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Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

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  1. Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: McWiesel 14.09.23 - 22:00

    Solche Fahrzeuge braucht man sicherlich für die Stadt, da hat man ja schließlich unendlich Platz für allerlei grundverschiedene Spaßfahrzeuge, die sich mittlerweile nur noch gegenseitig behindern. Das nenne ich mal eine gelungene Verkehrswende.

    Dreirad, Liegerad, Lastenrad, Tretroller, E-Roller, Fahrrad, E-Fahrrad, Pedelec, Leichtkraftrad, Rollstuhl und zwischendrin noch paar Fußgänger - fast jeder mit individueller Geschwindigkeit, Platzbedarf, Fahrverhalten und Gefährdungspotential.

    Warum läuft der Autoverkehr trotz des enormen Platzbedarfs eines Fahrzeugs größtenteils gut? Weil sich die allermeisten Autos und LKWs grob an die selbe Spurweite und die selbe vorgegebene Geschwindigkeit halten, sodass sie möglichst effizient eine Kolonne bilden können.

    Daher wäre es höchste Zeit, dass auch auf Radwegen eine einheitliche Geschwindigkeit von bspw. 30 km/h für jedes motorisierte Fahrzeug gelten muss. damit auch hier die Fahrspur bestmöglich genutzt werden kann.

    Weil sonst hat man immer mehr diese elenden Situationen auf gut ausgelasteten Radwegen, wo der E-Scooter-Fahrer sich am Fußgänger vorbeidrückt, gleichzeitig der E-Bike-Fahrer den Scooter-Fahrer überholt und der Rennradfahrer, der nochmal 10 km/h schneller ist, auch noch gleichzeitig überholen muss. Und der entgegenkommende Geisterfahrer darf natürlich auch nicht fehlen.
    Auf so manchem Radweg und auch Autostraße ist es genau deswegen schon eine Katastrophe zu fahren, weil es insb. dank dieser ganzen Spaß-Fahrzeuge überhaupt keine "Normgeschwindigkeit" mehr gibt und man sich nur noch gegenseitig ausbremst, behindert und gefährlich überholt. Vor diesem ganzen Spaßmobil-Wahnsinn ist der normale Radfahrer 15 km/h gefahren und wer es eilig hatte, maximal 25 km/h - das wars, damit konnte man sich als Verkehrsteilnehmer gut arrangieren und einordnen. Heute kommt es einem eher vor wie auf einem Seifenkistenrennen. Und jedes Jahr kommen mehr solcher "motorisierter Seifenkisten" dazu...

  2. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: ThomasSV 14.09.23 - 22:25

    Wenn die neue Seifenkiste auch nur 25 km/h fährt, passt’s doch…(?)

    Wirklich dramatisch ist nur der ganze breite Kram

  3. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: luzipha 14.09.23 - 23:24

    Warum funktioniert der klassische motorisierte Straßenverkehr? Sicherlich ist absolut nicht die überwiegend einheitliche Spurweite oder die ähnliche Maximalgeschwindigkeit ausschlaggebend. Eine Mofa darf maximal einen Meter breit sein. Ein LKW darf 2,55 Meter, mit Ladung 3 Meter breit sein.
    Auch die einheitliche Maximalgeschwindigkeit kann es nicht sein. Die Mofa darf nur 45km/h fahren. Autos erreichen, selbst die handelsüblichen, gern mehr als 160km/h. Einige Fahrzeuge, gerade Motorräder und Sportwagen können auch mehr als 240km/h erreichen.

    Also scheint es andere Gründe zu geben. Die Lösung lautet verbindliche Geschwindigkeitsbegrenzungen, Regeln und, jetzt wird es schwierig, Rücksichtnahme. So können sich Mofas (45km/h), LKW (80km/h, >7,5t 60km/h) und PKW (100km/h) problemlos eine Landstraße teilen.
    Wenn also Kraftfahrzeuge mit einem Geschwindigkeitsdifferenzial von 55km/h (oder 122%) sich eine Straße teilen können, dann sollte es auch möglich sein, dass sich E-Scooter (20km/h), Pedelecs (25km/h), Bio-Bikes (17km/h) und selbst dieses Gefährt (24km/h) einen Fahrradweg teilen können. Das setzt natürlich voraus, dass es überall Fahrradwege gibt.

  4. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: Petra Minaler 15.09.23 - 08:01

    luzipha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn also Kraftfahrzeuge mit einem Geschwindigkeitsdifferenzial von 55km/h
    > (oder 122%) sich eine Straße teilen können, dann sollte es auch möglich
    > sein, dass sich E-Scooter (20km/h), Pedelecs (25km/h), Bio-Bikes (17km/h)
    > und selbst dieses Gefährt (24km/h) einen Fahrradweg teilen können. Das
    > setzt natürlich voraus, dass es überall Fahrradwege gibt.

    Schonmal auf der Bundesstraße eine halbe Ewigkeit bei starkem Gegenverkehr hinter einem Traktor oder langsamen Lastwagen hergefahren? Da wird sich die Straße geteilt, aber nur, weil die meisten Fahrzeuge nicht über das Feld daneben überholen könne. Wann und wie in solchen Situationen überholt und genötigt wird, ist auf jeden Fall nicht mit der StVO vereinbar, um es mal vorsichtig auszudrücken.

    Fahrradwege müssen erstmal existieren und dann noch breit genug sein, frei von größeren Beschädigungen (z.B. durch Baumwurzeln oder Frostschäden) sein, klar markiert sein und frei von Hindernissen (z.B. Straßenlaternen, kein Witz, ich komme täglich an so einem Beispiel vorbei) sein. Meistens sind sie einfach nur vom Gehweg abgezwackte Alibi-Lösungen. Aber einen Parkstreifen oder (Gott bewahre!) einen Fahrstreifen zu opfern, das geht natürlich nicht. Wenn so viel Energie in die Gestaltung von Fuß- und Fahrradwegen gesteckt würde, wie in die Gestaltung von Straßen, wäre schon viel gewonnen.

  5. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: clkl 15.09.23 - 08:16

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Die gibt es doch. Sogar meist für beide Fahrtrichtungen. Diese Spaß-Fahrspuren machen ja den Großteil der Straßen aus

  6. Mofa != Kleinkraftrad

    Autor: Cerdo 15.09.23 - 08:28

    luzipha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Mofa darf nur 45km/h fahren.

    Nein, Mofas dürfen höchstens 25 km/h fahren. Was Du meinst sind Kleinkrafträder oder "Roller".

  7. Mofas gibt es ja erst seit 93 Jahren ...

    Autor: Cerdo 15.09.23 - 08:32

    ... und jetzt regst Du Dich darüber auf. Merkste selber, oder?

  8. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: rawcode 15.09.23 - 09:08

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solche Fahrzeuge braucht man sicherlich für die Stadt, da hat man ja
    > schließlich unendlich Platz für allerlei grundverschiedene Spaßfahrzeuge,
    > die sich mittlerweile nur noch gegenseitig behindern. Das nenne ich mal
    > eine gelungene Verkehrswende.
    >
    > Dreirad, Liegerad, Lastenrad, Tretroller, E-Roller, Fahrrad, E-Fahrrad,
    > Pedelec, Leichtkraftrad, Rollstuhl und zwischendrin noch paar Fußgänger -
    > fast jeder mit individueller Geschwindigkeit, Platzbedarf, Fahrverhalten
    > und Gefährdungspotential.

    Das Problem ist hier lediglich die fehlende Trennung von Fußgängern und Radfahrern. Ordentlich ausgebaute Radstraßen wären auch ok für Roller, Töffs, Segways, eben diese fahrbaren Koffer, E-Räder, ja sogar S-Pedelecs kämen dort gut unter.
    Nur zu breit dürfen sie nicht werden, sonst benutzen das schon wieder Autos als Abkürzung. Hab ich ein paarmal in Peking gesehen :)

    > [...]
    > Daher wäre es höchste Zeit, dass auch auf Radwegen eine einheitliche
    > Geschwindigkeit von bspw. 30 km/h für jedes motorisierte Fahrzeug gelten
    > muss. damit auch hier die Fahrspur bestmöglich genutzt werden kann.

    Die gemeinsame Geschwindigkeit ergibt sich von selbst auf den Radwegen bei ausreichender Verkehrsdichte.

    > Weil sonst hat man immer mehr diese elenden Situationen auf gut
    > ausgelasteten Radwegen, wo der E-Scooter-Fahrer sich am Fußgänger
    > vorbeidrückt, gleichzeitig der E-Bike-Fahrer den Scooter-Fahrer überholt
    > und der Rennradfahrer, der nochmal 10 km/h schneller ist, auch noch
    > gleichzeitig überholen muss. Und der entgegenkommende Geisterfahrer darf
    > natürlich auch nicht fehlen.

    Das Problem ist hier der Fußgänger (inkl. Rollator, Rollstuhlfahrer, Kinder-Aluroller und Andere mit Schrittgeschwindigkeit). Der braucht seinen eigenen Bereich. Nicht nur wegen der Geschwindigkeit, sondern auch wegen plötzlicher unvorhersehbarer Richtungswechsel bzw. plötzlichen Anhaltens.

    > Auf so manchem Radweg und auch Autostraße ist es genau deswegen schon eine
    > Katastrophe zu fahren, weil es insb. dank dieser ganzen Spaß-Fahrzeuge
    > überhaupt keine "Normgeschwindigkeit" mehr gibt und man sich nur noch
    > gegenseitig ausbremst, behindert und gefährlich überholt. Vor diesem ganzen
    > Spaßmobil-Wahnsinn ist der normale Radfahrer 15 km/h gefahren

    Naja, der hat dich aber genauso umgenietet, wenn du ihm plötzlich als Fußgänger vor den Lenker gelaufen bist, weil du auf dem Gehweg einfach nicht mit schnellen Verkehrsteilnehmern rechnest. Wer macht als Fußgänger einen Schulterblick, bevor er nach links zum Klamottengeschäft einbiegt?

    > und wer es
    > eilig hatte, maximal 25 km/h - das wars, damit konnte man sich als
    > Verkehrsteilnehmer gut arrangieren und einordnen.

    mit 25km/h auf dem Gehweg/Fußgängerzone ... uhlala ... so schnell (bis 30km/h) fahre ich in der Stadt für gewöhnlich nur auf Wohnstraßen, also typischen 30er-Zonen. Vielleicht noch im verkehrsberuhigten Bereich (ja ich weiß, Jehova! Jehova!). Schon in der Fußgängerzone geht das höchstens nachts. Hauptverkehrsstraßen meide ich wo immer es geht völlig.

    > Heute kommt es einem eher
    > vor wie auf einem Seifenkistenrennen. Und jedes Jahr kommen mehr solcher
    > "motorisierter Seifenkisten" dazu...

    Ja, ich bin von den Skuhtern auch genervt. Aber nicht, weil die auf dem Radweg rumdüsen, sondern weil die dauernd mit Vollsaft durch die dicht besetzte Fußgängerzone durchballern und die Fußgänger als Slalom-Pylone verwenden. Machen aber auch einige Radfahrer, aber die meisten schieben oder fahren wenigstens Schritt.

    Fazit: geh mal nach Kopenhagen und schau dir das an. Himmel auf Erden. Streng getrennte Spuren für (1) Kfz, (2) Leichtkfz und Fahrräder, (3) Fußgänger und Langsamroller. Da dappen auch keine Fußgänger auf den klar gekennzeichneten Radstraßen rum. Da ist der Verkehr für die 20-30km/h-Fraktion flüssig bis zu gewissem Verkehrsaufkommen.

    Wünsche ich mir auch in D. Aber solange wir nur diese Radspuren alias DHL-Parkspuren haben, keine Chance.

    Übrigens: "ein" wird mit 'n abgekürzt. Warum manche versuchen, das mit 'nen "abzukürzen" ist mir ein Rätsel.

  9. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: dummzeuch 15.09.23 - 09:12

    +1

  10. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: bplhkp 15.09.23 - 09:29

    luzipha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Auch die einheitliche Maximalgeschwindigkeit kann es nicht sein. Die Mofa
    > darf nur 45km/h fahren.

    Das war auch ein ziemlich Unfug der EU, Roller auf 45 km/h zu begrenzen. Davor waren es 50 km/h in Deutschland.

    Damit das Chaos perfekt wird hat man sich dann in Deutschland überlegt eScooter unnötigerweise auf 20 km/h zu begrenzen. Unsere Nachbarn sind mit Tempo 25 homogener auf den Radwegen unterwegs. Noch besser wäre natürlich Tempo 30 bei Pedelecs und eScootern, damit sie in der 30er Zone im Verkehr mitfließen.

    Und ja: wie werden zukünftig Tempolimits auf Radwegen brauchen.

  11. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: rawcode 15.09.23 - 09:58

    bplhkp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > luzipha schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Auch die einheitliche Maximalgeschwindigkeit kann es nicht sein. Die
    > Mofa
    > > darf nur 45km/h fahren.
    >
    > Das war auch ein ziemlich Unfug der EU, Roller auf 45 km/h zu begrenzen.
    > Davor waren es 50 km/h in Deutschland.
    >
    > Damit das Chaos perfekt wird hat man sich dann in Deutschland überlegt
    > eScooter unnötigerweise auf 20 km/h zu begrenzen. Unsere Nachbarn sind mit
    > Tempo 25 homogener auf den Radwegen unterwegs. Noch besser wäre natürlich
    > Tempo 30 bei Pedelecs und eScootern, damit sie in der 30er Zone im Verkehr
    > mitfließen.
    >
    > Und ja: wie werden zukünftig Tempolimits auf Radwegen brauchen.

    um mitzufließen müssen Roller aber 60km/h fahren können und Pedelecs (in der 30-Zone) 35km/h, eher 40

    Übrigens: "ein" wird mit 'n abgekürzt. Warum manche versuchen, das mit 'nen "abzukürzen" ist mir ein Rätsel.

  12. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: Weitsicht0711 15.09.23 - 10:01

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solche Fahrzeuge braucht man sicherlich für die Stadt, da hat man ja
    > schließlich unendlich Platz für allerlei grundverschiedene Spaßfahrzeuge,
    > die sich mittlerweile nur noch gegenseitig behindern. Das nenne ich mal
    > eine gelungene Verkehrswende.
    >
    > Dreirad, Liegerad, Lastenrad, Tretroller, E-Roller, Fahrrad, E-Fahrrad,
    > Pedelec, Leichtkraftrad, Rollstuhl und zwischendrin noch paar Fußgänger -
    > fast jeder mit individueller Geschwindigkeit, Platzbedarf, Fahrverhalten
    > und Gefährdungspotential.
    >
    > Warum läuft der Autoverkehr trotz des enormen Platzbedarfs eines Fahrzeugs
    > größtenteils gut? Weil sich die allermeisten Autos und LKWs grob an die
    > selbe Spurweite und die selbe vorgegebene Geschwindigkeit halten, sodass
    > sie möglichst effizient eine Kolonne bilden können.
    >
    > Daher wäre es höchste Zeit, dass auch auf Radwegen eine einheitliche
    > Geschwindigkeit von bspw. 30 km/h für jedes motorisierte Fahrzeug gelten
    > muss. damit auch hier die Fahrspur bestmöglich genutzt werden kann.
    >
    > Weil sonst hat man immer mehr diese elenden Situationen auf gut
    > ausgelasteten Radwegen, wo der E-Scooter-Fahrer sich am Fußgänger
    > vorbeidrückt, gleichzeitig der E-Bike-Fahrer den Scooter-Fahrer überholt
    > und der Rennradfahrer, der nochmal 10 km/h schneller ist, auch noch
    > gleichzeitig überholen muss. Und der entgegenkommende Geisterfahrer darf
    > natürlich auch nicht fehlen.
    > Auf so manchem Radweg und auch Autostraße ist es genau deswegen schon eine
    > Katastrophe zu fahren, weil es insb. dank dieser ganzen Spaß-Fahrzeuge
    > überhaupt keine "Normgeschwindigkeit" mehr gibt und man sich nur noch
    > gegenseitig ausbremst, behindert und gefährlich überholt. Vor diesem ganzen
    > Spaßmobil-Wahnsinn ist der normale Radfahrer 15 km/h gefahren und wer es
    > eilig hatte, maximal 25 km/h - das wars, damit konnte man sich als
    > Verkehrsteilnehmer gut arrangieren und einordnen. Heute kommt es einem eher
    > vor wie auf einem Seifenkistenrennen. Und jedes Jahr kommen mehr solcher
    > "motorisierter Seifenkisten" dazu...

    Ist da ein Autofahrer zu lange m Stau gestanden dass er sich über andere Verkehrsteilnehmer sorgen macht? Stau, dass was Personen auf dem Radweg nicht kennen.

  13. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: McWiesel 15.09.23 - 11:11

    Wo kam in meinem Post jemals das Wort „Stau“ vor?

    Nochmal vereinfacht: Hier auf dem Radweg ist der Grünstreifen rechts und links schon eine richtige Moutainbike-Cross-Strecke, weil dauernd irgendwelche „Seifenkisten“ rechts über den Grünstreifen von richtigen Radfahrern überholt werden. Links vorbei ist aufgrund des Gegenverkehrs oft nicht möglich, ohne komplett runterbremsen zu müssen, also wird rechts vorbei gefahren. Der Radfahrer (für den man einst mal den Weg gebaut hat) kann und will nämlich mit einem guten Fahrrad 30 km/h und mehr fahren, während irgendein Spaßfahrzeug gerne bei 20 km/h limitiert ist, dazu gerne noch Überbreite hat und/oder heftigst schwankt. Bestes Beispiel diese Lastenräder… ein Graus auf jedem frequentierten Radweg.

    Ja, das ist letztlich das selbe als wenn auf der typischen Landstraße jedes 5. Fahrzeug ein Traktor wäre. Sowas macht dann die Straßen hochgradig ineffizient.

    Und entweder man schafft es hier mal mit Vorschriften mehr Homogenität unter den Fahrzeugen auf dem Radweg zu schaffen oder man kann jeden Radweg bald 5-spurig machen, wo dann der Platzgewinn gegenüber Autostraße obsolet wird.

    Das Radfahren fand ich früher einfach entspannter, heute ist das bei hoher Auslastung der Radwege hingegen nicht mehr viel anders als der „Terror“ auf den deutschen Autobahnen. Und da hätte man jetzt noch die Gelegenheit das mit Tempolimits und „inoffizieller“ Richtgeschwindigkeit abzumildern.

  14. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: rawcode 15.09.23 - 11:23

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...]
    > Das Radfahren fand ich früher einfach entspannter, heute ist das bei hoher
    > Auslastung der Radwege hingegen nicht mehr viel anders als der
    > „Terror“ auf den deutschen Autobahnen. Und da hätte man jetzt
    > noch die Gelegenheit das mit Tempolimits und „inoffizieller“
    > Richtgeschwindigkeit abzumildern.

    Das liegt vermutlich an der enormen Zunahme elektrischer Fahrräder, von denen die meisten SUVs (überdimensionierte MTB) und Pickups (Lastenräder) sind. Diese Leute sind früher(tm) eben Autos gefahren. Ob das besser war ist natürlich diskutabel. Aber es ist enger geworden auf den Radwegen.

    Also ich könnte damit leben, Straßen in Städten zugunsten der Räder zurückzubauen und auch auf Fernstraßen einen Teil baulich abzutrennen bzw. dazuzubauen. Drüberbauen wär noch cooler.

  15. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: Bermuda.06 15.09.23 - 11:24

    rawcode schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > um mitzufließen müssen Roller aber 60km/h fahren können und Pedelecs (in
    > der 30-Zone) 35km/h, eher 40

    60kmh in der Stadt ist deutlich zu schnell und zählt nicht unter fließen. Wer 60 fährt ist deutlich zu schnell. Leider sind die Strafen hier viel zu lasch, für die Leute die meinen sie würden legitim und konform mit 60 durch die Stadt fließen oder wie andere sagen würden: rasen.

    Nur mal so als Denkanstoß: wenn man 60 statt 50 fährt, dann hat man einen 40% längeren Bremsweg. Wo man aus 50kmh mit einer Vollbremsung stehen würde hat man aus 60kmh noch ein Tempo welches uU lebensgefährlich für einen Fußgänger ist.

    Lohnt es sich tatsächlich für 10 km/h mehr und eine gesparte Minute das Leben von Fußgängern zu riskieren?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.23 11:26 durch Bermuda.06.

  16. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: Weitsicht0711 15.09.23 - 11:44

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo kam in meinem Post jemals das Wort „Stau“ vor?

    War klar dass du da nicht folgen kannst.

    > Nochmal vereinfacht: Hier auf dem Radweg ist der Grünstreifen rechts und
    > links schon eine richtige Moutainbike-Cross-Strecke, weil dauernd
    > irgendwelche „Seifenkisten“ rechts über den Grünstreifen von
    > richtigen Radfahrern überholt werden. Links vorbei ist aufgrund des
    > Gegenverkehrs oft nicht möglich, ohne komplett runterbremsen zu müssen,
    > also wird rechts vorbei gefahren. Der Radfahrer (für den man einst mal den
    > Weg gebaut hat) kann und will nämlich mit einem guten Fahrrad 30 km/h und
    > mehr fahren, während irgendein Spaßfahrzeug gerne bei 20 km/h limitiert
    > ist, dazu gerne noch Überbreite hat und/oder heftigst schwankt. Bestes
    > Beispiel diese Lastenräder… ein Graus auf jedem frequentierten
    > Radweg.
    >
    > Ja, das ist letztlich das selbe als wenn auf der typischen Landstraße jedes
    > 5. Fahrzeug ein Traktor wäre. Sowas macht dann die Straßen hochgradig
    > ineffizient.
    >
    > Und entweder man schafft es hier mal mit Vorschriften mehr Homogenität
    > unter den Fahrzeugen auf dem Radweg zu schaffen oder man kann jeden Radweg
    > bald 5-spurig machen, wo dann der Platzgewinn gegenüber Autostraße obsolet
    > wird.
    >
    > Das Radfahren fand ich früher einfach entspannter, heute ist das bei hoher
    > Auslastung der Radwege hingegen nicht mehr viel anders als der
    > „Terror“ auf den deutschen Autobahnen. Und da hätte man jetzt
    > noch die Gelegenheit das mit Tempolimits und „inoffizieller“
    > Richtgeschwindigkeit abzumildern.

    Und nochmal ich hatte noch nie einen Stau auf einer Radspur, also so ineffizient kann es da ja nicht sein, anders wie bei Auto, aber schön wenn ein Autofahrer sich Gedanken über was macht wo es kein Problem gibt. Ich sagte ja vermutlich zu lange im Stau gestanden.

  17. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: McWiesel 15.09.23 - 15:03

    Für dich gibt es also nur 2 Verkehrssituationen:

    - Stau
    - Freie Fahrt

    Und nochmal zum Mitschreiben: Nirgendwo steht, dass es sich auf dem Radweg staut. Unter anderem aber auch deshalb, weil der normale Radfahrer dann sofort auf dem Gehweg, der Straße, dem Grünstreifen oder sonstwie an der Stauursache vorbeifährt, was beim Auto meistens nicht geht bzw. die Autofahrer zumindest üblicherweise sich an gelernte Verkehrsregeln und wissen, dass sie einen Stau nicht einfach auf dem Fußweg umfahren können.
    Beim Rad ist ja sowas problemlos möglich, daher kommt auch zu großen Teilen der Zeitgewinn.

    Die Kernursache ist jedoch, dass du wahrscheinlich noch nie zum Berufsverkehr auf einem belebten Radweg in der Stadt gefahren bist, wo es mittlerweile sich nicht unbedingt staut, aber die gegenseitige Ausweicherei und Blockiererei durch immer „komischere“ Fahrzeuge mit jedem Jahr nerviger wird. Früher waren auf dem Fahrradweg zu 99% Fahrradfahrer unterwegs und keine E-Mobile, Tretroller oder sonstiger Hipster-Quatsch, wo Lifestyle wichtiger als Verkehrstauglichkeit ist.

  18. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: OMGle 16.09.23 - 09:50

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solche Fahrzeuge braucht man sicherlich für die Stadt, da hat man ja
    > schließlich unendlich Platz für allerlei grundverschiedene Spaßfahrzeuge,
    > die sich mittlerweile nur noch gegenseitig behindern. Das nenne ich mal
    > eine gelungene Verkehrswende.
    >
    > Dreirad, Liegerad, Lastenrad, Tretroller, E-Roller, Fahrrad, E-Fahrrad,
    > Pedelec, Leichtkraftrad, Rollstuhl und zwischendrin noch paar Fußgänger -
    > fast jeder mit individueller Geschwindigkeit, Platzbedarf, Fahrverhalten
    > und Gefährdungspotential.
    >
    > Warum läuft der Autoverkehr trotz des enormen Platzbedarfs eines Fahrzeugs
    > größtenteils gut? Weil sich die allermeisten Autos und LKWs grob an die
    > selbe Spurweite und die selbe vorgegebene Geschwindigkeit halten, sodass
    > sie möglichst effizient eine Kolonne bilden können.
    >
    > Daher wäre es höchste Zeit, dass

    Dass man eine Spur den Autos nimmt, z.B. dort, wo Autos parken, und diese als Radweg ausweist, so dass es überall in der Stadt breite Radwege gibt, damit Dreirad, Liegerad, Lastenrad, Tretroller, E-Roller, Fahrrad, E-Fahrrad, Pedelec, Leichtkraftrad ungestört von den Autos fahren können.

  19. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: luzipha 16.09.23 - 10:58

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo kam in meinem Post jemals das Wort „Stau“ vor?
    >
    > Nochmal vereinfacht: Hier auf dem Radweg ist der Grünstreifen rechts und
    > links schon eine richtige Moutainbike-Cross-Strecke, weil dauernd
    > irgendwelche „Seifenkisten“ rechts über den Grünstreifen von
    > richtigen Radfahrern überholt werden. Links vorbei ist aufgrund des
    > Gegenverkehrs oft nicht möglich, ohne komplett runterbremsen zu müssen,
    > also wird rechts vorbei gefahren. Der Radfahrer (für den man einst mal den
    > Weg gebaut hat) kann und will nämlich mit einem guten Fahrrad 30 km/h und
    > mehr fahren, während irgendein Spaßfahrzeug gerne bei 20 km/h limitiert
    > ist, dazu gerne noch Überbreite hat und/oder heftigst schwankt. Bestes
    > Beispiel diese Lastenräder… ein Graus auf jedem frequentierten
    > Radweg.
    >
    > Ja, das ist letztlich das selbe als wenn auf der typischen Landstraße jedes
    > 5. Fahrzeug ein Traktor wäre. Sowas macht dann die Straßen hochgradig
    > ineffizient.
    >
    > Und entweder man schafft es hier mal mit Vorschriften mehr Homogenität
    > unter den Fahrzeugen auf dem Radweg zu schaffen oder man kann jeden Radweg
    > bald 5-spurig machen, wo dann der Platzgewinn gegenüber Autostraße obsolet
    > wird.
    >
    > Das Radfahren fand ich früher einfach entspannter, heute ist das bei hoher
    > Auslastung der Radwege hingegen nicht mehr viel anders als der
    > „Terror“ auf den deutschen Autobahnen. Und da hätte man jetzt
    > noch die Gelegenheit das mit Tempolimits und „inoffizieller“
    > Richtgeschwindigkeit abzumildern.

    Die inoffizielle Richtgeschwindigkeit beträgt auf Radwegen, je nach Ausführung, 6km/h bis 17km/h. Ist der Radweg nicht räumlich vom Fußweg getrennt, so hat der Radfahrer jederzeit mit querenden Fußgängern zu rechnen. Fährst du dort schneller als Schrittgeschwindigkeit wirst du im Falle eines Unfalls mit einer Teilschuld rechnen müssen. Bei räumlich getrennten Radwegen gilt ähnliches. Hier hast du mit der Durchschnittsgeschwindigkeit von Biobikern nach Rechtssprechung zu rechnen. Dies sind 17km/h. Diese Geschwindigkeit wird auch im Testverfahren für Fahrradhelme vorgeschrieben. Bei deutlich höherer Geschwindigkeit hast du auch dort im Unfallsfall mit einer Teilschuld zu rechnen.

    Tempo 30 und mehr sind für die Straße vollkommen in Ordnung, auf Radwegen jedoch word man permanent von anderen Radfahrern ausgebremst werden.

  20. Re: Es wird Zeit für eine zusätzliche Spaß-Fahrspur

    Autor: McWiesel 16.09.23 - 11:48

    Das Problem ist doch aber in der Praxis, dass man einem Fahrradfahrer kaum "Raserei" nachweisen kann. Er hat kein vorgeschriebenen Tacho, er muss (mangels Fahrschule) überhaupt nichts mit der Einheit "km/h" was anfangen können. Das ist doch schon das Grundproblem. Schlussendlich ist es nirgendwo angezeigt, wie schnell man mit dem Fahrrad abseits der Autostraßen zu fahren hat. Um da jemand eine Schuld nachweisen zu können, bedarf es wohl guter Anwälte. Ist da alles nur Ermessenssache des Richters, ob der die Argumente nachvollziehen kann oder nicht.

    Daher könnte man ruhig sagen "Auf dem Radweg gilt 20 km/h als Limit", auf den Autostraßen eben das durch Verkehrszeichen angezeigte Limit. Und gleichzeitig sollte auch jedes motorisierte Fahrzeug, dass auf diesen Straßen unterwegs ist, diese Geschwindigkeit im Regelfall erreichen können. Ich bin da ein absoluter Gegner von immer mehr motorisierten Radweg- und Straßenfahrzeuge, die dann irgendwo mit 6-45 km/h unterwegs sind. So viele Individualgeschwindigkeiten gibt einfach die Infrastruktur vielerorts nicht her, wenn sie unfallsicher und effizient bleiben soll.

    Man stelle sich mal eine Autostraße vor, wo jeder tatsächlich fährt wie er will (und nicht sich im Regelfall ans Tempolimit hält). Da reicht schon ein Landschleicher aus, dass sich hintendran eine ganze Kolonne von 15 Fahrzeugen aufstaut. Und genau das haben wir auf dem Radweg immer mehr.

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Fake-Jobanzeigen: Wir stellen ein - nicht
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