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Indien kann zum Mond fliegen, warum zahlen wir denen dann Entwicklungshilfe?
Autor: KaiD 23.08.23 - 21:46
Warum erhält ein Land mit einem erfolgreichen Weltrumprogramm Entwicklungshilfe von Deutschland?!
Schließlich haben die genug Ressourcen.
Aus Indiens Sicht kann ich das verstehen, geschenkter Gaul und so... schließlich erhält auch China Entwicklungshilfe von Deutschland... -
Re: Indien kann zum Mond fliegen, warum zahlen wir denen dann Entwicklungshilfe?
Autor: oleid 23.08.23 - 22:37
KaiD schrieb:
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> Warum erhält ein Land mit einem erfolgreichen Weltrumprogramm
> Entwicklungshilfe von Deutschland?!
> Schließlich haben die genug Ressourcen.
> Aus Indiens Sicht kann ich das verstehen, geschenkter Gaul und so...
> schließlich erhält auch China Entwicklungshilfe von Deutschland...
https://m.focus.de/politik/ausland/630-millionen-euro-allein-im-jahr-2017-fast-10-milliarden-euro-seit-1979-darum-zahlt-deutschland-entwicklungshilfe-an-china_id_10817274.html -
Re: Indien kann zum Mond fliegen, warum zahlen wir denen dann Entwicklungshilfe?
Autor: Sukram71 23.08.23 - 22:49
KaiD schrieb:
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> Warum erhält ein Land mit einem erfolgreichen Weltrumprogramm
> Entwicklungshilfe von Deutschland?!
Du solltest deine eigenen Links auch lesen:
"Laut eines Berichts der Welt machen im Jahr 2017 Förderkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den größten Teil der Entwicklungshilfe aus. Darunter versteht man Darlehen zu günstigeren Konditionen als am Finanzmarkt. Auch Kosten für Studienplätze in Deutschland würden wesentlich zur Gesamtsumme beitragen"
Die Absicherung deutscher Exporte ist sinnvoll. Zudem sind das Kredite die mit Zinsen zurück gezahlt werden. Inder und Chinesen können das.
Ausländischen Studenten Gelegenheit für Erfahrungen und Freundschafen in Deutschland zu geben ist ebenfalls sinnvoll.
Und dort Klimaschutzprojekte zu fördern, wie der Minister im Artikel sagt, ist ggf auch sinnvoll.
4 mal bearbeitet, zuletzt am 23.08.23 22:54 durch Sukram71. -
Re: Indien kann zum Mond fliegen, warum zahlen wir denen dann Entwicklungshilfe?
Autor: GilBates 24.08.23 - 01:44
Indien hat einen gewaltigen, immer noch stark wachsendne Markt.
wer da nicht zahlt, macht sich nicht unbedingt beliebt.
Indien gewinnt 10 Jahren 120-150 Mio neue Einwohner, also so viel wie Deutschland und Frankreich praktisch zusammen.
der Markt ist zu interessant, zu verlockend.
man zahlt Entwicklungshilfe ja in der Regel in der Hoffnung, dass daraus Aufträge für deutsche Firmen bei raus springen. -
Re: Indien kann zum Mond fliegen, warum zahlen wir denen dann Entwicklungshilfe?
Autor: oleid 24.08.23 - 06:09
Sukram71 schrieb:
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> KaiD schrieb:
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> > Warum erhält ein Land mit einem erfolgreichen Weltrumprogramm
> > Entwicklungshilfe von Deutschland?!
>
> Du solltest deine eigenen Links auch lesen:
Du meinst den Link, den ich dem OP geschickt habe? ;) -
Re: Indien kann zum Mond fliegen, warum zahlen wir denen dann Entwicklungshilfe?
Autor: Sukram71 24.08.23 - 10:07
Achja ... ;-)
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Re: Indien kann zum Mond fliegen, warum zahlen wir denen dann Entwicklungshilfe?
Autor: AppleSilicon 24.08.23 - 10:25
GilBates schrieb:
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> Indien hat einen gewaltigen, immer noch stark wachsendne Markt.
>
> wer da nicht zahlt, macht sich nicht unbedingt beliebt.
> Indien gewinnt 10 Jahren 120-150 Mio neue Einwohner, also so viel wie
> Deutschland und Frankreich praktisch zusammen.
> der Markt ist zu interessant, zu verlockend.
> man zahlt Entwicklungshilfe ja in der Regel in der Hoffnung, dass daraus
> Aufträge für deutsche Firmen bei raus springen.
Und du findest das ein Plus an 120-150 Million Menschen etwas gutes ist?
Was denkst du wieso hat China die ein Kind Politik eingeführt? Und jetzt 2 Kind?
Damit die Population nicht wie verrückt wächst, den das hat nicht nur Vorteile, sondern gravierende Finanzielle Nachteile und eine Menge Leid (Hunger, Drust). -
Re: Indien kann zum Mond fliegen, warum zahlen wir denen dann Entwicklungshilfe?
Autor: lestard 24.08.23 - 17:18
AppleSilicon schrieb:
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> GilBates schrieb:
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> > Indien hat einen gewaltigen, immer noch stark wachsendne Markt.
> >
> > wer da nicht zahlt, macht sich nicht unbedingt beliebt.
> > Indien gewinnt 10 Jahren 120-150 Mio neue Einwohner, also so viel wie
> > Deutschland und Frankreich praktisch zusammen.
> > der Markt ist zu interessant, zu verlockend.
> > man zahlt Entwicklungshilfe ja in der Regel in der Hoffnung, dass daraus
> > Aufträge für deutsche Firmen bei raus springen.
>
> Und du findest das ein Plus an 120-150 Million Menschen etwas gutes ist?
> Was denkst du wieso hat China die ein Kind Politik eingeführt? Und jetzt 2
> Kind?
> Damit die Population nicht wie verrückt wächst, den das hat nicht nur
> Vorteile, sondern gravierende Finanzielle Nachteile und eine Menge Leid
> (Hunger, Drust).
Ob man das gut oder schlecht findet ist doch überhaupt nicht die Frage. Es ist schlicht ein Fakt, dass Indien (noch) ein enormes Bevölkerungswachstum hat.
Und da Chinas Experiment mit der Ein-Kind-Politik ja krass gescheitert ist, wird Indien sicherlich nicht den gleichen Fehler nochmal machen. -
Re: Indien kann zum Mond fliegen, warum zahlen wir denen dann Entwicklungshilfe?
Autor: mnementh 25.08.23 - 01:25
lestard schrieb:
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> Und da Chinas Experiment mit der Ein-Kind-Politik ja krass gescheitert ist,
> wird Indien sicherlich nicht den gleichen Fehler nochmal machen.
Sorry, inwiefern ist Chinas Ein-Kind-Politik gescheitert? Die Ein-Kind-Politik hat erfolgreich das Bevölkerungswachstum gestoppt und der persönliche Wohlstand der Chinesen hat massiv zugenommen. Das waren die Ziele. -
Re: Indien kann zum Mond fliegen, warum zahlen wir denen dann Entwicklungshilfe?
Autor: lestard 25.08.23 - 10:55
mnementh schrieb:
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> lestard schrieb:
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> > Und da Chinas Experiment mit der Ein-Kind-Politik ja krass gescheitert
> ist,
> > wird Indien sicherlich nicht den gleichen Fehler nochmal machen.
> Sorry, inwiefern ist Chinas Ein-Kind-Politik gescheitert? Die
> Ein-Kind-Politik hat erfolgreich das Bevölkerungswachstum gestoppt und der
> persönliche Wohlstand der Chinesen hat massiv zugenommen. Das waren die
> Ziele.
Da stellt sich die Frage nach Ursache und Wirkung.
Die Wohlstandsentwicklung ist ja vor allem die Folge der wirtschaftliche Liberalisierung und generell der Wirtschaftspolitik in China. So sehr man diese kritisieren kann: Sie hat hatsächlich die Armut in China deutlich verringert.
Und die Folge von Wohlstand ist (das sieht man auch sonst überall auf der Welt) eine geringere Geburtenrate.
War also wirklich die Ein-Kind-Politik die Ursache für den Stop des Bevölkerungswachstums? Oder war es nicht eher die allgemeine Wohlstandsentwicklung?
Sicherlich wird die Ein-Kind-Politik auch beigetragen haben, aber die Wirkung dürfte völlig überschätzt sein.
Eine negative Folge der Ein-Kind-Politik ist jetzt aber auch eine Überalterung der Gesellschaft in China. Deshalb wurde diese Politik ja auch wieder abgeschaft.
Und eine weitere Folge ist, dass es deutlich mehr Jungen als Mädchen gab, weil Eltern aus kulturellen Gründen halt gerne einen männlichen Erben haben wollen.
Das führte zu einem Ungleichgewicht in der Bevölkergung mit mehr Männern als Frauen, was wiederum zu sozialen Spannungen führt.
Chinas Ein-Kind-Politik ist kein Vorbild sondern eher ein abschreckendes Beispiel, wie man es besser nicht macht. -
Re: Indien kann zum Mond fliegen, warum zahlen wir denen dann Entwicklungshilfe?
Autor: mnementh 25.08.23 - 11:13
lestard schrieb:
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> mnementh schrieb:
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> > lestard schrieb:
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> > > Und da Chinas Experiment mit der Ein-Kind-Politik ja krass gescheitert
> > ist,
> > > wird Indien sicherlich nicht den gleichen Fehler nochmal machen.
> > Sorry, inwiefern ist Chinas Ein-Kind-Politik gescheitert? Die
> > Ein-Kind-Politik hat erfolgreich das Bevölkerungswachstum gestoppt und
> der
> > persönliche Wohlstand der Chinesen hat massiv zugenommen. Das waren die
> > Ziele.
>
> Da stellt sich die Frage nach Ursache und Wirkung.
> Die Wohlstandsentwicklung ist ja vor allem die Folge der wirtschaftliche
> Liberalisierung und generell der Wirtschaftspolitik in China. So sehr man
> diese kritisieren kann: Sie hat hatsächlich die Armut in China deutlich
> verringert.
> Und die Folge von Wohlstand ist (das sieht man auch sonst überall auf der
> Welt) eine geringere Geburtenrate.
> War also wirklich die Ein-Kind-Politik die Ursache für den Stop des
> Bevölkerungswachstums? Oder war es nicht eher die allgemeine
> Wohlstandsentwicklung?
> Sicherlich wird die Ein-Kind-Politik auch beigetragen haben, aber die
> Wirkung dürfte völlig überschätzt sein.
>
> Eine negative Folge der Ein-Kind-Politik ist jetzt aber auch eine
> Überalterung der Gesellschaft in China. Deshalb wurde diese Politik ja auch
> wieder abgeschaft.
>
> Und eine weitere Folge ist, dass es deutlich mehr Jungen als Mädchen gab,
> weil Eltern aus kulturellen Gründen halt gerne einen männlichen Erben haben
> wollen.
> Das führte zu einem Ungleichgewicht in der Bevölkergung mit mehr Männern
> als Frauen, was wiederum zu sozialen Spannungen führt.
>
> Chinas Ein-Kind-Politik ist kein Vorbild sondern eher ein abschreckendes
> Beispiel, wie man es besser nicht macht.
Hey, ich sage nicht, dass die Ein-Kind-Politik ohne Probleme ist. Was Du ansprichst mit der Überalterung und der Geschlechterdiskrepanz sind sehr reale Probleme. Aber das alles bedeutet nicht, dass die Ein-Kind-Politik "krass gescheitert" ist, sondern eben dass alles was wir machen Konsequenzen hat. Die Ein-Kind-Politik hat ihre Ziele erreicht, hat aber auch Nebenwirkungen. Waren die Erfolge es wert die Nebenwirkungen zu haben? Da wird jeder andere Antworten haben. Und man kann sicherlich auch sanftere Wege finden zumindest teilweise dieselbe Wirkung zu erreichen bei weniger Nebenwirkungen.
Aber gescheitert ist ein starkes Wort. Da könnte man ja glatt auf die Idee kommen dass Kapitalismus gescheitert ist, weil es Arbeitslose und Obdachlose gibt, und Kinderarbeit und Klimawandel und Resourcenausbeutung und Zerstörung der Biosphäre und Neokolonialismus und Kriege und... Aber das kann nicht sein, Kapitalismus ist alternativlos habe ich gehört und jeder der Kapitalismus kritisiert ist ein fieser Kommie und kann rübermachen in den Osten oder so. :-P



