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dumm dastehen
Autor: mxcd 25.01.23 - 15:03
Weiß nicht, wieviel Kunden wir von MS365 mit dem Argument der Zuverlässigkeit überzeugt haben.
Da steht man sehr im kurzen Gras bei so einer Nummer.
Danke MS -
Re: dumm dastehen
Autor: crack_monkey 25.01.23 - 15:32
Vor allem betraf es nicht nur Office sondern auch AZURE, die deutsche Fiskalisierung läuft dort und war dementsprechend ausser Gefecht und wir haben unzählige Meldungen von Verkaufsstandorten bekommen das die Kassen die Belege nicht übermitteln können, das war Spaß in Tüten heute morgen.
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Re: dumm dastehen
Autor: Oktavian 25.01.23 - 16:09
> Weiß nicht, wieviel Kunden wir von MS365 mit dem Argument der
> Zuverlässigkeit überzeugt haben.
Ja, und ich finde, das zieht. Okay, Teams (und ein paar andere Sachen) waren für ne Stunde ausgefallen. Ärgerlich, aber okay.
Ich habe bei on prem Lösungen schon deutlich längere Ausfälle erlebt, und das deutlich öfter. Eigentlich ganz im Gegenteil, die Art, wie mit solchen Problemen umgegangen wird, ist ziemlich vorbildlich und stärkt das Vertrauen.
Wenn ein Anbieter in 2 Jahren keinen Ausfall hatte, war er wirklich gut oder hatte er einfach nur Glück? Wenn aber ein Anbieter mal einen Ausfall hatte, den binnen einer Stunde wieder im Griff hatte, sauber kommuniziert hat, einen sauberen Incident- und Problem-Prozess gefahren hat, einen sauberen post mortem Bericht liefert, glaubhaft Maßnahmen implementiert, dann ist das positiver als "bei uns passiert nie was". -
Re: dumm dastehen
Autor: herc 25.01.23 - 16:10
ob wohl zusätzlich auch schon staatlich bezahlte hacker ihre pfoten im system haben?
frag mich ja, wann da die softwarebomben hochgehen. so ähnlich wie gerade eine uni / fachhochschule nach der anderen implodiert.. -
Re: dumm dastehen
Autor: traxanos 25.01.23 - 16:41
Oktavian schrieb:
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> Ich habe bei on prem Lösungen schon deutlich längere Ausfälle erlebt, und
> das deutlich öfter. Eigentlich ganz im Gegenteil, die Art, wie mit solchen
> Problemen umgegangen wird, ist ziemlich vorbildlich und stärkt das
> Vertrauen.
ja hab ich auch. und wenn sie ohne probleme laufen, dann weil man sie lange nicht anrührt. also keine updates der server oder der serversoftware etc. und dann hast du uralt software im haus und wunders dich das dein unternehmen gekapert wird.
das hauptproblem ist das die menschheit dumm ist. beispiel, jedentag sterben tausende menschen an hunger, unfällen etc. interessiert keine sau. aber stürtzt ein flugzeug ab und kommen 5 menschen ums leben. sieht man es in allen nachrichten. oder, täglich werden straftaten begangen. ist ein ausländer involivert kommt direkt der zeigefinger die bösen ausländer. -
Re: dumm dastehen
Autor: Esquilax 25.01.23 - 16:54
+1
Wir haben on prem auch eine sehr gute Verfügbarkeit. Wir geben unser Bestes, dass das so ist - aber garantieren kann ich für nichts. Also so in der Richtung, dass wir eine Verfügbarkeit von 99,xxx % haben. Müssen wir zum Glück auch nicht, ist halt eine kleinere Umgebung und nur mit Betrieb zu normaler Tageszeit Mo-Fr.
Wenn wir da etwas garantieren müssten, müssten wir uns anders aufstellen und hätten weit höhere Budgets nötig. Storage-Cluster, diverse Systeme im Cluster, etc. -
Re: dumm dastehen
Autor: Oktavian 25.01.23 - 17:25
> Wir haben on prem auch eine sehr gute Verfügbarkeit. Wir geben unser
> Bestes, dass das so ist - aber garantieren kann ich für nichts.
Nun ja, "garantieren" im engeren Sinne tun auch auch die wenigsten Dienstleister. Aber alleine das Commitment zu einer Zahl und Messmethode ist schon was wert.
> Also so in
> der Richtung, dass wir eine Verfügbarkeit von 99,xxx % haben. Müssen wir
> zum Glück auch nicht, ist halt eine kleinere Umgebung und nur mit Betrieb
> zu normaler Tageszeit Mo-Fr.
Ich kenne sowas. Das macht es einerseits etwas entspannter. Andererseits hat man eben auch Freitag um 18 Uhr keinen Kollegen, der übernimmt, wenn man schon 4 Stunden an der Störung arbeitet. Auch das ist der Vorteil einer globalen Organisation, man hat einen vernünftigen Schichtbetrieb, Verstärkung von Rufbereitschaft, usw. -
Re: dumm dastehen
Autor: Maddix 26.01.23 - 08:00
Esquilax schrieb:
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> +1
>
> Wir haben on prem auch eine sehr gute Verfügbarkeit. Wir geben unser
> Bestes, dass das so ist - aber garantieren kann ich für nichts. Also so in
> der Richtung, dass wir eine Verfügbarkeit von 99,xxx % haben. Müssen wir
> zum Glück auch nicht, ist halt eine kleinere Umgebung und nur mit Betrieb
> zu normaler Tageszeit Mo-Fr.
> Wenn wir da etwas garantieren müssten, müssten wir uns anders aufstellen
> und hätten weit höhere Budgets nötig. Storage-Cluster, diverse Systeme im
> Cluster, etc.
Wir haben so eine Organisation, die 24/7 läuft. Und wir haben die Cluster usw. Trotzdem brauchst du noch Personal, was das macht. Der Cluster usw. ist das Eine. Das Personal, das ist das Problem. Du musst erstmal welches finden, das halten und dann auch passend bezahlen. Schon alleine diese ganzen Punkte machen den Betrieb solcher Lösungen aktuell absolut unwirtschaftlich, wenn man auf ein Niveau wie MS kommen will. Von der Verweigerung besagter Abteilungen, sich mit KPIs transparent zu machen, will ich erst gar nicht anfangen... -
Re: dumm dastehen
Autor: tomatentee 26.01.23 - 09:14
Oktavian schrieb:
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> Wenn ein Anbieter in 2 Jahren keinen Ausfall hatte, war er wirklich gut
> oder hatte er einfach nur Glück? Wenn aber ein Anbieter mal einen Ausfall
> hatte, den binnen einer Stunde wieder im Griff hatte, sauber kommuniziert
> hat, einen sauberen Incident- und Problem-Prozess gefahren hat, einen
> sauberen post mortem Bericht liefert, glaubhaft Maßnahmen implementiert,
> dann ist das positiver als "bei uns passiert nie was".
>
Das auf jeden Fall - bei Azure treten nichtsdestotrotz wesentlich häufiger richtige Klopper auf als bei AWS (mit GCP hab ich keine Erfahrung).
Liegt z.T. sicher daran, dass AWS schon wesentlich länger existiert und schon daher eine höhere Reife hat, andererseits ist die Azure-Strategie aber auch eine andere als die von AWS (z.B. brechen die Api-kompatibilität auch wesentlich häufiger, haben dafür aber halt auch deutlich cleanere APIs).
Wie so häufig liegt die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte - und wenn man _wirklich_ kritische Systeme betreibt sollte man die offensichtlich auch in der Cloud-Welt bei mehreren Anbietern verteilen - die hatten alle schon größere Ausfälle. -
Re: dumm dastehen
Autor: cbug 26.01.23 - 09:46
Maddix schrieb:
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> Esquilax schrieb:
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> > +1
> >
> > Wir haben on prem auch eine sehr gute Verfügbarkeit. Wir geben unser
> > Bestes, dass das so ist - aber garantieren kann ich für nichts. Also so
> in
> > der Richtung, dass wir eine Verfügbarkeit von 99,xxx % haben. Müssen wir
> > zum Glück auch nicht, ist halt eine kleinere Umgebung und nur mit
> Betrieb
> > zu normaler Tageszeit Mo-Fr.
> > Wenn wir da etwas garantieren müssten, müssten wir uns anders aufstellen
> > und hätten weit höhere Budgets nötig. Storage-Cluster, diverse Systeme
> im
> > Cluster, etc.
>
> Wir haben so eine Organisation, die 24/7 läuft. Und wir haben die Cluster
> usw. Trotzdem brauchst du noch Personal, was das macht. Der Cluster usw.
> ist das Eine. Das Personal, das ist das Problem. Du musst erstmal welches
> finden, das halten und dann auch passend bezahlen. Schon alleine diese
> ganzen Punkte machen den Betrieb solcher Lösungen aktuell absolut
> unwirtschaftlich, wenn man auf ein Niveau wie MS kommen will. Von der
> Verweigerung besagter Abteilungen, sich mit KPIs transparent zu machen,
> will ich erst gar nicht anfangen...
Ja, geht alles so lange gut, bis es halt nicht mehr gut geht. Deine Daten sind halt bei wem anders und der entscheidet was du damit machst.
Aus meiner Sicht ist die Cloud sehr teuer erkauft, abseits der 125k¤/5000MA im Monat. Du bist in Rolling-Releases drin, mit jedem Update kann die Software anders aussehen oder features gedroppt/ersetzt werden. Muss man wollen. Du verlagerst den Aufwand halt in den Anwendersupport. -
Re: dumm dastehen
Autor: Janquar 26.01.23 - 11:06
Wie oft passiert das? Wieviele "zum glück läuft alles zentral" Ausfälle gab es in der Zeit?
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Re: dumm dastehen
Autor: Maddix 26.01.23 - 12:06
cbug schrieb:
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> Ja, geht alles so lange gut, bis es halt nicht mehr gut geht. Deine Daten
> sind halt bei wem anders und der entscheidet was du damit machst.
> Aus meiner Sicht ist die Cloud sehr teuer erkauft, abseits der 125k¤/5000MA
> im Monat. Du bist in Rolling-Releases drin, mit jedem Update kann die
> Software anders aussehen oder features gedroppt/ersetzt werden. Muss man
> wollen. Du verlagerst den Aufwand halt in den Anwendersupport.
Ja und nein.
Ja, es ist auf jeden Fall teuer erkauft, wenn du die Verträge nicht ließt und dich über den Tisch ziehen lässt. Wenn ich sehe, wie manche Organisationen allergisch auf "Cloud" reagieren, aber Governance dort nicht vorhanden ist, dann verstehe ich das. Man braucht im 21. Jahrhundert als Organisation ein gemeinsames Verständnis von Daten und deren Wert. Da muss ich dir Recht geben.
Nein, weil: Wenn Features gedroppt werden, dann passiert das meist mit 2-3 Jahren Vorlauf. Wer natürlich der Meinung ist, keine IT mehr zu benötigen, der wird die Notification zur Feature Abschaltung nicht lesen und steht dann beim Release mit runter gelassener Hose da. Aber ehrlich, so Systeme wie Salesforce sind sehr komfortabel. Ich habe selbst gleiche Systeme on-Prem betreut. Was ein PaaS Anbieter dir da an Maintenance, Security, Featureentwicklung usw. abnimmt ist unglaublich. Und auch hier gibt es Cloud und Cloud. Habe mir letztens ein anderes System mit Fokus ITSM angeschaut, das auch in der Cloud verkauft wird. Am Ende stehen da Server, die du selbst betreibst im RZ vom Hersteller. Das ist dann nun auch nicht Sinn und Zweck der Sache. -
Re: dumm dastehen
Autor: gaym0r 26.01.23 - 17:51
mxcd schrieb:
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> Weiß nicht, wieviel Kunden wir von MS365 mit dem Argument der
> Zuverlässigkeit überzeugt haben.
Warum macht ihr so etwas, wenn ihr nichts garantieren könnt?



