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"In den USA gibt es weniger als eine Handvoll an Werkstätten, welche "

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  1. "In den USA gibt es weniger als eine Handvoll an Werkstätten, welche "

    Autor: AynRandHatteRecht 23.10.19 - 17:09

    "…den Flash-Speicher der MCUs austauschen können, darunter 057 Technology"


    Das ist doch lächerlich. Jeder Depp mit einer 30$ Heatgun von AliExpress kann das eMMC-Modul auslöten und ein neues von Mouser, Digikey und co (Swissbit 64Gbit zB) einlöten. Notfalls sogar ohne reballing.

    Die Hardware um eMMCs auszulesen und das neue zu beschreiben, ist generisch und auch verfügbar, seit Jahren schrauben Leute damit größere eMMC-Module in Laptops, Pads und Smartphones. Auf YouTube gibt es zig Anleitungen.

    Selbst beim iPhone mit seinen 01005 Kondensatoren ist das möglich.

    Beispiele:

    https://www.youtube.com/watch?v=v5WDDZqhn2s
    https://www.youtube.com/watch?v=rHP-OPXK2ig

    Tesla MCU Beispiel:

    https://www.youtube.com/watch?v=jDOSRn_qIkw

  2. Re: "In den USA gibt es weniger als eine Handvoll an Werkstätten, welche "

    Autor: gorsch 23.10.19 - 17:14

    Können und wollen sind zwei paar Schuhe. Zum Schluss macht man sich als Dienstleister da noch haftbar weil das Reballing irgendwie schief gegangen ist - soetwas zu überprüfen braucht ja schon sehr spezielles Equipment, was in einer Autowerkstatt eher nicht aufzufinden ist.

  3. Re: "In den USA gibt es weniger als eine Handvoll an Werkstätten, welche "

    Autor: norbertgriese 23.10.19 - 17:26

    Wenn du dann 3000 Dollar pro Bastelei bekommst, kannst du dich evtl. 10% runterhandeln lassen und der Kunde freut sich. Da sind aber nicht nur die Logs drauf. As Betriebssystem etc. Auch. Die solltest du auch noch aufspielen.

    Merke: Ein 100000 Dollar Auto reparieren - da sind 3000 Dollar fast gar nix.

    Norbert

  4. Re: "In den USA gibt es weniger als eine Handvoll an Werkstätten, welche "

    Autor: AynRandHatteRecht 23.10.19 - 17:44

    gorsch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Können und wollen sind zwei paar Schuhe. Zum Schluss macht man sich als
    > Dienstleister da noch haftbar weil das Reballing irgendwie schief gegangen
    > ist - soetwas zu überprüfen braucht ja schon sehr spezielles Equipment, was
    > in einer Autowerkstatt eher nicht aufzufinden ist.

    Und weil das Problem nur einen sehr kleinen Kundenkreis von Tesla wirklich betrifft. Längst sind nicht all Model S betroffen und seit einigen Firmwares wird auch deutlich weniger geloggt.

    Aber es ist keine Raketenwissenschaft, das eMMC zu tauschen. Das einzige Problem sind *wirklich* kaputte eMMC, bei denen man die wichtigen Dinge (OpenVPN keys usw) nicht mehr sichern kann. Man kann die MCU zwar "unlocked" und ohne Verbindung zu Tesla betreiben, verzichtet dann aber auf viele Komfortfunktionen (Smartphone App) und Updates. Leute die in den USA "Totalschäden" physisch repariert haben, sind zB von diesem Problem betroffen.

    So oder so, ist das Problem seit Ende 2017 in Einzelfällen bekannt und wurde im April 2019 wieder aufgewärmt. Rich Rebuilts hatte sich dann im April auf den Weg nach Kalifornien gemacht um für seinen eigenen Tesla-Laden Knowhow zu sammeln und sich es dann nochmals von einem Spezialisten erklären lassen.

    Also schon eine ziemlich durchsichtige Aktion, das Thema kurz vor den Quartalszahlen (heute nach Börsenschluss) nochmal aufzukochen.

  5. Re: "In den USA gibt es weniger als eine Handvoll an Werkstätten, welche "

    Autor: bigm 24.10.19 - 09:00

    Als ob 3000$/¤ wirklich viel geld sind.
    Allein das Panoramaglasdach bei mir reparieren zu lassen würde 3500¤ + Einbau kosten.

    Das einzige was interessiert welche Model S betrifft es denn?
    die mit 500000KM ? oder die mit 5000 Betriebsstunden.

    so ein Fehler wird wohl kaum bei 1000 Betriebsstunden auftreten.

  6. Re: "In den USA gibt es weniger als eine Handvoll an Werkstätten, welche "

    Autor: ulink 24.10.19 - 10:26

    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist doch lächerlich. Jeder Depp mit einer 30$ Heatgun von AliExpress

    Ganz so einfach ist es nicht, eine BGA-Reworkstation ist zu empfehlen, die kostet gleich mal ein paar 1000er. Und man muss ja auch den Inhalt des alten FLASH auf das neue kopieren. Dazu braucht es auch ein bisschen Equipment. Und es funktioniert nur, wenn das FLASH noch nicht hinueber ist. Anschliessend muesste man noch die Partitionsgroessen anpassen.

    Alles in allem ist es nicht so leicht wie man es sich vorstellt, aber durchaus machbar.

    Es gibt eben aktuell nur EINE Firma in den USA, die das kommerziell anbietet in den USA. Weil das Problem anders als es die Alarmkoepfe darstellen nur selten auftritt und wenn es in der Garantie passiert, von Tesla kostenlos repariert wird.
    Wenn das Problem in Zukunft haeufiger auftreten sollte, wird es auch mehr Firmen geben, die die Reparatur anbieten.

  7. Re: "In den USA gibt es weniger als eine Handvoll an Werkstätten, welche "

    Autor: norbertgriese 24.10.19 - 11:33

    1. Bei Grafikkarten geht das auch im heimischen Backofen. Ein Heißluftfoen tuts auch.
    2. In den USA sind das mindestens 2 Firmen
    3. In Europa hat Tesla User "Kroat" ein passendes Angebot

    Das Problem gibt's seit 2017 und Tesla tut nix.

    Norbert

  8. Re: "In den USA gibt es weniger als eine Handvoll an Werkstätten, welche "

    Autor: ulink 24.10.19 - 12:02

    norbertgriese schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1. Bei Grafikkarten geht das auch im heimischen Backofen. Ein Heißluftfoen
    > tuts auch.

    Genau. Ich empfehle diese 20 Euro Mini-Backoefen, mit dem die anderen "Experten" immer Ihre professionellen Platinen loeten. Und so eine Baumarkt-Heissluftpistole fuer 15 Euro mit 600 Grad, dann gehts schneller. Mehr braucht man nicht, um die Sachen kaputtzukriegen. Naja, mit dem Hammer geht es noch schneller.

    Solltest Du auf die Idee kommen, den FLASH-Tausch bei den MCUs kommerziell machen zu wollen, dann bitte unbedingt den Firmennamen hier posten. Damit ich die Leute in den diversen Tesla-Foren warnen kann LOL.

  9. Re: "In den USA gibt es weniger als eine Handvoll an Werkstätten, welche "

    Autor: AynRandHatteRecht 25.10.19 - 00:24

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AynRandHatteRecht schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das ist doch lächerlich. Jeder Depp mit einer 30$ Heatgun von AliExpress
    >
    > Ganz so einfach ist es nicht, eine BGA-Reworkstation ist zu empfehlen, die
    > kostet gleich mal ein paar 1000er.

    Für BGA153 überflüssig. Auf YouTube gibt es dutzende Beispiele wie Leue aus dem In- und Ausland Geräte mit BGA153 eMMC mit Heatguns erfolgreich tauschen, meist in Smartphones und Tabletts. Bei der MCU ist die Bauteiledichte noch geringer als bei aktuellen Smartphones, deshalb ist das Risiko viel geringer, sofern die Heatgun halbwegs Temperaturstabil ist. Bonus: 50$ für ein Heizbett um von Unten vorzuwärmen.

    BGA153 ist wirklich noch recht einfach, Stencils gibt es für 2¤ und Lötpaste funktionieren auch ausreichend gut.

    Das Sichern der alten eMMC ist insofern auch recht einfach zu machen, wenn man das passende Device hat. Oder für 4¤ zwei USB2-Adapter beschafft, worauf man aber die eMMC festlöten muss.

    Den Rest erledigt man mit Linux-Bordmitteln. Solange man die kritischen Keys unter /etc retten kann, kann nicht viel schief gehen. Notfalls nimmt man die Kopie einer funktionierenden MCU.

    Lassen sich die MCU-Spezifischen Dinge nicht (mehr) auslesen, hat man natürlich ein Problem.

    Den Rest hatte ich ja selbst schon geschrieben.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 25.10.19 00:26 durch AynRandHatteRecht.

  10. Re: "In den USA gibt es weniger als eine Handvoll an Werkstätten, welche "

    Autor: AynRandHatteRecht 25.10.19 - 00:29

    norbertgriese schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1. Bei Grafikkarten geht das auch im heimischen Backofen. Ein Heißluftfoen
    > tuts auch.

    Nein. Nein. Nein.

    Das hat mit Reballing nichts zu tun und ist eine Urban Legend. Diverse Nvidia-Grafikchips haben einen Serienschaden und manchmal hilft Hitze um den Chip wieder etwas anzuschieben. Auf Dauer ist er hinüber und mit den Platinenkontakten hat es nichts zu tun. Es ist also kein Reflow sondern einfach nur eine Überhitzung. So wie man mit einem Vorschlagammer eventuell nochmal eine Maschine "anstossen" kann, so wird man sie damit nie reparieren.

    https://www.youtube.com/watch?v=1AcEt073Uds

  11. Re: "In den USA gibt es weniger als eine Handvoll an Werkstätten, welche "

    Autor: FreiGeistler 25.10.19 - 12:01

    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das einzige
    > Problem sind *wirklich* kaputte eMMC, bei denen man die wichtigen Dinge
    > (OpenVPN keys usw) nicht mehr sichern kann.

    Aber nicht durch totschreiben.
    Die Speichercontroller fallen bei Defekten in einen Fail-safe Modus, in dem man nur noch lesen kann.

    Wobei, als ich vor einer Weile einen PNY Nano Stick schrottete, brachte der hinterher reproduzierbar udevd und schlussendlich den Kernel zum Crashen.

  12. Re: "In den USA gibt es weniger als eine Handvoll an Werkstätten, welche "

    Autor: AynRandHatteRecht 25.10.19 - 17:42

    FreiGeistler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AynRandHatteRecht schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das einzige
    > > Problem sind *wirklich* kaputte eMMC, bei denen man die wichtigen Dinge
    > > (OpenVPN keys usw) nicht mehr sichern kann.
    >
    > Aber nicht durch totschreiben.
    > Die Speichercontroller fallen bei Defekten in einen Fail-safe Modus, in dem
    > man nur noch lesen kann.
    >
    > Wobei, als ich vor einer Weile einen PNY Nano Stick schrottete, brachte der
    > hinterher reproduzierbar udevd und schlussendlich den Kernel zum Crashen.

    Vielleicht ein Controller-Bug?

    Noch eine interessante Entdeckung von mir: In den Tesla-Foren werden die eMMC von Swissbit empfohlen, ein Name der mir bisher nicht bekannt war. Stellte sich heraus, dass es ein Teil von Siemens Semiconduktor Schweiz war und nicht an Infineon/Qimonda ausgelagert sondern 2001 ans Management verkauft wurde (MBO).

    Erstaunlicherweise hat das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz nicht nur bis heute überlebt, sondern gerade in Berlin Marzahn (!) eine Fabrik für Flash-Elemente in Betrieb genommen (oder baut noch daran) und den bisherigen Berliner Produktionsstandort ausgebaut..

    Auch wenn die Bude also "Swissbit" heisst, werden die Flash-Bausteine in Berlin gebaut. Auch im Datenblatt steht "Made in Germany". *DAS* hätte ich in dem kompetitiven Segment nicht erwartet, aber man hat wohl Siemens und Bosch als Kunden…

    https://www.berliner-woche.de/marzahn/c-wirtschaft/swissbit-germany-investiert-20-millionen-euro-im-cleantech-business-park_a141422
    https://www.berliner-woche.de/marzahn/c-wirtschaft/der-bezirk-gibt-die-verantwortung-fuer-den-cleantech-park-an-die-wista-ab_a227761



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.10.19 17:43 durch AynRandHatteRecht.

  13. Re: "In den USA gibt es weniger als eine Handvoll an Werkstätten, welche "

    Autor: ulink 26.10.19 - 10:24

    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch wenn die Bude also "Swissbit" heisst, werden die Flash-Bausteine in
    > Berlin gebaut. Auch im Datenblatt steht "Made in Germany". *DAS* hätte ich
    > in dem kompetitiven Segment nicht erwartet

    In der Tat erstaunlich. Die muessten dann wohl besonders gut sein (haltbar und/oder schnell?). Offenbar doch noch ein bisschen Ingenieurskunst uebrig in Europa, die nicht nur zum Bescheissen verwendet wird. Gut so!

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