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  5. › Moxie-Experiment auf dem Mars…

Sauerstoff ist leider nicht alles

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  1. Sauerstoff ist leider nicht alles

    Autor: Katsuragi 12.09.23 - 01:40

    erstmal: cool, dass es geklappt hat! Das ist ein großer Schritt vorwärts in der technischen Entwicklung für Reisen zu anderen Planeten.

    Aber: wer glaubt damit sei das Atemluftproblem auf dem Mars gelöst, der hat leider die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Unsere Atemluft besteht nicht nur aus Sauerstoff, sondern zu ~80% aus Stickstoff. Und der ist auf dem Mars praktisch nicht vorhanden. Statt dessen gibt es massig Kohlendioxid, aber das ist für uns giftig bei wenigen Prozent Anteil an der Atemluft. Stickstoff könnte man natürlich mitnehmen, aber auf dem Mars Nachschub zu erzeugen wird schwierig bis unmöglich. Klar, Stickstoff "verbrauchen" wir nicht, aber es wird immer eine gewisse Leckrate geben. Nachhaltig wird die Atemluft-Erzeugung auf dem Mars durch Moxie also noch lange nicht. Es ist nur ein kleiner Schritt von vielen - und vermutlich sogar einer der leichteren.

  2. Re: Sauerstoff ist leider nicht alles

    Autor: Sharra 12.09.23 - 02:31

    Soweit mich meine Biologiekenntnisse nicht täuschen, atmen wir Stickstoff ein und wieder aus, ohne dass etwas daran verändert wird. Die Menge an Stickstoff nimmt also nicht ab, ausser durch Undichtigkeiten an der Station, oder an Fahrzeugen.

    Ausserdem wurde Nitrat im Marsboden gefunden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.09.23 02:31 durch Sharra.

  3. Re: Sauerstoff ist leider nicht alles

    Autor: Katsuragi 12.09.23 - 02:51

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soweit mich meine Biologiekenntnisse nicht täuschen, atmen wir Stickstoff
    > ein und wieder aus, ohne dass etwas daran verändert wird. Die Menge an
    > Stickstoff nimmt also nicht ab, ausser durch Undichtigkeiten an der
    > Station, oder an Fahrzeugen.

    genau das habe ich gesagt. Haben muss man den Stickstoff trotzdem erstmal, und er wird über die Zeit weniger werden - die Frage ist nur wie schnell.

    > Ausserdem wurde Nitrat im Marsboden gefunden.

    Das war mir neu und ich habe es gerade nachgelesen. In der Tat hat man eine geringe Konzentration an einer Stelle im Marsboden gefunden und nun eine Menge Vermutungen dazu, aber nichts, worauf man ein Menschenleben wetten würde. Extrahiert und unter Marsbedingungen atembar gemacht hat es allerdings noch niemand. Meine Aussage steht also weiter: es war nur ein kleiner Schritt unter vielen.
    Übrigens war der Sauerstoff des Moxie-Experiments laut Artikel "zu 98% rein". Je nach dem was die restlichen 2% waren könnte die Situation auch dabei noch im wahrsten Sinne des Wortes toxisch werden. Wie gesagt: ist noch ein weiter Weg, bis Menschen auf dem Mars "nachhaltig" atmen können.

  4. Re: Sauerstoff ist leider nicht alles

    Autor: Cassiel 12.09.23 - 07:06

    > Je nach dem was die restlichen 2% waren könnte die Situation auch dabei noch im wahrsten Sinne des Wortes toxisch werden.

    Ist es CO2 könnte man CO2-Filter verwenden.

    > Haben muss man den Stickstoff trotzdem erstmal, und er wird über die Zeit weniger werden - die Frage ist nur wie schnell.

    Und es wäre keine Option ein nicht-toxisches oder gar Edelgas als Ersatz für Stickstoff zu verwenden? Da gibt's bestimmt Mittel und Wege dieses zu substituieren.

  5. Re: Sauerstoff ist leider nicht alles

    Autor: Arsenal 12.09.23 - 07:26

    Wieso braucht man Stickstoff?

    100 % Sauerstoff mit dem entsprechenden Druck funktioniert auch.

  6. Re: Sauerstoff ist leider nicht alles

    Autor: Medulo 12.09.23 - 07:51

    Arsenal schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso braucht man Stickstoff?
    >
    > 100 % Sauerstoff mit dem entsprechenden Druck funktioniert auch.


    Eine zu hohe Sauerstoffkonzentration ist toxisch, es werden zu viele superreaktive Sauerstoffradikale gebildet, die Organe z.B. die Lunge schädigen.
    Also ja funktioniert, aber nicht dauerhaft.

  7. Re: Sauerstoff ist leider nicht alles

    Autor: Cavaron 12.09.23 - 08:08

    Zunächst mal sehe ich einen Mangel an Stickstoff (N₂) nicht als Problem: es gibt nämlich diese lästigen, zweibeinigen Bio-Reaktoren, die CH₄N₂O als Abfallstoff produzieren aus welchem sich sehr einfach Stickstoff gewinnen lässt.

    Abgesehen davon ist eine 100% Sauerstoffatmosphäre nicht wünschenswert. Da wird jeder Funke zum Flammenwerfer... siehe auch Apollo 1...

  8. Re: Sauerstoff ist leider nicht alles

    Autor: Bananularphone 12.09.23 - 08:23

    Warum ist das Brandrisiko eigentlich höher selbst wenn der partial pressure gleich ist? (21% Sauerstoffkonzentration @1bar vs 100% Sauerstoffkonzentration @0.2bar)

  9. Re: Sauerstoff ist leider nicht alles

    Autor: Katsuragi 12.09.23 - 12:10

    Cavaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zunächst mal sehe ich einen Mangel an Stickstoff (N₂) nicht als
    > Problem: es gibt nämlich diese lästigen, zweibeinigen Bio-Reaktoren, die
    > CH₄N₂O als Abfallstoff produzieren aus welchem sich sehr
    > einfach Stickstoff gewinnen lässt.

    Stickstoff ist ein Element, und wird von uns Tieren nicht "produziert", sondern nur umgesetzt. Man muss also trotzdem ausreichend dabei haben. Das ist der gleiche Grund, aus dem Hydroponik auf dem Mars nicht funktioniert, weil Fische Stickstoff zwar ausscheiden - aber nur wenn sie ihn vorher auch aufnehmen können.

  10. Re: Sauerstoff ist leider nicht alles

    Autor: Katsuragi 12.09.23 - 12:16

    Cassiel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und es wäre keine Option ein nicht-toxisches oder gar Edelgas als Ersatz
    > für Stickstoff zu verwenden? Da gibt's bestimmt Mittel und Wege dieses zu
    > substituieren.

    möglich. Dann müsste man aber an das andere Gas ran kommen, und das ggf. in-situ auf dem Mars produzieren. Das verlagert das Problem nur, und bringt auf Dauer unbekannte medizinische Risiken mit sich. Die Langzeitstudie dazu möchte man vermutlich nicht auf dem Mars machen, wo jede mögliche Rettung Jahre an Flugzeit entfernt ist.

    Wie gesagt, ich möchte das Moxie-Experiment nicht schlecht reden. Das ist durchaus ein Meilenstein - praktisch der erste erfolgreiche Test für eine "Chemiefabrik" auf einem fremden Planeten. Wer aber glaubt, dass das auch nur annähernd reicht, um morgen Menschen auf den Mars zu schicken, der hat - wie ein gewisser Herr Musk - zu viel Flash Gordon geschaut. Ich würde mir ja auch wünschen, dass das alles schneller ginge. Aber bei Technik und Wissenschaft hilft nur Realismus, und keine Schönfärberei.

  11. Ist Quatsch.

    Autor: Kaiser Ming 12.09.23 - 15:11

    Katsuragi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Cassiel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und es wäre keine Option ein nicht-toxisches oder gar Edelgas als Ersatz
    > > für Stickstoff zu verwenden? Da gibt's bestimmt Mittel und Wege dieses
    > zu
    > > substituieren.
    >
    > möglich. Dann müsste man aber an das andere Gas ran kommen, und das ggf.
    > in-situ auf dem Mars produzieren. Das verlagert das Problem nur, und bringt
    > auf Dauer unbekannte medizinische Risiken mit sich. Die Langzeitstudie dazu
    > möchte man vermutlich nicht auf dem Mars machen, wo jede mögliche Rettung
    > Jahre an Flugzeit entfernt ist.
    >
    > Wie gesagt, ich möchte das Moxie-Experiment nicht schlecht reden. Das ist
    > durchaus ein Meilenstein - praktisch der erste erfolgreiche Test für eine
    > "Chemiefabrik" auf einem fremden Planeten. Wer aber glaubt, dass das auch
    > nur annähernd reicht, um morgen Menschen auf den Mars zu schicken, der hat
    > - wie ein gewisser Herr Musk - zu viel Flash Gordon geschaut. Ich würde mir
    > ja auch wünschen, dass das alles schneller ginge. Aber bei Technik und
    > Wissenschaft hilft nur Realismus, und keine Schönfärberei.


    Es gibt kein Problem. Man kanns von der Erde mitnehmen. Und nein das wird nicht weniger.
    Man kanns dort herstellen oder ein anderes Gas nehmen.
    Und ja das kann man natürlich vorher auf der Erde testen.

  12. Re: Ist Quatsch.

    Autor: Katsuragi 12.09.23 - 15:32

    Kaiser Ming schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt kein Problem. Man kanns von der Erde mitnehmen. Und nein das wird
    > nicht weniger.
    > Man kanns dort herstellen oder ein anderes Gas nehmen.

    Das kann man wiederholen so oft man will, geht aber in keinster Weise auf meine Argumente ein. Vielleicht liest Du erstmal was ich geschrieben habe. Natürlich wird es weniger, denn Verluste passieren immer. Vor allem wenn man das Habitat auch mal verlassen möchte, oder durch Störungen, Unfall, etc. Vor Ort herstellen geht vielleicht - aber das hat eben noch niemand ausgearbeitet und getestet. Einfach zu sagen "geht schon" ist hanebüchener Unsinn. Sonst hätte man auch Moxie nicht gebraucht, sondern einfach Menschen losgeschickt. Warum macht man das wohl nicht...?

    Aber sag mal, ganz konkret: welches andere Gas nimmt man denn? Bitte mit Nachweis der medizinischen Langzeitverträglichkeit (Link auf Studie reicht) und mit konkreter Nennung der vorhandenen Technik, mit der eine Produktion auf dem Mars funktioniert. Ach ja, und noch ein Link auf den Nachweis, dass die nötigen Ressourcen für den chemischen Prozess auf dem Mars breit verfügbar sind, und wie sie gewonnen werden. Merkst Du was? In der Realität ist eine kurz hingeworfene Idee plötzlich nicht mehr so einfach. "Space is hard".

  13. Re: Sauerstoff ist leider nicht alles

    Autor: Delphis1982 12.09.23 - 15:37

    Stickstoff ist in vielerlei Hinsicht genauso wichtig, wie Sauerstoff.
    Sauerstoff darf erstmal sowieso nicht zu hoch konzentriert in der Luft vorkommen, da er giftig wird.
    Von der Brandgefahr ganz zu schweigen.
    Ich persönlich halte 30% für ideal.
    Diese Menge ist noch als bedenkenlos anzusehen, aber Rauchen wäre nicht mehr möglich. :-)

    Stickstoff hat gebunden in Lebensmittel diverse Stoffwechselfunktionen
    und ungebunden hat es zumindest den Sinn, den Sauerstoff zu "strecken".
    Man muss ja schließlich auch ein gewisses VOLUMEN an Atemluft einatmen,
    damit die Lungen sich ordentlich aufblasen können.
    Ansonsten kann man auch FAST alle Edelgase nehmen wie Argon, Xenon, Neon, Krypton, Helium.
    Radon ist zwar auch ein Edelgas, fällt aber aus nachvollziehbaren Gründen aus.
    Das Problem ist aber auch, dass man noch nicht die biologischen Langzeitfolgen
    einer auf Dauer angelegten, stickstofffreien Atmung kennt.
    Dazu kommen die Druckvgerhältnisse auf dem Mars.
    Der atmosphärische Druck auf dem Mars beträgt durchschnittlich 6 hPa.
    Das sind etwa 0,6% dessen, was wir hier auf der Erde haben
    und das ist dann auch weit weit unterhalb der sogenannten Armstrong-Grenze von 63 hPa.
    Das ist die Grenze, bei der das Wasser bei Körpertemperatur bereits sieden würde.
    Egal wie, ohne Technik ist ein Überleben auf dem Mars nicht machbar.
    In "freier Wildbahn" kann ein Mensch einfach nicht auf dem Mars umherwandeln.

  14. Re: Ist Quatsch.

    Autor: Kaiser Ming 12.09.23 - 15:51

    Katsuragi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kaiser Ming schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es gibt kein Problem. Man kanns von der Erde mitnehmen. Und nein das
    > wird
    > > nicht weniger.
    > > Man kanns dort herstellen oder ein anderes Gas nehmen.
    >
    > Das kann man wiederholen so oft man will, geht aber in keinster Weise auf
    > meine Argumente ein. Vielleicht liest Du erstmal was ich geschrieben habe.

    ich hab sogar jeden Beitrag gelesen von dir,
    wurde aber nicht besser.
    Ausser das du auf deiner Meinung die halt Unsinn ist rumreitest.

    > Natürlich wird es weniger, denn Verluste passieren immer. Vor allem wenn
    > man das Habitat auch mal verlassen möchte, oder durch Störungen, Unfall,

    du kannst aus allen Bodenmaterialien Gase gewinnen
    da ist sicher auch was dabei was Stickstoff enthält

    aber auch die Atmosphäre enthält 2,7% !!

    > etc. Vor Ort herstellen geht vielleicht - aber das hat eben noch niemand
    > ausgearbeitet und getestet. Einfach zu sagen "geht schon"

    darum gings überhaupt nicht

    du solltest vielleicht deine eigene Behauptung mal lesen:
    "aber auf dem Mars Nachschub zu erzeugen wird schwierig bis unmöglich."

    Quatsch widerlegt
    hoffe ich

    > ist hanebüchener
    > Unsinn. Sonst hätte man auch Moxie nicht gebraucht, sondern einfach
    > Menschen losgeschickt. Warum macht man das wohl nicht...?

    gegen Experimente vor Ort hat keiner was gesagt

  15. Re: Sauerstoff ist leider nicht alles

    Autor: Cavaron 12.09.23 - 18:39

    Katsuragi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stickstoff ist ein Element, und wird von uns Tieren nicht "produziert",
    > sondern nur umgesetzt. Man muss also trotzdem ausreichend dabei haben.

    Ich nehme an, man wird Nahrung mitnehmen. Zu ausgewogener Nahrung gehören Proteine. Proteine bestehen aus Aminosäuren. Aminosäuren beinhalten unter anderem Stickstoff.

    So lange die Astronauten was zu beißen haben, so lange haben sie auch Stickstoff.

  16. Re: Sauerstoff ist leider nicht alles

    Autor: Delphis1982 12.09.23 - 18:59

    Man muss dann aber höllisch penibel dafür sorgen, dass bei der Umwandlung unserer Stoffwechselprodukte bloß kein einziges Molekül verloren geht.
    Das ist im Grunde unmöglich, denn ein bisschen Schwund ist immer, wie man so schön sagt.
    Am Ende wird man schon Stickstoffquellen finden, das Problem dürfte aber auf die Masse gesehen eher sein, dass die Verarbeitung auf solch einem lebensfeindlichen Wirtsplaneten sehr viel Energie benötigen wird.
    Solar ist zwar ganz toll, weil es den Planeten sauber hält, aber die Sonnenstrahlung dort ist schwächer als auf der Erde.
    Erdwärme auf dem Mars? Next please.
    Wasserkraft,... hüstel.
    Windkraft wäre noch üppig vorhanden, aber leider auch bisweilen etwas ZU üppig.
    Und dann wäre die Frage nach der Speicherung.
    Lithium müsste von der Erde importiert werden, unbezahlbar.
    Vor Ort bohren und sammeln? Zu viel Energie nötig.

    Im Grunde wäre ein Leben auf dem Mars machbar, theoretisch.
    Aber man muss sich im Klaren sein, dass man eigentlich einem Planeten quasi "Starthilfe" geben muss.
    Dafür hat Mutter Natur auf der Erde eine Milliarde Jahre gebraucht,
    wenn man den Abschnitt des frühen Präkambriums mal außen vor lässt.
    Alleine, bis die Erde freien Sauerstoff hatte, war ein Kraftakt.
    Sicher, Bäume würden die Atmosphäre wohl lieben, sie müssten aber genetisch angepasst werden, damit sie den dortigen Boden auch verarbeiten können.
    Aber selbst mit bestem Terraforming könnte der Mensch eher nicht ohne Schutzanzug frei rumlaufen.
    Der Mars ist einfach nicht schwer genug, um eine halbwegs menschentaugliche Atmosphäre zu halten.
    Das heißt im Grunde, dass man nur in Habitaten leben könnte.
    Wir wissen aber, dass Menschen abgrundtief böse sind und die Gefahr, dass ein Vollpfosten das Habitat beschädigen würde (Anschläge), ist leider gegeben.
    Der Mars hat mal gelebt, nun ist er leider tot, weil zu wenig Vulkanismus.
    Lassen wir ihn einfach in Frieden ruhen.
    Erkenntnisse sammeln ist die eine Sache, aber übersiedeln?

  17. Re: Sauerstoff ist leider nicht alles

    Autor: Cavaron 13.09.23 - 08:54

    Delphis1982 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...Windkraft wäre noch üppig vorhanden, aber leider auch bisweilen etwas ZU
    > üppig.
    Beziehst du dein Wissen über den Mars aus Filmen wie "der Marsianer"? Da gab es zwei Stürme im Film, die viel Wind auf dem Mars suggerieren. Tatsächlich ist die Atmosphäre dort so dünn, das auch Windkraft nix bringt.

    Auf Schwachlicht optimierte Solarzellen (z.B. CIGS) bringen dort was. Beim Auftauen von Trockeneis wird ebenfalls Energie frei: https://theconversation.com/how-energy-from-dry-ice-could-power-human-colonies-on-mars-38250

    Aber im Gegensatz zur Erde bin ich im Fall des Mars tatsächlich für Atomkraft mit KWK.

    > Und dann wäre die Frage nach der Speicherung.

    Auf dem Mars gibt es viel Eisen und Nickel. Liegt direkt auf der Oberfläche rum. Ein gewisser Herr Edison hat schon vor ca. 120 Jahren den NiFe-Akku erfunden.

    > Im Grunde wäre ein Leben auf dem Mars machbar, theoretisch.
    > Aber man muss sich im Klaren sein, dass man eigentlich einem Planeten quasi
    > "Starthilfe" geben muss.

    Danke Captain Obvious. Wenn ich die Erde zum Mars umbauen wollte, dann wäre das vermutlich das ultimative Verbrechen. Was wäre dann der umgekehrte Fall? Aber ich bin bei dir - erst mal wird es bei Habitaten bleiben. Das wird erst mal sowas wie die McMurdo Station in der Antarktis. Und dann schauen wir mal, was daraus wird.

    > Wir wissen aber, dass Menschen abgrundtief böse sind..

    Interessantes Menschenbild, was du da hast.

  18. Re: Sauerstoff ist leider nicht alles

    Autor: Delphis1982 13.09.23 - 12:46

    Cavaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Delphis1982 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ...Windkraft wäre noch üppig vorhanden, aber leider auch bisweilen etwas
    > ZU
    > > üppig.
    > Beziehst du dein Wissen über den Mars aus Filmen wie "der Marsianer"? Da
    > gab es zwei Stürme im Film, die viel Wind auf dem Mars suggerieren.
    > Tatsächlich ist die Atmosphäre dort so dünn, das auch Windkraft nix
    > bringt.
    Tatsächlich habe ich diesen Film zu Hause liegen, aber habe ihn noch nicht gesehen.
    Das war noch "Wissen" aus den 90ern.

    >
    > Auf Schwachlicht optimierte Solarzellen (z.B. CIGS) bringen dort was. Beim
    > Auftauen von Trockeneis wird ebenfalls Energie frei: theconversation.com
    Beim Auftauen von Trockeneis wird allerdings CO² freigesetzt, genau der soll doch reduziert werden.

    >
    > Aber im Gegensatz zur Erde bin ich im Fall des Mars tatsächlich für
    > Atomkraft mit KWK.
    Atomkraft wäre wohl wirklich ideal.
    Mann muss natürlich keine so hochgezüchteten AKW nutzen, wie hier, bei der das Uran nach einiger Zeit nicht mehr ausreicht.
    Aber ich würde versuchen, bei den Peltiers zu forschen, damit die Wärmeenergie der Kernspaltung DIREKT in Elektrizität umgewandelt werden kann.

    >
    > > Und dann wäre die Frage nach der Speicherung.
    >
    > Auf dem Mars gibt es viel Eisen und Nickel. Liegt direkt auf der Oberfläche
    > rum. Ein gewisser Herr Edison hat schon vor ca. 120 Jahren den NiFe-Akku
    > erfunden.
    Das liegt aber nur solange noch frei herum, solange die Atmosphäre keinen Sauerstoff hat.
    Sobald der erzeugt wird, wird dieser sofort gebunden.
    Die Atmosphäre wird sich also für lange Zeit NICHT mit Sauerstoff anreichern, da erst alles oxidiert werden muss, was oxidiert werden kann.
    Dann erst kann sich der Sauerstoff anreichern.
    Bliebe aber dennoch der viel zu niedrige Luftdruck.
    Ich weiß nicht, ob der Mars in der Lage wäre, einen Luftdruck von mindestens 500hPa zu halten, das entspräche auf der Erde einer Höhe von ca. 5Km.

    >
    > > Im Grunde wäre ein Leben auf dem Mars machbar, theoretisch.
    > > Aber man muss sich im Klaren sein, dass man eigentlich einem Planeten
    > quasi
    > > "Starthilfe" geben muss.
    >
    > Danke Captain Obvious.
    So war das nicht gemeint, sollte nicht so rüberkommen, als würde ich mit Volldeppen schreiben.
    Wer hier kommentiert, hat ja in aller Regel eine ordentliche Allgemeinbildung, vor allem in Naturwissenschaften.
    Daran muss ich arbeiten, Sorry.

    > Wenn ich die Erde zum Mars umbauen wollte, dann wäre
    > das vermutlich das ultimative Verbrechen. Was wäre dann der umgekehrte
    > Fall? Aber ich bin bei dir - erst mal wird es bei Habitaten bleiben. Das
    > wird erst mal sowas wie die McMurdo Station in der Antarktis. Und dann
    > schauen wir mal, was daraus wird.
    Ich bin da skeptisch, ob das ohne Habitat physikalisch machbar ist,
    werde es aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht erleben, falls es DOCH gelingen sollte.

    >
    > > Wir wissen aber, dass Menschen abgrundtief böse sind..
    >
    > Interessantes Menschenbild, was du da hast.
    Das muss ich wohl etwas erklären.
    Ich habe seit meiner Kindheit mit PCs zu tun, angefangen mit MS-DOS und Windows 3.11.
    Ich habe erlebt, wie die Technik sich den Weg in die Masse gebahnt hat und heute nicht mehr wegzudenken ist und sich stetig weiterentwickelt.
    Und genau das ist das Problem.
    Alles, was an Überwachung und Kontrolle technisch machbar ist, WIRD Stand heute gegen Menschen genutzt.
    Sobald eine Technologie einmal installiert ist, wird sie nicht mehr entfernt.
    Wenn sie per Gesetz verboten wird, dann wird sie eben heimlich weiter genutzt.
    Datenbanken mit eigentlich harmlosen Informationen über Menschen, die mal aus gutem Grund angelegt wurden,
    wurden von einer nicht mehr so menschenfreundlichen Regierung GEGEN die Menschen genutzt.
    Ich rede von Afghanistan.
    Die Taliban haben quasi Freudenschüsse abgefeuert, als sie die Datenbank der Vorgängerregierung in die Hände bekommen haben,
    wo festgehalten wurde, welcher Bürger welche Religion hat usw...
    Daten, die hier
    Quelle:
    Darf keine Links posten, aber gib mal bei Google DATENBANKEN AFGHANISTAN TALIBAN ein.

    In meinen Augen ist der Mensch wirklich böse, wenn er Profit daraus schlagen kann, wenn der die Macht dazu hat und in der Lage ist, ungeschoren davon zu kommen.
    Sag mir bitte, dass ich falsch liege.

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