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Durften sie mit Blue Origin sprechen?
Autor: M.P. 10.11.21 - 13:10
> Während des Gerichtsverfahrens war es der Nasa untersagt, mit SpaceX über das HLS-Programm (Human Landing System) zu sprechen, geschweige denn mit ihnen daran zu arbeiten.
Für den Zeitraum bis der gerichtliche Streit entschieden ist, würde ich auch erwarten, dass für BlueOrigin ein ähnliches gerichtliches Verbot erlassen wurde.
P.S. Gibt es neben Auftragsvergabepolitischen Erwägungen auch PRAKTISCHE TECHNISCHE Gründe für den Missionsplan in der untenstehenden Form?
> Laut einem Beitrag auf arstechnica soll das Orion-Raumschiff zunächst mit der SLS-Rakete in die Erdumlaufbahn befördert werden und dann zum Mond fliegen.
> Nach der Ankunft am Erdtrabanten sollen die Astronauten in das Starship umsteigen, mit dem sie auf dem Mond landen sollen. Nach ein paar Tagen werden sie den Mond mit dem Starship verlassen und in dessen Umlaufbahn wieder ins Orion-Raumschiff einsteigen, bevor es zurück zur Erde geht.
Insbesondere, wenn das Starship vorher unbemannt von der Erde zum Mond geschafft wird, und nachher unbemannt zur Erde fliegt, um dort wieder zu landen, erschließt sich mir das Missions-Drehbuch nicht so ganz.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.11.21 13:16 durch M.P.. -
Re: Durften sie mit Blue Origin sprechen?
Autor: gelöscht 10.11.21 - 13:36
Über was sollen sie denn mit BO sprechen? :D Die haben bisher nichts zum dem Projekt, gar nichts.
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Re: Durften sie mit Blue Origin sprechen?
Autor: M.P. 10.11.21 - 14:03
Und für den Fall, dass sie nur 20..30 Monate hinter Space X zurück wären, könnten sie das Gerichtsverfahren über die Zeit hinziehen, und versuchen, die NASA in der Zeit ungestört weichzukochen?
Hat nicht auf solch eine Weise Boeing mal Airbus aus einem bereits gewonnenen Auftrag für Tankflugzeuge für die US-Air-Force ausgebootet..
Akt 1 der Geschichte
Pentagon schreibt Tankerauftrag offiziell neu aus
Und dann Akt 2
Jahrhundertgeschäft für Airbus geplatzt
Vielleicht ist Blue Origin der Meinung, dass sie aufgrund der Triebwerkskooperation mit ULA ("Wenn Ihr uns da nicht helft gehen wir pleite, und Ihr könnt die Triebwerke für die Vulcan-Rakete in den Wind schreiben") ausreichend "Amigos" in bestimmten Positionen hat, um doch noch irgendwie ein großes Stück vom Kuchen abbekommen zu können ...
3 mal bearbeitet, zuletzt am 10.11.21 14:08 durch M.P.. -
Re: Durften sie mit Blue Origin sprechen?
Autor: JE 10.11.21 - 22:16
M.P. schrieb:
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> Insbesondere, wenn das Starship vorher unbemannt von der Erde zum Mond
> geschafft wird, und nachher unbemannt zur Erde fliegt, um dort wieder zu
> landen, erschließt sich mir das Missions-Drehbuch nicht so ganz.
Liegt wohl daran, daß es aus technischer Sicht Unsinn ist. Starship alleine wäre völlig ausreichend und könnte 100 Personen zum Mond bringen statt nur eine Handvoll - und ist dabei noch unglaublich viel günstiger.
Ein Start der SLS soll 2 Mrd $ kosten, ein Start des Starship dagegen nur 2 Mio - also mal eben Faktor 1000. Für die Mondmission sind aber wohl 5 Starts vorgesehen, da ein Starship als Backup mit zur Mondumlaufbahn fliegen soll und 2 weitere Starts zum Wiederauftanken - dennoch wäre das immer noch deutlich günstiger und wegen dem zweiten Starship deutlich sicherer als alles, was bisher zum Mond geflogen ist oder (ersthaft) geplant ist -
Re: Durften sie mit Blue Origin sprechen?
Autor: digestif 11.11.21 - 10:33
>Gibt es neben Auftragsvergabepolitischen Erwägungen auch PRAKTISCHE TECHNISCHE Gründe für den Missionsplan in der untenstehenden Form?
Nein, gibt es nicht. Wie du richtig vermutest, wird das nur so gemacht, um die Entwicklung des SLS zu rechtfertigen. Die Milliarden, die da reingepumpt wurden und werden, müssen schon durch zumindest eine handvoll Starts gerechtfertigt werden.
Und dass sich Blue Origin da reindrängt finde ich irgendwie lächerlich. Kriegen schon seit Ewigkeiten keine Rakete in den Orbit, hängen Jahre hinter SpaceX zurück und meinen dann einen Auftrag für ein echtes Raumfahrzeug zu kriegen. Wo sind die Triebwerke, Jeff?



