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Lebensgefährlich

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  1. Lebensgefährlich

    Autor: KnutRider 14.12.18 - 08:29

    Ich bin Radfahrer. Ein Radfahrer der versucht sich so gut wie möglich an die StVO zu halten (heißt, keiner ist perfekt, jeder kann mal Fehler machen).
    Ich fahre täglich zwischen 40-60km. Trainingsfahrten mit 100-150km kommen dazu.

    Was ich tägliche erlebe wie manche mit ihren Fahrrädern und Pedelecs schon auf 2 Rädern sich und andere gefährden (+ zusätzlich diverse Autofahrer die auch nicht ans Lenkrad gehören), dann möchte ich dieses E-Einrad nicht im Straßenverkehr erleben wenn die Leute damit mit (bis zu) 35km/h unterwegs sind.

  2. Re: Lebensgefährlich

    Autor: hansenhawk 14.12.18 - 08:31

    Halte es für sehr unwahrscheinlich das sowas in DE eine Zulassung bekommt. :-)

  3. Re: Lebensgefährlich

    Autor: KnutRider 14.12.18 - 08:37

    Das mag sein, trotzdem gibt es Leute die sich das aus China bestellen und trotzdem hier damit rumgurken. ;-)

    Ebenso mache ich auch Radreisen im Ausland. Je nach Land kann das auch schon abenteuerlich sein, dagegen geht es in Deutschland gesittet zu.

  4. Re: Lebensgefährlich

    Autor: David64Bit 14.12.18 - 08:44

    Erklär mir doch mal den Unterschied. Würde mich interessieren, wieso die Dinger gefährlicher sein sollten, als andere Forbewegungsmittel mit gleichen Geschwindigkeiten.

  5. Re: Lebensgefährlich

    Autor: Brotbüchse aus Blech 14.12.18 - 08:49

    Wie soll das Teil bei einer z.B. Vollbremsung ausbalancieren (Rad steht still - was vermutlich auch deshalb nicht vorgesehen ist) ...

  6. Re: Lebensgefährlich

    Autor: Huanglong 14.12.18 - 08:51

    KnutRider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin Radfahrer. Ein Radfahrer der versucht sich so gut wie möglich an
    > die StVO zu halten (heißt, keiner ist perfekt, jeder kann mal Fehler
    > machen).
    > Ich fahre täglich zwischen 40-60km. Trainingsfahrten mit 100-150km kommen
    > dazu.
    >
    > Was ich tägliche erlebe wie manche mit ihren Fahrrädern und Pedelecs schon
    > auf 2 Rädern sich und andere gefährden (+ zusätzlich diverse Autofahrer die
    > auch nicht ans Lenkrad gehören), dann möchte ich dieses E-Einrad nicht im
    > Straßenverkehr erleben wenn die Leute damit mit (bis zu) 35km/h unterwegs
    > sind.


    Das sind dann aber auch keine Pedelecs mehr. Für so ein Fahrzeug braucht man einen Führerschein. Und ob du ein Fahrzeug mit 1, 2, 3 oder 8 Rädern baust, macht die Prinzipiel erst mal nicht sicherer oder unsicherer. Da haben andere Faktoren viel mehr Einfluss.

    Brotbüchse aus Blech schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie soll das Teil bei einer z.B. Vollbremsung ausbalancieren (Rad steht
    > still - was vermutlich auch deshalb nicht vorgesehen ist) ...


    Das macht dann ABS und die Gyroskope. Das das Rad still steht ist ohnehin nicht Wünschenswert. Und bei einem Fahrrad fällst du auch vorn über, wenn du am Vorderrad zu viel bremst.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.12.18 08:54 durch Huanglong.

  7. Re: Lebensgefährlich

    Autor: David64Bit 14.12.18 - 08:54

    Motorräder haben inzwischen ABS und diverse Bremskraftregelungen, dass wenn man nur mit der Vorderradbremse eine Vollbremsung macht, man nicht oben über fällt.

    Ein Segway schafft in anderen Ländern auch 35-40 km/h und ist nicht weniger Lebensgefährlich, als mit max. 20 km/h.

  8. Re: Lebensgefährlich

    Autor: KnutRider 14.12.18 - 08:58

    David64Bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erklär mir doch mal den Unterschied. Würde mich interessieren, wieso die
    > Dinger gefährlicher sein sollten, als andere Forbewegungsmittel mit
    > gleichen Geschwindigkeiten.

    Es gibt Leute, die schaffen es sogar mit 2 Rädern bei einer (Voll-) Bremsung über den Lenker zu fliegen.

    Dazu gibt es immer mehr Unfälle mit E-Bikes/Pedelecs, welche daher rühren, dass die Leute mit der Geschwindigkeit nicht klar kommen, diese unterschätzen, genauso wie die damit einhergehenden Bremswege.

    Und hier haben wir ein einziges Rad gepaart mit einer recht hohen Geschwindigkeit das für den unbedarften Nutzer für den Straßenverkehr entwickelt wurde.
    Das ist lebensgefährlich.

  9. Re: Lebensgefährlich

    Autor: gadthrawn 14.12.18 - 09:14

    hansenhawk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Halte es für sehr unwahrscheinlich das sowas in DE eine Zulassung bekommt.
    > :-)


    Praktisch hat kein Elektro'tret'roller, elektrisches Longboard, elektrisches Hoverboard in Deutschland eine Zulassung. Und trotzdem fahren da nen Hauen Leute mit inkl Unfällen...

  10. Re: Lebensgefährlich

    Autor: gadthrawn 14.12.18 - 09:19

    David64Bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erklär mir doch mal den Unterschied. Würde mich interessieren, wieso die
    > Dinger gefährlicher sein sollten, als andere Forbewegungsmittel mit
    > gleichen Geschwindigkeiten.


    Gerade bei elektrischen wird die Geschwindigkeit und eigenes Können überschätzt. Seit Aufkommen der Fahrräder mit elektrischem Hilfsmotor ist die Unfallanzahl mit Fahrrädern wieder deutlich gestiegen.
    Wer früher zu tattrig war um noch Fahrrad zu fahren - jetzt kommen die wieder aufs Elektrorad.

    Wie du beim Fall Roeder siehst sehen die meisten nicht mal ein, warum es gefährlich ist in ner Fussgängerzone mit so etwas zu fahren...

  11. Re: Lebensgefährlich

    Autor: Eheran 14.12.18 - 09:22

    >Und ob du ein Fahrzeug mit 1, 2, 3 oder 8 Rädern baust, macht die Prinzipiel erst mal nicht sicherer oder unsicherer.
    Selbstverständlich spielt das eine Rolle. Bei nur einem Rad gibt es genug Freiheitsgrade, um direkt mit der Nase auf dem Boden zu laden, wenn man zu stark bremst. Da helfen weder irgendwelche Gyroskope, noch ein ABS, da diese nur eine geringe Bremsverzögerung zulassen würden.
    Bei 2 Rädern muss man schon ein ordentliches Drehmoment über das 1. Rad entwickeln, dass man die ganze Masse über selbiges rotiert bekommt um auf der Nase zu landen. Bei einer 75kg Person in der Größenordnung 750Nm. Wenn der Masseschwerpunkt dieser Person 1,2m über dem Boden ist, mit einer Radnabe in 35cm Höhe, dann muss die Masse der Person mit einer Kraft 88kg von auf diesen Hebelarm von 0.85m drücken. Das entspricht einer Bremsverzögerung von ~10m/s² (~1g), rein über das Vorderrad.
    Ich will mal ein Gyroskop sehen, welches eben mal 750Nm aufnimmt. Kannst du ja mal durchtippen, wie schnell sich da eine Masse von maximal 10kg (schwerer kann es wohl nicht werden) bei einem Durchmesser von ~30cm drehen muss.

  12. Re: Lebensgefährlich

    Autor: jake 14.12.18 - 09:24

    typisch deutschland: da springen immer sofort die warner und bedenkenträger aus dem busch, wenn mal was neues probiert werden soll. und passiert dann wirklich mal ein (1) unfall mit so einem ding, hat man es ja vorher gewusst!

    was ähnliches kann man gerade bei der "liberalisierung" von kleinen elektrorollern & co. in der elektrokleinstfahrzeugeverordnung beobachten, die mit teilweise sinnlosen vorschriften überladen wurde. frage mich, wie unsere nachbarn in den anderen ländern überlebt haben können, wo es dieses regeldickicht nicht gibt.

    kein wunder nebenbei auch, dass wir grossprojekte nicht mehr auf die reihe bekommen. die selbstgeschaffenen regularien kann ja kein mensch mehr begreifen und umsetzen.

  13. Re: Lebensgefährlich

    Autor: jake 14.12.18 - 09:29

    auch ein gutes beispiel dafür, wie man statistiken interpretieren kann:
    viele sehen die steigenden unfallzahlen von alten leuten auf e-bikes als beleg für die gefährlichkeit von e-bikes. man kann es aber auch so sehen, dass die senioren erst durch die e-bikes überhaupt wieder fahrradfahren können und die unfälle auch mit einem normalen rad passiert wären.

    in jedem fall sollte man nicht einfach eine komplette technologie nur auf der basis seiner eigenen, eingeschränkten perspektive verteufeln.

  14. Re: Lebensgefährlich

    Autor: glasen77 14.12.18 - 09:30

    David64Bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Segway schafft in anderen Ländern auch 35-40 km/h und ist nicht weniger
    > Lebensgefährlich, als mit max. 20 km/h.
    Also ich war mal Segway-Guide und habe mehrere Tausend Kilometer auf Segways verbracht und 20 km/h haben schon für einige Fahrer für einen Krankenhausaufenthalt gesorgt.

    Die echten Segways schaffen in keinem einzigen Land mehr als 20km/h. Wenn doch, sind sie modifiziert worden und verlieren dadurch ihre Zulassung oder es handelt sich um billige China-Nachbauten ohne Zulassung.

  15. Re: Lebensgefährlich

    Autor: Eheran 14.12.18 - 09:35

    Du kannst froh darüber sein, dass es in Deutschland viele Vorschriften und Gesetze gibt, wie XYZ gebaut werden muss. Andernfälls hätten wir hier auch deutlich mehr einfach in sich zusammenfallende Gebäude und generell (schwere) Unfälle mit Todesopfern in allen Industrien, an allen Arbeitsplätzen.

    Mag sein, dass es auch mal ausartet, siehe insbesondere unser Steuerrecht. Aber in den Ingenieurswissenschaften ist die Welt nicht derartig absurd. Da kann man durchaus überblicken und begreifen, was genau die (mindest-) Anforderungen sind.
    In Rumänien gibt es beispielsweise 3x mehr Arbeisunfälle pro 1000 Arbeitnehmer als in Deutschland. Da gibt es auch 5x mehr Verkehrstote pro 1000 Autos. In China gibt es gleich 15x mehr Verkehrstote pro 1000 Autos.

  16. Re: Lebensgefährlich

    Autor: Anonymer Nutzer 14.12.18 - 09:41

    jake schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > typisch deutschland: da springen immer sofort die warner und bedenkenträger
    > aus dem busch, wenn mal was neues probiert werden soll. und passiert dann
    > wirklich mal ein (1) unfall mit so einem ding, hat man es ja vorher
    > gewusst!
    >
    > was ähnliches kann man gerade bei der "liberalisierung" von kleinen
    > elektrorollern & co. in der elektrokleinstfahrzeugeverordnung beobachten,
    > die mit teilweise sinnlosen vorschriften überladen wurde. frage mich, wie
    > unsere nachbarn in den anderen ländern überlebt haben können, wo es dieses
    > regeldickicht nicht gibt.
    >
    > kein wunder nebenbei auch, dass wir grossprojekte nicht mehr auf die reihe
    > bekommen. die selbstgeschaffenen regularien kann ja kein mensch mehr
    > begreifen und umsetzen.

    Danke! Ich kann nicht mehr zählen wie oft ich genau das gedacht habe. Scheinbar sind wir hier so verblödet, das man alles festlegen muss. Würde auch den Erfolg so mancher TV Show erklären.

  17. Re: Lebensgefährlich

    Autor: Eheran 14.12.18 - 09:46

    >Scheinbar sind wir hier so verblödet, das man alles festlegen muss.
    Wir sind nicht besonders blöd sondern können mit der Gier/Dummheit/... einzelner Menschen gut umgehen und recht gut verhindern, dass diese besonders schlimme auswirkungen hat. Diese Gier/Dummheit/... kann man leider nicht vermeiden, solche Menschen gab es immer und wird es auch weiterhin geben. Dass Dritte deswegen zu Schaden kommen können wir hingegen schon eher vermeiden.

  18. Re: Lebensgefährlich

    Autor: Graf_Hosentrick 14.12.18 - 11:16

    > Ich bin Radfahrer. Ein Radfahrer der versucht sich so gut wie möglich an
    > die StVO zu halten (heißt, keiner ist perfekt, jeder kann mal Fehler
    > machen).
    > Ich fahre täglich zwischen 40-60km. Trainingsfahrten mit 100-150km kommen
    > dazu.

    Bist du dann einer von den Rennradfahrern die sich um gar nichts kümmern? So mal einen Fehler Kilometerweit machen?

    Ich frage mich wie man als Radfahrer "Fehler" machen kann. Es ist einfach keine zu machen. Deswegen gibts die Ausbildung schon in der Grundschule.

  19. Re: Lebensgefährlich

    Autor: KnutRider 14.12.18 - 11:32

    Graf_Hosentrick schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bist du dann einer von den Rennradfahrern die sich um gar nichts kümmern?
    > So mal einen Fehler Kilometerweit machen?
    >
    > Ich frage mich wie man als Radfahrer "Fehler" machen kann. Es ist einfach
    > keine zu machen. Deswegen gibts die Ausbildung schon in der Grundschule.
    Oh, haben wir den perfekten Verkehrsteilnehmer, überhaupt den perfekten Menschen, der noch nie einen Fehler begangen hat, gefunden?

    Jeder Verkehrsteilnehmer hat in seinem Leben schon mal einen Fehler gemacht, und sei es etwas so simples etwas zu übersehen.
    Trotz Führerscheinprüfung fahren täglich Menschen zu schnell, benutzen den Blinker nicht, telefonieren am Steuer, überholen ohne Mindestabstand einzuhalten, parken auf Fuß- oder Radwegen.
    Es sollte doch einfach sein, schließlich hat man als Erwachsener doch sowas gelernt.

    Es fängt einfach schon damit an das man mal nicht richtig geguckt hat und dadurch ausversehen jemanden die Vorfahrt genommen hat o.ä.

    Und würde ich mich um gar nichts kümmern, wäre ich bereits unzählige Tode gestorben, weil es in der Regel vor allem Autofahrer sind, welche mir die Vorfahrt nehmen oder nicht mal in der Lage sind den Schulterblick korrekt vorzunehmen. Ganz zu schweigen von den 1,50m Mindest(!)abstand beim Überholen...
    Aber manche sind ja der Meinung das 60cm zum Bordstein und 30cm zum Radfahrer ausreichen.

  20. Re: Lebensgefährlich

    Autor: Graf_Hosentrick 14.12.18 - 11:50

    Du, solange Radfahrer auf den Straßen fahren anstatt auf den Radwegen brauchen wir nicht drüber zu reden. Das ist schlicht Selbstgefährung.

    Genauso wie auf der Landstraße langzukriechen, am besten mit 3 anderen nebeneinander in Tour de France Kostüm zu fahren, bei Schlaglöcher auszuholen. Man sieht das die Straße nicht mit einem Rennrad befahrbar ist, aber das Ego treibt einen da durch. Wie war das eigentlich nochmal mit Licht, Schutzblech und so? Brauch man auch nicht, die Räder entsprechen nicht mal der StVO. Dumm nur wenn man sich verschätzt hat und dann in der Abenddämmerung nicht mehr gesehen wird.

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