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5 Geräte sind einfach viel zu wenig

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  1. 5 Geräte sind einfach viel zu wenig

    Autor: kuschelhummer 29.01.20 - 10:11

    In unserer vierköpfigen Familie gibt es 11 potentielle Abspielgeräte. Aus dem Grunde wurde nachdem die Handmaid fertiggeschaut war, wieder gekündigt. Als ich zuerst von dieser Beschränkung erfuhr, war ich total perplex, das sich mit sowas noch jemand auf den Markt traut.

  2. Re: 5 Geräte sind einfach viel zu wenig

    Autor: Gurli1 30.01.20 - 12:02

    kuschelhummer schrieb:
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    > In unserer vierköpfigen Familie gibt es 11 potentielle Abspielgeräte. Aus
    > dem Grunde wurde nachdem die Handmaid fertiggeschaut war, wieder gekündigt.
    > Als ich zuerst von dieser Beschränkung erfuhr, war ich total perplex, das
    > sich mit sowas noch jemand auf den Markt traut.

    Das liegt mit 99%iger Sicherheit an den seltsamen Lizenzierungsmodellen der privaten Rundfunkanstalten. Das betrifft nicht nur das Live Streaming, sondern auch die Mediatheken. Zattoo z.B. erlaubt zwar beliebig viele Installationen, dafür gibt es bei den gleichzeitigen Streams Einschränkungen je nach Sendergruppe:

    https://support.zattoo.com/hc/de/articles/115000054653-Parallele-streams

    Wie man das den Kunden verkaufen will, spielt für die Inhalteanbieter keine Rolle, denn deren (sterbende) Geschäftsmodelle sind in Stein gemeißelt, und an was Neues traut man sich nicht ran.

    Offenbar erachtet man bei der Telekom das Angebot der privaten Rundfunkanstalten doch für so wichtig, dass man zähneknirschend Kleinbei gibt und die Einschränkungen der Inhalteanbieter direkt den Kunden aufbrummt.

    Bei Sky ist es wieder anders: da ist im Angebot ein Kommen und Gehen, und man kann selten alle Episoden einer Serie einfach durchschauen, weil immer irgendetwas fehlt. Auch das ist von Sky bestimmt nicht so gewollt, sondern wird von den Lizenzgebern so diktiert.

    Netflix und Amazon hatten ja auch mit diversen starrköpfigen Einschränkungen der Contentanbieter zu kämpfen, weshalb man irgendwann entschied, das Monopol zu brechen und die Inhalte einfach selbst zu produzieren. Die beiden können das auch profitabel machen, denn durch die internationale Verfügbarkeit skalieren die eigenen Angebote sehr gut.

    Da die hiesigen Anbieter immer noch nicht begriffen haben, dass solche Streamingportale nicht wirklich profitabel werden können, wenn man sich nur auf den deutschen Markt konzentriert, wird man dort auch kaum das Budget für Eigenproduktionen finden. Daher bleibt diesen Portalen auch nichts anderes übrig, als mittelmäßigen Content zu aggregieren und sich von den Rechteinhabern die Regeln vorschreiben zu lassen.
    Dass Hardware und Software dazu ebenfalls mittelmäßig sind, passt dann auch dazu: Denn aufgrund des schlechten Business Cases kann man natürlich auch kaum investieren.



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 30.01.20 12:08 durch Gurli1.

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