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Interessantes Konzept
Autor: Dakkaron 07.03.22 - 14:02
Allerdings frage ich mich, ob es sich wirklich auszahlt, zumindest in der aktuellen Fassung.
Ich tippe, dieses Projekt ist wahrscheinlich mehr Grundlagenforschung als direkter Nutzen.
Aber hier wird ein Satellit hochgeschickt, der zumindest lauf Grafiken, größer und wahrscheinlich schwerer ist, als der Zielsatellit. Und der Luftbetanker ist wahrscheinlich nicht wiederverwendbar.
Würde es sich da nicht viel eher auszahlen, den Originalsatelliten nachzubauen und erneut hochzuschicken? Dann hätte man auch nicht 20 Jahre alte Technik, und die Hardware wäre auch neu.
Ich könnte mir denken, dass das deutlich billiger/ressourcensparender sein könnte, wenn man es auf Satelliten verwendet, die tatsächlich dafür konzipiert sind. So dass man sich z.B. die Werkzeuge für das Aufschneiden usw. sparen kann.
Wenn da wirklich nur ein Treibstofftank mit Docking-Mechanismus hoch fliegt, dann könnte es sich schon eher rentieren. -
Re: Interessantes Konzept
Autor: M.P. 07.03.22 - 18:48
Da ist die Frage, wie seine geplante Mission aussieht.
Wenn er ein paar Satelliten betanken kann, könnte sich das schon lohnen.
Vielleicht kann er in seiner letzten Mission noch einen "toten" Satelliten greifen, und dann gemeinsam mit ihm de-orbiten ... -
Re: Interessantes Konzept
Autor: 43rtgfj5 07.03.22 - 19:29
Ich vermute auch dass es eher um das testen des Konzepts geht, als spezifisch diesen einen Satelliten zu retten.
Wo sich das zB lohnen würde, wäre das JWST. Wenn das am Ende seiner Kebenszeit angekommen ist, also wenn der Treibstoff alle ist, könnte man das nochmal auftanken. Das wäre schon ein großer Vorteil, weil das Teil richtig viel Arbeit war. -
Re: Interessantes Konzept
Autor: Dakkaron 07.03.22 - 21:07
Stimmt, für sowas macht's schon mehr Sinn. Hab mir auch gedacht, dass das hier wahrscheinlich eher ein Proof of Concept ist, welches an einem Satelliten vollzogen wird, wo es nett wäre, wenn der länger rennt, aber kein Drama ist, wenn's schief geht.
Hab nur erstmal gestutzt, wie ich das Bild auf deren Webseite gesehen hab, auf dem der Nachtanker aussieht, als hätte er das vierfache Volumen von dem Betankten:
https://nexis.gsfc.nasa.gov/OSAM-1.html -
Re: Interessantes Konzept
Autor: Kein Kostverächter 08.03.22 - 10:22
Das ist doch meistens so. Sieh dir doch mal Videos von Luftbetankungsmanövern an. Da ist das betankende Flugzeug auch größer als der "Kunde".
Bei einem Satellitn macht der Tank einen großen Anteil des Volumens aus, und der Tanksatellit braucht ja auch eine Menge Treibstoff, um seinen Orbit mit dem Zielsatelliten anzugleichen und um sich auch wieder zu entfernen und selbst entweder zu deorbiten oder auf den Friedhofsorbit zu wechseln.
Bis die Tage,
KK
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(Epikur, griech. Phil., 341-270 v.Chr.)
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Re: Interessantes Konzept
Autor: M.P. 08.03.22 - 14:16
> weil das Teil richtig viel Arbeit war.
Aus der Sicht ist es das wohl sicherlich. aber bis zum entsprechenden Lagrange-Punkt ist es schon SEHR weit ...
Das De-Orbiten des "Weltraum-Doktors" nach getaner Arbeit fällt da wohl aus ... müsste man sehen, ob man den "Doktor" irgendwie anderweitig aus dem Weg räumen kann, ohne dass er zum weiteren Aufbau des Kessler-Syndroms beiträgt ...



