-
Ganz schlechte Idee...
Autor: Gunslinger Gary 20.02.24 - 12:13
... denn die Kommunen mühen sich jetzt schon mit Version 1.0 ab. Jetzt kommt ein Klugscheißer mit Version 2.0, glaubt es geht schneller und wirft den Kommunen noch mehr Arbeit auf den Tisch.
Die sind nicht ganz dicht. Von oben runterbefehlen, keine Hilfestellungen geben, sondern einfach die IT-Legastheniker in den Rathäusern im Kreis drehen lassen bis das Fleisch abfällt.
So wird das nichts mit der digitalen Verwaltung!
Verifizierter Top 500 Poster!
Signatur von quineloe geklaut! -
Re: Ganz schlechte Idee...
Autor: webprogrammer 20.02.24 - 14:27
Andere Länder schaffen das auch. Nur beim deutschen Beamten Gustl wird wieder gemotzt und gemeckert was das Zeug hält! Lieber an alten antiquierten Dingen festhalten, denn früher war alles besser außer der Krieg ...
Dem zugrunde liegt eine EU-Verordnung, welche wieder mal hervorragend von Deutschland umgesetzt wurde / umgesetzt wird!
Flächendeckend gehört EINE Lösung mit EINER Vorgabe für alle Behörden her. Keine Einzelanwendungen je Behörde geschweige denn unterschiedlicher Registrierungs- / Login-Verfahren. [www.bmi.bund.de]
> Wichtige Punkte des Gesetzentwurfs sind die gesetzliche Verankerung der Nutzerfreundlichkeit
> und Barrierefreiheit von Onlinediensten, das Bekenntnis zur Ende-zu-Ende-Digitalisierung, die
> Bereitstellung zentraler Basisdienste wie Nutzerkonto und Postfach durch den Bund sowie die
> Once-Only-Generalklausel .
Bis Ende 2023 müssten hierzu 21 Dienste digital zur Verfügung stehen und am OOTS (Once-Only-Technical-System) angebunden sein. Letzteres dient zum automatischen und grenzüberschreitenden (EU weit) Austausch von Nachweisen.
OZG 1.0 war bis Ende 2022 zum Umsetzen, OZG 2.0 bis Ende 2027. Bis dahin sollte es auch in Hintertupfingen und Buxtehude online möglich sein gewisse Behördenwege wahrzunehmen oder entsprechend verklagt zu werden. Konkret sind seit Ende 2023 Kommunen verpflichtet, Informationen über ihre Leistungen bereitzustellen.
Wenn man nach Italien ([serviziweb2.inps.it]) schaut, dann sieht man, was es an Authentifizierungsmöglichkeiten und Chaos gibt! Der / die / das BitKom bemängelt unter anderem, dass man explizit auf eID baut ... -
Re: Ganz schlechte Idee...
Autor: Gunslinger Gary 20.02.24 - 20:01
Am Thema vorbei.
Es fehlt nicht an Ideen oder Technik. Sondern schlicht und ergreifend an Wissen und Personal. Karl Klammer in einer vier Mann Verwaltung kann den komplexen Mist nicht umsetzen.
Worin ich zustimme ist ein bundesweites System mit einer einfachen Anbindung für die Kommunen. Denn die sollten sich mit dem Bereitstellen ihrer Dienstleistungen beschäftigen und nicht mit Technik.
Verifizierter Top 500 Poster!
Signatur von quineloe geklaut! -
Re: Ganz schlechte Idee...
Autor: webprogrammer 21.02.24 - 08:24
Gunslinger Gary schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Am Thema vorbei.
>
> Es fehlt nicht an Ideen oder Technik. Sondern schlicht und ergreifend an
> Wissen und Personal. Karl Klammer in einer vier Mann Verwaltung kann den
> komplexen Mist nicht umsetzen.
>
> Worin ich zustimme ist ein bundesweites System mit einer einfachen
> Anbindung für die Kommunen. Denn die sollten sich mit dem Bereitstellen
> ihrer Dienstleistungen beschäftigen und nicht mit Technik.
Thema OZG 2.0, Grundlage für OZG 2.0 = EU Verordnung. Woran habe ich dir hier genau vorbei geredet? Mir scheint es, als seist du mit dem Thema keineswegs vertraut!
Dass es ein (föderales) zentrales System ist, scheint dir ebenso nicht geläufig zu sein, sonst hättest du das mit den Kommunen so nicht formuliert. Für Berti Langschläfer sollte es einfacher sein, seine ganze Verwaltung nicht mehr in zig Ordnern archivieren zu müssen und Workflows händisch abzuarbeiten.
Konkret gibts hier in Bayern bereits zahlreiche gute Gemeinden mit einigen Online-Diensten [www.stmd.bayern.de]. Der viertägige Kurs sollte auch mach- und schaffbar sein [www.bvs.de]. Dieser wird im Übrigen mit bis zu 20.000¤ / Gemeinde / Bezirk / Landratsamt gefördert (aber nur für 1 Person)! Der Freistaat hat hier des Weiteren schon einige digitale Dienste in petto, müssen also nicht von Grund auf von jeder Gemeinde neu erfunden werden ... [www.digitales-rathaus.bayern] konkret heißt es hier:
> Gegenstand der Förderung sind Beschaffungsmaßnahmen zur erstmaligen Bereitstellung von
> bisher nicht angebotenen Online-Diensten mit oder ohne digitalem Fachverfahren.
Erzähl mir also nichts "Von oben runterbefehlen, keine Hilfestellungen geben"! Das OZG 2.0 soll im Vergleich zu OZG 1.0 ... unter anderem den Druck erhöhen für Karin Murmelfrau, welche in der Verwaltung träge ist, der / die / das Bürgermensch die Möglichkeit geben sich zentral anzumelden und dann auf die Online-Dienste der Gemeinde zu wechseln und es der Person ermöglichen ab 2028 beim Verwaltungsgerichtshof zu klagen falls Dienste, welche technisch und rechtlich umsetzbar gewesen wären, nicht vorhanden sind.
Die Gemeinde macht die Arbeit ohnehin. Was "neu" ist, dass die Dienste nun auch digital angeboten werden müssen. An der Arbeit per se ändert sich hierdurch also erstmal gar nichts.



