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Korruption und fachliches Unvermögen in Politik führten zu: Vektoring

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  1. Korruption und fachliches Unvermögen in Politik führten zu: Vektoring

    Autor: The IT-Guy 27.05.22 - 15:49

    Danke an alle die bei diesem fatalen Deal die Drecks-Pfoten mit drin hatten.

    Das hat die deutsche Internet Infrastruktur um Jahre zurückfallen lassen.

  2. Re: Korruption und fachliches Unvermögen in Politik führten zu: Vektoring

    Autor: Paule 27.05.22 - 17:32

    The IT-Guy schrieb:
    ------------------------------------------------------
    > Korruption und fachliches Unvermögen in
    > Politik führten zu: Vektoring

    Unvermögen in der Politik führte zum einen zu viel zu geringen Fördermaßnahmen im Breitbandausbau. Aber das war in Deutschland ja schon über etliche Jahre vorher der Fall, dass die Fördermittel eher eine homöopatische Höhe hatten und meist kein genügender Anreiz für einen Ausbau waren.
    Zum anderen gab es halt keine Versorgungspflicht für Breitband, was vor allem an BREKO/VATM lag, da diese befürchteten, dass nur die Telekom in der Lage wäre so eine Pflicht in ausreichender Anschlusszahl zu erfüllen. Somit wären die über eine Ausbaupflicht erschlossenen Gebiete vor allem von der Telekom ausgebaut worden.

    Und warum dann Vectoring?

    Dazu kam (zu der Zeit als die Vectoring Planung began) ein noch mangelnder Bedarf der Kunden an höheren Preisen für höhere Bandbreiten. Der Bedarf an mehr Bandbreite stieg zwar schon langsam an, aber die Zahlungsbereitschaft blieb dahinter noch deutlich zurück, weil der Bedarf noch nicht wirklich zwingend war (Netflix usw. fingen gerade erst an, HomeOffice machten nur wenige, Home-Schule quasi niemand, ... usw.).

    zB die Telekom hatte zu dem Zeitpunkt ein paar FTTH Pilotnetze gestartet mit nur derart mässigem Interesse bei den potentiellen Kunden, dass nicht einmal alle der geplanten Pilotnetze genug Zuspruch erhalten hatten, um sie überhaupt zu bauen.

    Für einen Vectoring Ausbau hingegen muss deutlich weniger investiert werden, weil nicht jedes Haus neu angeschlossen werden muss, sondern nur der Verteilerkasten alle paar Querstraßen. Somit blieben auch die Preise dafür im für die Kunden akzeptablen Bereich.

    > Danke an alle die bei diesem fatalen Deal die
    > Drecks-Pfoten mit drin hatten.
    > Das hat die deutsche Internet Infrastruktur um
    > Jahre zurückfallen lassen.

    Eigentlich "Danke" dass durch Vectoring vor den Corona Lockdowns noch relativ schnell viele Anschlüsse > 16 MBit/s geschaffen wurden, statt mit den gleichen Investitionsmitteln in der gleichen Zeit nur ca. 1/6 dieser Anschlusszahlen in FTTH auszubauen und den Rest erst mal bei < 16 MBit/s zu belassen.

    Um bis zu dem Zeitpunkt auch nur eine annähernd vergleichbare FTTH Anzahl zu schaffen, hätte man halt schon > 10 Jahre vor dem Vectoring Start nur noch FTTH ausbauen dürfen. Also zu einer Zeit wo es weder die nötigen Fördermittel noch alternativ einen großen Kundenbedarf mit hoher Zahlungsbereitschaft dafür gab.

  3. Re: Korruption und fachliches Unvermögen in Politik führten zu: Vektoring

    Autor: Rori 27.05.22 - 17:42

    Danke Paule!

  4. Re: Korruption und fachliches Unvermögen in Politik führten zu: Vektoring

    Autor: Bonarewitz 27.05.22 - 19:18

    Paule schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    [...]
    Ich stimme voll und ganz zu.

    ABER:
    > Eigentlich "Danke" dass durch Vectoring vor den Corona Lockdowns noch
    > relativ schnell viele Anschlüsse > 16 MBit/s geschaffen wurden, statt mit
    > den gleichen Investitionsmitteln in der gleichen Zeit nur ca. 1/6 dieser
    > Anschlusszahlen in FTTH auszubauen und den Rest erst mal bei < 16 MBit/s zu
    > belassen.

    Hier sehe ich es sogar noch viel drastischer.
    Dein geschätztes "1/6" (was ich noch für zu hoch erachte; Die Telekom sprach mal 10x schneller und 1/5 des Preises für FTTC ggü FTTH) dürfte wohl eher nur die Anzahl Haushalte "homes passed" sein - also anschließbar, aber wegen kein Interesse nicht ins Haus gelegt.

    2020 zum Lockdown hätte die Telekom dann tausende Aufträge zum Anschluss FTTH bekommen, die sie nicht hätten bauen können.
    So war ein schlichtes Tarifupgrade ausreichend, da der Anschluss entweder schon auf einer entsprechenden Linecard war oder per Umschaltung ohne Kundenbesuch auf eine entsprechende Linecard geschaltet werden konnte.

    Ich denke, dank Vectoring hat es Deutschland vergleichsweise gut durch die Pandemie geschafft.

  5. Re: Korruption und fachliches Unvermögen in Politik führten zu: Vektoring

    Autor: Faksimile 28.05.22 - 11:08

    Bonarewitz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Paule schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > [...]
    > Ich stimme voll und ganz zu.
    >
    > ABER:
    > > Eigentlich "Danke" dass durch Vectoring vor den Corona Lockdowns noch
    > > relativ schnell viele Anschlüsse > 16 MBit/s geschaffen wurden, statt
    > mit
    > > den gleichen Investitionsmitteln in der gleichen Zeit nur ca. 1/6 dieser
    > > Anschlusszahlen in FTTH auszubauen und den Rest erst mal bei < 16 MBit/s
    > zu
    > > belassen.
    >
    > Hier sehe ich es sogar noch viel drastischer.
    > Dein geschätztes "1/6" (was ich noch für zu hoch erachte; Die Telekom
    > sprach mal 10x schneller und 1/5 des Preises für FTTC ggü FTTH) dürfte wohl
    > eher nur die Anzahl Haushalte "homes passed" sein - also anschließbar, aber
    > wegen kein Interesse nicht ins Haus gelegt.
    >
    > 2020 zum Lockdown hätte die Telekom dann tausende Aufträge zum Anschluss
    > FTTH bekommen, die sie nicht hätten bauen können.
    > So war ein schlichtes Tarifupgrade ausreichend, da der Anschluss entweder
    > schon auf einer entsprechenden Linecard war oder per Umschaltung ohne
    > Kundenbesuch auf eine entsprechende Linecard geschaltet werden konnte.
    >
    Wirklich? Dann lies mal bei telekomhilft/telekom.de nach, wie viele Leute gerne schneller hätten, aber nicht bekommen, weil "keinPort frei, Querkabel voll, ..."
    Die Telekom gibt zwar an, das 35 Millionen Anschlüsse 100Mbit/s und 25 Millionen 250Mbit/s buchen können, sagt aber nicht, wie viele Ports sie tatsächlich verbaut und verfügbar hat.
    Buchen kann ich, wenn mein Anschluss in einem ausgenbauten Verteiler aufliegt. Das heißt noch lange nicht, das auch eine entsprechend ausreichende Anzahl von Linecards mit genügend Ports verbaut sind.
    Dann kann ich zwar buchen, aber die technische Prüfung zeigt mir dann einen Finger.

    > Ich denke, dank Vectoring hat es Deutschland vergleichsweise gut durch die
    > Pandemie geschafft.

  6. Re: Korruption und fachliches Unvermögen in Politik führten zu: Vektoring

    Autor: Bonarewitz 28.05.22 - 12:21

    Faksimile schrieb:
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    > Bonarewitz schrieb:
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    > > Paule schrieb:
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    > > [...]
    > > Ich stimme voll und ganz zu.
    > >
    > > ABER:
    > > > Eigentlich "Danke" dass durch Vectoring vor den Corona Lockdowns noch
    > > > relativ schnell viele Anschlüsse > 16 MBit/s geschaffen wurden, statt
    > > mit
    > > > den gleichen Investitionsmitteln in der gleichen Zeit nur ca. 1/6
    > dieser
    > > > Anschlusszahlen in FTTH auszubauen und den Rest erst mal bei < 16
    > MBit/s
    > > zu
    > > > belassen.
    > >
    > > Hier sehe ich es sogar noch viel drastischer.
    > > Dein geschätztes "1/6" (was ich noch für zu hoch erachte; Die Telekom
    > > sprach mal 10x schneller und 1/5 des Preises für FTTC ggü FTTH) dürfte
    > wohl
    > > eher nur die Anzahl Haushalte "homes passed" sein - also anschließbar,
    > aber
    > > wegen kein Interesse nicht ins Haus gelegt.
    > >
    > > 2020 zum Lockdown hätte die Telekom dann tausende Aufträge zum Anschluss
    > > FTTH bekommen, die sie nicht hätten bauen können.
    > > So war ein schlichtes Tarifupgrade ausreichend, da der Anschluss
    > entweder
    > > schon auf einer entsprechenden Linecard war oder per Umschaltung ohne
    > > Kundenbesuch auf eine entsprechende Linecard geschaltet werden konnte.
    > >
    > Wirklich? Dann lies mal bei telekomhilft/telekom.de nach, wie viele Leute
    > gerne schneller hätten, aber nicht bekommen, weil "keinPort frei, Querkabel
    > voll, ..."
    > Die Telekom gibt zwar an, das 35 Millionen Anschlüsse 100Mbit/s und 25
    > Millionen 250Mbit/s buchen können, sagt aber nicht, wie viele Ports sie
    > tatsächlich verbaut und verfügbar hat.
    > Buchen kann ich, wenn mein Anschluss in einem ausgenbauten Verteiler
    > aufliegt. Das heißt noch lange nicht, das auch eine entsprechend
    > ausreichende Anzahl von Linecards mit genügend Ports verbaut sind.
    > Dann kann ich zwar buchen, aber die technische Prüfung zeigt mir dann einen
    > Finger.
    >
    > > Ich denke, dank Vectoring hat es Deutschland vergleichsweise gut durch
    > die
    > > Pandemie geschafft.

    Ich glaube, diesbezüglich haben wir bereits in einer Zweistelligen Anzahl von Threads unsere offensichtlich nicht vereinbaren Ansichten dazu geteilt.
    Da ich keine neuen Erkenntnisse sehe (bei mir auch nicht), erspare ich uns die erneute Diskussion einfach. =)

  7. Re: Korruption und fachliches Unvermögen in Politik führten zu: Vektoring

    Autor: Faksimile 28.05.22 - 17:41

    Bonarewitz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Faksimile schrieb:
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    > > Bonarewitz schrieb:
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    > > > Paule schrieb:
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    > > > [...]
    > > > Ich stimme voll und ganz zu.
    > > >
    > > > ABER:
    > > > > Eigentlich "Danke" dass durch Vectoring vor den Corona Lockdowns
    > noch
    > > > > relativ schnell viele Anschlüsse > 16 MBit/s geschaffen wurden,
    > statt
    > > > mit
    > > > > den gleichen Investitionsmitteln in der gleichen Zeit nur ca. 1/6
    > > dieser
    > > > > Anschlusszahlen in FTTH auszubauen und den Rest erst mal bei < 16
    > > MBit/s
    > > > zu
    > > > > belassen.
    > > >
    > > > Hier sehe ich es sogar noch viel drastischer.
    > > > Dein geschätztes "1/6" (was ich noch für zu hoch erachte; Die Telekom
    > > > sprach mal 10x schneller und 1/5 des Preises für FTTC ggü FTTH) dürfte
    > > wohl
    > > > eher nur die Anzahl Haushalte "homes passed" sein - also anschließbar,
    > > aber
    > > > wegen kein Interesse nicht ins Haus gelegt.
    > > >
    > > > 2020 zum Lockdown hätte die Telekom dann tausende Aufträge zum
    > Anschluss
    > > > FTTH bekommen, die sie nicht hätten bauen können.
    > > > So war ein schlichtes Tarifupgrade ausreichend, da der Anschluss
    > > entweder
    > > > schon auf einer entsprechenden Linecard war oder per Umschaltung ohne
    > > > Kundenbesuch auf eine entsprechende Linecard geschaltet werden konnte.
    >
    > > >
    > > Wirklich? Dann lies mal bei telekomhilft/telekom.de nach, wie viele
    > Leute
    > > gerne schneller hätten, aber nicht bekommen, weil "keinPort frei,
    > Querkabel
    > > voll, ..."
    > > Die Telekom gibt zwar an, das 35 Millionen Anschlüsse 100Mbit/s und 25
    > > Millionen 250Mbit/s buchen können, sagt aber nicht, wie viele Ports sie
    > > tatsächlich verbaut und verfügbar hat.
    > > Buchen kann ich, wenn mein Anschluss in einem ausgenbauten Verteiler
    > > aufliegt. Das heißt noch lange nicht, das auch eine entsprechend
    > > ausreichende Anzahl von Linecards mit genügend Ports verbaut sind.
    > > Dann kann ich zwar buchen, aber die technische Prüfung zeigt mir dann
    > einen
    > > Finger.
    > >
    > > > Ich denke, dank Vectoring hat es Deutschland vergleichsweise gut durch
    > > die
    > > > Pandemie geschafft.
    >
    > Ich glaube, diesbezüglich haben wir bereits in einer Zweistelligen Anzahl
    > von Threads unsere offensichtlich nicht vereinbaren Ansichten dazu
    > geteilt.
    > Da ich keine neuen Erkenntnisse sehe (bei mir auch nicht), erspare ich uns
    > die erneute Diskussion einfach. =)

    Aus
    https://www.golem.de/news/ftth-telekom-baut-mehr-super-vectoring-als-glasfaser-aus-2205-165693.html
    :
    "Zuletzt machte die Telekom zum Vectoringausbau im November 2021 Angaben, die einen Vergleich ermöglichen: Beim einfachen Vectoring verringerte sich die Anzahl der Anschlüsse, vermutlich weil diese auf Super Vectoring ausgebaut wurden. Die Zahl sank um 100.000 auf 34,3 Millionen Haushalte. Die Anzahl der Zugänge, die einen Tarif mit bis zu 250 MBit/s ermöglichen, stieg um 1 Million auf 27,4 Millionen. Die große Mehrheit der Telekom-Anschlüsse basiert damit weiter auf Vectoring oder Super-Vectoring.

    Die Zahl der Haushalte, die einen Glasfaseranschluss erhalten können, stieg in den ersten vier Monaten des Jahres um 270.000 und beträgt 3,6 Millionen. Hier sind Datenraten bis zu einem Gigabit pro Sekunde möglich.

    Bei allen Anschlussarten werden nur die ausgebauten Haushalte, nicht die tatsächlichen Kundenzahlen genannt.

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