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Günstiges PBT?

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  1. Günstiges PBT?

    Autor: AllDayPiano 11.05.18 - 10:17

    Bisherige Lüfter fertigen die Österreicher aus dem günstigeren, glasfaserverstärkten Polybutylenterephthalat - ein Kunststoff.

    Mag sein, dass die Ausgangsstoffe billiger sind - die Fertigungskosten sind es bei glasfaserverstärkten Kunststoffen nicht. GF-Anteile wirken extrem abbrasiv auf Gussformen. Vermutlich muss man hier abstand davon nehmen, weil man innerhalb weniger Gussvorgänge die Toleranzen nicht mehr einhalten würde, und das Lüfterrad dann schleifen würde.

    Mit GF-Kunststoff läßen sich genauso problemlos 0,5mm erreichen. Sogar 0,1mm oder gar 0,05mm. Alles eine Frage der Produktionskosten - nicht des Ausgangsmaterials.

    Zu behaupten, man würde hier besonders hochwertige Rohstoffe einsetzen, ist doch Unsinn. In Summe ist es schlicht billiger.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.05.18 10:19 durch AllDayPiano.

  2. Re: Günstiges PBT?

    Autor: ms (Golem.de) 11.05.18 - 10:34

    Das kann sein, ich frage nach ob Noctua sich dazu äußern mag.

    EDIT - Antwort von Noctua:

    "Glasfaserverstärktes PBT ist in der Tat ein hochwertiger,
    leistungsfähiger und alles andere als billig zu verarbeitender Werkstoff
    - deshalb kommt er ja auch seit vielen Jahren bei unseren Lüftern zum
    Einsatz. Flüssigkristallpolymere spielen aber sowohl was die mechanische
    Leistungsfähigkeit als auch was die Kosten anbelangt in einer anderen
    Liga. Dass Glasfaseranteile abbrasiv auf die Spritzgussformen wirken,
    ist richtig, aber unser Sterrox-LCP verfügt wie das von uns verwendete
    PBT ebenfalls über einen Glasfaseranteil von 30%. Diesbezüglich gibt es
    also keinen Unterschied, außer dass LCP im Einspritz- und
    Aushärtungsverhalten sensibler ist und daher auch die Werkzeugkosten
    prinzipiell höher liegen, weil eine genauere Feinabstimmung erforderlich
    ist. Die Behauptung, dass wir mit dem neuen Material Kosten sparen,
    entbehrt also jeglicher Grundlage. Der Rohstoffpreis ist etwa viermal
    höher und die Werkzeugkosten etwa 30-50% höher als bei PBT. Dass sich
    mit PBT grundsätzlich auch kleinere Toleranzen realisieren lassen, ist
    an sich richtig, das Problem ist das Kriechverhalten des Rotors über
    längere Zeiträume und hier konnten wir nur mit LCP die erforderliche
    Dimensionsstabilität erreichen: https://noctua.at/de/nf-a12x25-technical-backgrounds"

    Mit freundlichen Grüßen
    Marc Sauter
    Golem.de



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.05.18 11:17 durch ms (Golem.de).

  3. Re: Günstiges PBT?

    Autor: Faraaday 12.05.18 - 11:39

    Nun wirklich interessant wäre welches LCP hier wie eingesetzt wird. Die Aussage LCP ist ungenauer als zu sagen PP. LCP ist noch nicht mal eine Klasse.
    Man befrage mal GF zu deren PP Erfahrungen.

  4. Re: Günstiges PBT?

    Autor: AllDayPiano 12.05.18 - 13:39

    Wenn man wissenschaftliche Daten des Instituts für Werkstofftechnik und Kunststoffbearbeitung heranzieht, so wird eine Kriechbeständigkeit (c_c) für unverstärktes PBT von 0,75, für LCP von 0,8 angegeben. Die Abweichung liegt also bei knapp 7%. LCP wäre damit in der Tat besser. AAAABER: Hier handelt es sich in beiden Fällen um verstärktes PBT. Der Einfluss der Temperatur und des Kriechverhaltens ist also prinzipiell deutlich niedriger und nähert sich damit an.

    Dass der Hersteller sich so vehement gegen meinen Mutmaßung wehrt (gut, ich kenne die Anfrage jetzt nicht und weiß nicht, wie diese geschrieben wurde) klingt ein wenig nach überschießender Verteidigung. Vorbildlich ist jedoch, dass sie überhaupt Stellung dazu nehmen.

    Dass das hier eingesetzte LCP auch verstärkt ist, ging soweit ich entsinne aus dem Artikel nicht hervor. Daher relativiert sich meine Aussage. Dennoch glaube ich dem Hersteller nicht, dass das Verfahren deutlich teuerer ist. Die Ansprüche an den Guss sind bei einem qualitativ gleichwertigen Produkt identisch. Worin sollte hier auch der Unterschied bestehen?! Beides sind thermoplasten.

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