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deutlich mehr Teleskope nötig.

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  1. deutlich mehr Teleskope nötig.

    Autor: HabeHandy 13.12.21 - 18:26

    Das Vera C. Rubin Telekope kann ja nur den Himmel der Südhalbkugel beobachten und Asteroiden sind nur sichtbar wenn die Tagseite von der Erde aus sichtbar ist.

    Daher wäre es sinnvoll in verschiedenen Umlaufbahnen im Sonnensystem eine größere Anzahl von Teleskopen zu verteilen. Dank des Parallaxen Effekts könnte man Positionen und Bewegungsrichtung schneller & präziser ermitteln.

    Ein weiteres Projekt wäre mehrere Asteroiden mit Peilsendern auszustatten um die Flugbahn genauer zu überwachen. Anhand von Bahnstörungen könnte man unbekannte Objekte aufspüren.

  2. Re: deutlich mehr Teleskope nötig.

    Autor: chefin 14.12.21 - 07:34

    HabeHandy schrieb:
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    > Das Vera C. Rubin Telekope kann ja nur den Himmel der Südhalbkugel
    > beobachten und Asteroiden sind nur sichtbar wenn die Tagseite von der Erde
    > aus sichtbar ist.
    >
    > Daher wäre es sinnvoll in verschiedenen Umlaufbahnen im Sonnensystem eine
    > größere Anzahl von Teleskopen zu verteilen. Dank des Parallaxen Effekts
    > könnte man Positionen und Bewegungsrichtung schneller & präziser
    > ermitteln.
    >
    > Ein weiteres Projekt wäre mehrere Asteroiden mit Peilsendern auszustatten
    > um die Flugbahn genauer zu überwachen. Anhand von Bahnstörungen könnte man
    > unbekannte Objekte aufspüren.


    1 Milliarde musst du rechnen, um einen Asteroiden mit einem Peilsender auszustatten. Jeweils pro Asteroid. Dafür kann man 2-3 Teleskope bauen. Abweichungen der Bahn sind Dinge die über Jahrzehnte wirken. Es reicht also ihn einmal pro Jahr anzuschauen um zu wissen ob noch alles passt. Der Peilsender wird nämlich nur eines bewirken: wir wissen 1 Jahr früher das in 100 Jahren was einschlägt. Aber auch nur wenn wir den Sender regelmässig erneuern. Wenn du dir das Bild anschaust, erkennst du das sie sehr weit nach draussen fliegen und dann weder Solarzellen funktionieren noch eine Temperatur herrscht, die sie überleben lassen. Dort draussen sind es dann -230grad oder kälter. Planeten in diesen Umlaufbahnen werden durch Gezeitenkräfte erhitzt, das All ist aber deutlich kälter und damit die Asteroiden.

    Also vergessen wir das mit den Peilsendern. Asteroiden werden nicht dadurch entdeckt, das man ein Bild aufnimmt und dann sieht: das ist ein Asteroid. Sondern weil man 2 Bilder hat von der selben Region und nur auf einem ist ein Lichtpunkt. Nun schaut man nach einigen Monaten wieder dort hin und sucht diesen Lichtpunkt. Anhand dieser 2 Punkte weis man seine Bahn im Groben. Und ab dann wird regelmässig kontrolliert ob sie sich ändert.

    Das Problem bei solchen Berechnungen: jede Gravitationsquelle beeinflusst die andere mit. Die Gravitationsstärke ist nicht gleichmässig, sondern jede Ecke eines Objektes hat eigene Stärken. zB wird am Himalaya mehr Gravitation ausgeübt auf Objekte die vorbei fliegen als gegenüber in Australien. Wir nehmen aber die Erde als Mittelwert seiner Gravitation in die Berechnung rein. Je nach dem zu welcher Uhrzeit des Tages er uns passiert wird seine Ablenkung um einige cm anders sein. Diese Abweichungen addieren sich, bewirken an jedem anderen Objekt das er passiert, eine Änderung.

    Man kann nur 2 Körper genau berechnen. Bereits bei 3 Körper kommt man nur mit Ilteration weiter. Und wir haben ein Millionen Körper Problem, das dazu führt das ab einer bestimmten Nähe den wir berechnen, es unmöglich ist, zu sagen ob er einschlägt oder vorbei fliegt. Egal wieviel wir rechnen. Jupiter hat nämlich sehr extreme Gravitationsspots. Sobald er Jupiter also passiert, wird seine Bahn unvorhersehbar abgelenkt. Wenn auch nur um 1-2m. Auf diese Entfernung hin macht das dann bei der Erde 1000km aus. Und damit entscheidet sich ob der Mond und die Erde genug Kraft haben, ihn einzufangen. Oder eben nicht.

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