektopharm?
    Hahaha, danke.

    Was ich dazu sagen kann, konkret am Beispiel:
    Ableitungen und Integration hab ich zwar immer verstanden, aber WIRKLICH verstanden habe ich es erst an realen Daten und da macht man es dann auch völlig anders, als im Unterricht. Was nicht gerade förderlich ist.... Wenn ich einem Studierten, der sowas auch im Studium hatte, ein paar Messwerte gebe und der möge die mal bitte ableiten oder integrieren? Das würden viele nicht mal eben schaffen. Denn ich gebe denen keine Funktion die man "schön" ableiten kann, sondern diskrete Messwerte. Dass das Integrieren dann einfach ein Aufsummieren ist und damit unfassbar einfach... wurde mir nie beigebracht. Das ist mir erst beim Anwenden selbst aufgefallen. Ich hatte noch nie den Fall, dass ich irgendwelche Funktionen ableiten oder integrieren muss. Dafür quasi pausenlos mit Messwerten, was wiederrum im Studium nie passierte. Schon merkwürdig. Woher soll ich auch eine Funktion von etwas haben, was ich messen muss? Wenn ich aus den Messwerten erst noch eine Funktion mache (Regression), dann verliere ich im theoretischen Idealfall (passt exakt auf die Messwerte) keine Genauigkeit, in allen anderen Fällen geht sogar noch Genauigkeit verloren. Dann hätte ich erst (um die Ecke von hinten) die Funktion zum Ableiten/Integrieren...

  9. Re: Mathe büffeln? Formeln pauken?

    Autor: Lapje 14.05.20 - 14:27

    minnime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einen Zusammenhang zwischen Programmierung und Mathe sehe ich eigentlich
    > nicht.

    ...

    > Nicht vergessen, Programmierung ist in erster Linie ein Handwerk udn man
    > wird auch kein guter Elektroinstallateur weil man gut in Physik ist.

    Da muss ich ein wenig widersprechen. Bei beiden muss bei fortschreitender Komplexität abstrakt gedacht werden - und da haben viele mehr Probleme mit als mit logischem Denken. Ich steige beim Programmieren regelmäßig aus wenn es mit OOP anfängt - Funktionen und so alles kein Problem, was danach kommt keine Chance - da finde ich einfach kein "Pack an". Das war im Abi aber auch, da bin ich ausgestiegen als es mit Kurvendiskussion anfing.

  10. Re: Mathe büffeln? Formeln pauken?

    Autor: derLaie 14.05.20 - 15:03

    Objektorientierte Programmierung will im Grunde alles parallelisieren weil wir mehr und mehr Rechenkerne zur Verfügung haben. Wenn du in deinem Programm immer nur eine Funktion nach der anderen aufrufst kannst du nichts parallelisieren. Das geht nur der Reihe nach.

    Du erschaffst also stattdessen Objekte die ihren eigenen Aufgabenbereich haben und unabhängig von einander arbeiten können. Ich denke dabei immer an NPC in Spielen. Jeder kleine Bauer NPC-Thread hat so seine kleine Aufgabe.

    Nehmen wir an du willst eine Reihe von Gegenständen auf den Tisch stellen. Du kannst die Liste der Gegenstände an eine Funktion übergeben und diese Funktion setzt nun die Gegenstände einen nach dem anderen auf den Tisch. Das ist nicht objektorientiert.

    Objektorientiert heißt die Funktion greift auf die Liste zu und nimmt sich ein Gegenstand heraus - entfernt es aus der Liste - und setzt es auf den Tisch. Jetzt können mehrere Funktionen gleichzeitig diese Liste leeren.

    Eine Funktion alleine ist aber ziemlich dumm, du brauchst ein ganzes Objekt einer Klasse die sich auf einer höheren Ebene darum kümmert. Also eine Arbeiter-Klasse die im Idle darauf wartet dass sich eine Liste mit Gegenständen füllt und diese dann abarbeitet. Eine andere Arbeiter-Klasse hingegen erstellt Gegenstände und steckt sie in die Liste. Jetzt kann es verschiedene spezialisierte Arten von Arbeitern geben die von der Oberklasse Arbeiter erben. Die einen erstellen nur Gegenstände aus Holz, die anderen aus Metall usw.

    Praxis ist das A und O. Die ganze Theorie in der Informatik erschlägt einen sonst und nimmt den Spaß daran.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 14.05.20 15:06 durch derLaie.

  11. Re: Mathe büffeln? Formeln pauken?

    Autor: dEEkAy 14.05.20 - 16:02

    derLaie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit der tatsächlichen Hardware hat ein Filebrowser so viel gemeinsam wie
    > die Galerie. Das sind bloß verschiedene Arten der Sortierung. Ordner gibt
    > es auf der Festplatte keine lol. Wenn du eine Datei von einem Ordner in den
    > anderen verschiebst werden die eigentlichen Daten auf der Festplatte nicht
    > angerührt. Es wird lediglich das Inhaltsverzeichnis das zu den Daten zeigt
    > verändert. Bzw. wenn du Daten löscht wird lediglich der Eintrag im
    > Inhaltsverzeichnis gelöscht. Solange sich der Eintrag im Papierkorb
    > befindet schützt das Betriebssystem die Daten vor einem Überschreiben.
    >
    > Ordner und Unterordner sind prinzipiell eigentlich Unsinn und lehnen sich
    > an althergebrachte Arten der Dokument Sortierung im echten Leben an. Im
    > Ordner Rechnungen/2019 befinden sich alle Rechnungen von 2019. Das führt
    > natürlich zu potenziellem menschlichen Versagen wenn man etwas falsch
    > einordnet. Der Mensch sollte zukünftig gar nichts mehr einordnen müssen.
    > Klassifizierung übernimmt die Maschine.


    Ich hatte das damals bei iPhoto auf meinem Mac so gehandhabt. Alles in iPhoto klatschen und lediglich Taggen. Über die Tags findet man dann an sich alles, unabhängig wo es liegt.

    Heutzutage ist man da ja etwas weiter und wenn wir mal ehrlich sind. Fotos sortiert macht keinen Spaß.

  12. Re: Mathe büffeln? Formeln pauken?

    Autor: ubuntu_user 14.05.20 - 16:03

    derLaie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Objektorientierte Programmierung will im Grunde alles parallelisieren weil
    > wir mehr und mehr Rechenkerne zur Verfügung haben.

    Quatsch.
    Die bisher besten parallelen Programme wie videoencoding sind alle nicht objektorientiert.
    >Wenn du in deinem
    > Programm immer nur eine Funktion nach der anderen aufrufst kannst du nichts
    > parallelisieren. Das geht nur der Reihe nach.

    äh und in imperativen Sprachen gibt es keine Threads oder Prozesse? Oo

    > Du erschaffst also stattdessen Objekte die ihren eigenen Aufgabenbereich
    > haben und unabhängig von einander arbeiten können. Ich denke dabei immer an
    > NPC in Spielen. Jeder kleine Bauer NPC-Thread hat so seine kleine Aufgabe.

    warum sollte das nicht mit imperativer Programmierung gehen?

    > Nehmen wir an du willst eine Reihe von Gegenständen auf den Tisch stellen.
    > Du kannst die Liste der Gegenstände an eine Funktion übergeben und diese
    > Funktion setzt nun die Gegenstände einen nach dem anderen auf den Tisch.
    > Das ist nicht objektorientiert.

    wieso nicht? wenn das die Klasse Tisch ist?

    > Objektorientiert heißt die Funktion greift auf die Liste zu und nimmt sich
    > ein Gegenstand heraus - entfernt es aus der Liste - und setzt es auf den
    > Tisch. Jetzt können mehrere Funktionen gleichzeitig diese Liste leeren.

    objektorientiert heißt Daten und Funktionen gehören zusammen.
    mir ist nicht klar wo zwischen
    > die Funktion greift auf die Liste zu und nimmt sich ein Gegenstand heraus und setzt es auf den Tisch
    und
    > diese Funktion setzt nun die Gegenstände einen nach dem anderen auf den Tisch.
    sein soll.

    > Eine Funktion alleine ist aber ziemlich dumm, du brauchst ein ganzes Objekt
    > einer Klasse die sich auf einer höheren Ebene darum kümmert. Also eine
    > Arbeiter-Klasse die im Idle darauf wartet dass sich eine Liste mit
    > Gegenständen füllt und diese dann abarbeitet. Eine andere Arbeiter-Klasse
    > hingegen erstellt Gegenstände und steckt sie in die Liste. Jetzt kann es
    > verschiedene spezialisierte Arten von Arbeitern geben die von der
    > Oberklasse Arbeiter erben. Die einen erstellen nur Gegenstände aus Holz,
    > die anderen aus Metall usw.

    und wo ist das jetzt einfach?

  13. Re: Mathe büffeln? Formeln pauken?

    Autor: dEEkAy 14.05.20 - 16:19

    derLaie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Zusammenhang ist die Logik und Arithmetik. Die meisten
    > Computerprogramme berechnen irgendetwas. Wenn ich also einen Algorithmus
    > entwerfe ist Mathe absolute Voraussetzung.

    Wie oft entwirft man denn so einen Algorithmus? Wirst du nach Algorithmen pro Tag oder pro Stunde bezahlt?

    Ich entwickle Java im Bankenumfeld und selbst hier wo Geld fließt, musste ich noch keine einzige Formel, keine einzige Berechnung oder ähnliches implementieren. Generell musste ich als Entwickler noch nie einen Algorithmus in irgend einer weise Entwickeln.

    > Ich muss aber dazusagen dass die Mathematik im Informatikstudium doch eher
    > überschaubar ist. Klar filtert Mathe immer ziemlich viele raus, aber das
    > bisschen lineare Algebra sollte eigentlich jeder der es wirklich will
    > erlernen können. Notfalls dauert es halt ein paar Semester mehr. Ich glaube
    > da machen sich viele Studenten einfach zu viel Stress. Niemand braucht
    > zwingend 23-jährge Absolventen in seinem Unternehmen. Lieber vorher ein
    > paar Praktika machen um die Mathematik in der Praxis zu erleben und dann
    > nochmal versuchen. Da gehen so viele Lichter an dass man nur noch strahlt!
    >
    > Ich selber war vor dem Studium 8 Jahre aus der Schule raus und musste alles
    > quasi neu erlernen. Was ist eine Übergangsmatrix und kann man Eigenvektoren
    > essen? Was mir auch geholfen hat ist der Umgang mit 3D Software. Also wie
    > drücke ich mathematisch aus wenn ich einen Würfel im Uhrzeigersinn drehen
    > möchte, wenn ich nur seine Ecken-Koordinaten (vektoren) habe zB.? Gibt es
    > da was von Vektopharm?


    Ein absolutes Grundverständnis von Mathe würde ich schon voraussetzen. Allein um die Laufzeiten eines Programms mehr oder weniger abschätzen zu können. Alles darüber hinaus ist nur dann von Nöten, wenn man in diesem Bereich arbeiten möchte.

    Wenn ich jetzt natürlich einen Würfel im dreidimensionalen Raum drehen möchte und nur eine Seite sehe, nimm halt eine ordentliche Entwicklungsumgebung/Engine her und zimmer nicht alles von Hand zusammen...

  14. Re: Mathe büffeln? Formeln pauken?

    Autor: dEEkAy 14.05.20 - 16:23

    derLaie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Objektorientierte Programmierung will im Grunde alles parallelisieren weil
    > wir mehr und mehr Rechenkerne zur Verfügung haben. Wenn du in deinem
    > Programm immer nur eine Funktion nach der anderen aufrufst kannst du nichts
    > parallelisieren. Das geht nur der Reihe nach.
    >
    > Du erschaffst also stattdessen Objekte die ihren eigenen Aufgabenbereich
    > haben und unabhängig von einander arbeiten können. Ich denke dabei immer an
    > NPC in Spielen. Jeder kleine Bauer NPC-Thread hat so seine kleine Aufgabe.
    >
    > Nehmen wir an du willst eine Reihe von Gegenständen auf den Tisch stellen.
    > Du kannst die Liste der Gegenstände an eine Funktion übergeben und diese
    > Funktion setzt nun die Gegenstände einen nach dem anderen auf den Tisch.
    > Das ist nicht objektorientiert.
    >
    > Objektorientiert heißt die Funktion greift auf die Liste zu und nimmt sich
    > ein Gegenstand heraus - entfernt es aus der Liste - und setzt es auf den
    > Tisch. Jetzt können mehrere Funktionen gleichzeitig diese Liste leeren.
    >
    > Eine Funktion alleine ist aber ziemlich dumm, du brauchst ein ganzes Objekt
    > einer Klasse die sich auf einer höheren Ebene darum kümmert. Also eine
    > Arbeiter-Klasse die im Idle darauf wartet dass sich eine Liste mit
    > Gegenständen füllt und diese dann abarbeitet. Eine andere Arbeiter-Klasse
    > hingegen erstellt Gegenstände und steckt sie in die Liste. Jetzt kann es
    > verschiedene spezialisierte Arten von Arbeitern geben die von der
    > Oberklasse Arbeiter erben. Die einen erstellen nur Gegenstände aus Holz,
    > die anderen aus Metall usw.
    >
    > Praxis ist das A und O. Die ganze Theorie in der Informatik erschlägt einen
    > sonst und nimmt den Spaß daran.


    Ziemlich gut erklärt, im Studium trifft man aber öfter auf solche Metaphern. Kompliziert wird es dann wenn man wie ich in einem Java-Business Umfeld arbeitet wo x Services von y Dingen erben und z Sachen liefern welche von A benötigt werden um über B schlussendlich bei C zu landen.

    Das hat aber eher was mit Spaghetticode zu tun der historisch gewachsen ist.

  15. Re: Mathe büffeln? Formeln pauken?

    Autor: minnime 14.05.20 - 19:20

    derLaie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die meisten Computerprogramme berechnen irgendetwas.

    Nein eigentlich nicht, der größte Teil der Anwendungssoftware berechnet rein gar nichts. Gerade bei Business- und Verwaltungssoftware gibt es meist nur hinten eine Datenbank, vorne eine GUI und dazwischen nur etwas Gluecode. Wenn es da mal etwas zu berechnen gibt, dann geht das eigentlich nicht über Mittelstufenniveau hinaus.

    > Wenn ich also einen Algorithmus entwerfe ist Mathe absolute Voraussetzung.

    Wann entwirft man denn schon mal einen Algorithmus, meist werden fertige Funktionen aus irgendeiner Bibliothek verwendet. Selbst wenn man sich mal was überlegen muss um durch ein XML durch zu laufen oder Daten zueinander zuzuordnen, dann braucht man dafür kein Mathe, logisches Denken ja und das durchaus reichlich aber Mathe eher nicht.

    Dann muss man auch mal die ganzen Informatiker denken die später im Infrastrukturbereich arbeiten und Server- und Containerlandschaften aufbauen und administrieren, die brauchen gerade so viel Mathe um Rechnungen von Lieferanten oder an Kunden zu verstehen.

  16. Re: Mathe büffeln? Formeln pauken?

    Autor: minnime 14.05.20 - 19:55

    derLaie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du erschaffst also stattdessen Objekte die ihren eigenen Aufgabenbereich
    > haben und unabhängig von einander arbeiten können. Ich denke dabei immer an
    > NPC in Spielen.

    Die Erklärung passt so aber das hat eben alles nichts mit Parallelisierung zu tun.

    > Nehmen wir an du willst eine Reihe von Gegenständen auf den Tisch stellen.
    > Du kannst die Liste der Gegenstände an eine Funktion übergeben und diese
    > Funktion setzt nun die Gegenstände einen nach dem anderen auf den Tisch.
    > Das ist nicht objektorientiert.
    >
    > Objektorientiert heißt die Funktion greift auf die Liste zu und nimmt sich
    > ein Gegenstand heraus - entfernt es aus der Liste - und setzt es auf den
    > Tisch. Jetzt können mehrere Funktionen gleichzeitig diese Liste leeren.
    >
    > Eine Funktion alleine ist aber ziemlich dumm, du brauchst ein ganzes Objekt
    > einer Klasse die sich auf einer höheren Ebene darum kümmert. Also eine
    > Arbeiter-Klasse die im Idle darauf wartet dass sich eine Liste mit
    > Gegenständen füllt und diese dann abarbeitet. Eine andere Arbeiter-Klasse
    > hingegen erstellt Gegenstände und steckt sie in die Liste.

    Ne, das passt so nicht. Im Kern der Objektorientierung geht es darum Daten und Funktionen die zusammen gehören in einen logischen Bereich zusammenzupacken.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Wildeboer Bauteile GmbH, Weener
  2. DRÄXLMAIER Group, Vilsbiburg bei Landshut
  3. THD - Technische Hochschule Deggendorf, Freyung
  4. TOPdesk Deutschland GmbH, Kaiserslautern

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 949,90€ (Bestpreis)
  2. (u. a. Gigabyte GeForce RTX 3080 Gaming OC 10G für 1.199€)
  3. (u. a. Ghost Recon Breakpoint - Free Weekend, Gearbox-Promo (u. a. We Happy Few für 5,50€), 1954...
  4. (u. a. Razer Basilisk Ultimate für 149€, WD Black SN850 PCIe-4.0-SSD 1TB 199€ (inkl...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Elektromobilität 2020/21: Nur Tesla legte in der Krise zu
Elektromobilität 2020/21
Nur Tesla legte in der Krise zu

Für die Autoindustrie war 2020 ein hartes Jahr. Wer im Homeoffice arbeitet und auch sonst zu Hause bleibt, braucht kein neues Auto. Doch in einem schwierigen Umfeld entwickelten sich die E-Auto-Verkäufe sehr gut.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Prototyp vorgestellt VW-Laderoboter im R2D2-Style kommt zum Auto
  2. E-Auto VDA-Chefin fordert schnelleren Ausbau von Ladesäulen
  3. Dorfauto im Hunsrück Verkehrswende geht auch auf dem Land

Hitman 3 im Test: Agent 47 verabschiedet sich mörderisch
Hitman 3 im Test
Agent 47 verabschiedet sich mörderisch

Das (vorerst) letzte Hitman bietet einige der besten Einsätze der Serie - daran dürften aber vor allem langjährige Fans Spaß haben.
Von Peter Steinlechner

  1. Hitman 3 angespielt Agent 47 in ungewohnter Mission

Sprachsteuerung mit Apple Music im Test: Es funktioniert zu selten gut
Sprachsteuerung mit Apple Music im Test
Es funktioniert zu selten gut

Eigentlich sollen smarte Lautsprecher den Musikkonsum auf Zuruf besonders bequem machen. Aber die Realität sieht ganz anders aus.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Streaming Apple Music kommt auf Google-Lautsprecher
  2. Internetradio Apple kündigt Apple Music 1 an und bringt zwei neue Sender