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Wenn Fans Service wichtiger ist als die eigentliche Geschichte

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  1. Wenn Fans Service wichtiger ist als die eigentliche Geschichte

    Autor: Schwurbelhonk 01.07.22 - 12:08

    Nahezu alle Star Wars Produkte von Disney sind ohne Rücksicht auf die zu erzählenden Geschichten als Cash Cow produziert worden.
    In Obi-Wan Kenobi sind nur zwei (2) relevante Charaktere nicht bereits bekannt - aus Folgefilmen.
    Welche Spannung soll aufkommen, wenn man weiß, dass keiner ernsthaft zu Schaden kommen wird?
    Wird Obi-Wan Leia retten können? ...ähm, ja?
    Wird Obi-Wan es überleben, wen Vader ihn in die Glut wirft? (Kurzer Blick in die Erinnerung ob Alec McGuiness aufgmalte Brandwunden hatte) Na sicher...
    Finales Duell: Wird Vader endlich besiegt? Natürlich nicht. dafuq?

    Reva hätte eine spannende Rolle sein können, hat man aber mit völlig unglaubwürdigen Aktionen (sich an Vader anschleichen? ernsthaft? DAS ist der Plan?) und dem erst DANACH stattfindenden Konflikt "Luke-killen-oder-doch-nicht" ziemlich zunichte gemacht. Der Charackter ist nicht stimmig geschrieben.

    Die Offizierin (Name vergessen): Hätte was werden können, wenn die gesamte Folge auf Vaders Turm im Meer nicht so hanebüchen gewesen wäre. Offenes Benutzen des Kommunikators mit ziemlich suspekten Dialogen gut hörbar neben loyalen Imperialen? Keine Konsequenz? halbherzige Schläge auf einen Stormtrooper um ihn auszuschalten? Die sind zwar schlecht - aber doch nicht sooo schlecht. Die Offizierin ist mir nur noch als "stirbt-bestimmt-gleich" im Sinn geblieben.

    Die Schießerei zwischen einer Horde Rebellen und Stormtroopern bei dem nahezu niemand irgendetwas trifft oder beschädigt ist unfreiwilliger Slapstick im Stil Nackte Kanone oder Hot Shots - die nehmen sich aber nicht ernst.

    Was soll das Disney?


    Einzig die Dialoge zwischen Vader und Obi-Wan machen das ganze sehenswert.
    Was hätte Disney aber anders machen sollen?

    Ganz einfach.
    Rouge One hat funktioniert. Die Story ist im großen und ganzen einfach. Bringt den Plan zu den Rebellen. Wir wissen ja dass es geht. Der Weg dorthin wurde aber spannend, actionreich und größtenteils nachvollziehbar erzählt. Straight forward ohne abstrus eingeworfene Fan Service Leute. Jedes Auftauchen eines bekannten Charakters hat einen nachvollziehbaren Grund. Das ganze ist als Story glaubwürdig.

    Im Han Solo Film ist exakt das Gegenteil passiert. Unlogik ständig irgendwelche pseudo-bedeutungsschwere Requisiten. Alle Han Solo Background sind in eine Geschichte gequetscht worden und Sinn ergibt nichts so richtig.

    Mandalorian ist ok. Hauptsächlich weil es eine möglichst eigene Geschichte erzählt ohne ein bereits feststehenden Ende zu haben (oder keins, dass in Force Awakens noch eine Rolle spielen würde).

    Die Sequel Trilogie... Meine Güte. Unrunde Charaktere (wäre irgendetwas anders passiert, hätte man Finn weggelassen? Kaum.) Poe macht auch kaum etwas relevantes. Rey kann alles sofort und ist dabei trotzdem so blass, dass es einem fast leid tut. Kylo könnte interessant sein, muss sich aber der Handlung unterordnen. Welche Handlung? Genau die. Die Trilogie hat keinen Handlungsrahmen. 7 ist ein Remake des ersten Films. 8 ist ... irgendetwas. Und 9 ist abstruse Schnitzeljagd mit "irgendwie ist der Imperator wieder da", Kavallerie im Weltraum und ... irgendetwas.
    Und der Held der Saga Luke Skywalker wurde zur Witzfigur degradiert. Der optimistischste Mensch des Universums (Er will Vader bekehren. Vader. Darth "Milliardenfacher Mörder" Vader.) will plötzlich seinen Neffen im Schlaf ermorden, weil er schlecht geträumt hat. dafuq?

    Dafür wurden auch hier konsequent wieder alle Relikte aus vergangenen Filmen integriert, die man irgendwie platzieren kann. C3PO und R2 schon wieder. Schon wieder? Der Millenium Falke musste da dabei sein. Möglichst oft. Alle alten Charaktere rennen wieder herum. Ob sinnvoll oder nicht (eigentlich war nur Han Solo als Opfer für Kylo relevant). Es gibt sogar wieder ein Imperium UND eine Republik (die aber absolut keine Rolle spielt. Wo ist die hin?). Was war der Sinn der gewaltigen Schlachten und Kämpfe der original Trilogie, wenn sich - außer dem Namen - nichts aber auch wirklich NICHTS geändert hat? Egal. Hauptsache Merch im Bild.

    Und das ist das traurige. Es schauen sich zu viele Leute den Mist gegen Geld an.
    Schlechtes Storytelling wird nicht durch Wegschauen bestraft.
    Und deshalb wird sich bei kommenden Star Wars Produktionen aus dem Hause Disney nichts ändern.

    Ps. Die Besetzung der Rollen fand ich ausnahmslos gut. Auch in Obi-Wan.

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